Der Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft „Nationales Depositorium der Ukraine“ (NDU, Kiew) hat bekannt gegeben, dass die Frist für die Einreichung von Bewerbungen von Kandidaten, die an der Auswahl für den Posten des Vorstandsvorsitzenden der NDU teilnehmen möchten, bis einschließlich 22. April verlängert wurde.
„Um einen breiteren Kreis von Bewerbern anzusprechen und ein möglichst transparentes und wettbewerbsorientiertes Auswahlverfahren durchzuführen“, heißt es in der Ankündigung auf der Website der NDU.
Demnach wird das Auswahlverfahren in zwei Phasen stattfinden: In der ersten Phase reichen alle Interessenten ihre Unterlagen für die Teilnahme am Auswahlverfahren ein, und in der zweiten Phase finden Vorstellungsgespräche mit den ausgewählten Kandidaten statt.
Anschließend wird der Aufsichtsrat Empfehlungen zur Besetzung des Vorstandsvorsitzenden zur Prüfung durch die Hauptversammlung der NDU-Aktionäre vorlegen, in deren Zuständigkeit diese Entscheidung fällt.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Kandidaten unter anderem über mindestens fünf Jahre Berufserfahrung als Führungskraft auf den Kapitalmärkten und/oder organisierten Warenmärkten verfügen und sich hervorragend mit den „Problemen und Entwicklungstendenzen des ukrainischen Kapitalmarktes, insbesondere der Infrastruktur des Aktienmarktes, der Gesetzgebung zur Ausübung der beruflichen Tätigkeit sowie über Erfahrungen auf ausländischen Kapitalmärkten“ auskennen müssen. Im Vorstellungsgespräch müssen sie kurz ihre Vision für die strategische Entwicklung der Wertpapierverwahrstelle auf mittlere Sicht darlegen.
Wie berichtet, war Alexej Yudin von Juni 2021 bis Ende Dezember 2025 Vorstandsvorsitzender der NDU, und bis zum Abschluss des Auswahlverfahrens ist dies nun Marina Adamovskaya, die seit Juni 2019 die Position der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden innehatte.
Die Nationalbank gab Anfang September 2025 den Start der Umsetzung des Kooperationsmemorandums zur Unterstützung einer integrierten Kapitalmarktinfrastruktur bekannt, das im Juli dieses Jahres in Rom mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) unter Beteiligung des Wirtschaftsministeriums, des Finanzministeriums, der Nationalbank und der NKZBFR unterzeichnet wurde. Der erste Schritt bestand in der Optimierung der Eigentums- und Unternehmensführungsstruktur der NDU durch die Übertragung der staatlichen Anteile an die NBU.
Anschließend ist die Gründung einer Holdinggesellschaft geplant, an der ein im Rahmen einer offenen Ausschreibung ausgewählter renommierter internationaler strategischer Investor (Betreiber von Handels- und Nachhandelsinfrastrukturen), internationale Finanzorganisationen, lokale Marktteilnehmer sowie der Staat bzw. staatliche Banken beteiligt sein werden.
Diese Holdinggesellschaft wird ihrerseits eine neue Wertpapierbörse in der Ukraine gründen, die anstelle der Nationalbank zum Mehrheitsinhaber der zentralen Clearingstelle – des Abrechnungszentrums – wird. Darüber hinaus wird diese Börse eine Minderheitsbeteiligung an der NDU halten, während die Nationalbank die Mehrheitsbeteiligung besitzt.
Die letzte Etappe soll die Konsolidierung der Verwahrungsdienstleistungen auf der Grundlage der NDU sein, die als einheitlicher zentraler Wertpapierverwahrer fungieren soll, indem ihr die Funktionen der Erfassung und Abwicklung des Umlaufs von Staatsanleihen von der Nationalbank übertragen werden.
Neben der Verwaltung der 25 %-Beteiligung des Staates an der NDU war die Nationalbank zum Stand vom 24. September dieses Jahres direkt Eigentümerin von 25 %, weitere 10,9399 % gehörten ihrem Unternehmenspensionsfonds, während die staatlichen Banken Oschadbank und Ukreximbank jeweils 24,9903 % und 9,9903 % hielten. Gleichzeitig wird der Bevollmächtigte für die Aktien der Oschadbank, der Ukreximbank und des Unternehmenspensionsfonds der NBU von der NKZBFR ernannt, doch soll diese Bestimmung des Gesetzes über das Depositarwesen im Zuge der Infrastrukturreform geändert werden.
Weitere 4,0795 % der Aktien befanden sich im Besitz von 27 juristischen und 2 natürlichen Personen; insbesondere gehörten Elena Nusinova 1,7054 % der Aktien und der OOO „Odessa Privatization Center“ des ehemaligen NKZBFR-Mitglieds Viktor Ivchenko 1,7151 %.
Das staatliche Unternehmen „Wälder der Ukraine“ nimmt im April die Umsetzung von 25 Projekten zum Bau von Waldwegen mit einer Gesamtlänge von fast 90 km wieder auf, teilte die Pressestelle des Unternehmens auf Facebook mit. Dem Bericht zufolge begann der Bau der Objekte im Herbst 2025 in den Niederlassungen Karpaten, Nord, Podillia, Polissia und Hauptstadt. Die Arbeiten wurden für die Winterperiode unterbrochen, doch nun nehmen die Auftragnehmer die Projekte wieder auf.
„Im Rahmen des Baus der Forststraßen sind Zwischenlager für die Lagerung, Sortierung und den Abtransport von Holzprodukten vorgesehen. Es werden Verkehrszeichen und Signalmasten aufgestellt. Bei der Umsetzung werden wirtschaftliche und soziale Aspekte berücksichtigt und Brandschutzmaßnahmen gewährleistet“, teilte „Lisy Ukrainy“ mit.
Nach Angaben des staatlichen Unternehmens wird die neue Straße im Forstbezirk Nadvornyansk mit einer Länge von über 2 km den Zugang zu Waldbeständen mit einem Holzvorrat von 22,7 Tausend Kubikmetern ermöglichen. Im Forstbezirk Korosten wird die Fertigstellung der 3 Kilometer langen Straße eine Verkürzung der Fahrstrecke für Holztransporter um 10 km ermöglichen. Es wird erwartet, dass dank der Optimierung der Logistik die Selbstkosten pro Kubikmeter Holz in diesem Gebiet um etwa 20 % sinken werden.
Bei „Wälder der Ukraine“ wurde präzisiert, dass der Bau im Forstbezirk Putyl den Weg für die Bewohner der Bergorte zum Bezirkszentrum um 10 km verkürzen wird. Darüber hinaus wird die umfassende Sanierung der Straße im Forstamt Mekschuniv (Region Tschernihiw) den Zugang von Feuerwehrfahrzeugen zu einem Gewässer ermöglichen, das mit einem Steg für die schnelle Wasserentnahme ausgestattet wird.
Insgesamt plant das staatliche Unternehmen für das Jahr 2026 den Bau von 60 Waldwegen mit einer Gesamtlänge von über 200 km.
Die Preise für Bestandsimmobilien in Italien stiegen im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um 1,5 %, und der durchschnittliche Angebotspreis erreichte 1.891 Euro pro Quadratmeter. Dies geht aus einem Bericht der Analyseabteilung von idealista hervor.
Laut der Quelle wurde ein Preisanstieg in 80 % der Verwaltungszentren des Landes verzeichnet. Die deutlichsten vierteljährlichen Anstiege gab es in Belluno – um 8,7 %, Cremona – um 6,9 % und Lecco – um 6,4 %. Unter den Großstädten verzeichneten Bari, Cagliari, Rom, Bologna, Catania und Florenz eine positive Entwicklung, während Neapel einen leichten Rückgang um 0,4 % verzeichnete.
Die teuerste Stadt Italiens bleibt weiterhin Mailand mit einem Preis von 5.192 Euro pro Quadratmeter. Es folgen Venedig mit 4.897 Euro pro Quadratmeter, Bozen mit 4.869 Euro, Florenz mit 4.602 Euro und Bologna mit 3.717 Euro. Rom belegt mit 3.369 Euro pro Quadratmeter den sechsten Platz. Die erschwinglichsten Städte waren Caltanissetta – 653 Euro pro Quadratmeter, Ragusa – 730 Euro und Biella – 752 Euro.
Auf regionaler Ebene erstreckte sich der Preisanstieg auf fast das gesamte Land. Ein Rückgang im Quartalsvergleich wurde nur in Molise und Basilikata verzeichnet, während die stärksten Zuwächse in Aostatal – 4 %, Venetien – 3 % sowie Ligurien und Toskana – jeweils 2,2 % – zu verzeichnen waren. Die teuerste Region bleibt Trentino-Südtirol mit 3.266 Euro pro Quadratmeter, die günstigste ist Molise mit 911 Euro pro Quadratmeter.
Der Markt zeigt in weiten Teilen Italiens weiterhin eine positive Entwicklung, könnte jedoch in den kommenden Monaten von makroökonomischen Faktoren wie Zinssätzen und Inflation beeinflusst werden. Dabei basiert der idealista-Index selbst auf den in Anzeigen veröffentlichten Angebotspreisen und nicht auf den tatsächlichen Preisen der abgeschlossenen Transaktionen. Die Methodik schließt zudem Auktionsobjekte und atypische Anzeigen aus, und als Basiswert wird der Medianpreis verwendet.
Die vom russischen Milliardär Michail Schelkov beschlagnahmte GmbH „Demurinsky Bergbau- und Aufbereitungskombinat“ (GZK, Oblast Dnipropetrowsk), die Titan- und Zirkonerze abbaut, hat nach den Ergebnissen des Jahres 2025 seinen Nettoverlust im Vergleich zu 2024 um das 2,5-Fache auf 278,673 Mio. UAH erhöht.
Nach Angaben des Staatsvermögensfonds sank der Nettoumsatz aus dem Verkauf von Produkten (Waren, Arbeiten, Dienstleistungen) im vergangenen Jahr um 15 % – auf 154,067 Mio. UAH.
Haupttätigkeitsbereich – Gewinnung von Erzen anderer Nichteisenmetalle (Tätigkeitsbereich nach KVED: 07.29).
Die „Demurinsky GZK“ LLC ist eines der größten Bergbau- und Aufbereitungsunternehmen der Ukraine. Das Unternehmen wurde am 30. Mai 2001 registriert und erschließt seit 2006 das komplexe Titanium-Zirkon-Lagerstätte in Wovchansk im Gebiet Dnipropetrowsk (nördliche und zentrale Vorkommen).
Die Voranreicherung erfolgt im Tagebau, gefolgt von der Trennung der Mineralien in der Aufbereitungsanlage. Die bilanzierten Erzkörnchenvorräte im Vorkommen der Kategorie B+C1 betragen 22,8 Mio. Kubikmeter bei einem durchschnittlichen Gehalt von 9 %: 1.614.000 Tonnen Ilmenit, 520.000 Tonnen Rutil, 181.000 Tonnen Zirkon.
Das Unternehmen verfügt über eine spezielle Genehmigung zur Nutzung des Untergrunds für die Gewinnung von Titan-Zirkon-Erzen, die für die Herstellung von Zirkon-, Rutil-, Ilmenit-, Disten-Silikonit- und Stavrolit-Konzentraten geeignet sind. Die Gültigkeitsdauer der Genehmigung läuft bis zum 29. Juli 2031. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über Genehmigungen für Einleitungen, die Wassernutzung zur Durchführung von Arbeiten mit erhöhtem Gefahrenpotenzial sowie weitere Genehmigungen (insgesamt 23 Genehmigungsdokumente).
Hauptproduktpalette: Disten-Selimanit-Konzentrat KDSZ; Ilmenit-Konzentrat; Rutil-Konzentrat; Stavrolit-Konzentrat; Zirkon-Konzentrat KTSZ.
Der Gegenstand (einziges Los) umfasst: 100 % der Unternehmensanteile und Forderungsrechte.
Zum 31. Dezember 2025 beliefen sich die Verbindlichkeiten des Bergbaukonzerns auf 142,504 Mio. UAH.
Der staatliche Anteil an der GmbH beträgt 100 %.
Das Stammkapital der GmbH beträgt 39 Mio. 621.414 Tausend UAH.
Die Ukraine, die mit Gasreserven von 13,2 Mrd. Kubikmetern in die Heizperiode 2025/26 gestartet war, importierte für deren Bewältigung weitere über 4,6 Mrd. Kubikmeter, teilte der erste Vizepremierminister und Energieminister Denys Schmyhal mit.
„Die Ukraine hat die Heizperiode erfolgreich abgeschlossen, trotz zahlreicher Versuche Russlands, unser Energiesystem zu zerstören. Dies gelang insbesondere dank der Anhäufung ausreichender Ressourcen“, schrieb er am Samstag in Telegram nach den Ergebnissen der Abschlusssitzung des Winter-Stabs zur Beseitigung der Folgen der Notlage im Energiesektor.
Der Energieminister erinnerte daran, dass die Kapazität des Transbalkan-Korridors auf 4,2 Mrd. Kubikmeter Gas pro Jahr erhöht wurde
Schmyhal teilte außerdem mit, dass die ukrainische Gasförderung im Jahr 2025 16,97 Mrd. Kubikmeter betrug, was 2,4 Mrd. Kubikmeter mehr ist als prognostiziert; dabei verzeichnete der Privatsektor ein Wachstum von über 14 %.
Er fügte hinzu, dass alle neun Blöcke der Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 7835 MW in Betrieb waren und dank der auf ein Rekordniveau von 2450 MW erhöhten maximalen Stromimportkapazität im Zeitraum Dezember bis Februar rund 3,6 Mrd. kWh importiert wurden.
Während des Winters verfügte das Land über ausreichende Kohlevorräte: Es wurden 2,4 Millionen Tonnen Kohle gelagert, das sind 0,8 Millionen Tonnen mehr als geplant, merkte der erste Vizepremierminister zudem an.
Er gab jedoch nicht an, mit welchen Gas- und Kohlevorräten die Ukraine die Heizperiode beendet hat.
Nach Angaben der ehemaligen Energieministerin Olga Buslavets hat sich die Gasentnahme aus den Untergrundspeichern seit Mitte März dieses Jahres durch eine geringe Einleitung von etwa 2 Mio. Kubikmetern pro Tag verändert. Der Stand der Erdgasvorräte in den Untergrundspeichern der Ukraine belief sich Ende März auf 9,6 Mrd. Kubikmeter, was 4,0 Mrd. Kubikmeter mehr ist als im Vorjahr, schrieb Buslavets auf Facebook.
Die Fachzeitschrift ExPro schätzte die Gasförderung im Jahr 2024 auf 19,12 Mrd. Kubikmeter.
Die Einkaufspreise für Sonnenblumenkerne in der Ukraine sind im Laufe der Woche um 500 UAH/Tonne gestiegen und liegen derzeit bei 31.000–32.000 UAH/Tonne (bzw. 620–640 USD pro Tonne ohne MwSt. bei einem Ölgehalt von 50 %) frei Werk, wie die Elektronische Getreidebörse der Ukraine mitteilte.
Analysten wiesen darauf hin, dass die positive Entwicklung auf den Preisanstieg für ukrainisches Sonnenblumenöl um 5 $ pro Tonne – auf 1.295–1.305 $ (Lieferung in die Häfen am Schwarzen Meer) – vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage seitens der Biokraftstoffindustrie zurückzuführen ist.
Gleichzeitig wirkt sich der Ölpreis, der nach der Fernsehansprache von US-Präsident Donald Trump die Marke von 100 $ pro Barrel überschritten hat, als globaler Wachstumsfaktor aus. Das Versprechen, den Krieg mit dem Iran innerhalb von zwei bis drei Wochen zu beenden, hat die Erwartungen der Analysten hinsichtlich einer sofortigen Einstellung der Angriffe und eines Übergangs zu Verhandlungen nicht erfüllt, was die Energiepreise auf einem hohen Niveau hält.
„Die Verarbeiter bauen ihre Sonnenblumenvorräte vor dem Hintergrund verstärkter Verkäufe durch die Landwirte weiterhin aktiv auf und hoffen auf einen weiteren Anstieg der Preise für Sonnenblumenöl im Gefolge anderer Pflanzenöle in naher Zukunft. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Schrot bislang nicht an, da die Preise für Futtergetreide auf niedrigem Niveau stabil bleiben und Südamerika das Angebot an Sojaschrot erhöht“, erklärten die Experten der Börse.
Nach Angaben der Experten beliefen sich die Sonnenblumenvorräte in der Ukraine aufgrund der geringen Verarbeitungsraten in der ersten Saisonhälfte zum 1. März auf 3,5 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 1,4 % gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Dies wird es ermöglichen, das Produktionstempo zu steigern, die Kapazitäten der Fabriken bis zum Start der Rapssaison im Juli auszulasten und von der guten Konjunktur auf dem Weltmarkt zu profitieren.
Gleichzeitig wird im April ein verstärkter Wettbewerb aus Südamerika erwartet, wo die Käufer aktiv auf die neue Ernte umsteigen werden. Argentinien hat bis zum 27. März bereits 61 % der Sonnenblumenanbauflächen abgeerntet und steigert seine Exporte in die EU. In Brasilien sind 75 % der Sojabohnenflächen abgeerntet (gegenüber 82 % im Vorjahr), und die Exportprognose für März liegt bei 16 Mio. Tonnen gegenüber 10,7 Mio. Tonnen im Februar.
Wie der Verband „Ukroliyaprom“ mitteilte, wird die Sonnenblumenölproduktion in der Ukraine im Wirtschaftsjahr 2025/2026 auf 4,6 Mio. Tonnen prognostiziert, was einem Rückgang von 10 % gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Die Exporte könnten angesichts der niedrigsten Sonnenblumenernte der letzten 10 Jahre um 6,4 % auf 4,4 Mio. Tonnen zurückgehen. Gleichzeitig steigen die Deviseneinnahmen aus dem Export dank der weltweiten Preisentwicklung.
Die Preise für Sonnenblumen in der Ukraine sind innerhalb einer Woche um 500 UAH gestiegen