Büroimmobilien haben im ersten Halbjahr 2026 laut Daten von Colliers wieder den ersten Platz unter den Anlageklassen für Gewerbeimmobilien in Mittel- und Osteuropa eingenommen.
Auf Büroimmobilien entfielen 29 % des Gesamtinvestitionsvolumens in den CEE-6-Ländern gegenüber 23 % im Vorjahr. Bei einem Gesamtmarktvolumen von 5,8 Mrd. Euro entspricht dies einem Investitionsvolumen von rund 1,7 Mrd. Euro.
Das zweitgrößte Segment war die Einzelhandelsimmobilie mit einem Anteil von 27 % gegenüber 21 % im ersten Halbjahr 2025.
Noch schneller stieg das Interesse der Investoren an Wohnimmobilien und dem „Living“-Segment. Dessen Anteil stieg von 7 % auf 19 %.
Gleichzeitig verringerte sich der Anteil von Industrie- und Logistikimmobilien, die noch vor einem Jahr das größte Marktsegment darstellten, von 31 % auf 17 %. Dies geschah nicht nur aufgrund veränderter Aktivitäten direkt auf dem Lagerimmobilienmarkt, sondern auch infolge des raschen Anstiegs der Transaktionen in anderen Immobilienklassen.
Colliers stellt fest, dass Investoren im Bürosegment vor allem moderne Gebäude in starken Lagen mit hoher Energieeffizienz und einem nachhaltigen Mietstrom suchen.
Für veraltete Bürogebäude wird die Situation schwieriger. Sie müssen entweder modernisiert werden oder können als Objekte für eine Umnutzung in Betracht gezogen werden.
Somit verändert sich die Struktur des CEE-Marktes allmählich: Nach mehreren Jahren der Dominanz der Logistik fließt das Kapital wieder verstärkt in traditionelle Büro- und Einzelhandelsimmobilien, während sich institutioneller Wohnungsbau zu einem eigenständigen großen Investitionssegment entwickelt.