Die Ukraine rückte in der Weltrangliste der Englischkenntnisse 2020 um fünf Positionen nach oben auf Platz 44 von 100 Ländern gerückt und wechselte von einer Gruppe mit „geringen“ Englischkenntnissen auf die Gruppe mit „mittleren“ Englischkenntnissen, so der EF English Proficiency Index.
Laut dem Bericht, der auf Testergebnissen von 2,2 Mio. Erwachsenen in 100 Ländern basiert, sprechen etwa 63% der erwachsenen Ukrainer Englisch (63% der Frauen und 63,13% der Männer).
Weltweit liegt dieser Indikator bei 62%, in Europa bei 69%.
Die Ukraine rangierte 2019 auf Platz 49, gehörte aber zur Gruppe der Länder mit geringen Englischkenntnissen.
Nach dem Ranking waren es 2020 nebst der Ukraine in der Gruppe der mittleren Ebene auch Italien (30. Platz), Spanien (34. Platz), China (38. Platz), Belarus (40. Platz), Russland (41. Platz), Georgien (47. Platz). Im Allgemeinen sind in dieser Gruppe 18 Länder vertreten.
Gleichzeitig befinden sich Polen, Ungarn, Rumänien und die Slowakei in der Gruppe mit „guten“ Englischkenntnissen.
Im Bericht „EF English Proficiency Index“ sind alle Länder nach ihren Englischkenntnissen in fünf Kategorien eingeordnet, von sehr guten Englischkenntnissen bis sehr geringen. Sehr hohes Niveau an Englischkenntnissen sieht unter anderem folgendes vor: freies Lesen fortgeschrittener Texte auf Englisch, das Verstehen der Sprache in Fernsehsendungen, das Lesen von Zeitungen. Bei dem mittleren Niveau geht es um Verhandlungen, das Verstehen von Liedertexten, das Schreiben von Arbeits-E-Mails zu vertrauten Themen. Bei dem niedrigen Niveau geht es um die Orientierung in einem englischsprachigen Land als Tourist, um die Unterhaltung mit Kollegen, um das Verstehen einfacher E-Mails von Kollegen
Ukrainischer Parlamentspräsident Dmytro Razumkov und Vorsitzender der Landesgruppe der Christlich-Sozialen Union in Bayern (CSU) im Deutschen Bundestag Alexander Dobrindt diskutierten über die Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Ukraine und dem Freistaat Bayern, teilte der Pressedienst des Parlaments am Donnerstag mit.
„Die Parteien haben eine Reihe wichtiger Fragen erörtert, insbesondere die Stärkung der Zusammenarbeit mit Bayern – einer der mächtigsten Wirtschaftsregionen Deutschlands. Rasumkov hat mitgeteilt, die Ukraine sei entschlossen, die Handelsbeziehungen mit Bayern weiter zu vertiefen und sei auch an der Erhöhung der bayerischen Investitionen interessiert“, heißt es in der Mitteilung.
Nach Angaben des ukrainischen Parlamentspräsidenten sei Bayern nach dem Volumen der Export-Import-Transaktionen einer der größten Handelspartner der Ukraine unter den deutschen Bundesländern. Im vergangenen Jahr lag dieses Volumen bei fast 900 Mio. EUR.
Razumkov bedankte sich bei Dobrindt und der CSU für die Unterstützung der territorialen Integrität und Souveränität der Ukraine. Er bedankte sich auch für die lebenswichtigen Vermittlungsbemühungen Deutschlands im Normandie-Format zur Erreichung des Friedens im Donbas.
Nach Angaben des Pressedienstes nahm Dobrindt die Einladung Razumkovs zu einem Besuch in der Ukraine an der Spitze der CSU-Landesgruppe im Bundestag an und versicherte, die CSU unterstütze die Reformen in der Ukraine und deren Bestrebungen zur EU-Integration.
Die Ukraine und China unterzeichneten ein bilaterales Kooperationsprogramm im Bereich Weltraum für die Jahre 2021-2025, das 69 gemeinsame Projekte im Wert von mehr als 70 Mio. USD umfasst.
Laut den Informationen auf der Website der ukrainischen Staatlichen Raumfahrtbehörde wurde das Programm auf einer Sitzung der ukrainisch-chinesischen Unterkommission für die Zusammenarbeit im Bereich Weltraum der Kommission für die Zusammenarbeit zwischen den Regierungen der Ukraine und Chinas am 22. Oktober unterzeichnet. An der Spitze der ukrainischen Seite stand Vorsitzender der ukrainischen Staatlichen Raumfahrtbehörde Volodymyr Usov, an der der chinesischen Seite Leiter der Chinesischen Raumfahrtbehörde Zhang Kejian.
Das Kooperationsprogramm wird mittelfristig das wichtigste für gemeinsame Aktivitäten der beiden Länder in der Weltraumforschung sein.
Während des Treffens wurde auch ein Abkommen zur Einrichtung eines gemeinsamen weltraumwissenschaftlichen Labors unterzeichnet, und es wurde vereinbart, den Informationsaustausch über die Weltraumaktivitäten der beiden Länder zu verstärken.
Das Ministerium für digitale Transformation der Ukraine und die Microsoft Corporation (USA) einigten sich über eine Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Azure Expansion Programs in der Ukraine, das die Schaffung hyperskalierbarer Cloud-Dienste vorsieht.
„Heute entwickelt sich die digitale Wirtschaft in der Ukraine vor Ihren Augen. Wir sind Microsoft dankbar dafür, dass sie unserem Markt besondere Aufmerksamkeit geschenkt haben, dafür, dass Sie sich für unser Land entschieden haben. Eines der vorrangigen Ziele unseres Ministeriums ist es, innerhalb von 2,5 Jahren 100% der öffentlichen Dienstleistungen zu digitalisieren. Und das ist unmöglich, solange es in unserem Land kein Datenzentrum gibt, in dem diese Daten gespeichert werden. Microsoft kann an sich das erste große Projekt sein, das uns helfen wird, unser ehrgeiziges Ziel zu verwirklichen“, betonte stellvertretender Ministerpräsident, Minister für digitale Transformation der Ukraine Mykhailo Fedorov bei einem Briefing in Kyjiw am Freitag.
Das Azure Expansion Program wird zur Einführung von Innovationen auf Wolkenbasis für verschiedene kommerzielle, staatliche Stellen und Unternehmen sowie für die ukrainische Regierung beitragen.
Microsoft beabsichtigt außerdem, technologische Unterstützung zu leisten, um die Nutzung der Azure Cloud zu demonstrieren.
Laut der stellvertretenden Leiterin des Büros des Präsidenten der Ukraine Yuliia Kovaliv werden im Rahmen der Zusammenarbeit mit Microsoft auch Bildungsprogramme in der Ukraine entwickelt.
Im Rahmen des Memorandums vereinbarten die Parteien die Unterstützung von Bildungsprogrammen, deren Zielgruppe mehr als 100.000 Studenten, IT-Spezialisten und ukrainische Bürger im Bereich der Informationstechnologien sein werden, sowie die Einführung innovativer fortschrittlicher Technologien in der Ukraine auf nationaler, regionaler und branchenübergreifender Ebene, wie z.B. künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Big Data und Internet der Dinge.
Geplant ist auch die Einführung von Branchenlösungen wie E-Government, E-Health-System sowie Innovationen in den Bereichen Ed-tech, Ag-tech, Fin-tech, IT, Produktion, Energie, Infrastruktur und Spieleindustrie.
Microsoft plant auch, den Prozess der offiziellen Unterstützung der Xbox-Spieleplattform für den ukrainischen Markt zu beginnen.
Das Memorandum wurde von Fedorov, Vize-Premierminister und Minister für digitale Transformation der Ukraine und Jan Peter De Jong, Leiter der Vertretung von Microsoft Ukraine, unterzeichnet.
Wie es in einer Pressemitteilung auf Microsofts Website heißt, müssen die Parteien, um die in diesem Memorandum vorgesehene potenzielle Zusammenarbeit umzusetzen, in der nächsten Phase eine separate Vereinbarung abschließen.
Ukrainische Hüttenbetriebe reduzierten laut Betriebsdaten im Januar-September dieses Jahres die Produktion von allgemeinen Walzprodukten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,2% auf 13,794 Mio. Tonnen.
Wie der Verband Ukrmetallurgprom am Freitag berichtete, sank die Stahlproduktion in neun Monaten um 6,2% auf 15,386 Mio. Tonnen, Gusseisen um 1,5% auf 15,248 Mio. Tonnen.
Im September produzierten die ukrainischen Hüttenbetriebe 1,694 Mio. Tonnen Roheisen, 1,703 Mio. Tonnen Stahl und 1,519 Mio. Tonnen Walzerzeugnisse, während im August 1,858 Mio. Tonnen Roheisen, 1,887 Mio. Tonnen Stahl und 1,690 Mio. Tonnen Walzerzeugnisse hergestellt wurden.
Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyi stellt fest, dass die Ukraine von der Europäischen Union eine klare und konkrete Beitrittsperspektive anstrebe, und für die Ukrainer sei es wichtig, dass die EU ihre jeweiligen Bestrebungen anerkennt und unterstützt.
„Die Europäische Union ist unser wichtigster Partner bei der Wiederherstellung von Souveränität und territorialer Integrität sowie bei der Unterstützung von Reformen. Seit der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens ist die EU zum wichtigsten Handelspartner der Ukraine geworden, auf den bereits mehr als 40% unseres Außenhandels entfallen. Seit Beginn der Visafreiheit im Jahr 2017 haben die Ukrainer 50 Mio. Reisen in die Europäische Union unternommen. Die Ukraine will jedoch eine vollständige Integration in die EU. Wir sind ein europäisches Land, und wir können Europa viel geben, wenn wir zusammenarbeiten. Vieles hängt von der Situation in der Ukraine auf dem europäischen Kontinent ab, daher wäre es logisch, dass die Ukraine Vollmitglied der Europäischen Union wird“, teilte er in einem Interview mit der slowakischen Ausgabe Hospodárske noviny mit.
Seiner Meinung nach könne eine reformierte und starke Ukraine auch die EU, die nach einem neuen Platz und einer angemessenen Rolle in der Welt suche, erheblich stärken.