Die Regionen Tscherniwzi und Transkarpatien verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 67 % aller Protokolle wegen illegaler Überschreitung oder versuchter illegaler Überschreitung der Staatsgrenze der Ukraine.
Nach Angaben des Staatlichen Grenzschutzdienstes, die von OpenDataBot zitiert werden, wurden in der Bukowina innerhalb von sechs Monaten 2.834 Protokolle erstellt, was 38 % der Gesamtzahl entspricht. Weitere 2.170 Protokolle, also 29 %, entfielen auf die Oblast Transkarpatien.
Den dritten Platz belegt die Oblast Odessa mit 997 Protokollen, was einem Anteil von 13 % entspricht.
Somit entfallen allein auf die Oblasten Tscherniwzi, Transkarpatien und Odessa 80 % aller festgestellten Verstöße.
Besonders deutlich hat sich die Situation in der Oblast Tscherniwzi verändert. Die Zahl der Protokolle ist hier derzeit etwa 30-mal höher als vor Beginn des umfassenden Krieges. In den letzten zwei Jahren belegt gerade die Bukowina landesweit den ersten Platz bei der Anzahl solcher Verstöße.
Bis 2022 lagen vor allem die Oblasten Odessa und Transkarpatien an der Spitze.
Ein deutlicher Anstieg ist auch in der Oblast Iwano-Frankiwsk zu verzeichnen. Vor dem Ausbruch des umfassenden Krieges wurde dort kein einziges solches Protokoll erstellt, im Jahr 2022 gab es insgesamt nur fünf, doch im Jahr 2024 stieg die Zahl auf 1.209.
Im Jahr 2025 wurden in der Region Iwano-Frankiwsk 1.109 Protokolle erstellt, allein im ersten Halbjahr 2026 bereits 377.
Insgesamt haben die Grenzschutzbeamten in der Ukraine von Januar bis Juni 7.523 Protokolle erstellt, was etwa ein Drittel weniger ist als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Trotz dieses Rückgangs liegt die Häufigkeit solcher Verstöße weiterhin fast um das Zehnfache über dem Vorkriegsniveau. Vor dem Ausbruch des umfassenden Krieges in der Ukraine wurden jährlich etwa 2.700 Protokolle erstellt, während es derzeit durchschnittlich etwa 1.250 pro Monat sind.
Die Erstellung eines Protokolls bedeutet dabei nicht automatisch, dass die Person für schuldig befunden wird. Solche Fälle werden von den Gerichten geprüft.
Im Jahr 2025 haben die Gerichte 24.519 Fälle gemäß Artikel 204-1 des Gesetzbuchs der Ukraine über Ordnungswidrigkeiten verhandelt. Gegen 12.628 Personen wurden Geldbußen verhängt, während 10.493 Fälle, also 43 %, mangels Tatbestand oder mangels Vorliegens einer Ordnungswidrigkeit eingestellt wurden.
Die Gesamtsumme der verhängten Geldbußen belief sich auf 85,97 Mio. UAH, doch wurden freiwillig nur 24 Mio. UAH, also 28 %, gezahlt.
Primärquelle: OpenDataBot auf der Grundlage von Daten des Staatlichen Grenzschutzdienstes und der Staatlichen Justizverwaltung, Veröffentlichung vom 28. August 2026.