Business news from Ukraine

INVESTITIONEN DER EBRD IN DER UKRAINE WERDEN 2020 BIS ZU 850 MIO. EUR ERREICHEN

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) wird im Jahr 2020 750-850 Mio. EUR in der Ukraine investieren, teilte geschäftsführender Direktor der EBRD für Osteuropa und den Kaukasus, Matteo Patrone.
„Ich glaube, dieses Jahr werden die Investitionen der EBRD in der Ukraine auf dem Niveau von 750-850 Mio. EUR liegen, und das ist ein großer Anstieg im Vergleich zum durchschnittlichen Volumen der Investitionen in den letzten vier Jahren“, erklärte Patrone während der UkraineInvest-Konferenz am Freitag.
Gleichzeitig erinnerte er daran, dass sich die Gesamtinvestitionen der EBRD Ende 2019 auf 1,1 Mrd. EUR beliefen

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VENEDIKTOVA: INVESTITIONSSCHUTZ IST WICHTIGSTER SCHWERPUNKTBEREICH DER STAATSANWALTSCHAFT

Eine der wichtigsten Aufgaben der Generalstaatsanwaltschaft ist es, die illegale Gegenwirkung bzw. den Druck auf die Wirtschaft zu nivellieren, berichtete ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Venediktova in einem Appell, der vom Pressedienst des Büros der Generalstaatsanwaltschaft veröffentlicht wurde.
„Bereits im Mai haben wir einen offenen und freimütigen Dialog mit dem Nationalen Reformrat und den Wirtschaftsverbänden aufgenommen. Es gab viele Hindernisse für Investoren, bei deren Überwindung die Generalstaatsanwaltschaft helfen konnte, zum Beispiel, die grundlose Schaffung von Problemen für Unternehmen durch die Strafverfolgungsbeamten zu stoppen und sicherzustellen, dass gegen Unternehmen begangene Straftaten wirksam und unverzüglich untersucht werden. Zu diesem Zweck wurde in der Generalstaatsanwaltschaft eine spezialisierte Abteilung geschaffen, die die Koordination aller Prozesse im Bereich des Investitionsschutzes übernommen hat. Die neue Abteilung hat die aktive Kommunikation mit dem Geschäftsumfeld fortgesetzt und begonnen, sich sofort mit den wichtigsten problematischen „Fällen“ im ganzen Land zu beschäftigen“, merkte Venediktova an.
Sie betonte, dass die Staatsanwälte in ständigem Kontakt mit dem Rat der Wirtschaftsombudsperson, dem Nationalen Reformrat, der Amerikanischen Handelskammer in der Ukraine, dem Europäischen Unternehmerverband, dem Ukrainischen Unternehmerrat, dem Steuerzahlerverband, dem Verband der ukrainischen Unternehmer, dem Arbeitgeberverband und anderen Organisationen zum Schutz von Investitionen in der Ukraine stehen. Insgesamt fanden mehr als 30 Treffen mit ihnen statt, die dazu führten, dass die Generalstaatsanwaltschaft die Kontrolle über 80 übernahm.
„Nach der Analyse ihrer Probleme haben wir zwei Schlüsselprobleme erkannt, mit denen die Unternehmen konfrontiert sind. Die erste und die wichtigste sind verschiedene kriminelle Schemen der Besitznahme von Unternehmen: Betrug, Kapitalabzug durch Urkundenfälschung, Unternehmensplünderung durch Ummeldung ganzer Firmen als Scheinfirmen, Aneignung ihres Eigentums. Und wenn dies nicht wirksam von den Strafverfolgungsbehörden bekämpft wird, werden die Unternehmen nicht in die Wirtschaft des Staates investieren wollen, der die Investoren rechtlich nicht vor Straftaten schützen kann“, teilte die Generalstaatsanwältin mit

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DIE UKRAINE IST AN VERSTÄRKTEN INVESTITIONEN AUS BAYERN INTERESSIERT – RAZUMKOV BEIM TREFFEN MIT DEM CSU-VORSITZENDEN IM BUNDESTAG

Ukrainischer Parlamentspräsident Dmytro Razumkov und Vorsitzender der Landesgruppe der Christlich-Sozialen Union in Bayern (CSU) im Deutschen Bundestag Alexander Dobrindt diskutierten über die Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und dem Freistaat Bayern, teilte der Pressedienst des Parlaments am Donnerstag mit.
„Die Parteien haben eine Reihe wichtiger Fragen erörtert, insbesondere die Stärkung der Zusammenarbeit mit Bayern – einer der mächtigsten Wirtschaftsregionen Deutschlands. Rasumkov hat mitgeteilt, die Ukraine sei entschlossen, die Handelsbeziehungen mit Bayern weiter zu vertiefen und sei auch an der Erhöhung der bayerischen Investitionen interessiert“, heißt es in der Mitteilung.
Nach Angaben des ukrainischen Parlamentspräsidenten sei Bayern nach dem Volumen der Export-Import-Transaktionen einer der größten Handelspartner der Ukraine unter den deutschen Bundesländern. Im vergangenen Jahr lag dieses Volumen bei fast 900 Mio. EUR.
Razumkov bedankte sich bei Dobrindt und der CSU für die Unterstützung der territorialen Integrität und Souveränität der Ukraine. Er bedankte sich auch für die lebenswichtigen Vermittlungsbemühungen Deutschlands im Normandie-Format zur Erreichung des Friedens im Donbas.
Nach Angaben des Pressedienstes nahm Dobrindt die Einladung Razumkovs zu einem Besuch in der Ukraine an der Spitze der CSU-Landesgruppe im Bundestag an und versicherte, die CSU unterstütze die Reformen in der Ukraine und deren Bestrebungen zur EU-Integration.

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INVESTITIONEN VON BIOPHARMA LAGEN JÄHRLICH BEI 15-20 MIO. USD

Das Investitionsvolumen des Pharmaunternehmens Biopharma beläuft sich auf 15-20 Mio. USD, teilte Miteigentümer des Unternehmens Kostiantyn Yefymenko mit.
„Wir haben bereits 125 Mio. USD in die Produktion investiert, wir investieren weiterhin jährlich 15-20 Mio. USD, und wir haben noch nicht mit dem Bau eines zweiten Werks, beispielsweise in Ägypten, begonnen. Wenn es gebaut wird, werden Investitionen noch größer sein“, erklärte er während der Diskussion auf dem Kyjiwer Internationalen Wirtschaftsforum.
Yefymenko bemerkte, „die Entscheidung, das Werk an das Pharmaunternehmen STADA zu verkaufen, war von strategischer Bedeutung“.
„Wir haben zwei Anlagen gebaut. Ein Werk, in dem Generika, Hormone und Probiotika hergestellt werden, erzielte den Umsatz von 40 Mio. EUR und wurde vollständig an STADA verkauft“, merkte er an und fügte hinzu: „STADA und nicht nur STADA beobachten und verfolgen weiterhin nicht nur Biopharma, sondern auch andere Pharmaunternehmen“.
Yefymenko berichtete über die Verhandlungen von Biopharma mit STADA. „Ich kann nicht sagen, dass sie sehr lange dauerten. STADA hat die Anlage gekauft, und wir haben ein völlig transparentes Geschäft mit ihnen abgeschlossen, weil wir uns auf dem gleichen Gelände befinden. STADA und wir sind nach wie vor Partner, denn die gesamte Infrastruktur, die wir aufgebaut haben, ist 50×50. Die Rede ist von dem Umspannwerk, der Gas-Druckregelanlage, der Wasserversorgung, der Kanalisation und dem Feuerlöschsystem“, teilte er mit.
„STADA erwägt die Erweiterung seines Werks, wir erwägen die Erweiterung unseres Werks“, fügte Yefymenko hinzu.
Wie bereits berichtet wurde, gab das deutsche Pharmaunternehmen STADA 2019 über den Kauf vom Pharmageschäft von rezeptpflichtigen und rezeptfreien Arzneimitteln des Herstellers von Blutprodukten Biopharma bekannt. Das Abkommen sieht den Kauf von Produktionsanlagen in der Stadt Bila Zerkwa (Oblast Kyjiw) vor.

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MICROSOFT PLANT, ÜBER 500 MIO. USD IN DIE ENTWICKLUNG VON AZURE-CLOUD-DIENSTEN IN DER UKRAINE ZU INVESTIEREN

Das Ministerium für digitale Transformation der Ukraine und die Microsoft Corporation (USA) einigten sich über eine Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Azure Expansion Programs in der Ukraine, das die Schaffung hyperskalierbarer Cloud-Dienste vorsieht.
„Heute entwickelt sich die digitale Wirtschaft in der Ukraine vor Ihren Augen. Wir sind Microsoft dankbar dafür, dass sie unserem Markt besondere Aufmerksamkeit geschenkt haben, dafür, dass Sie sich für unser Land entschieden haben. Eines der vorrangigen Ziele unseres Ministeriums ist es, innerhalb von 2,5 Jahren 100% der öffentlichen Dienstleistungen zu digitalisieren. Und das ist unmöglich, solange es in unserem Land kein Datenzentrum gibt, in dem diese Daten gespeichert werden. Microsoft kann an sich das erste große Projekt sein, das uns helfen wird, unser ehrgeiziges Ziel zu verwirklichen“, betonte stellvertretender Ministerpräsident, Minister für digitale Transformation der Ukraine Mykhailo Fedorov bei einem Briefing in Kyjiw am Freitag.
Das Azure Expansion Program wird zur Einführung von Innovationen auf Wolkenbasis für verschiedene kommerzielle, staatliche Stellen und Unternehmen sowie für die ukrainische Regierung beitragen.
Microsoft beabsichtigt außerdem, technologische Unterstützung zu leisten, um die Nutzung der Azure Cloud zu demonstrieren.
Laut der stellvertretenden Leiterin des Büros des Präsidenten der Ukraine Yuliia Kovaliv werden im Rahmen der Zusammenarbeit mit Microsoft auch Bildungsprogramme in der Ukraine entwickelt.
Im Rahmen des Memorandums vereinbarten die Parteien die Unterstützung von Bildungsprogrammen, deren Zielgruppe mehr als 100.000 Studenten, IT-Spezialisten und ukrainische Bürger im Bereich der Informationstechnologien sein werden, sowie die Einführung innovativer fortschrittlicher Technologien in der Ukraine auf nationaler, regionaler und branchenübergreifender Ebene, wie z.B. künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Big Data und Internet der Dinge.
Geplant ist auch die Einführung von Branchenlösungen wie E-Government, E-Health-System sowie Innovationen in den Bereichen Ed-tech, Ag-tech, Fin-tech, IT, Produktion, Energie, Infrastruktur und Spieleindustrie.
Microsoft plant auch, den Prozess der offiziellen Unterstützung der Xbox-Spieleplattform für den ukrainischen Markt zu beginnen.
Das Memorandum wurde von Fedorov, Vize-Premierminister und Minister für digitale Transformation der Ukraine und Jan Peter De Jong, Leiter der Vertretung von Microsoft Ukraine, unterzeichnet.
Wie es in einer Pressemitteilung auf Microsofts Website heißt, müssen die Parteien, um die in diesem Memorandum vorgesehene potenzielle Zusammenarbeit umzusetzen, in der nächsten Phase eine separate Vereinbarung abschließen.

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DEUTSCHE BOTSCHAFTERIN: JUSTIZREFORM IST NOTWENDIG, UM MEHR DEUTSCHE INVESTITIONEN IN DER UKRAINE ANZUZIEHEN

Die Ukraine braucht eine Justizreform, um die Zahl der deutschen Investitionen im Land zu erhöhen, teilte Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in der Ukraine, Anka Feldhusen, mit.
„Ich war sehr traurig, als ich vor einem Jahr in die Ukraine angekommen bin: Die deutschen Investitionen sind immer noch auf dem gleichen Niveau wie 2015, als ich das letzte Mal die Ukraine verlassen habe. Um ehrlich zu sein, liegt es an der fehlenden Justizreform. Es ist nur so, dass unsere Investoren nicht glauben, dass sie ihre Rechte hier vor einem fairen Prozess verteidigen können, und das hindert sie daran, hierher zu kommen. Jeder weiß davon, denn ein Unternehmen erzählt es dem anderen. Das ist sehr schlecht. Ich spreche jetzt mit allen darüber, weil das Interesse der deutschen Investoren vor der Krise hoch war und ich denke, es wird auch nach der Krise hoch sein“, erklärte die Botschafterin während des Programms „Mykhailivska,1“, das am Freitag auf dem YouTube-Kanal des ukrainischen Außenministeriums veröffentlicht wurde.
Feldhusen betonte, dass die Ukraine nun das Fenster der Gelegenheit habe, mehr zu tun, um mit der Justizreform zu beginnen.
„Und das ukrainische Volk will, glaube ich, einen fairen Prozess, eine Justizreform. Unsere Investoren wollen es. Ich denke, dass kleine und mittlere Unternehmen in der Ukraine das auch wollen. Vor allem große Unternehmen und Oligarchen sind interessiert, damit sich nichts ändert. Aber es wird eine sehr schwierige Aufgabe sein. Und es scheint mir, dass alle zusammenarbeiten müssen, um dieses Risiko zu überwinden“, fügte sie hinzu.
Die Diplomatin wies auch auf die Möglichkeit hin, dass Deutschland aufgrund der Corona-Krise seine Arzneimittelproduktion in die Ukraine transportieren könnte.
„Ich denke, dass wir unsere Produktionsstätten hierher transportieren können, zum Beispiel die für Arzneimittel, die jetzt in China oder Indien sind, und wir haben gelernt, dass es besser ist, sie näher zu haben, es gibt logistische Probleme, sie nach Deutschland zu bringen. Die pharmazeutische Industrie in der Ukraine ist ziemlich stark. Und, offen gesagt, die einzige Neuinvestition der letzten Monate war der Erwerb eines pharmazeutischen Werks in Bila Zerkwa durch eine deutsche Firma“, erklärte Feldhusen

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