Business news from Ukraine

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„Agromat“ steigerte seinen Nettogewinn im Jahr 2025 um 91,4%

Die Aktionäre des Industrie- und Technikunternehmens „Agromat“ haben beschlossen, Anleihen der Serie „J“ im Wert von 100 Mio. UAH zur öffentlichen Platzierung auszugeben, wie das Unternehmen im System der Nationalen Kommission für Wertpapiere und Börsen (NKZPF) mitteilte.

Der Mitteilung zufolge erfolgt die Platzierung der Anleihen mit dem Ziel, das Schuldenportfolio des Unternehmens zu optimieren.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Anleihen im Rahmen eines öffentlichen Angebots ausschließlich an qualifizierte Anleger (ohne Erstellung eines Prospekts) über eine Investmentgesellschaft platziert werden sollen, die die Platzierung ohne Gewährung einer Garantie durchführt.

Im Umlauf befinden sich Unternehmensanleihen von „Agromat“ der Serien „N“ und „I“ mit einem Nennwert von jeweils 100 Mio. UAH.

In der Mitteilung heißt es, dass der Geschäftsführer Serhij Wojtenko, Oksana Reva und Anatolij Tadaj mit Anteilen von jeweils 28,65 % Miteigentümer des Unternehmens sind; weitere 10,05 % gehören Olga Baschota und 4 % Nadija Rusheljuk.

Wie bereits berichtet, hat „Agromat“ im September 2024 dreijährige Anleihen der Serie „N“ im Wert von 100 Mio. UAH zur öffentlichen Platzierung emittiert und im November desselben Jahres Anleihen der Serie „I“ in gleicher Höhe. Die eingeworbenen Mittel sollen für den Ausbau des Einzelhandelsnetzes verwendet werden.

„Agromat“ ist in der Herstellung und im Vertrieb von Keramikfliesen und Sanitärartikeln tätig und wurde 1993 gegründet. Das Unternehmen ist mit 33 Verkaufsstellen in 21 Städten der Ukraine sowie über agromat.ua aktiv.

Nach Angaben auf der Website des Unternehmens steigerte PTK LLC „Agromat“ im Jahr 2025 den Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 % auf 3,59 Mrd. UAH und den Nettogewinn um 91,4 % auf 148 Mio. UAH. Im ersten Quartal 2026 stieg der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,4 % auf 788,5 Mio. UAH, während der Nettogewinn von 47,5 Mio. UAH auf 199.000 UAH zurückging.

Zum Jahresende 2025 war die Kredobank mit 34,8 Mio. UAH der wichtigste langfristige Kreditgeber der „Agromat“-Gruppe zu Zinssätzen von 15,5 % und 24,68 %. Weitere 3,9 Mio. UAH entfielen auf die ProCredit Bank zu einem Zinssatz von 3,77 %.

Im Portfolio der kurzfristigen Kredite in Höhe von insgesamt 524,5 Mio. UAH waren Ende 2025 Kredite von sechs Banken zu Zinssätzen zwischen 3,77 % und 24,68 % enthalten: Raiffeisen – 199 Mio. UAH, ProKredit – 153,9 Mio. UAH, OTP – 20 Mio. UAH, Crédit Agricole – 65,6 Mio. UAH, „Pivdenny“ – 19 Mio. UAH und Kredobank – 66,9 Mio. UAH.

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Schneider Electric wurde zum dritten Mal in Folge zum nachhaltigsten Unternehmen der Welt gekürt

Schneider Electric, weltweit führend im Bereich der Energietechnologien, wurde vom TIME-Magazin und dem Unternehmen Statista zum dritten Mal in Folge zum nachhaltigsten Unternehmen der Welt gekürt. Die Auszeichnung basiert auf den Ergebnissen eines Rankings, in das die 5.000 größten und einflussreichsten Unternehmen der Welt einbezogen wurden, und zeugt von Schneider Electrics langjährigem Engagement für die Integration von Nachhaltigkeitsprinzipien in die Geschäftsstrategie, die Unternehmensführung und die operativen Abläufe.

Bei der Umsetzung seiner Vision von Energietechnologien, die Fortschritt für alle ermöglichen, nutzt Schneider Electric seine Führungsrolle in den Bereichen Elektrifizierung, Energieeffizienz und Digitalisierung, um weltweit einen positiven Einfluss auszuüben.

„Es ist uns eine große Ehre, zum dritten Mal in Folge diese Anerkennung von TIME und Statista zu erhalten“, erklärte Olivier Blum, CEO von Schneider Electric. „Da die Energiewirtschaft zu einem immer wichtigeren Faktor für Wirtschaftswachstum, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche Entwicklung wird, steigt der Bedarf an einer intelligenteren Energienutzung stetig an. Wir sind davon überzeugt, dass intelligentes Energiemanagement ein entscheidender Faktor für Effizienzsteigerung und Dekarbonisierung ist und unseren Kunden dabei hilft, langfristigen Mehrwert zu schaffen und gleichzeitig Emissionen zu reduzieren. Genau diese Überzeugung prägt seit vielen Jahren die Entwicklung von Schneider Electric und bildet weiterhin die Grundlage für unsere Innovationen, unsere operative Tätigkeit und die Weiterentwicklung von Energietechnologien.“

Die diesjährige Auszeichnung hat eine besondere Bedeutung, da Schneider Electric kürzlich sein neues Nachhaltigkeitsprogramm „Impact 2030“ vorgestellt hat. Es basiert auf vier strategischen Schwerpunkten: der Elektrifizierung der Welt, der Transformation der Industrie, der Entfaltung des menschlichen Potenzials und der Stärkung lokaler Gemeinschaften. Das Unternehmen bewertet den Fortschritt vierteljährlich anhand messbarer Kennzahlen und gewährleistet so Transparenz und Rechenschaftspflicht auf allen Ebenen.

Im ersten Quartal 2026 meldete Schneider Electric eine Reduzierung der CO₂-Emissionen der Kategorien Scope 1 und Scope 2 um 82,5 % im Vergleich zum Basisjahr 2017, was die zunehmende Nachhaltigkeit und Effizienz der eigenen betrieblichen Aktivitäten des Unternehmens bestätigt.

Schneider Electric gab außerdem folgende Ergebnisse bekannt:

  • Im ersten Quartal wurden für Kunden 47,5 Mio. MWh Energie eingespart oder elektrifiziert, was direkt zur Steigerung der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit ihrer Aktivitäten beitrug.
  • Allein in diesem Quartal wurden 20 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen reduziert und vermieden.
  • Das Unternehmen setzte zudem die Umsetzung seines neuen „Future-Designed“-Konzepts fort: Bereits 14 % der wichtigsten Lösungen, die sich in der Entwicklungsphase befinden, entsprechen den hohen Standards der Kreislaufwirtschaft und ökologischen Exzellenz.

Im Rahmen des Programms „Impact 2030“ verstärkt Schneider Electric zudem die Zusammenarbeit mit seinem Partner-Ökosystem, da das Unternehmen davon überzeugt ist, dass weitreichende Veränderungen nur durch gemeinsame Anstrengungen erreicht werden können. Dies gilt vor allem für die Zusammenarbeit mit Lieferanten:

Im ersten Quartal schlossen sich mehr als 1.100 Lieferanten der Initiative „Zero Carbon Pathway“ an, die darauf abzielt, den CO₂-Fußabdruck zu verringern und die Klimaverantwortung in allen Phasen der Wertschöpfungskette zu stärken.

Angesichts der zunehmenden globalen Unsicherheit und Fragmentierung ist Schneider Electric zudem der Ansicht, dass langfristige nachhaltige Entwicklung nur auf einer soliden lokalen Basis möglich ist. Gerade Gemeinden und Menschen sind die treibende Kraft für nachhaltigen Wandel und tragen dazu bei, globale Ziele in greifbare Ergebnisse auf lokaler Ebene umzusetzen. Im ersten Quartal 2026:

  • erhielten mehr als 2,8 Millionen Menschen dank der von Schneider Electric unterstützten Lösungen für Gemeinden Zugang zu nachhaltiger Stromversorgung;
  • 113.000 Menschen haben ihre Qualifikationen durch Bildungs- und Schulungsprogramme verbessert, die auf die Entwicklung technischer Kompetenzen in den Bereichen Energie, Elektrifizierung und Automatisierung ausgerichtet sind. Insgesamt haben seit 2009 bereits mehr als 1,2 Millionen Menschen an solchen Programmen teilgenommen.

„Mit dem Start einer neuen Phase bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie verbinden wir Ehrgeiz mit Verantwortung. Die Anerkennung zum dritten Mal in Folge bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, und verpflichtet uns zugleich, noch mehr zu erreichen“, erklärte Esther Finidori, Direktorin für nachhaltige Entwicklung bei Schneider Electric. „Impact 2030 schafft die Grundlage für die Ausweitung unseres positiven Einflusses, und wir sind bestrebt, diesen Fortschritt von Quartal zu Quartal zu beschleunigen.“

Schneider Electric wurde nicht nur zum dritten Mal in Folge von TIME und Statista als das nachhaltigste Unternehmen der Welt ausgezeichnet, sondern ist auch das einzige Unternehmen, das zweimal – 2021 und 2025 – den ersten Platz im Corporate Knights Global 100-Ranking belegte. Zudem steht Schneider Electric seit 15 Jahren in Folge auf der „Climate A List“ der internationalen Umweltorganisation CDP, was seine konsequente Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel bestätigt.

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Die Versicherungsgesellschaft „Arsenal Versicherung“ wird die Mitarbeiter der Sens Bank für 32 Mio. UAH im Rahmen einer freiwilligen Krankenversicherung versichern

Die AG „Sens Bank“ gab am 26. Juni ihre Absicht bekannt, mit der Versicherungsgesellschaft „Arsenal Versicherung“ einen Vertrag über die freiwillige Krankenversicherung von 3.800 Mitarbeitern abzuschließen, wie aus dem elektronischen Beschaffungssystem „Prozoro“ hervorgeht.

Es wird darauf hingewiesen, dass das Preisangebot der Versicherungsgesellschaft „Arsenal Versicherung“ 34,175 Mio. UAH betrug, bei erwarteten Dienstleistungskosten von 44,893 Mio. UAH.

An der Ausschreibung nehmen außerdem die Versicherungsgesellschaften „VUSO“ – 33,506 Mio. UAH, „Kraina“ – 37,878 Mio. UAH und die Versicherungsgruppe „TAS“ – 44,312 Mio. UAH teil.

Wie bereits berichtet, ging die Versicherungsgesellschaft „Arsenal Versicherung“ im Jahr 2024 als Gewinner aus einer ähnlichen Ausschreibung hervor.

 

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Die ukrainische Weinwirtschaft benötigt einen systematischen Dialog mit dem Einzelhandel, um lokalen Herstellern den Zugang zu den Handelsketten zu ermöglichen

Ukrainische lokale und Craft-Weingüter können ihre Präsenz in den nationalen Handelsketten ausbauen, doch dafür müssen die Hersteller die Anforderungen des Einzelhandels hinsichtlich Qualität, Sicherheit, Dokumentation und Lieferstabilität erfüllen.

Dies wurde im Rahmen des nationalen Runden Tisches „Lokale Rebsorten: Erbe, Nachhaltigkeit und Entwicklung ländlicher Gebiete“ erörtert, der vom Verband „UKRSADVINPROM“ anlässlich seines 10-jährigen Bestehens organisiert wurde.

Olena Gordon, Vertreterin des Verbandes „Ukraine Food Retail Alliance“ (UFRA), dem die führenden ukrainischen Lebensmitteleinzelhandelsketten ATB-Market, Silpo, VARUS, NOVUS und KOLO angehören, wies darauf hin, dass der Zugang lokaler Erzeuger zu den Handelsketten nur möglich ist, wenn sie die Standards erfüllen und bereit sind, ihre Produktion zu skalieren.

Für ukrainische Winzer bedeutet dies, dass die Verfügbarkeit eines qualitativ hochwertigen Produkts nicht mehr die einzige Voraussetzung für Umsatzwachstum im Einzelhandel ist. Die Handelsketten erwarten von ihren Lieferanten stabile Liefermengen, ein klares Qualitätssystem, Rückverfolgbarkeit der Produktion, die erforderlichen Zertifikate, Genehmigungsunterlagen sowie die Bereitschaft zur langfristigen partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

Die Teilnehmer der Diskussionsrunde stellten fest, dass das Interesse des Einzelhandels an Craft-Weingütern und lokalen Herstellern vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach ukrainischen Produkten zunimmt. Unter den Bedingungen des Krieges wird die Unterstützung einheimischer Hersteller nicht nur als Verbraucherentscheidung, sondern auch als Element der wirtschaftlichen Stabilität des Landes betrachtet.

Für die Hersteller selbst kann die Zusammenarbeit mit Handelsketten ein wichtiger Schritt zur Skalierung ihres Geschäfts sein. Die Präsenz in den Regalen des nationalen Einzelhandels steigert den Bekanntheitsgrad der Marke, erweitert den Zugang zu den Verbrauchern und trägt dazu bei, eine Kultur des Konsums von ukrainischem Wein zu etablieren.

Gleichzeitig betonten die Diskussionsteilnehmer, dass die handwerkliche Weinherstellung einen eigenen Ansatz erfordert. Kleine Produzenten können nicht immer nach den Prinzipien der industriellen Massenproduktion arbeiten; daher sind für die Entwicklung dieses Segments flexible Kooperationsmodelle, professionelle Begleitung, Unterstützung bei der Zertifizierung und klare Regeln für den Markteintritt wichtig.

Ein weiterer Vertriebskanal für ukrainischen Wein könnten der HoReCa-Bereich und der Weintourismus sein. Restaurants, Verkostungsveranstaltungen, Festivals und Weinstraßen bieten die Möglichkeit, den Verbrauchern lokale Rebsorten näherzubringen, eine emotionale Bindung zum Erzeuger aufzubauen und schrittweise eine Nachfrage zu schaffen, die später den Absatz im Einzelhandel stützen kann.

Bei der Podiumsdiskussion wurde zudem angemerkt, dass die Entwicklung lokaler Rebsorten Teil einer umfassenderen Strategie zur Förderung ukrainischen Weins werden könnte. Der Vorsitzende des Verbandes „UKRSADVINPROM“, Wolodymyr Pechko, betonte, dass die Ukraine ihre eigenen Sorten aktiver präsentieren und um diese herum eine Weinidentität aufbauen müsse. Als Vorzeigesorten der ukrainischen Züchtung wurden insbesondere „Odesskyj Schwart“ und „Sukholimanskyj“ genannt.

Für den Einzelhandel könnten lokale Rebsorten zu einer eigenständigen Wettbewerbsnische werden, da sie es ermöglichen, dem Käufer nicht einfach nur ukrainischen Wein anzubieten, sondern ein Produkt mit Herkunft, Geschichte und regionaler Identität. Ein solcher Ansatz könnte das Interesse an ukrainischen Weinen sowohl auf dem Binnenmarkt als auch perspektivisch auf den Exportmärkten stärken.

Die Teilnehmer der Veranstaltung betonten zudem die Notwendigkeit, ein Weinbauregister einzurichten und eine vollständige Bestandsaufnahme der Weinberge gemäß den EU-Vorgaben durchzuführen. Dies ist wichtig für die Transparenz der Branche, die Entwicklung geografischer Angaben, die Integration der Ukraine in das europäische System zur Förderung des Weinbaus und die künftige Inanspruchnahme von EU-Finanzinstrumenten.

Der Branchenverband „UKRSADVINPROM“ ist ein Branchenverband, der in den Bereichen Obstbau, Weinbau und Weinherstellung tätig ist. Die Organisation vereint Marktteilnehmer, beteiligt sich an Branchendiskussionen, vertritt die Interessen ukrainischer Erzeuger und fördert die Entwicklung von Produkten mit hoher Wertschöpfung. Im Jahr 2026 feierte der Verband sein 10-jähriges Bestehen.

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Ukrainische Winzer entwickeln bereits lokale Rebsorten als Grundlage für eine neue Weinidentität

Die Entwicklung lokaler Rebsorten in der Ukraine geht bereits von der Ebene der Fachdiskussion in die Praxis über und wird zu einem der Schwerpunkte bei der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der ukrainischen Weinproduktion, der Etablierung regionaler Marken und der Vermarktung von Produkten mit hoher Wertschöpfung auf dem Inlands- und Auslandsmarkt.

Dies war Thema des nationalen Runden Tisches „Lokale Rebsorten: Erbe, Nachhaltigkeit und Entwicklung ländlicher Gebiete“, der vom Verband „UKRSADVINPROM“ anlässlich seines 10-jährigen Bestehens organisiert wurde.

Die Teilnehmer der Veranstaltung stellten fest, dass lokale Rebsorten für ukrainische Erzeuger bereits nicht mehr nur eine landwirtschaftliche Ressource darstellen, sondern auch ein Element des kulturellen Erbes, der regionalen Identität und der zukünftigen Exportausrichtung des ukrainischen Weinbaus sind. Gerade um solche Sorten herum entsteht eine neue Identität des ukrainischen Weins – mit eigener Geschichte, Herkunft, Geschmack und Wiedererkennbarkeit.

Der Vorsitzende des Verbandes „UKRSADVINPROM“, Wolodymyr Pechko, betonte, dass der ukrainische Weinbau bereits über eine eigene Grundlage für seine Entwicklung verfüge, die mit der Popularisierung einheimischer Sorten verbunden sei. Seinen Worten zufolge könnten vor allem die Sorten „Odesskyj Schornij“ und „Sucholimanskyj“ als Flaggschiff- und Botschafter-Sorten des ukrainischen Weins gelten, da sie die ukrainische Züchtung, die Authentizität und die Weinidentität des Landes widerspiegeln.

Besondere Aufmerksamkeit wurde der Erstellung eines Rebstockregisters und der Durchführung einer vollständigen Bestandsaufnahme der Rebflächen nach EU-Standards gewidmet. Diese Arbeit soll die praktische Grundlage für die weitere Integration der Ukraine in das europäische System zur Förderung des Weinbaus und der Weinherstellung bilden sowie für die mögliche Inanspruchnahme von EU-Finanzinstrumenten nach dem Beitritt des Landes zur Europäischen Union.

Pechko teilte außerdem mit, dass derzeit in der Ukraine rund 10.000 Hektar mit Rebflächen bepflanzt sind. Seinen Worten zufolge erfordert der Rückgang der Rebflächen zusätzliche Aufmerksamkeit seitens des Staates und der Branche, da ohne die Erhaltung und den Ausbau der Rohstoffbasis ein stabiles Wachstum der Weinproduktion nicht gewährleistet werden kann.

Für den ukrainischen Weinmarkt wird das Interesse des Einzelhandels und des HoReCa-Sektors an lokalen Erzeugern bereits zu einem wichtigen Faktor. Olena Gordon, Vertreterin des Verbandes „Ukraine Food Retail Alliance“ (UFRA), dem die führenden ukrainischen Lebensmitteleinzelhandelsketten ATB-Market, Silpo, VARUS, NOVUS und KOLO angehören, wies darauf hin, dass der Zugang lokaler Produzenten zu den Handelsketten nur möglich ist, wenn sie die Standards erfüllen und bereit sind, ihre Produktion zu skalieren.

Dieser Faktor ist besonders wichtig für Craft-Weingüter, die bereits ein starkes lokales Produkt herstellen und über eine eigene Geschichte verfügen, jedoch mit den Anforderungen der Handelsketten hinsichtlich Lieferstabilität, Qualität, Sicherheit, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit der Produktion konfrontiert sind.

Vertreter des Gastronomie- und Hotelsektors wiesen ihrerseits darauf hin, dass das Interesse der ukrainischen Verbraucher an einheimischen Weinen bereits zunimmt. Das Potenzial für die Vermarktung ukrainischer Weine besteht sowohl im Inland als auch im Ausland, doch zur Stärkung der Marktposition ist eine systematische Werbung erforderlich – die Teilnahme an internationalen Messen, professionelle Präsentationen, Verkostungen und „Blindverkostungen“, die es ermöglichen, die Qualität der Produkte objektiv unter Beweis zu stellen.

Der Weintourismus entwickelt sich bereits zu einem eigenständigen Marketinginstrument. Festivals, Verkostungen und die Entwicklung von Weinstraßen tragen dazu bei, eine emotionale Bindung zwischen Erzeuger und Verbraucher aufzubauen, ukrainischen Wein einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten für ländliche Gebiete zu schaffen.

Nach Ansicht der Teilnehmer erfordert die handwerkliche Weinherstellung einen eigenen Ansatz in Bezug auf Regulierung und Entwicklung, da sie nicht nach denselben Kriterien bewertet werden kann wie die industrielle Massenproduktion. Für das Wachstum des Sektors sind die Schaffung einer Kultur des Konsums ukrainischen Weins, die Unterstützung lokaler Produzenten und die Entwicklung des Binnenmarktes wichtig, der als Grundlage für den späteren Export dienen kann.

Mykola Patyka, Vizepräsident der Nationalen Akademie für Agrarwissenschaften der Ukraine, hob die Rolle der Wissenschaft bei der Erhaltung und Entwicklung des genetischen Potenzials ukrainischer Rebsorten hervor. Wissenschaftliche Begleitung, Züchtung, Untersuchungen zur Anpassungsfähigkeit der Sorten und die Arbeit mit genetischen Ressourcen sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass lokale Sorten nicht nur Teil des kulturellen Erbes, sondern auch ein wettbewerbsfähiges Produkt auf dem modernen Markt werden.

Die Entwicklung lokaler Rebsorten schafft bereits die Voraussetzungen für die Entstehung neuer regionaler Marken, geografischer Angaben, die Stärkung ländlicher Gebiete und die Steigerung der Bekanntheit ukrainischer Produkte auf internationalen Märkten. Für die Branche bedeutet dies den Übergang von der allgemeinen Idee der Popularisierung ukrainischen Weins zu einem konkreteren Modell – mit eigenen Sorten, Herkunft, Geschichte, Qualitätsstandards und Vertriebskanälen.

Der Branchenverband „UKRSADVINPROM“ ist ein Branchenverband, der in den Bereichen Obstbau, Weinbau und Weinherstellung tätig ist. Die Organisation vereint Marktteilnehmer, beteiligt sich an Branchendiskussionen, vertritt die Interessen ukrainischer Hersteller und fördert die Entwicklung von Produkten mit hoher Wertschöpfung. Im Jahr 2026 feierte der Verband sein 10-jähriges Bestehen.

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Alle Paarungen des Achtelfinals der Fußball-Weltmeisterschaft stehen fest

Alle Paarungen des Achtelfinals der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, stehen fest.

Das erste Spiel dieser Runde ist bereits ausgetragen worden: Die kanadische Nationalmannschaft besiegte Südafrika mit 1:0 und zog damit ins Achtelfinale ein, wo sie auf den Sieger der Partie Niederlande – Marokko treffen wird.

Alle Paarungen des Achtelfinals der WM 2026:

28. Juni

Südafrika – Kanada – 0:1

29. Juni

Brasilien – Japan

Deutschland – Paraguay

Niederlande – Marokko

30. Juni

Elfenbeinküste – Norwegen

Frankreich – Schweden

Mexiko – Ecuador

1. Juli

England – DR Kongo

Belgien – Senegal

USA – Bosnien und Herzegowina

2. Juli

Spanien – Österreich

Portugal – Kroatien

Schweiz – Algerien

3. Juli

Australien – Ägypten

Argentinien – Kap Verde

Kolumbien – Ghana

Zu den herausragendsten Paarungen dieser Runde zählen Brasilien – Japan, Niederlande – Marokko, Frankreich – Schweden, Portugal – Kroatien sowie das Spiel eines der Gastgeber, der USA, gegen Bosnien und Herzegowina.

Der amtierende Weltmeister Argentinien startet in die K.o.-Runde mit einem Spiel gegen Kap Verde, Spanien trifft auf Österreich, England auf die DR Kongo und Portugal auf Kroatien.

Die WM 2026 findet erstmals in einem erweiterten Format mit 48 Nationalmannschaften statt. Insgesamt werden im Turnier 104 Spiele ausgetragen, das Finale ist für den 19. Juli im MetLife-Stadion in East Rutherford, New Jersey, geplant.

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