Bulgarien, Griechenland und Rumänien haben vereinbart, einen gemeinsamen Antrag auf europäische Finanzierung für eine Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke entlang der „Westachse“ Athen – Thessaloniki – Sofia – Bukarest zu stellen, berichtete die bulgarische Zeitung Sega.
Der Zeitung zufolge wurde die Initiative bei einem Treffen von Vertretern der drei Länder und der Europäischen Kommission im Zusammenhang mit der Entwicklung des Nord-Süd-Verkehrskorridors diskutiert, der die Ostsee, das Schwarze Meer und die Ägäis verbinden soll. Gastgeber des Treffens war der stellvertretende Ministerpräsident und Verkehrsminister Bulgariens, Grozdan Karadzhov.
Der griechische Verkehrsminister Konstantinos Kiranakis erklärte, dass bis 2027 eine hochwertige Personenbahnverbindung zwischen Thessaloniki und Sofia hergestellt werden soll, wobei die bulgarische Seite daran erinnerte, dass die Bahnverbindung auf dieser Strecke 2017 unterbrochen wurde.
Karadjov wies auch darauf hin, dass die Länder beabsichtigen, die Planung, Projektierung und Genehmigungsverfahren zu synchronisieren, um Verzögerungen und bürokratische Hindernisse zu vermeiden. Zu den Prioritäten Bulgariens zählte er die Beschleunigung des Projekts einer neuen Brücke über die Donau zwischen Ruse und Giurgiu sowie die Vorbereitung von Projekten für neue Brücken in den Gebieten Nikopol – Turnu Măgurele und Silistra – Călărași; außerdem wurde die Wiederaufnahme der Fährverbindungen auf der Donau erwähnt, darunter die Strecke Ruse – Giurgiu.
Der Vertreter des rumänischen Verkehrsministeriums, Ionut Cristian Savoiu, nannte laut Sega als Prioritäten Rumäniens die Modernisierung der bestehenden Brücke Giurgiu-Ruse, den Bau einer neuen Donaubrücke und den Ausbau der Straßen- und Eisenbahnlinien sowie die Verbesserung der Strecke Vidin – Calafat – Craiova für eine bessere Anbindung an die Ukraine und Moldawien.
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