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Griechenland ist europaweit Spitzenreiter beim sommerlichen Preisanstieg bei Kurzzeitvermietungen

Griechenland belegt unter den europäischen Ländern den ersten Platz beim saisonalen Preisanstieg bei Kurzzeitvermietungen: Im Sommer liegt der durchschnittliche Preis für eine Unterkunft um 54,9 % höher als in den übrigen Monaten des Jahres, wie Daten der Analyseplattform AirDNA belegen.
Die Studie von AirDNA wurde am 21. Mai 2026 veröffentlicht und am 29. Mai aktualisiert. Die Analysten verglichen den durchschnittlichen Tagespreis für Kurzzeitvermietungen – den Average Daily Rate (ADR) – in den Monaten Juni bis August mit dem Wert der übrigen neun Monate des Jahres.
In Griechenland liegt der Durchschnittspreis außerhalb der Sommersaison bei 112,64 Euro pro Nacht, während er im Juni bis August auf 174,46 Euro steigt. Damit beträgt der saisonale Aufschlag 54,9 % – dies ist der höchste Wert unter den untersuchten europäischen Ländern.
An zweiter Stelle steht Kroatien, wo die Sommerpreise um 37,6 % höher liegen – 154,28 Euro gegenüber 112,09 Euro in der übrigen Jahreszeit. Den dritten Platz belegt Portugal mit einem saisonalen Anstieg um 36,5 % auf 160,06 Euro gegenüber 117,27 Euro.
Besonders stark zeigt sich die saisonale Schwankung auf den beliebten griechischen Inseln. Auf Mykonos steigen die durchschnittlichen Kosten für eine Kurzzeitmiete von etwa 458 Euro außerhalb der Hochsaison auf 758 Euro pro Nacht im Sommer, was einem Anstieg von 65,6 % entspricht.
Dabei sind bei einzelnen europäischen Urlaubsorten noch stärkere Schwankungen zu beobachten. So verzeichnet beispielsweise das portugiesische Portimão einen saisonalen Anstieg von rund 71,6 %, doch im Länderranking insgesamt belegt Griechenland den ersten Platz.
Der starke Preisanstieg geht mit einer stabilen Nachfrage einher. Nach Schätzungen von AirDNA lag die Zahl der gebuchten Übernachtungen in Griechenland für Juni bis August 2026 vor Saisonbeginn um etwa 9,3 % höher als im Vorjahr. Im Juli betrug der Anstieg der Frühbuchungen 13,5 %, im August 11,4 %.
Die tatsächlichen Statistiken für den Sommer bestätigen das hohe Preisniveau. Im Juni erreichte der Durchschnittspreis für Kurzzeitvermietungen in Griechenland 178,8 Euro pro Nacht, was einem Anstieg von 12,2 % im Jahresvergleich entspricht, während er im europäischen Durchschnitt bei 150,05 Euro lag und um 7,5 % stieg. Die Anzahl der verfügbaren Unterkünfte in Griechenland ging dabei um 2,5 % auf etwa 156.000 zurück
. Im Juli stieg der Durchschnittspreis bereits auf 200,35 Euro pro Nacht, was einem Anstieg von 12,8 % gegenüber Juli 2025 entspricht. Der durchschnittliche Preis in Europa lag bei 159,20 Euro und stieg im Jahresvergleich um 8,2 %. Der Erlös pro verfügbarer Übernachtung in Griechenland stieg um 14,3 % auf 142,8 Euro.
Über einen längeren Zeitraum betrachtet ist der Anstieg noch deutlicher. Nach Angaben von AirDNA sind die durchschnittlichen Preise für Kurzzeitvermietungen in Griechenland innerhalb von zehn Jahren um etwa 100 % gestiegen – ausgehend von rund 100 Euro im Jahr 2016. In den letzten fünf Jahren betrug der Anstieg etwa 38 %.
Dabei ist die Behauptung, dass Griechenland „ganz Europa beim Preisanstieg auf Airbnb überholt hat“, mit Vorsicht zu genießen. Der erste Platz bezieht sich nämlich speziell auf den saisonalen Anstieg im Sommer, d. h. auf den Vergleich der Monate Juni bis August mit dem Rest des Jahres, und nicht auf das jährliche Preiswachstum. Gemessen an der tatsächlichen Entwicklung im Juli betrug der Anstieg in Griechenland 12,8 % im Jahresvergleich gegenüber 8,2 % im europäischen Durchschnitt.

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