Business news from Ukraine

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Kiew bleibt einer der erschwinglichsten europäischen Mietmärkte – Global Property Guide

Kiew befindet sich weiterhin am unteren Ende der europäischen Rangliste der Mietpreise, obwohl die Nachfrage nach hochwertigen Wohnungen in der ukrainischen Hauptstadt wieder anzieht, wie Daten des Global Property Guide zeigen.
Laut der Tabelle der medianen Angebotsmieten für Juni 2026 beträgt die Miete für eine Einzimmerwohnung in Kiew etwa 550 Euro pro Monat. Bei diesem Indikator liegt die ukrainische Hauptstadt auf Platz 34 von 40 europäischen und europanahen Städten, die im öffentlich zugänglichen Teil der Tabelle des Global Property Guide aufgeführt sind, wenn man die Städte von der höchsten zur niedrigsten Miete sortiert.
Kiew teilt sich diesen Platz mit Podgorica, wo die Medianmiete für eine Einzimmerwohnung ebenfalls bei etwa 550 Euro liegt. Dabei ist Belgrad deutlich teurer – rund 800 Euro pro Monat –, Bukarest und Athen liegen bei etwa 650 Euro, Sofia und Zagreb bei etwa 600 Euro. Unterhalb von Kiew in der Tabelle befinden sich Chișinău, Tiflis, Sarajevo und Skopje.
Für den ukrainischen Markt ist dies ein wichtiges Signal. Einerseits gehört Kiew nicht mehr zu den günstigsten Städten der Region. Andererseits liegen die Mietpreise in der ukrainischen Hauptstadt immer noch unter denen der meisten Hauptstädte Mittel- und Südosteuropas, darunter Belgrad, Budapest, Warschau, Prag, Bratislava, Bukarest, Zagreb und Sofia.
Vor dem Hintergrund der Daten des Global Property Guide über den raschen Anstieg der Mietpreise in Russland, Montenegro, Serbien, Ungarn, Brasilien und Irland erscheint Kiew als eher verhaltener Markt. Dies ist nicht auf mangelnde Nachfrage zurückzuführen, sondern auf die Auswirkungen des Krieges, der Migration, von Sicherheitsrisiken, der begrenzten Zahlungsfähigkeit der Nachfrager sowie der hohen Unsicherheit für Mieter und Investoren.
Nach Angaben des Global Property Guide liegt die mittlere Angebotsmiete für eine 2-Zimmer-Wohnung in Kiew bei etwa 850 Euro pro Monat, für eine 3-Zimmer-Wohnung bei etwa 1.690 Euro. Dabei bleibt Kiew im Segment der 1- und 2-Zimmer-Wohnungen relativ erschwinglich, im Segment der 3-Zimmer-Wohnungen ist es jedoch bereits mit Budapest, Riga und Vilnius vergleichbar und liegt deutlich über Belgrad, Sofia, Zagreb, Podgorica und Chișinău deutlich über.
Für Investoren bleibt Kiew ein Markt mit erhöhten Risiken, aber auch mit Erholungspotenzial. Die weitere Entwicklung der Mieten wird von der Sicherheitslage, der Rückkehr der Bevölkerung, der Wirtschaftslage, dem Angebot an neuem Wohnraum, der Verfügbarkeit von Hypotheken, der Infrastruktur sowie der Nachfrage seitens Binnenvertriebener, ausländischer Fachkräfte und der Wirtschaft abhängen.
Sollte sich die Sicherheitslage verbessern und die Geschäftstätigkeit wieder anziehen, könnten die Mietpreise einen zusätzlichen Wachstumsimpuls erhalten.

 

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Wohnraum in Kiew gehört weiterhin zu den erschwinglichsten in europäischen Städten

Wie das Analysezentrum Experts Club berichtet, Kiew belegte im Global Property Guide-Ranking der Wohnkosten den 36. Platz unter 37 europäischen Städten. Dies geht aus der aktualisierten Tabelle „Square Meter Prices in European Cities“ für April 2026 hervor, die auf der Website der Studie veröffentlicht wurde.

Die durchschnittlichen Wohnkosten in der ukrainischen Hauptstadt werden auf 1.970 Euro pro Quadratmeter geschätzt. Im Jahresvergleich stieg dieser Wert um 2,6 %, im Zweijahresvergleich um 0,9 %.

Im Ranking erwies sich Kiew als einer der erschwinglichsten Märkte Europas. Unterhalb der ukrainischen Hauptstadt liegt in der Tabelle nur noch Chișinău, wo der Durchschnittspreis für Wohnungen bei 1.720 Euro pro Quadratmeter liegt. Dabei ist Kiew nicht nur günstiger als die westeuropäischen Hauptstädte, sondern auch als die meisten Städte in Mittel- und Südosteuropa.

Zum Vergleich: In Belgrad liegt der Durchschnittspreis für Neubauten bei 3.333 Euro pro Quadratmeter, in Podgorica bei 2.141 Euro, in Bukarest bei 2.250 Euro, in Sofia 2.300 Euro, in Athen 2.500 Euro, in Budapest 3.061 Euro und in Zagreb 3.781 Euro

Der niedrige Rang Kiews in der europäischen Rangliste spiegelt die Auswirkungen des Krieges auf den Immobilienmarkt, Investitionsrisiken, eine begrenzte Auslandsnachfrage und die Zurückhaltung der Käufer wider. Im Gegensatz zu vielen europäischen Hauptstädten, in denen die Preise durch Hypotheken, Migration und eine stabile Investitionsnachfrage gestützt werden, bleibt der ukrainische Markt von der Sicherheitslage, der Makroökonomie und der Erholung der Geschäftstätigkeit abhängig.

Dabei zeigt die positive Jahresdynamik, dass sich der Kiewer Markt nicht in einem tiefen Einbruch befindet. Ein Wachstum von 2,6 % im Jahresvergleich deutet auf eine vorhandene Binnennachfrage hin, insbesondere in den Segmenten der bezugsfertigen Wohnungen, hochwertiger Objekte und Standorte mit gut ausgebauter Infrastruktur.

Kiew bleibt der größte Immobilienmarkt der Ukraine und das wichtigste Zentrum der Geschäftstätigkeit des Landes. Auf ihn entfällt ein erheblicher Teil der Nachfrage nach Wohnraum, Büros, Gewerbeimmobilien und Mietobjekten. Nach dem Ende der aktiven Kriegsphase könnte gerade die Hauptstadt zu einem der wichtigsten Zentren für die Wiederbelebung der Investitionstätigkeit werden.

Bislang bleibt Kiew hinsichtlich der Wohnkosten in Euro eine der erschwinglichsten Großstädte Europas. Für potenzielle Investoren kann dies eine niedrige Einstiegsschwelle bedeuten, gleichzeitig aber auch ein hohes Maß an Länderrisiko, militärischem Risiko und regulatorischem Risiko.

Die Studie des Global Property Guide ist unter folgendem Link verfügbar: https://www.globalpropertyguide.com/europe/square-meter-prices

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