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Ungarn stellt 9,8 Milliarden Euro für die Modernisierung des Eisenbahnnetzes bereit

22 Juli , 2026  

Wie „Serbischer Ökonom“ berichtet, plant die ungarische Regierung, bis 2035 3,55 Billionen Forint – das entspricht etwa 9,8 Milliarden Euro – für die Modernisierung des nationalen Eisenbahnnetzes bereitzustellen.

Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar und der Minister für Verkehr und Investitionen, Dávid Vitézi, stellten das Programm am 22. Juli am Bahnhof Rakospalota-Újpest in Budapest vor. Die Regierung bezeichnet es als eines der größten Eisenbahnprojekte in der Geschichte des Landes.

Das Programm ist auf mehrere Phasen angelegt. Zu seinen Hauptzielen gehören die Verbesserung der Zuverlässigkeit des Verkehrs, die Verkürzung der Fahrzeiten, die Sanierung von Gleisen und Bahnhöfen, die Erneuerung des Fahrzeugparks sowie der Ausbau internationaler Bahnstrecken.

Die Behörden beabsichtigen, eine wettbewerbsfähige Bahnanbindung an alle Verwaltungszentren Ungarns sicherzustellen, die Regionalstrecken zu modernisieren und den Nahverkehr rund um Budapest sowie in den Großstädten auszubauen. Zu den weiteren Schwerpunkten zählen der Ausbau des Güterverkehrs, die Schaffung einer Bahnverbindung zum Flughafen Budapest sowie die Integration staatlicher und städtischer Verkehrssysteme.

Für die Umsetzung des Programms sollen 1,1 Billionen Forint aus den EU-Kohäsionsfonds und 700 Milliarden Forint aus dem Europäischen Wiederaufbaufonds (RRF) bereitgestellt werden. Weitere 400 Mrd. Forint sollen in Form von Darlehen der Europäischen Investitionsbank aufgenommen werden, ein ähnlicher Betrag soll über Konzessionsprojekte bereitgestellt werden. Rund 950 Mrd. Forint werden die Verpflichtungen für Projekte im nächsten EU-Haushaltszyklus 2028–2034 ausmachen.

Die Regierung plant die Anschaffung von mindestens 35 neuen InterCity-Zügen und 42 Nahverkehrszügen sowie den Beginn der Sanierung der zehn verkehrsreichsten Bahnhöfe des Landes. Das Durchschnittsalter der MÁV-Züge und der HÉV-Nahverkehrszüge liegt derzeit bei etwa 43 Jahren, und auf 42 % des Schienennetzes gelten erhebliche Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Auf den Hauptstrecken rechnet die Regierung damit, die Durchschnittsgeschwindigkeit auf 100 km/h zu steigern. Einzelne Streckenabschnitte sollen für Züge mit einer Geschwindigkeit von 160–200 km/h ausgebaut werden.

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