Die weltweite Weizenproduktion wird im Wirtschaftsjahr 2026/27 822,43 Millionen Tonnen betragen, was 3,13 Millionen Tonnen über der Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums vom August liegt, wie das Informations- und Analysezentrum Experts Club mitteilt.
Laut dem September-Bericht des USDA war einer der Hauptfaktoren für die Revision die Verbesserung der Ernteaussichten in Australien. Die Prognose für das Land wurde dank günstiger Wetterbedingungen auf einmal um 3 Mio. Tonnen angehoben — von 28 Mio. Tonnen auf 31 Mio. Tonnen.
Für Kanada wurde die Produktionsprognose um 1 Mio. Tonnen auf 36 Mio. Tonnen erhöht, für die Ukraine um 0,6 Mio. Tonnen auf 26 Mio. Tonnen. Gleichzeitig wurde die Prognose für Kasachstan um 1 Mio. Tonnen auf 15 Mio. Tonnen und für Russland um 0,5 Mio. Tonnen auf 88 Mio. Tonnen gesenkt.
Trotz der höheren Produktion wurde die Prognose für den weltweiten Weizenhandel um etwa 0,9 Mio. Tonnen auf 211,77 Mio. Tonnen gesenkt.
Das USDA senkte die Schätzungen für die Exporte Russlands von 46 Mio. Tonnen auf 43 Mio. Tonnen, der Ukraine von 13,5 Mio. Tonnen auf 12,5 Mio. Tonnen sowie Kasachstans. Der Rückgang wird teilweise durch höhere Exporte Australiens, Kanadas und Argentiniens ausgeglichen.
Die US-Behörde erklärte die Verschlechterung der Aussichten für die russischen und ukrainischen Exporte mit schwachen Verschiffungen im August vor dem Hintergrund, dass der Krieg in der Schwarzmeerregion die Logistik erschwert.
Der weltweite Weizenverbrauch wird auf 826,75 Mio. Tonnen prognostiziert, während die Endbestände um etwa 3 Mio. Tonnen auf 276,29 Mio. Tonnen erhöht wurden. Der größte Anstieg der Bestände wird in Russland, Australien und der Ukraine erwartet.
Primärquelle — World Agricultural Supply and Demand Estimates des USDA vom 11. September 2026: WASDE-675, September 2026