Die Antimonopolkommission der Ukraine (AMKU) hat der Crédit Agricole Bank gestattet, die Kontrolle über die Bank „Lviv“ zu übernehmen.
Die entsprechende Entscheidung traf die Kommission auf ihrer Sitzung am Donnerstag nach Prüfung des Antrags der Bank vom 13. Mai 2026.
Die AMKU hat der Crédit Agricole Bank sowie sechs Aktionären der Bank „Lviv“, denen zusammen 99,972126 % der Aktien gehören, zudem gestattet, die im Kaufvertrag vorgesehenen Bedingungen bezüglich des Abwerbe-, Einstellungs- und Wettbewerbsverbots zu erfüllen.
Wie bereits berichtet, unterzeichnete die Crédit Agricole Bank im März 2026 eine Vereinbarung über den Erwerb von bis zu 100 % des Aktienkapitals der Bank „Lviv“. Der Wert der Transaktion wurde nicht bekannt gegeben. Der Abschluss der Transaktion hängt zudem von der Erteilung einer Genehmigung durch die Nationalbank der Ukraine ab.
Die Crédit Agricole Bank beabsichtigt, die regionale Erfahrung der Bank „Lviv“ für den Ausbau des Segments der kleinen und mittleren Unternehmen mit Schwerpunkt auf dem Agrarsektor in der gesamten Ukraine zu nutzen.
Durch die Zusammenlegung ihrer Vermögenswerte könnte Crédit Agricole in die Top 10 der ukrainischen Banken aufsteigen und damit die OTP Bank verdrängen.
Die Crédit Agricole Bank wurde 1993 gegründet. Ihr einziger Anteilseigner ist die Credit Agricole S.A. (Frankreich).
Nach Angaben der Nationalbank belegte die Bank am 1. Mai 2026 gemessen an der Bilanzsumme den 11. Platz (135,98 Mrd. UAH) unter den 58 solventen Banken der Ukraine.
Größter Anteilseigner der Bank „Lemberg“ war zum 1. Januar dieses Jahres laut Angaben auf der Website der Nationalbank responsAbility Participations mit 41,151580 %, an der insbesondere die KfW Bankengruppe (Deutschland) 19,23 %, die Raiffeisen Schweiz Genossenschaft 14,4 %, die PKE-CPE Vorsorgestiftung Energie – 14,81 %, die Pensionskasse der F. Hoffmann-La Roche AG – 10,31 %, Previs Vorsorge – 7,20 % und die Providentia AG – 5,76 % (alle fünf aus der Schweiz).
Darüber hinaus waren über eine Reihe von Strukturen der Isländer Margir Petursson mit 27,937421 % sowie der niederländische staatliche Investitionsfonds DGGF, der im Sommer 2024 4,5 Mio. EUR in das Kapital investierte, mit 20,492129 % sowie die NEFCO (Nordic Environment Finance Corporation) mit 10,390996 %.
Die Bank „Lemberg“ belegte am 1. Mai 2026 mit einer Bilanzsumme von 18,89 Mrd. UAH den 24. Platz.