Business news from Ukraine

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Die EU hat die LNG-Importe aus dem russischen Projekt „Jamal LNG“ kurz vor dessen vollständigem Verbot auf ein Rekordniveau gesteigert – Financial Times

Die Länder der Europäischen Union haben im ersten Halbjahr 2026 eine Rekordmenge an Flüssigerdgas aus dem russischen Projekt „Jamal LNG“ importiert, trotz der schrittweisen Einführung eines Verbots für Lieferungen von russischem Gas, berichtete die Zeitung „Financial Times“ unter Berufung auf Daten des Analyseunternehmens Kpler und der Umweltorganisation Urgewald.

Nach Angaben der Zeitung erhielten die europäischen Länder von Januar bis Juni rund 9,9 Millionen Tonnen LNG aus dem „Jamal LNG“-Projekt, was etwa 18 % mehr ist als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Dies war der höchste Halbjahreswert seit Beginn der Exporte aus dem Projekt im Jahr 2017.

Etwas abweichende operative Daten nennt Reuters: Nach Angaben von Kpler beliefen sich die Lieferungen in die EU auf 9,97 Millionen Tonnen und stiegen um 16 %. Die Abweichung zwischen den Zahlen könnte auf aktualisierte Informationen über die Tankerbewegungen und die tatsächlichen Entladedaten der Ladungen zurückzuführen sein. Insgesamt bestätigen beide Quellen Importe in Höhe von rund 10 Mio. Tonnen und einen neuen Rekordwert.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 140 Tankerladungen von „Yamal LNG“ verschifft. Davon erreichten 136, also mehr als 97 %, die Häfen der EU. China erhielt im gleichen Zeitraum nur vier Ladungen. Somit hat der europäische Markt faktisch fast die gesamten Exporte des größten russischen Arktis-LNG-Projekts absorbiert.

Der geschätzte Wert der in die EU gelieferten Ladungen beläuft sich auf 5,96 Milliarden Euro bzw. rund 6,82 Milliarden Dollar. Hauptzielorte waren Terminals in Frankreich, Belgien und Spanien.

Der Anstieg der Importe erfolgte vor dem Hintergrund der Vorbereitungen europäischer Unternehmen auf die endgültige Einstellung der russischen Gaslieferungen. Nach Schätzungen der EU-Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) stiegen die Importe von russischem LNG im Zeitraum Januar bis Mai 2026 im Jahresvergleich um 11 %, während die Lieferungen von russischem Pipelinegas um 7 % zunahmen. Als einen der Gründe nennt die Agentur die vorzeitige Abnahme eines Teils der vertraglich vereinbarten Mengen vor Inkrafttreten der neuen Beschränkungen.

Es ist jedoch noch nicht korrekt zu sagen, dass der Kauf von sämtlichem russischem LNG in der EU bereits verboten ist. Ab dem 25. April 2026 gilt das Verbot für Importe im Rahmen von kurzfristigen Verträgen, die vor dem 17. Juni 2025 abgeschlossen wurden. Lieferungen im Rahmen zuvor abgeschlossener langfristiger Verträge dürfen bis zum 1. Januar 2027 fortgesetzt werden. Nach diesem Datum soll ein vollständiges Einfuhrverbot für russisches LNG in Kraft treten.

Daher könnte ein erheblicher Teil der Lieferungen von „Yamal LNG“ im ersten Halbjahr auf der Grundlage bestehender langfristiger Verträge erfolgt sein und verstieß formal nicht gegen die europäischen Beschränkungen.

Die Angaben zum Anstieg des Anteils von russischem Gas an den EU-Importen von 12 % auf 14 % bedürfen ebenfalls einer Präzisierung. Nach Angaben der Europäischen Kommission und des Rates der EU entfielen im Jahr 2025 insgesamt etwa 12 % der europäischen Gasimporte auf russisches LNG und Pipelinegas. ACER schätzte den Anteil Russlands in der Wintersaison 2025–2026 auf etwa 14 %. Diese Zahlen beziehen sich auf unterschiedliche Zeiträume und können daher nicht direkt als endgültiger jährlicher Anstieg des Anteils um zwei Prozentpunkte interpretiert werden.

Zu dem Anstieg der Lieferungen trug auch die geltende Beschränkung des Umschlags von russischem LNG in europäischen Häfen für den Weitertransport in Drittländer bei. Infolgedessen verbleibt der Großteil des an EU-Terminals angelieferten Gases auf dem europäischen Markt und wird nicht auf andere Schiffe umgeladen, um nach Asien transportiert zu werden.

Die Rekordkäufe verdeutlichen den Widerspruch zwischen der EU-Politik der Abkehr von russischen Energieträgern und der Notwendigkeit, unter den Bedingungen eines angespannten Weltmarktes eine stabile Gasversorgung sicherzustellen. Gleichzeitig verdeutlichen sie die Abhängigkeit des „Jamal-LNG“-Projekts selbst von der europäischen Hafen-, Schifffahrts- und Finanzinfrastruktur: Angesichts des eingeschränkten Zugangs zu asiatischen Routen ist es Russland bislang nicht gelungen, einen wesentlichen Teil des arktischen LNG nach China umzuleiten.

Das Projekt „Jamal LNG“ befindet sich auf der Halbinsel Jamal in der russischen Arktis und wird vom russischen Unternehmen „Novatek“ kontrolliert. Dieses hält 50,1 % der Anteile am Projekt, die französische TotalEnergies und die chinesische CNPC jeweils 20 % sowie der Seidenstraßen-Fonds 9,9 %. Die Produktionskapazität des Projekts beträgt etwa 17,4 Millionen Tonnen LNG pro Jahr.

Die EU hat am 26. Januar 2026 den schrittweisen Ausstieg aus russischem Erdgas endgültig beschlossen. Ein vollständiges Verbot für russisches LNG soll ab dem 1. Januar 2027 in Kraft treten, für Pipelinegas im Herbst 2027. Im Falle einer ernsthaften Bedrohung der Energieversorgung kann die Europäische Kommission einzelne Beschränkungen vorübergehend für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen aussetzen.

Originalquelle Financial Times

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Die EU hat den Schutz für Ukrainer um ein weiteres Jahr verlängert, jedoch Einschränkungen für neue Antragsteller im wehrpflichtigen Alter eingeführt

Die EU-Mitgliedstaaten haben sich darauf geeinigt, den vorübergehenden Schutz für Flüchtlinge aus der Ukraine um ein weiteres Jahr – bis März 2028 – zu verlängern, haben jedoch Einschränkungen für die Gewährung dieses Schutzes für neue Antragsteller eingeführt, die ihren Wehrdienst leisten müssen.

Die entsprechende Entscheidung wurde am Mittwoch in Brüssel bekannt gegeben, wie der Pressedienst des EU-Rates mitteilte.

„Heute haben sich die EU-Länder darauf geeinigt, den vorübergehenden Schutzstatus für Flüchtlinge aus der Ukraine bis zum 4. März 2028 zu verlängern und damit der Verpflichtung der EU nachzukommen, die Ukraine und ihre Bevölkerung so lange wie nötig zu unterstützen. Die Verlängerung des Schutzes um ein weiteres Jahr sorgt für Klarheit und Vorhersehbarkeit für alle, die vor dem Krieg fliehen“, heißt es in der Mitteilung.

Gleichzeitig „haben die EU-Länder in Anerkennung sowohl der Notwendigkeit, Vertriebene zu schützen, als auch der Notwendigkeit der Ukraine, sich gegen den unrechtmäßigen Krieg Russlands zu verteidigen, vereinbart, dass vorübergehender Schutz nur denjenigen gewährt werden soll, die ihren Wehrpflichten in der Ukraine nachkommen“.

In der Pressemitteilung wird darauf hingewiesen, dass „angesichts der sich wandelnden Verteidigungsbedürfnisse der Ukraine der vorübergehende Schutz künftig nur noch denjenigen gewährt wird, die ihre Wehrpflicht in der Ukraine erfüllen“, diese Einschränkung jedoch nur für neue Antragsteller auf vorübergehenden Schutz gelten wird. „Sie gilt nicht für diejenigen, die bereits vorübergehenden Schutz in der EU genießen“, heißt es in der Pressemitteilung.

In der Mitteilung wird außerdem präzisiert, dass Personen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, in der Praxis nachweisen müssen, dass sie ihre Wehrpflicht erfüllt haben, um vorübergehenden Schutz zu erhalten. „ Dies kann beispielsweise durch die Vorlage eines Reisepasses mit einem von den ukrainischen Behörden ausgestellten Ausreisestempel erfolgen, der bestätigt, dass sie die Ukraine legal verlassen haben und somit ihren Wehrpflichten nachkommen. Dies kann auch durch die Vorlage eines Dokuments in Papierform oder in elektronischer Form erfolgen, das die Entlassung aus dem Wehrdienst oder die Erfüllung der Wehrpflicht bestätigt“, heißt es in der Mitteilung.

Der vorübergehende Schutz wurde derzeit bis zum 4. März 2027 verlängert, und seit März 2022 genießen mehr als 4 Millionen Vertriebene aus der Ukraine Schutz in der EU.

In einem Kommentar zu der getroffenen Entscheidung sagte Jim O’Callaghan, Minister für Justiz, Inneres und Migration Irlands, das derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat: „Wir stehen weiterhin unerschütterlich hinter der Ukraine im Kampf gegen den rechtswidrigen Angriffskrieg Russlands. Heute haben wir beschlossen, den Schutzstatus, den wir denjenigen gewähren, die vor dem Krieg fliehen, um ein weiteres Jahr bis März 2028 zu verlängern. Dies sorgt für Stabilität für diejenigen, die in der EU Sicherheit gefunden haben. Die Botschaft ist klar: Wir stehen weiterhin hinter der Ukraine. Und im Rahmen unserer Unterstützung wollen wir auch sicherstellen, dass die Ukraine sich selbst verteidigen kann. Genau aus diesem Grund berücksichtigt unsere Regelung zum vorübergehenden Schutz die legitimen Bedürfnisse der Ukraine.“

Der Rat der EU wird in den kommenden Wochen offiziell einen Beschluss zur Verlängerung des vorübergehenden Schutzes fassen. Der Beschluss wird im Amtsblatt der EU veröffentlicht und tritt am folgenden Tag in Kraft.

 

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Die Ukraine und Usbekistan haben in Lemberg ein Wirtschaftsforum veranstaltet

Ukrainische und usbekische Unternehmen beabsichtigen, ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Maschinenbau, Energiewirtschaft, IT sowie Lebensmittel- und Textilindustrie auszubauen. Die Aussichten für die Umsetzung gemeinsamer Projekte wurden von den Teilnehmern des ukrainisch-usbekischen Wirtschaftsforums erörtert, das am 13. Juli 2026 in Lemberg stattfand.
Wie die Industrie- und Handelskammer der Ukraine mitteilte, wurde das Forum vom Präsidenten der IHK der Ukraine, Gennadij Tschischikow, und dem Vorsitzenden der Industrie- und Handelskammer Usbekistans, Davron Vakhobow, eröffnet. An der Veranstaltung nahmen rund 90 Vertreter aus Wirtschaft, Behörden, Branchenverbänden und Industrie- und Handelskammern beider Länder teil.
An dem Forum nahm auch der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Republik Usbekistan in der Ukraine, Alischer Kurmanow, teil. Die Teilnahme des Leiters der usbekischen diplomatischen Vertretung unterstrich die zwischenstaatliche Bedeutung des Treffens und das Interesse Taschkents am Aufbau direkter Kontakte zur ukrainischen Wirtschaft. Kurmanov leitet die Botschaft Usbekistans in der Ukraine seit 2020.


An die Teilnehmer des Forums wandten sich die Leiterin der Abteilung für Wirtschaftspolitik der Militärverwaltung der Oblast Lemberg, Khrystyna Kalish, die Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer Lemberg, Nataliia Karpenchuk-Konopatska, der Vorsitzende des Verbandes „Uzeltexsanoat“ Mirziyod Yunusov, der Leiter der ukrainischen Seite des ukrainisch-usbekischen Wirtschaftsrats, Oleg Revchuk, sowie der Vorsitzende des Verbandes der Exporteure Usbekistans, Erkindjon Malikov.
Laut Tschizhikov geht das Interesse der usbekischen Partner über die traditionellen Lieferungen von Lebensmitteln und pharmazeutischen Produkten hinaus.
„Wir sind bereit, Nischen mit hoher Wertschöpfung anzubieten – Maschinenbau, Energieanlagen, IT-Lösungen für ‚intelligente‘ Städte. Das ist die Ebene der Zusammenarbeit, die den Ambitionen unserer beiden Länder entspricht“, erklärte der Präsident der ukrainischen Industrie- und Handelskammer.
Als einen der Hauptschwerpunkte der Zusammenarbeit nannten die Teilnehmer die Entwicklung neuer Logistikrouten zwischen der Ukraine und Zentralasien. Die ukrainische Seite betrachtet Usbekistan als regionalen Verkehrs- und Handelsknotenpunkt, der den Zugang zu den Märkten der Nachbarstaaten gewährleisten kann.
Die ukrainische IHK schlug den usbekischen Logistikunternehmen und Zollbehörden vor, gemeinsam an der Schaffung von „grünen Korridoren“ zu arbeiten. Solche Routen könnten die Lieferungen ukrainischer Agrar- und Lebensmittelprodukte nach Usbekistan sowie den Transport usbekischer Textilien über die Ukraine in europäische Länder beschleunigen.
Die Teilnehmer des Forums führten direkte B2B-Gespräche. Als vielversprechende Bereiche der Zusammenarbeit wurden die Pharmabranche, die Herstellung von Maschinen und Industrieanlagen, die Energiewirtschaft, die Agrarverarbeitung, Lebensmittel, Textilien, chemische Erzeugnisse sowie digitale Lösungen für die Stadtwirtschaft genannt.
Zusätzliches Potenzial birgt die industrielle Zusammenarbeit. Ukrainische Unternehmen können Energie- und Technologieausrüstung, Komponenten, pharmazeutische Produkte sowie Produkte der weiterverarbeiteten Agrarwirtschaft nach Usbekistan liefern. Usbekische Unternehmen sind ihrerseits daran interessiert, die Lieferungen von Textilien, Baumwollrohstoffen, Polymermaterialien, Düngemitteln und anderen chemischen Erzeugnissen auszuweiten.


Die rechtliche Grundlage für die Investitionszusammenarbeit bildet das 1993 unterzeichnete bilaterale Abkommen über die Förderung und den gegenseitigen Schutz von Investitionen. Zwischen den Ländern gilt zudem eine Präferenzhandelsregelung, und der Import von Waren aus der Ukraine nach Usbekistan ist im Rahmen der geltenden Freihandelsabkommen von Zöllen befreit.
Nach Angaben der ukrainischen Industrie- und Handelskammer belief sich der Warenumsatz zwischen der Ukraine und Usbekistan im Jahr 2025 auf 315 Mio. US-Dollar, was einem Anstieg von 14 % gegenüber dem Jahr 2024 entspricht. Die ukrainischen Exporte beliefen sich auf 186,5 Mio. US-Dollar. Ausgehend von diesen Zahlen lassen sich die Importe usbekischer Produkte in die Ukraine auf etwa 128,5 Mio. US-Dollar und die für die Ukraine positive Handelsbilanz auf etwa 58 Mio. US-Dollar schätzen.
Somit weisen die letzten vollständigen Jahresdaten auf einen Warenumsatz in Höhe von rund 315 Mio. US-Dollar hin. Dieser Wert liegt zwar weiterhin deutlich unter dem Potenzial beider Märkte, doch das Wachstum von 14 % zeugt von einer allmählichen Wiederbelebung der wirtschaftlichen Beziehungen.
Den Großteil der ukrainischen Exporte nach Usbekistan machen pharmazeutische Erzeugnisse, Maschinen und Ausrüstung, Fleisch und Fleischprodukte, Süßwaren sowie andere Lebensmittel aus. Die Ukraine importiert aus Usbekistan vorwiegend Textilien, Baumwolle und Textilrohstoffe, Kunststoffe, Düngemittel und Erzeugnisse der chemischen Industrie.
Mittelfristig wird das Wachstum des Warenumschlags von den Kosten und der Dauer der Lieferungen, der Wiederherstellung stabiler Transportkorridore, der Verfügbarkeit von Frachtversicherungen und der Fähigkeit der Unternehmen abhängen, regelmäßige Lieferungen zu organisieren. Usbekistan könnte für ukrainische Hersteller zu einem der wichtigsten Zugangspunkte zu den Märkten Zentralasiens werden, während die Ukraine für usbekische Unternehmen als möglicher Weg zum EU-Markt von Interesse ist.
Die Industrie- und Handelskammer der Ukraine ist eine nichtstaatliche, selbstverwaltete Organisation, die die Interessen der ukrainischen Wirtschaft vertritt. Die Kammer fördert den Export, organisiert Geschäftsreisen, bietet Dienstleistungen in den Bereichen Warenzertifizierung, Bestätigung von Fällen höherer Gewalt, internationale Schiedsgerichtsbarkeit und Suche nach ausländischen Partnern an.
Die Industrie- und Handelskammer Usbekistans vertritt die Interessen der Unternehmer der Republik, beteiligt sich an der Förderung des Exports, der Gewinnung von Investitionen, der Organisation von Geschäftsreisen und dem Aufbau von Kontakten zwischen usbekischen und ausländischen Unternehmen.
Der Verband „Uzeltexsanoat“ vereint Unternehmen der Textil-, Bekleidungs- und Strickwarenindustrie Usbekistans. Er beteiligt sich an der Modernisierung von Betrieben, der Entwicklung der weiterverarbeitenden Baumwollindustrie und der Vermarktung von Textilfertigprodukten auf ausländischen Märkten.
Der Verband der Exporteure Usbekistans unterstützt Unternehmen beim Eintritt in ausländische Märkte, bei der Suche nach Abnehmern und bei der Organisation von Exportlieferungen.

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Der EU-Beitritt Montenegros könnte zu einem Anstieg der Immobilienpreise um 30–40 % führen

Wie der Serbische Ökonom berichtet, könnte der mögliche Beitritt Montenegros zur Europäischen Union bis 2028 zu einem neuen Faktor für den Anstieg der Immobilienpreise im Land werden, insbesondere im Premium-Segment an der Küste.

Nach Einschätzung von Marktexperten bleiben Investoren noch etwa zwei Jahre Zeit, um in montenegrinische Immobilien zu investieren, bevor der EU-Status des Landes endgültig zu höheren Preisen führen wird. In den 20 Jahren seit der Unabhängigkeit Montenegros sind die durchschnittlichen Preise für Immobilien an der Küste von etwa 1.000 Euro pro Quadratmeter auf 8.000 bis 15.000 Euro pro Quadratmeter in Premium-Markenresidenzen gestiegen.

Ana Zloković, Vertriebsleiterin des Komplexes Luštica Bay, ist der Ansicht, dass ein möglicher EU-Beitritt – ausgehend von den Erfahrungen anderer Länder der Region – dem montenegrinischen Immobilienmarkt ein weiteres Wachstum von etwa 30 % bescheren könnte. Ihrer Aussage nach wirkt bereits die Erwartung der Mitgliedschaft als Faktor für eine steigende Nachfrage.

Eine vorsichtigere Einschätzung gibt Kieran Kelleher, Geschäftsführer von Savills Croatia & Montenegro. Er rechnet mit einem Preisanstieg von 30–40 % bei einzelnen Objekten, warnt jedoch davor, dass die Zeit, in der sich Investitionen in montenegrinische Immobilien leicht verdoppeln ließen, bereits vorbei ist. Seiner Einschätzung nach hat der Markt einen Teil des zukünftigen Potenzials bereits in die Preise eingepreist.

Als Hauptfaktor für weiteres Wachstum nennen Experten nicht nur die EU-Integration selbst, sondern auch die Modernisierung der Infrastruktur. Montenegro wird derzeit durch schlechte Straßen, veraltete Flughäfen und überlastete Grenzübergänge gebremst, und die Lösung dieser Probleme könnte mindestens fünf Jahre dauern. Eine Verbesserung der Verkehrsanbindung dürfte den Touristenstrom und die Wertsteigerung von Ferienimmobilien ankurbeln.

Als vielversprechendste Region bezeichnen Analysten das „goldene Dreieck“ Kotor – Tivat – Herceg Novi. In der Bucht von Boka Kotorska liegen die Preise im Premiumsegment zwischen 4.000 und 15.000 Euro pro Quadratmeter. Besonderes Interesse wecken die Steinhäuser in der Altstadt von Kotor, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört: Solche Objekte sind rar, eignen sich zur Vermietung und sind nach Einschätzung der Experten besser vor Wertverlusten geschützt.

An der Budva-Riviera wird die Preisspanne auf 3.000 bis 12.000 Euro pro Quadratmeter geschätzt, doch Experten warnen vor den Risiken einer Marktsättigung und einer übermäßigen Bebauung von Budva. Bar und Ulcinj bleiben mit Preisen von etwa 2–5 Tausend Euro pro Quadratmeter günstigere Standorte und bieten dank der niedrigen Ausgangsbasis potenziell höhere prozentuale Wachstumsraten.

Der Faktor der EU-Integration hat für Montenegro tatsächlich an Bedeutung gewonnen. Nach Angaben des Rates der EU hat das Land 2008 einen Beitrittsantrag gestellt, 2010 den Kandidatenstatus erhalten und 2012 haben die Beitrittsverhandlungen begonnen. Alle 33 Verhandlungskapitel sind bereits eröffnet, von denen 16 bis Mitte Juni 2026 vorläufig abgeschlossen waren.

Zudem soll am 14. Juli in Brüssel die 28. Regierungskonferenz zum Beitritt Montenegros stattfinden, auf der geplant ist, die Verhandlungen zu den Kapiteln 8 – Wettbewerb und 29 – Zollunion vorläufig abzuschließen. Dies bestätigt, dass Montenegro unter den Ländern des Westbalkans nach wie vor der am weitesten fortgeschrittene Beitrittskandidat für die EU ist.

https://t.me/relocationrs/3229

 

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Der Export von Eisenmetallen aus der Ukraine ging im ersten Halbjahr um 3,9 % zurück

Die ukrainischen Metallunternehmen verzeichneten im Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres einen Rückgang der Exporteinnahmen aus dem Export von Eisenmetallen um 3,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – von 1 Mrd. 538,513 Mio. auf 1 Mrd. 478,041 Mio. US-Dollar.
Laut den vom Staatlichen Zolldienst (DMS) veröffentlichten Statistiken entfielen in diesem Zeitraum 7,02 % des Gesamtvolumens der Exporteinnahmen auf Eisenmetalle, gegenüber 7,68 % im Zeitraum Januar bis Juni 2025.
Im Juni 2026 beliefen sich die Exporteinnahmen auf 293,644 Mio. US-Dollar, während sie im Vormonat bei 291,757 Mio. US-Dollar lagen.
Gleichzeitig steigerte die Ukraine im Zeitraum Januar bis Juni 2026 die Einfuhren ähnlicher Produkte um 4,5 % auf 845,622 Mio. $. Im Juni wurden Produkte im Wert von 140,744 Mio. $ eingeführt.
Zudem hat die Ukraine im Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres die Ausfuhren von Metallprodukten um 14,8 % auf 436,062 Mio. US-Dollar reduziert. Im Juni wurden diese im Wert von 84,777 Mio. US-Dollar exportiert.
Die Einfuhren von Metallprodukten stiegen in diesem Zeitraum um 13,6 % auf 590,757 Mio. $. Im Juni wurden diese Produkte im Wert von 125,767 Mio. $ eingeführt.
Wie berichtet, steigerten die ukrainischen Metallunternehmen im Jahr 2025 ihre Exporteinnahmen aus dem Export von Eisenmetallen im Vergleich zum Vorjahr um 7,85 % auf 3 Mrd. 339,487 Mio. US-Dollar. Auf Eisenmetalle entfielen im Jahresverlauf 8,25 % des Gesamtvolumens der Exporteinnahmen gegenüber 7,42 % im Jahr 2024. Gleichzeitig steigerte die Ukraine im Jahresverlauf die Einfuhren entsprechender Produkte um 12,9 % – auf 1 Mrd. 669,544 Mio. US-Dollar. Darüber hinaus verringerte die Ukraine den Export von Metallprodukten um 3 % – auf 916,151 Mio. US-Dollar. Die Einfuhren von Metallprodukten stiegen um 24,4 % auf 1 Mrd. 290,608 Mio. US-Dollar.
Im Jahr 2024 steigerten die Metallunternehmen ihre Exporteinnahmen aus dem Export von Eisenmetallen im Vergleich zu 2023 um 16,9 % – auf 3 Mrd. $ 96,343 Mio. Gleichzeitig steigerte die Ukraine die Einfuhren ähnlicher Produkte um 13,1 % – auf 1 Mrd. $ 478,814 Mio.

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„V.A.T. – Pryluky“ zahlt einem Aktionär Dividenden in Höhe von 52 Mio. UAH aus

Die PrJSC „A/T Tabakgesellschaft ‚V.A.T. – Pryluky‘“ (Oblast Tschernihiv), die zum internationalen Konzern British American Tobacco (BAT) gehört, wird im Zeitraum vom 14. bis zum 31. Juli dieses Jahres Dividenden in Höhe von 52 Mio. UAH an die Aktionäre ausschütten.
Laut einer Mitteilung des Unternehmens im Informationssystem der Nationalen Kommission für Wertpapiere und Börsen (NKZPF) hat der Aktionär den entsprechenden Beschluss am 14. Juli gefasst.
Die Dividenden werden in US-Dollar direkt an den Aktionär durch Überweisung auf ein Bankkonto ausgezahlt. Nach Angaben der NSSMC gehören 100 % der Anteile des Unternehmens der Precis (1814) Limited.
Den Informationen im Informationsoffenlegungssystem zufolge setzt das Unternehmen seine regelmäßige Praxis der Dividendenausschüttung fort. Insbesondere beschloss der Aktionär im Jahr 2026 am 18. Juni die Ausschüttung von 54 Mio. UAH Dividenden vom 18. bis zum 30. Juni, am 19. Mai die Ausschüttung von 52 Mio. UAH vom 19. bis zum 31. Mai, am 9. April die Ausschüttung des gleichen Dividendenbetrags vom 9. bis zum 30. April, im März denselben Betrag vom 17. bis zum 31. März sowie analog dazu im Februar und Januar. Der Gesamtbetrag der Dividenden, die im laufenden Jahr ausgezahlt werden, wurde jedoch nicht angegeben.
Wie berichtet, hat die Nationalbank der Ukraine die Auszahlung von Dividenden ins Ausland auf einen Betrag von höchstens 1 Mio. EUR pro Monat begrenzt.
„V.A.T. Pryluky“ ist nach eigenen Angaben einer der größten Hersteller und Exporteure von Tabakwaren in der Ukraine und produziert Zigaretten internationaler Marken sowie die nationale Marke „Pryluky“ und „TVEN“.
Laut dem Jahresbericht des Unternehmens im Offenlegungssystem der Nationalen Kommission für Wertpapiere und Börsen (NKZPF) verringerte das Unternehmen im Jahr 2025 seinen Nettogewinn im Vergleich zu 2024 um 37,3 % auf 413,6 Mio. UAH, während der Nettoumsatz um 11,8 % auf 5,04 Mrd. UAH zurückging. Der nicht ausgeschüttete Gewinn belief sich auf 4,9 Mrd. UAH.
Das Unternehmen produzierte mehr als 8 Mrd. Filterzigaretten im Wert von 2,95 Mrd. UAH, 729 Mio. TVEN im Wert von 422 Mio. UAH sowie fast 3 Mrd. Filter im Wert von 742,5 Mio. UAH.
Die durchschnittlichen Verkaufspreise lagen bei 423,71 UAH pro 1.000 Zigaretten und bei 652,4 UAH pro 1.000 TVEN. Das Exportvolumen belief sich auf 0,95 Mrd. UAH bzw. rund 1,84 Mrd. Zigaretten. Hauptkunde ist „BAT Sales and Marketing Ukraine“.

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