Wie Fixygen berichtet, haben eine der größten US-Banken, Citi, und die Kryptowährungsplattform Coinbase ihre Zusammenarbeit im Bereich des Firmenzahlungsverkehrs und der Stablecoins ausgeweitet.
Coinbase gab dies am 28. September bekannt.
Im Rahmen der Zusammenarbeit hat Coinbase die Technologie „Citi Virtual Account Wallet“ für sein System „Coinbase Virtual Accounts“ ausgewählt. Diese ermöglicht es Kunden, herkömmliche Geldmittel auf virtuelle Konten zu erhalten, wobei die eingehenden Beträge anschließend automatisch in Stablecoins umgewandelt werden.
Gleichzeitig wird die Zahlungsinfrastruktur von Coinbase in den Unternehmensdienst „Spring by Citi“ integriert.
Dadurch können institutionelle Kunden von Citi Zahlungen in Stablecoins entgegennehmen, wobei sie die Infrastruktur von Coinbase für die Abwicklung digitaler Vermögenswerte und die Bankinfrastruktur von Citi für traditionelle Abrechnungen nutzen.
Diese Zusammenarbeit zeugt von einer weiteren Annäherung zwischen dem traditionellen Bankzahlungsverkehr und der öffentlichen Blockchain-Infrastruktur.
Für Unternehmen bietet dieses Modell die Möglichkeit, Stablecoins als Zahlungsmittel zu nutzen, ohne die gesamte Infrastruktur für die Verwahrung, Konvertierung und Interaktion zwischen Bankkonten und der Blockchain selbst aufbauen zu müssen.
Parallel dazu entwickelt Citi eine eigene Infrastruktur für tokenisierte Zahlungen. Im September gab die Bank zudem bekannt, gemeinsam mit der First Abu Dhabi Bank und der OCBC reale Transaktionen in US-Dollar über das Swift-Blockchain-Register abgewickelt zu haben.
Die Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen Citi und Coinbase erfolgt vor dem Hintergrund der Schaffung eines separaten Rechtsrahmens für Zahlungs-Stablecoins in den USA und der Ausarbeitung detaillierter Anforderungen der Fed an deren Emittenten.
Wie Fixygen berichtet, verzeichnete Coinbase Global, Betreiber der größten Kryptowährungsbörse der USA, im ersten Quartal 2026 einen Nettoverlust aufgrund des Wertverlusts seiner Vermögenswerte in digitalen Währungen.
Wie aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht, belief sich der Nettoverlust im Zeitraum Januar bis März auf 394,1 Mio. US-Dollar bzw. 1,49 US-Dollar pro Aktie, verglichen mit einem Gewinn von 65,6 Mio. US-Dollar bzw. 0,24 US-Dollar pro Aktie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
In dieser Zahl ist ein Wertverlust der dem Unternehmen gehörenden Kryptowährungs-Vermögenswerte in Höhe von 482,4 Mio. US-Dollar enthalten.
Der Quartalsumsatz von Coinbase sank auf 1,41 Mrd. US-Dollar, nach 2,03 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Von FactSet befragte Experten hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 1,49 Mrd. US-Dollar prognostiziert.
Die Einnahmen des Unternehmens aus Transaktionsgebühren beliefen sich im vergangenen Quartal auf 755,8 Mio. US-Dollar gegenüber einer Prognose von 805,2 Mio. US-Dollar. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Abonnements betrugen 583,5 Mio. US-Dollar statt der erwarteten 619,3 Mio. US-Dollar.
Die Coinbase-Aktie verlor am Donnerstag im nachbörslichen Handel 4,6 % an Wert. Seit Jahresbeginn ist die Marktkapitalisierung des Unternehmens um fast 15 % auf 52,28 Mrd. US-Dollar gesunken.