Business news from Ukraine

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Die NBU hat die Raiffeisen Bank wegen Verstößen gegen die Anforderungen der Finanzüberwachung mit einer Geldstrafe in Höhe von 16,1 Mio. UAH belegt

9 August , 2026  

Die Nationalbank der Ukraine hat im Juli 2026 gegen die Raiffeisen Bank AG eine Geldstrafe in Höhe von 16,1 Mio. UAH wegen einer Reihe von Verstößen gegen die Rechtsvorschriften zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verhängt.
Zu den von der Aufsichtsbehörde festgestellten Verstößen zählen die unzureichende Überprüfung von Kunden und die Anwendung eines risikoorientierten Ansatzes sowie Mängel im Risikomanagement bei der Einführung und Nutzung von IT-Produkten und -Technologien, insbesondere bei der Durchführung von Transaktionen ohne direkten Kundenkontakt.
Die NBU stellte zudem Fälle fest, in denen die zuständige staatliche Behörde nicht rechtzeitig über Transaktionen, die bestimmte Schwellenwerte überschritten, informiert wurde, sowie Mängel bei der Bereitstellung von Informationen und Unterlagen auf Anfrage der Aufsichtsbehörde.
Neben der Geldbuße erhielt die Raiffeisen Bank eine schriftliche Verwarnung. Diese betrifft insbesondere die Überprüfung von Kunden und wirtschaftlich Berechtigten, die zur Kategorie der politisch exponierten Personen (PEP) gehören, interne Dokumente zur Finanzüberwachung, die Aktualisierung von Informationen in Kundenfragebögen sowie die Übermittlung von Informationen über Zahler.
Die Raiffeisen Bank ist seit 1992 in der Ukraine tätig, zunächst unter dem Namen „Aval“. Seit 2005 gehört die Bank zur österreichischen Raiffeisen-Gruppe. Gemäß der Eigentümerstruktur zum 1. Januar 2026 hält die Raiffeisen Bank International AG 68,21 % der Anteile an der ukrainischen Bank, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung 30 %. Vorstandsvorsitzende der Bank ist Natalia Gurina.

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