Das Analysezentrum Experts Club hat die Daten des internationalen Beratungsunternehmens Savills zu den Trends auf den Immobilienmärkten der weltweit führenden Länder analysiert und eine Reihe von Trends für den europäischen Immobilienmarkt im Jahr 2026 ermittelt.
Das Investitionsvolumen in europäische Immobilien erreichte im zweiten Quartal 2026 54 Mrd. Euro und stieg damit im Jahresvergleich um 7,7 %, wie aus den Daten von Savills hervorgeht.
Trotz des allgemeinen Anstiegs des Transaktionsvolumens charakterisiert Savills die Erholung des europäischen Marktes als ungleichmäßig. Die Zunahme makroökonomischer und geopolitischer Risiken hat Investoren dazu veranlasst, ihre Anforderungen an die Qualität der Objekte zu erhöhen.
Kapital fließt heute vorwiegend in Immobilien, die einen stabilen Cashflow gewährleisten, einen transparenten Marktwert aufweisen und in Segmenten mit langfristiger struktureller Nachfrage angesiedelt sind.
Einer der Hauptnutznießer der neuen Anlagestrategie ist die sogenannte „Living Real Estate“.
Auf Mehrfamilien-Mietwohnungen, spezialisierte Studentenwohnheime, Seniorenheime und Seniorenwohnungen entfielen im ersten Halbjahr 2026 bereits 29 % aller Immobilieninvestitionen in Europa.
Somit floss fast jeder dritte Euro an institutionellem Kapital, der in europäische Immobilien investiert wurde, in Objekte, die in direktem Zusammenhang mit dem Wohnen stehen.
Das wachsende Interesse an diesem Sektor hängt mit der Wohnungsknappheit in vielen großen europäischen Städten, steigenden Mieten, demografischen Veränderungen und einer im Vergleich zu einigen traditionellen Arten von Gewerbeimmobilien relativ hohen Ertragsstabilität zusammen.
Gleichzeitig verändert sich die Einstellung der Investoren gegenüber Büroimmobilien. Hochwertige, moderne Bürogebäude in zentralen Geschäftsvierteln sind weiterhin gefragt, während veraltete und ungünstig gelegene Objekte deutlich schwieriger zu verkaufen oder zu finanzieren sind.
Nach Einschätzung von Savills lässt sich der Markt faktisch in zwei Arten von Objekten unterteilen. Im ersten Fall sind Investoren bereit, um hochwertige Objekte mit zuverlässigen Mietern und vorhersehbaren Erträgen zu konkurrieren. Im zweiten Fall können Immobilien mit schlechter Lage, hohen zukünftigen Kosten oder ungewisser Nachfrage lange Zeit außerhalb des Investitionsinteresses bleiben.
Savills stellt fest, dass Europa nach wie vor ein wichtiger Zielmarkt für globales Kapital ist, die Anforderungen an Investitionen jedoch deutlich strenger geworden sind.
Die größten Chancen, Kapital anzuziehen, haben Märkte, auf denen bereits eine erhebliche Wertkorrektur stattgefunden hat und sich ein klarerer Einstiegspunkt für Investoren herausgebildet hat. Ein weiterer Vorteil ist das begrenzte Angebot an neuen Objekten und die stabile Nachfrage seitens der Mieter.
„Die Erholung vollzieht sich schrittweise und wird durch das Vertrauen der Investoren in konkrete Transaktionen bestimmt, nicht durch eine allgemeine Risikobereitschaft“, so die Analysten von Savills.
Somit überwindet der europäische Immobilienmarkt allmählich die Phase des starken Zinsanstiegs und der Neubewertung von Vermögenswerten, doch der neue Investitionszyklus unterscheidet sich erheblich vom vorherigen. Kapital fließt zunehmend nicht mehr einfach in Immobilien als Anlageklasse, sondern in konkrete Segmente mit der klarsten langfristigen Nachfrage.
Quelle: Savills, Global Capital Markets Research Q2 2026 – Europe.
Das Analysezentrum Experts Club hat die Daten des internationalen Beratungsunternehmens Savills zu den Trends auf dem Immobilienmarkt der weltweit führenden Länder analysiert. Das weltweite Investitionsvolumen im Immobilienbereich belief sich im zweiten Quartal 2026 auf rund 250 Milliarden Dollar und stieg damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 %, wie aus den Daten des internationalen Beratungsunternehmens Savills hervorgeht.
Die Daten wurden am 25. August in der Studie „Savills Takes Stock: Global Capital Markets Research Q2 2026“ veröffentlicht. Nach Einschätzung des Unternehmens lässt das aktive Portfolio an Transaktionen, die sich in der Abschlussphase befinden, eine weitere Erholung des Marktes in der zweiten Jahreshälfte erwarten.
Savills geht davon aus, dass das weltweite Investitionsvolumen im Immobilienbereich bis zum Jahresende 2026 um etwa 16 % steigen könnte.
Dabei verläuft die Markterholung jedoch ungleichmäßig. Investoren sind selektiver geworden und konzentrieren ihr Kapital auf Objekte mit vorhersehbaren Cashflows, transparenten Werten und langfristiger Nachfrage.
Wie aus einer von Experts Club zitierten Studie hervorgeht, bleiben die USA der größte Markt. Im zweiten Quartal erreichte das Investitionsvolumen in US-Immobilien rund 131 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Savills hebt insbesondere den starken Anstieg großer Portfolio-Transaktionen in Nordamerika hervor. Deren Volumen erreichte 35 Mrd. US-Dollar, was einem Anstieg von 60 % im Jahresvergleich entspricht. Zum Vergleich: Transaktionen mit Einzelobjekten stiegen um etwa 10 %.
Der Anstieg der Portfolioinvestitionen hängt mit der Rückkehr von großem institutionellem Kapital und dem Bestreben der Investoren zusammen, sich auf Anhieb eine umfangreiche Präsenz in vielversprechenden Segmenten zu sichern. Besonderes Interesse wecken Rechenzentren, Self-Storage-Anlagen und Immobilien für Senioren.
Auch der europäische Markt setzte seine Erholung fort. Das Transaktionsvolumen belief sich im zweiten Quartal auf 54 Milliarden Euro und stieg damit im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 um 7,7 %.
In der asiatisch-pazifischen Region stiegen die Investitionen noch schneller – um 18 % auf 46 Milliarden Dollar. Im ersten Halbjahr stiegen die Investitionen in der Region um 25 %.
Besonders deutlich ist die Dynamik im asiatisch-pazifischen Raum im Bereich der Industrie- und Logistikimmobilien. Im zweiten Quartal stiegen die Investitionen in dieses Segment um 17 %, im gesamten ersten Halbjahr um 28 %.
Gleichzeitig wächst das Interesse an Studentenwohnheimen und anderen Formaten von Wohnimmobilien Immobilien. Savills führt dies insbesondere auf die zunehmende internationale Studentenmobilität und das Bestreben institutioneller Investoren zurück, große Portfolios mit Ertragsobjekten aufzubauen.
Gleichzeitig warnt Savills davor, die Erholung des Marktes vorerst als einen groß angelegten neuen Investitionsboom zu betrachten. Geopolitische Spannungen, die Lage im Nahen Osten, die Kreditkosten und die uneinheitlichen wirtschaftlichen Aussichten zwingen Investoren dazu, bei der Auswahl von Objekten deutlich vorsichtiger vorzugehen.
Anfang 2026 führte die Verschlechterung der Investitionsstimmung vor dem Hintergrund des Konflikts um den Iran sogar zu einer negativen saisonbereinigten Quartalsentwicklung bei den Investitionen. Die Auswirkungen dieses Faktors fielen jedoch geringer aus, als von den Marktteilnehmern befürchtet.
Nach Einschätzung von Savills ist die aktuelle Phase des Zyklus durch die Rückkehr vor allem erfahrener und gut kapitalisierter Akteure gekennzeichnet. Daher ist der entscheidende Faktor für eine Investitionsentscheidung nicht mehr die Erwartung eines allgemeinen Anstiegs der Immobilienpreise, sondern die Qualität des jeweiligen Objekts und dessen Fähigkeit, stabile Erträge zu generieren.
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