Das Analysezentrum Experts Club hat die Daten des internationalen Beratungsunternehmens Savills zu den Trends auf dem Immobilienmarkt der weltweit führenden Länder analysiert. Das weltweite Investitionsvolumen im Immobilienbereich belief sich im zweiten Quartal 2026 auf rund 250 Milliarden Dollar und stieg damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 %, wie aus den Daten des internationalen Beratungsunternehmens Savills hervorgeht.
Die Daten wurden am 25. August in der Studie „Savills Takes Stock: Global Capital Markets Research Q2 2026“ veröffentlicht. Nach Einschätzung des Unternehmens lässt das aktive Portfolio an Transaktionen, die sich in der Abschlussphase befinden, eine weitere Erholung des Marktes in der zweiten Jahreshälfte erwarten.
Savills geht davon aus, dass das weltweite Investitionsvolumen im Immobilienbereich bis zum Jahresende 2026 um etwa 16 % steigen könnte.
Dabei verläuft die Markterholung jedoch ungleichmäßig. Investoren sind selektiver geworden und konzentrieren ihr Kapital auf Objekte mit vorhersehbaren Cashflows, transparenten Werten und langfristiger Nachfrage.
Wie aus einer von Experts Club zitierten Studie hervorgeht, bleiben die USA der größte Markt. Im zweiten Quartal erreichte das Investitionsvolumen in US-Immobilien rund 131 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Savills hebt insbesondere den starken Anstieg großer Portfolio-Transaktionen in Nordamerika hervor. Deren Volumen erreichte 35 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von 60 % im Jahresvergleich entspricht. Zum Vergleich: Transaktionen mit Einzelobjekten stiegen um etwa 10 %.
Der Anstieg der Portfolioinvestitionen hängt mit der Rückkehr von großem institutionellem Kapital und dem Bestreben der Investoren zusammen, sich auf Anhieb eine umfangreiche Präsenz in vielversprechenden Segmenten zu sichern. Besonderes Interesse wecken Rechenzentren, Self-Storage-Anlagen und Immobilien für Senioren.
Auch der europäische Markt setzte seine Erholung fort. Das Transaktionsvolumen belief sich im zweiten Quartal auf 54 Milliarden Euro und stieg damit im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 um 7,7 %.
In der asiatisch-pazifischen Region stiegen die Investitionen noch schneller – um 18 % auf 46 Milliarden Dollar. Im ersten Halbjahr stiegen die Investitionen in der Region um 25 %.
Besonders deutlich ist die Dynamik im asiatisch-pazifischen Raum im Bereich der Industrie- und Logistikimmobilien. Im zweiten Quartal stiegen die Investitionen in dieses Segment um 17 %, im gesamten ersten Halbjahr um 28 %.
Gleichzeitig wächst das Interesse an Studentenwohnheimen und anderen Formaten von Wohnimmobilien Immobilien. Savills führt dies insbesondere auf die zunehmende internationale Studentenmobilität und das Bestreben institutioneller Investoren zurück, große Portfolios mit Ertragsobjekten aufzubauen.
Gleichzeitig warnt Savills davor, die Erholung des Marktes vorerst als einen groß angelegten neuen Investitionsboom zu betrachten. Geopolitische Spannungen, die Lage im Nahen Osten, die Kreditkosten und die uneinheitlichen wirtschaftlichen Aussichten zwingen Investoren dazu, bei der Auswahl von Objekten deutlich vorsichtiger vorzugehen.
Anfang 2026 führte die Verschlechterung der Investitionsstimmung vor dem Hintergrund des Konflikts um den Iran sogar zu einer negativen saisonbereinigten Quartalsentwicklung bei den Investitionen. Die Auswirkungen dieses Faktors fielen jedoch geringer aus, als von den Marktteilnehmern befürchtet.
Nach Einschätzung von Savills ist die aktuelle Phase des Zyklus durch die Rückkehr vor allem erfahrener und gut kapitalisierter Akteure gekennzeichnet. Daher ist der entscheidende Faktor für eine Investitionsentscheidung nicht mehr die Erwartung eines allgemeinen Anstiegs der Immobilienpreise, sondern die Qualität des jeweiligen Objekts und dessen Fähigkeit, stabile Erträge zu generieren.
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