Business news from Ukraine

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Drei Länder deckten im Juli 83 % der Dieselimporte der Ukraine

Polen, Rumänien und Litauen deckten im Juli 2026 insgesamt 83 % der gesamten Dieselimporte der Ukraine, was auf eine starke Konzentration der Kraftstofflogistik des Landes auf drei europäische Routen hinweist.

Insgesamt importierte die Ukraine im Laufe des Monats 562.000 Tonnen Dieselkraftstoff – 5 % mehr als im Juli vergangenen Jahres, wie aus einer Untersuchung der „Beratungsgruppe A-95“ hervorgeht.

Größter Lieferant war Polen mit 202.800 Tonnen oder rund 36 % der gesamten Importe. Innerhalb eines Jahres stiegen die polnischen Lieferungen um 26 % gegenüber 161.000 Tonnen.

Den zweiten Platz belegte Rumänien mit 179.300 Tonnen. Die Lieferungen stiegen um 25 % und erreichten den höchsten Stand seit Anfang 2025.

Auf dem dritten Platz lag Litauen, das unter den drei wichtigsten Lieferanten die höchste Wachstumsrate verzeichnete. Die Importe von dort stiegen um 65 % – von 51.200 auf 84.300 Tonnen.

Zusammen lieferten diese drei Länder rund 466.000 Tonnen Dieselkraftstoff bei einem Gesamtimport von 562.000 Tonnen.

Diese Lieferstruktur entstand infolge einer deutlichen Umgestaltung der ukrainischen Kraftstofflogistik.

Nach Angaben des Direktors von „A-95“, Serhij Kujun, hängt die stärkere Belastung der polnischen Route vor allem mit dem rekordniedrigen Wasserstand der Donau und Sicherheitsrisiken zusammen.

Gleichzeitig nahm die Bedeutung mehrerer alternativer Routen stark ab. Die Lieferungen aus Ungarn sanken von rund 80.000 Tonnen im Juli vergangenen Jahres auf 42.700 Tonnen im laufenden Jahr, die Lieferungen aus Griechenland von 60.700 auf 33.100 Tonnen. Auch die Importe aus der Türkei gingen auf einige Tausend Tonnen zurück.

Die hohe Konzentration der Lieferungen ermöglicht es dem ukrainischen Markt, die gut ausgebaute Infrastruktur der EU-Länder zu nutzen, erhöht jedoch zugleich seine Abhängigkeit von der Stabilität einiger weniger wichtiger Logistikkorridore.

Auf Unternehmensebene bleibt ORLEN S.A. der größte Lieferant. Das Unternehmen lieferte über seine Raffinerien in Polen und Litauen 137.000 Tonnen Dieselkraftstoff in die Ukraine – rund ein Viertel der Gesamtimporte.

Quelle: Beratungsgruppe A-95

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