Business news from Ukraine

Business news from Ukraine

Serbien hat seinen Außenhandel auf die EU ausgerichtet, der Anteil Russlands liegt bei etwa 7–8 % – Botschafter

28 August , 2026  

Wie der „Serbische Ökonom“ berichtet, sind die wirtschaftlichen Beziehungen Serbiens zur Europäischen Union heute deutlich umfangreicher als der Handel mit Russland, während die Hauptabhängigkeit Belgrads von Moskau vor allem im Energiesektor bestehen bleibt, erklärte der serbische Botschafter in der Ukraine, Andon Sapundži.

Ihm zufolge entfallen rund 70 % der serbischen Exporte und Importe auf Länder der Europäischen Union, weitere etwa 15 % auf Staaten der Region, die Kandidatenländer sind oder einen EU-Beitritt anstreben, darunter Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien und Albanien.

„Auf die übrigen Länder entfällt der Rest des Außenhandels, darunter die USA, China und Russland. Der Anteil Russlands beträgt etwa 7–8 %, und einen wesentlichen Teil dieses Handels machen Energieressourcen aus, vor allem Erdgas“, sagte Sapundži in einem Interview mit „Apostrof“.

Seinen Worten zufolge bleibt gerade die Abhängigkeit von russischen Energieträgern einer der sensibelsten Aspekte der serbisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen, weshalb Belgrad an der Diversifizierung der Bezugsquellen und Lieferwege arbeite.

Gesondert äußerte sich der Botschafter zur Situation rund um den größten serbischen Öl- und Gaskonzern NIS, der aufgrund russischer Kapitalbeteiligungen unter US-Sanktionen steht.

Seinen Angaben zufolge befindet sich der Prozess zur Änderung der Eigentumsstruktur von NIS in einer aktiven Phase. Serbien erörtert die künftige Struktur des Unternehmens mit der ungarischen MOL, während gleichzeitig die Verhandlungen mit der russischen „Gazprom Neft“ andauern. Für den Abschluss der Vereinbarung sind insbesondere entsprechende Genehmigungen im Rahmen des US-Sanktionsregimes erforderlich.

Sapundži nannte die Wahrung der Energiesicherheit und die Suche nach einer langfristigen, stabilen Eigentumsstruktur für NIS als die beiden Hauptprioritäten Serbiens.

Das Unternehmen ist von strategischer Bedeutung für die Wirtschaft des Landes, da es die einzige Ölraffinerie Serbiens in Pančevo betreibt.

Dabei betonte der Diplomat, dass eine Veränderung der Handelsstruktur nicht bedeute, dass Serbien die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland vollständig aufgibt.

Belgrad verfolgt dabei weiterhin den Kurs auf einen EU-Beitritt. Laut Sapundži bleibt die europäische Integration eine strategische Priorität des Landes, auch wenn Serbiens Weigerung, sich den Sanktionen gegen Russland anzuschließen, zu Schwierigkeiten bei den Verhandlungen mit Brüssel führt.

, , , ,