Von Januar bis August 2026 importierte die Ukraine 1,12 Millionen Tonnen Kraftstoff, was einem Anstieg von 16 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2025 entspricht, wie die Beratungsgruppe „A-95“ auf Grundlage einer speziellen Marktstudie mitteilte.
Dabei beliefen sich die Benzineinfuhren im August allein auf 152.000 Tonnen, was einem Rückgang von 7 % gegenüber August des Vorjahres entspricht.
Die wichtigsten Lieferanten von Benzin in die Ukraine sind weiterhin Litauen und Polen. Im August wurden 51.800 Tonnen Kraftstoff aus Litauen importiert, was 34 % der Gesamtimporte entspricht, aus Polen waren es 40.100 Tonnen oder 26 %.
Damit erreichte der Gesamtanteil der beiden Länder 60 % gegenüber 55 % im Vorjahr.
Die größte Quelle für importiertes Benzin bleibt faktisch die ORLEN-Gruppe, die über Ölraffinerien in Litauen und Polen verfügt. Im August lieferten die Unternehmen der Gruppe 78,8 Tausend Tonnen Benzin in die Ukraine, was 52 % aller Importlieferungen des Monats entspricht.
Die Importe aus Deutschland gingen im August um 13 % auf 18,2 Tausend Tonnen zurück. Davon entfielen 11,2 Tausend Tonnen, also 61,5 %, auf das UPG-Netzwerk.
Bei „A-95“ wird darauf hingewiesen, dass der Rückgang der Lieferungen im August insbesondere mit den zuvor aufgebauten hohen Übergangsbeständen an Kraftstoff zusammenhängt.
Der ukrainische Markt für Erdölprodukte ist nach dem Verlust eines erheblichen Teils der eigenen Raffineriekapazitäten infolge des umfassenden Krieges weiterhin in hohem Maße von Importen aus EU-Ländern abhängig. Die Hauptmengen an Benzin und Dieselkraftstoff gelangen über den Westen und Süden des Landes ins Land.