Die Unternehmensgruppe „OKKO“ plant nach Abschluss des Baus der ersten Ausbaustufe ihrer Bioethanolanlage mit einer Kapazität von 83.000 Tonnen pro Jahr den Bau der zweiten Ausbaustufe mit einer Kapazität von 120.000 Tonnen pro Jahr, teilte der CEO der Gruppe, Vasyl Danyliak, mit.
„Wir bauen zunächst die erste Ausbaustufe der Anlage mit einer Kapazität von 83.000 Tonnen Bioethanol und erweitern dann die Kapazitäten. Und wir wollen bereits in der zweiten Ausbaustufe 120.000 Tonnen Bioethanol pro Jahr produzieren“, sagte Danilyak im Fedoriv-Vlog auf YouTube.
Er fügte hinzu, dass die Gruppe in Zukunft plant, 50 % des von ihr produzierten Bioethanols selbst zu verbrauchen und die anderen 50 % auf die europäischen Märkte zu exportieren.
Dabei verwies er auf die Erfahrungen bei der Bioethanolproduktion in den USA und merkte an, dass die Kapazität der Anlagen in diesem Land mindestens 1 Million Tonnen betrage, wodurch seiner Aussage nach „Skaleneffekte“ erzielt würden.
Wie Anfang Juli 2026 unter Berufung auf den CEO der Unternehmensgruppe „OKKO“, Vasyl Danylyak, berichtet wurde, musste die Gruppe die vollständige Inbetriebnahme einer 110 Millionen Euro teuren Bioethanolanlage vom dritten Quartal 2026 auf das erste Quartal 2027 verschieben. Danylyak begründete dies mit Verzögerungen bei der Herstellung einiger Anlagenkomponenten.
Dabei wies er darauf hin, dass ein Teil der Kapazitäten, insbesondere für die Lagerung der fertigen Produkte, bereits fertiggestellt sei.
Danilyak wies zudem darauf hin, dass die Kette selbst nicht das gesamte Bioethanol der Anlage mit einer geplanten Kapazität von 83.000 Tonnen verbrauchen könne, selbst wenn sie selbst 10 % Bioethanol dem Benzin beimischen würde. Damals hatte er angemerkt, dass der Konzern bis zu 60 % der Bioethanol-Produktionskapazität verbrauchen könne.
Den Rest plante die Gruppe, an andere Tankstellenketten zu verkaufen oder zu exportieren.
Von den Gesamtinvestitionen in die Anlage in den Jahren 2024–2026 in Höhe von 110 Mio. EUR entfallen 35 Mio. EUR auf den Eigenbeitrag des Konzerns und 75 Mio. EUR auf Fremdfinanzierung. Davon wurden 60 Mio. EUR von der EBRD mit einer Laufzeit von neun Jahren bereitgestellt, weitere 15 Mio. EUR von der Raiffeisen Bank Ukraine mit einer Laufzeit von sieben Jahren.
Nach Angaben von Danilyak beträgt die Jahreskapazität der Anlage für Bioethanol 83.000 Tonnen, für Tierfutter 70.000 Tonnen und für die Maisverarbeitung 270.000 Tonnen.
Die OKKO Group vereint mehr als 10 Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen der Produktion, des Handels, des Bauwesens sowie der Versicherungs-, Dienstleistungs- und sonstigen Branchen. Das Flaggschiff der Gruppe ist der Konzern „Galnaftogaz“, der unter der Marke „OKKO“ eines der größten Tankstellennetze der Ukraine mit rund 400 Tankstellen betreibt.
Gründer und wirtschaftlich Verantwortlicher der Gruppe ist Vitali Antonow.