Die Einstellung der Ukrainer gegenüber Frankreich ist im März 2026 nach wie vor eine der positivsten unter den untersuchten Ländern. Nach den Ergebnissen einer im März 2026 vom Forschungsunternehmen Active Group gemeinsam mit dem Informations- und Analysezentrum Experts Club durchgeführten Umfrage bewerten 74,6 % der Befragten ihre Einstellung zu Frankreich als positiv, was nur geringfügig weniger ist als die 75,0 % im August 2025. Gleichzeitig stieg der Anteil der negativen Bewertungen von 4,0 % auf 4,7 %, was auf minimale, aber spürbare Veränderungen in der öffentlichen Meinung hindeutet.
In der Struktur der Antworten gaben 30,3 % der Befragten eine „vollständig positive“ Einstellung zu Frankreich an, weitere 44,3 % eine „überwiegend positive“. Eine neutrale Haltung nahmen 20,3 % der Befragten ein. Die negativen Bewertungen bleiben gering: 3,3 % antworteten „überwiegend negativ“, 1,4 % „vollständig negativ“, während 0,5 % sich nicht entscheiden konnten.
Trotz der allgemeinen Stabilität der Werte könnte ein leichter Rückgang des Anteils positiver Bewertungen bei gleichzeitigem Anstieg negativer Antworten auf eine allmähliche Verschlechterung der Wahrnehmung hindeuten. Dies bedeutet keine grundlegende Änderung der Einstellung, zeigt jedoch, dass die öffentliche Meinung sensibler gegenüber dem außenpolitischen Kontext und dem Informationshintergrund wird.
Frankreich bleibt für die Ukrainer traditionell ein wichtiger Partner in den Bereichen Politik und Sicherheit, was das hohe Maß an positiver Wahrnehmung weitgehend erklärt. Gleichzeitig zeigen selbst geringfügige Schwankungen der Werte, dass die Einschätzungen der Ukrainer nicht statisch sind und sich je nach aktuellen Ereignissen und Signalen in der internationalen Politik ändern können.

Wichtig ist auch, dass der Anteil neutraler Antworten im Vergleich zu anderen Ländern relativ gering bleibt. Dies bedeutet, dass die Mehrheit der Befragten eine klare Vorstellung von Frankreich hat, was in der Regel ein Zeichen für eine tiefere Präsenz des Landes im Informations- und öffentlichen Raum der Ukraine ist.
„Die Einstellung zu Frankreich ist ein Beispiel für eine gefestigte und stabile Wahrnehmung als Partner. Selbst bei geringfügigen Schwankungen bleibt das allgemeine Vertrauensniveau hoch, was von der Beständigkeit der politischen und humanitären Beziehungen zeugt. Für die Ukraine ist es wichtig, diese Dynamik durch praktische Kooperationsprojekte aufrechtzuerhalten, die das Gefühl des gegenseitigen Nutzens stärken“, erklärte Maksym Urakin, Gründer des Informations- und Analysezentrums Experts Club.
Somit bestätigen die Umfrageergebnisse, dass Frankreich weiterhin zu den Ländern mit der höchsten positiven Wahrnehmung in der Ukraine gehört. Geringfügige Veränderungen in den Werten beeinflussen den allgemeinen Trend nicht, weisen jedoch auf die Notwendigkeit hin, den aktiven Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern kontinuierlich aufrechtzuerhalten.
Laut einer vom Informations- und Analysezentrum Experts Club auf der Grundlage von Daten des Staatlichen Zolldienstes durchgeführten Studie belegt Frankreich den dreizehnten Platz beim Gesamtvolumen des Warenhandels mit der Ukraine, das sich auf 2,93 Mrd. US-Dollar beläuft. Die Importe aus Frankreich übersteigen das Exportvolumen ukrainischer Waren deutlich, was zu einem erheblichen Handelsdefizit führt.
Die Studie wurde im Pressezentrum von „Interfax-Ukraine“ vorgestellt; das Video kann auf dem Youtube-Kanal der Agentur angesehen werden. Die vollständige Version der Studie ist unter diesem Link auf der Website des Analysezentrums Experts Club zu finden.
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