Business news from Ukraine

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ORLEN deckte im Oktober 48 % der Benzinimporte in die Ukraine ab – „A-95“

Der polnische Ölkonzern ORLEN lieferte im Oktober 2026 75.000 Tonnen Kraftfahrzeugbenzin in die Ukraine und deckte damit rund 48 % der gesamten monatlichen Importe, die sich auf 156.000 Tonnen beliefen, wie die Beratungsgruppe „A-95“ in einer Pressemitteilung vom 4. November mitteilte.
Nach Angaben der Analysten beliefen sich die Lieferungen von ORLEN im September auf rund 70.000 Tonnen. Damit steigerte der Konzern sein Liefervolumen und behielt seinen Status als größter gewerblicher Benzinlieferant in die Ukraine bei.
ORLEN verfügt über Ölraffineriekapazitäten in Polen und Litauen, die nach wie vor die beiden wichtigsten Herkunftsländer für die Lieferung von Kraftfahrzeugbenzin auf den ukrainischen Markt sind.
Direkt aus Litauen importierte die Ukraine im Oktober 50.000 Tonnen Benzin, was etwa 32 % des Gesamtvolumens entspricht. Polen lieferte weitere 40.000 Tonnen, was etwa 26 % entspricht.
Insgesamt entfielen auf diese beiden Länder 90.000 Tonnen Benzin, was fast 58 % der gesamten Oktober-Importe ausmachte.
Drittgrößter Lieferant war Rumänien mit 35.000 Tonnen. Nach zuvor veröffentlichten Daten von „A-95“ wurden im September 30,1 Tausend Tonnen Benzin aus diesem Land geliefert.
Die Lieferungen aus Deutschland stiegen im Oktober auf 20 Tausend Tonnen. Hauptimporteur der Ukraine in dieser Richtung war die UPG-Kette, auf die 14 Tausend Tonnen entfielen.
Gleichzeitig gingen die Benzinlieferungen aus Griechenland auf 4.000 Tonnen zurück.
Im Zeitraum Januar bis Oktober 2026 lieferte Litauen 460.000 Tonnen Kraftfahrzeugbenzin in die Ukraine, gegenüber 380.000 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Anstieg betrug 21,1 %.
Polen steigerte seine Lieferungen um 7,4 % auf 290.000 Tonnen, Rumänien um 16,7 % auf 280.000 Tonnen und Deutschland um 12,5 % auf 180.000 Tonnen.
Die Benzineinfuhren aus Griechenland stiegen in den ersten zehn Monaten von 80.000 auf 110.000 Tonnen, was einem Anstieg von 37,5 % entspricht.
Die Lieferungen aus Moldawien gingen hingegen von 90.000 auf 70.000 Tonnen zurück, was einem Rückgang von 22,2 % entspricht.
Insgesamt lieferten die vier größten Lieferländer – Litauen, Polen, Rumänien und Deutschland – 1,21 Mio. Tonnen Benzin, was 85,2 % der gesamten Importe der Ukraine in den ersten zehn Monaten entspricht.
Diese Lieferstruktur verdeutlicht die wichtige Rolle europäischer Raffinerien und Logistikwege bei der Versorgung des ukrainischen Kraftstoffmarktes.
Gleichzeitig unterstreicht die Konzentration der Importe auf einige wenige Hauptrouten die Bedeutung einer stabilen Verkehrsinfrastruktur und der Diversifizierung der Lieferkanäle für Erdölprodukte.
Insgesamt importierte die Ukraine von Januar bis Oktober 2026 1,42 Millionen Tonnen Kraftfahrzeugbenzin, was einem Anstieg von 12 % gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 entspricht.
Nach der Prognose der Beratungsgruppe „A-95“ wird der Anstieg der Nachfrage aus dem Kraftstoffsektor bis zum Jahresende zu einem weiteren Anstieg der Benzinlieferungen beitragen.
ORLEN ist ein polnischer Energiekonzern, der sich auf die Erdölverarbeitung, die Herstellung und den Vertrieb von Erdölprodukten sowie auf Aktivitäten im Gas- und Energiesektor spezialisiert hat. Der Konzern betreibt Ölraffinerien in mehreren europäischen Ländern.
Quelle: Beratungsgruppe „A-95“, endgültige Pressemitteilung vom 4. November 2026; offizielle Website.

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Die Prämieneinnahmen von „PZU Ukraine“ stiegen in den ersten neun Monaten um 32 % – auf 3,13 Mrd. UAH

Die Versicherungsgesellschaft „PZU Ukraine“ erzielte im Zeitraum Januar bis September 2026 Prämieneinnahmen in Höhe von 3,134 Mrd. UAH, was einem Anstieg um 758 Mio. UAH (+32 %) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht.
Wie auf der Website des Versicherers berichtet wird, wurde der größte Anstieg der Prämieneinnahmen im Berichtszeitraum im Segment der Kfz-Haftpflichtversicherung verzeichnet, in dem Prämieneinnahmen in Höhe von 998 Mio. UAH erzielt wurden, was 32 % des Gesamtumsatzes des Versicherers entspricht und 27 % mehr ist als im Zeitraum Januar bis September 2025, bei den „Grünen Karten“-Policen betrugen die Prämieneinnahmen 915 Mio. UAH bzw. 29 % und lagen um 39 % über dem entsprechenden Wert für den gleichen Zeitraum des Jahres 2025.
Im genannten Zeitraum beliefen sich die Prämieneinnahmen aus der KASKO-Versicherung auf über 549 Mio. UAH, was einem Anstieg von 38 % gegenüber den ersten neun Monaten des Jahres 2025 entspricht und 18 % aller Prämien ausmacht.
Der Anteil der Krankenversicherung am Portfolio des Unternehmens betrug 6 %; aus Krankenversicherungsverträgen erzielte die Versicherungsgesellschaft „PZU Ukraine“ im Zeitraum Januar bis September 2026 Prämieneinnahmen in Höhe von 177 Mio. UAH. Das Prämienvolumen der Versicherungsgesellschaft „PZU Ukraine“ aus anderen Versicherungsverträgen belief sich nach den Ergebnissen von Januar bis September 2026 auf 495 Mio. UAH.
Die Versicherungsgesellschaft „PZU Ukraine“ wird von einer der größten Versicherungsgruppen Mittel- und Osteuropas unterstützt – der PZU-Gruppe (zu der auch die Muttergesellschaft PZU S.A. gehört).
Nach Angaben der Nationalbank belegt die Versicherungsgesellschaft „PZU Ukraine“ unter den Nichtlebensversicherern der Ukraine (47 Unternehmen) den 10. Platz hinsichtlich der eingenommenen Prämien für das Jahr 2025.

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„Centravis“ verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Nettoverlust von 137,2 Mio. UAH

Die PrJSC „Centravis Production Ukraine“ (Centravis Production Ukraine, Nikopol, Oblast Dnipropetrowsk), die zur Holding Centravis Ltd. gehört, verzeichnete nach den Geschäftsergebnissen für Januar bis September dieses Jahres einen Nettoverlust in Höhe von 137,198 Mio. UAH, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch ein Nettogewinn von 158,111 Mio. UAH erzielt worden war.
Laut dem Zwischenbericht des Unternehmens, der der Agentur „Interfax-Ukraine“ vorliegt, belief sich der Verlust im dritten Quartal auf 74,387 Mio. UAH.
In diesem Zeitraum stieg der Nettoumsatz aus dem Verkauf von Waren um 2 % auf 4 Mrd. 41,663 Mio. UAH, davon entfielen im dritten Quartal 1 Mrd. 34,852 Mio. UAH.
Der ungedeckte Verlust belief sich Ende September auf 880,251 Mio. UAH.
In dem Bericht wird festgestellt, dass der alleinige Aktionär des Unternehmens im dritten Quartal 2026 den Beschluss gefasst hat, die PrJSC „Centravis Production Ukraine“ durch Umwandlung in eine GmbH aufzulösen. Dieser Beschluss zielt auf die Optimierung der Unternehmensführung, die Vereinfachung der Unternehmensabläufe und die Senkung der Verwaltungskosten ab, die mit der Organisation und Rechtsform einer Aktiengesellschaft verbunden sind. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts befindet sich das Umwandlungsverfahren gemäß den Anforderungen der ukrainischen Gesetzgebung in der Umsetzungsphase.
Zudem wird darauf hingewiesen, dass die EU ab dem 1. Juli 2026 gemäß der Verordnung (EU) 2026/1384 Zollkontingente für Stahlimporte anwendet; für Einfuhren, die das Kontingent überschreiten, wird ein Zollsatz von 50 % erhoben. In der Kategorie 22 (nahtlose Rohre aus rostfreiem Stahl), zu der die Hauptprodukte des Unternehmens gehören, wurde der Ukraine ein separates Kontingent von 6.524 t pro Jahr zugeteilt, das vierteljährlich aufgeteilt wird.
Um die Auswirkungen der Kontingente zu mindern, überwacht das Unternehmen täglich die Kontingentauslastung anhand der TARIC-Daten und plant gemeinsam mit den Kunden den Zeitplan für Versand und Zollabfertigung. In neuen Verträgen wendet das Unternehmen die Incoterms-Bedingungen DAP oder FCA anstelle von DDP an, bei denen der Käufer als Anmelder und Zahler der Einfuhrzölle fungiert. Zudem sieht das Unternehmen in neuen Verträgen das Recht vor, die Lieferung ohne Vertragsstrafen auf das nächste Quartal zu verschieben.
Mittelfristig baut das Unternehmen seinen Absatz auf Märkten außerhalb der EU aus, insbesondere im Nahen Osten und auf den amerikanischen Märkten; im Jahr 2026 erhielt es die API-5CRA-Zertifizierung für den Öl- und Gassektor. Parallel dazu setzt sich das Unternehmen direkt, über die ukrainische Regierung und Branchenverbände für die Wiederherstellung der Quote für die Ukraine auf das Niveau von 2021 ein, insbesondere im Rahmen der neuen länderbezogenen Quotenzuteilung, die ab dem 1. Januar 2027 erwartet wird.
„Das Unternehmen modelliert verschiedene Finanzszenarien: Export im Rahmen der Quote, Export über die Quote hinaus mit einem Zollsatz von 50 % sowie eine Neuausrichtung auf andere Märkte. Diese Szenarien sowie die Auswirkungen des Mechanismus zur Anpassung der CO₂-Emissionen an der Grenze (CBAM) sind im Haushalt für 2027 berücksichtigt: Ab Februar 2027 werden Importeure in die EU CBAM-Zertifikate für Einfuhren im Jahr 2026 erwerben. Das Unternehmen bewertet die Auswirkungen der Szenarien auf das Umlaufvermögen, insbesondere im Hinblick auf die Sicherstellung der Zollzahlung, die der EU-Zoll in Form einer Kaution verlangt, sobald 90 % der Quote ausgeschöpft sind, sowie im Hinblick auf die Überprüfung auf Wertminderung von Vermögenswerten“, heißt es in dem Bericht.
Wie berichtet, verzeichnete „Centravis“ im ersten Quartal 2026 einen Nettoverlust in Höhe von 61,012 Mio. UAH, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Nettogewinn von 210,208 Mio. UAH erzielt wurde. In diesem Zeitraum stieg der Nettoumsatz aus dem Verkauf von Waren auf 1 Mrd. 419,990 Mio. UAH, gegenüber 1 Mrd. 255,258 Mio. UAH im ersten Quartal 2025.
„Centravis“ verzeichnete im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 62,811 Mio. UAH, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Nettogewinn von 133,693 Mio. UAH erzielt wurde. Der Nettoumsatz stieg um 11,3 % auf 3 Mrd. 6,811 Mio. UAH.
Dem Jahresbericht zufolge verringerte „Centravis“ im Jahr 2025 den Nettogewinn auf 154,094 Mio. UAH gegenüber 310,045 Mio. UAH im Jahr 2024; der Nettoumsatz aus dem Verkauf von Waren sank auf 5 Mrd. 519,669 Mio. UAH gegenüber 5 Mrd. 226,606 Mio. UAH. Dabei beliefen sich die Umsatzerlöse in der Ukraine im Jahr 2025 auf 202,149 Mio. UAH.
„Centravis“ wurde im Jahr 2000 gegründet und gehört zu den zehn größten Herstellern nahtloser Edelstahlrohre weltweit. Die Hauptproduktionsstätten des Unternehmens befinden sich in Nikopol (Oblast Dnipropetrowsk). Im Jahr 2023 wurde eine Niederlassung des Unternehmens in Uschhorod eröffnet.
Die Holding Centravis Ltd. wurde auf der Grundlage der AG „Nikopoler Werk für rostfreie Rohre“ sowie der Dienstleistungs- und Handelsunternehmen der GmbH „Produktions- und Handelsunternehmen „YUVIS“ gegründet. Zu den Aktionären gehören Mitglieder der Familie Atanasov.
Nach Angaben der Nationalen Wertpapieraufsichtsbehörde (NDU) vom August, Stand 3. November 2026, befinden sich 100 % der Anteile an der PrAT „Centravis Production Ukraine“ im Besitz von Centravis SA (Centravis AG, Centravis Ltd, Schweiz).
Das gezeichnete Kapital der PrJSC beträgt 206,895 Mio. UAH, der Nennwert einer Aktie beträgt 1 UAH.

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Ukrainische Versicherer haben in neun Monaten über 37,4 Mio. Euro im Rahmen der „Grünen Karte“ ausgezahlt

Ukrainische Versicherungsgesellschaften haben von Januar bis September 2026 über 37,4 Mio. Euro an Opfer von Verkehrsunfällen im Ausland ausgezahlt, was einem Anstieg von 0,32 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.
Wie auf der Website des Motorischen (Transport-)Versicherungsbüros der Ukraine (MTSBU) berichtet wird, haben ukrainische Autofahrer in diesem Zeitraum über 1,1 Millionen internationale „Grüne Karte“-Versicherungsverträge abgeschlossen, was einem Anstieg von 2,8 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.
Im Zeitraum Januar bis September 2026 traten 1,111 Mio. „Grüne Karte“-Verträge in Kraft; im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 waren es 1,081 Mio.
Die Gesamtsumme der Versicherungsprämien für die neuen Verträge belief sich auf 4,15 Mrd. UAH, was einem Anstieg von 0,3 % gegenüber dem Vorjahr (4,14 Mrd. UAH) entspricht.
Der durchschnittliche Wert pro Vertrag sank leicht um 2,4 %. Betrug er in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 noch 3.828 Tausend UAH, so lag er im Jahr 2026 bei 3.737 Tausend UAH.
Die MTIBU berichtet außerdem, dass im Berichtszeitraum die Zahl der vorzeitig gekündigten Verträge zurückgegangen ist. In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 waren es 21.109 Tausend gegenüber 26.167 Tausend im Vorjahr.
In der Mitteilung wird hervorgehoben, dass im September 138,5 Tausend internationale Versicherungsverträge in Kraft traten (+5,9 %), wobei die Versicherungsprämien in diesem Monat um 2,7 % stiegen und sich auf 505,1 Mio. UAH beliefen.
Nach Angaben des Büros wurden im Zeitraum Januar bis September 2026 internationale Versicherungsverträge von 12 Versicherungsgesellschaften abgeschlossen. Dabei entfallen mehr als 72 % aller Verträge auf fünf davon.
Die meisten Verträge schloss die Versicherungsgesellschaft „PZU Ukraine“ ab – 242,4 Tausend, was einem Anstieg von 43 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, gefolgt von der Versicherungsgruppe „TAS“ mit 198,4 Tausend (-5,7 %), „USG“ mit 160,7 Tausend (-27,4 %), „Knyazha VIG“ – 117,5 Tausend (+6,5 %) und „VUSO“ – 89,2 Tausend (-0,3 %).
Unter den übrigen Versicherern verzeichnete die Gesellschaft „Ingo“ den stärksten Anstieg der Vertragszahlen – um 38,5 % auf 55,3 Tausend. Ebenfalls eine positive Entwicklung zeigten UTK (+24,3 %) und ARKS (+24,7 %). Das Unternehmen „Persha“ steigerte die Zahl der abgeschlossenen Verträge um 19,1 % – auf 65,6 Tausend. Gemessen am Versicherungsprämienvolumen belegte es mit 345,3 Mio. UAH den vierten Platz unter allen Versicherern.
Was die Auszahlungen betrifft, so entfallen auf drei Versicherungsgesellschaften – „TAS“, „Ukrainische Versicherungsgruppe“ und „PZU Ukraine“ – mehr als 59 % aller Auszahlungen.
Gleichzeitig sind die Entschädigungssummen bei einigen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. So steigerte „PZU Ukraine“ die Auszahlungen um 92,5 % – von 3 auf 5,8 Mio. EUR. Bei „Vuso“ betrug der Anstieg 85,5 % – von 0,8 auf 1,5 Mio. EUR. Bei „TAS“ hingegen sank die Summe der Auszahlungen um 9,4 %.

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Der Mehrheitsaktionär von „Kernel“ hat den Rückkauf von Aktien zum Preis von 19,93 PLN fortgesetzt

Der Mehrheitsaktionär des Agrarkonzerns „Kernel“, Namsen Limited, der dem CEO des Agrarkonzerns, Andriy Verevskyi, gehört, hat in der dritten von fünf Phasen des obligatorischen Aktienrückkaufs auf Verlangen der Minderheitsaktionäre (Sell-out), die vom 30. September bis zum 29. Oktober dauerte, 174.923 Tausend Aktien zu einem von der luxemburgischen Aufsichtsbehörde CSSF genehmigten fairen Preis von 19,93 PLN (5,09 USD zum aktuellen Wechselkurs) pro Aktie zurückgekauft.
Laut einer Mitteilung von „Kernel“ an die Warschauer Wertpapierbörse (WSE) erfolgte die Transaktion am 2. November außerbörslich.
Zuvor war bei der Ankündigung des Sell-outs angegeben worden, dass Gegenstand des Verkaufs 14.182.214.000 an der WSE gehandelte Aktien sind, die etwa 4,83 % des Grundkapitals des Unternehmens und etwa 4,83 % der Gesamtstimmenzahl auf der Hauptversammlung ausmachen. Namsen präzisierte, dass es sich dabei um alle „Kernel“-Aktien handele, die nicht im Besitz des Käufers oder der Agrarholding selbst seien, die 300.000 eigene Aktien halte.
In der ersten Phase des Sell-outs wurden 1.204.776 Tausend Aktien, also rund 0,41 % des Grundkapitals, zurückgekauft, in der zweiten Phase 1.027.948 Tausend Aktien, also 0,35 %, und in der dritten Phase rund 0,06 % des Grundkapitals.
Während die offizielle Ankündigung des Sell-outs am 7. August zu einem Kursanstieg an der Börse um 2,21 % auf 19,44 PLN führte, liegt der Kurs derzeit bei 19,68 PLN pro Aktie, was einer Marktkapitalisierung von 5 Mrd. 778,8 Mio. PLN (rund 1,472 Mrd. $) entspricht.
Gemäß den Bedingungen des Rückkaufs erfolgt dieser über den Broker Q Securities S.A. in fünf Zeiträumen, die jeweils am 29. Tag jedes Monats bis zum Ende des Rückkaufs enden und in denen Namsen – mit Ausnahme des letzten Zeitraums – bereit ist, mindestens 2.836.443.000 Aktien zu erwerben, während im letzten Zeitraum alle Aktien zurückgekauft werden. Dabei hatten 14 Aktionäre, die 311.570 Aktien besitzen und bereits Anfang August beim Käufer Anträge auf deren Rückkauf gestellt hatten, Vorrang.
Wie berichtet, lag der von GrantThornton ermittelte und von der Aufsichtsbehörde genehmigte Sell-out-Preis um 2,5 % über der ersten derartigen Bewertung durch KPMG – 19,45 PLN –, die im Juli des vergangenen Jahres bekannt gegeben worden war. Die Bewertung von GrantThornton wurde zum gleichen Stichtag wie die ursprüngliche Bewertung von KPMG vorgenommen – dem 28. Mai 2025.
In der in der Bewertung enthaltenen Grafik zum Aktienkurs der letzten fünf Jahre lag der niedrigste Kurs bei 6,34 PLN im September 2023, der höchste bei 64,1 PLN im Herbst 2021. Anfang 2025 erreichte der Kurs aufgrund der Hoffnungen auf eine rasche Beilegung des Krieges, die sich nicht bewahrheiteten, 28,9 PLN pro Aktie.
GrantThornton betonte ebenso wie zuvor KPMG, dass sie verschiedene Bewertungsansätze und -methoden geprüft und den Preis unter Verwendung von drei Methoden mit unterschiedlichen Gewichtungen ermittelt habe, während KPMG ihn auf der Grundlage des über 12 Monate berechneten gewichteten Durchschnittskurses (VWAP 12 Monate) festgelegt hatte.
In dem Bericht wurden Aktienkurse nach anderen Ansätzen angegeben: von 15,47 PLN nach der Methode der diskontierten Cashflows gemäß der Prognose des Managements bis zu 24,55 PLN auf Basis des durchschnittlichen EV/EBITDAV-Multiplikators der zum Vergleich herangezogenen Unternehmen.
Im September legten vier Minderheitsaktionäre von „Kernel“ beim Verwaltungsgericht Luxemburg (Tribunal administratif) Berufung gegen die Entscheidung der Aufsichtsbehörde CSSF ein, den Sell-out-Preis auf 19,93 PLN pro Aktie festzusetzen; Informationen über das Gerichtsurteil liegen jedoch bislang nicht vor.
Wie die Agentur bereits berichtete, gab Namsen Verevskys am 28. Januar 2025 bekannt, dass das Unternehmen mit einem Anteil von 95,06 % am Aktienkapital zum Mehrheitsaktionär von „Kernel“ geworden sei, während 4,83 % an der WSE im Umlauf waren.
Ende April teilten einige Minderheitsaktionäre dem Mehrheitsaktionär mit, dass sie von ihrem Sell-out-Recht Gebrauch machen würden. Im Juli desselben Jahres wurde ein vorläufiges Sell-out zu einem Preis von 19,45 PLN angekündigt, während der Zwangsrückkauf der Aktien auf Verlangen des Mehrheitsaktionärs derzeit aufgrund der gerichtlichen Prüfung der Beschwerden der Minderheitsaktionäre blockiert ist.
Der Agrarkonzern „Kernel“ war vor dem Krieg weltweit führend in der Produktion von Sonnenblumenöl (rund 7 % der weltweiten Produktion) und dessen Export (rund 12 %). Er ist einer der größten Hersteller und Vertreiber von abgefülltem Öl in der Ukraine. Darüber hinaus ist das Unternehmen im Anbau landwirtschaftlicher Erzeugnisse und deren Vermarktung tätig.
„Kernel“ steigerte im Geschäftsjahr 2026 (das am 30. Juni endete) seinen Nettogewinn um 35 % auf 322 Mio. US-Dollar, der Umsatz stieg um 7 % auf 4,404 Mrd. US-Dollar.

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Kryptobörsen in der EU müssen ihre Liste der Stablecoins an die MiCA-Anforderungen anpassen

Wie Fixygen berichtet, verlangt die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) von Kryptowährungsunternehmen, die gemäß der MiCA-Verordnung zugelassen sind, die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Stablecoins, die nicht den europäischen regulatorischen Anforderungen entsprechen, für Kunden in der Europäischen Union einzustellen.

Die nationalen Aufsichtsbehörden müssen die Bereinigung festgestellter Restpositionen bis voraussichtlich zum 8. Januar 2027 verlangen.
Die Position der ESMA erstreckt sich nicht nur auf den Börsenhandel, sondern auch auf den Tausch von Krypto-Assets, die Ausführung von Kundenaufträgen, Beratungsdienstleistungen, Überweisungen, die Portfolioverwaltung und die Verwahrung digitaler Vermögenswerte.

Die Aufsichtsbehörde betont, dass zugelassene Kryptowährungsdienstleister keine Möglichkeiten für den Neukauf oder den Ausbau von Positionen in Stablecoins schaffen dürfen, die nicht den MiCA-Anforderungen entsprechen.
Gleichzeitig sind während der Übergangsphase einzelne Transaktionen zulässig, die für den Verkauf, die Umwandlung, die Auszahlung oder die sichere Verwahrung zuvor erworbener Vermögenswerte erforderlich sind.

Solche Dienstleistungen müssen begrenzten Charakter haben, innerhalb eines festgelegten Zeitraums erbracht werden und unter der Kontrolle der nationalen Aufsichtsbehörden stehen.
Das Dokument betrifft in erster Linie an den Wert von Vermögenswerten gebundene Token sowie E-Geld-Token, die die Anforderungen der europäischen Regulierung nicht erfüllen.

MiCA sieht spezielle Vorschriften für Emittenten von Stablecoins vor, insbesondere in Bezug auf die Hinterlegung von Vermögenswerten, die Offenlegung von Informationen, das Risikomanagement und den Schutz der Token-Inhaber.
Das Ende der europaweiten Übergangsfrist für Anbieter von Kryptowährungsdienstleistungen am 1. Juli 2026 war ein wichtiger Meilenstein bei der Schaffung eines einheitlichen regulierten Marktes für digitale Vermögenswerte in der EU.

Für internationale Kryptowährungsbörsen bedeuten die neuen Anforderungen, dass sie das Angebot an verfügbaren Handelsinstrumenten, Zahlungsdiensten und Verwahrungsdienstleistungen für europäische Kunden anpassen müssen.
Für Emittenten von Stablecoins verstärkt dies die wirtschaftliche Bedeutung der MiCA-Konformität, da der Zugang zu Kunden über regulierte europäische Plattformen zunehmend vom rechtlichen Status der Token abhängt.

Gleichzeitig hat die ESMA kein generelles Verbot für die Nutzung aller dollargebundenen Stablecoins verkündet. Die Beschränkungen betreffen bestimmte Vermögenswerte und Dienstleistungen, die den regulatorischen Anforderungen nicht entsprechen.
Die weitere Umsetzung von MiCA könnte zu einer Umverteilung der Nachfrage unter den Emittenten beitragen und die Position jener Unternehmen stärken, die die erforderlichen Genehmigungen für den Betrieb auf dem europäischen Markt erhalten haben.

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