Business news from Ukraine

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Der Handel Serbiens mit der Ukraine stieg im ersten Halbjahr um 42%

Wie „Serbischer Ökonom“ berichtet, belegte die Ukraine nach den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2026 den 28. Platz unter den Handelspartnern Serbiens.

Der gesamte Warenumsatz der beiden Länder belief sich auf 275,9 Millionen Euro gegenüber 194,6 Millionen Euro im Vorjahr. Damit stieg das Handelsvolumen um etwa 41,8 %. Dies geht aus Daten des Republikanischen Statistikamtes Serbiens hervor, die am 31. Juli 2026 veröffentlicht wurden.

Die serbischen Exporte in die Ukraine stiegen um 80,2 % auf 161,3 Mio. Euro. Die Importe ukrainischer Waren stiegen um 9 % auf 114,6 Mio. Euro.

Infolgedessen wechselte Serbien von einem Defizit in Höhe von 15,6 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2025 zu einem Überschuss von 46,7 Mio. Euro im Zeitraum Januar bis Juni 2026.

Auf die Ukraine entfielen 0,9 % der gesamten serbischen Exporte und 0,5 % der Importe.

Trotz des raschen Wachstums bleibt das Handelsvolumen im Vergleich zum Potenzial beider Länder gering. Der Warenhandel Serbiens mit der Ukraine ist fast 19-mal geringer als der Handel mit Deutschland und etwa 16-mal geringer als der Handel mit China.

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Die USA haben ihren Bürgern empfohlen, Israel und andere Länder des Nahen Ostens zu verlassen

Die US-Botschaften in Israel und einer Reihe weiterer Länder im Nahen Osten haben amerikanischen Staatsbürgern empfohlen, eine Ausreise aus der Region in Betracht zu ziehen, da das Risiko einer unvorhergesehenen Eskalation und möglicher Beeinträchtigungen des Flugverkehrs bestehe.

„Aufgrund der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten bleibt die Sicherheitslage weiterhin angespannt, wobei die Wahrscheinlichkeit einer unvorhergesehenen Eskalation besteht“, heißt es in den Warnungen, die am 1. August von den US-Botschaften veröffentlicht wurden.

US-Bürgern, die sich bereits in der Region aufhalten, wird empfohlen, erhöhte Vorsicht walten zu lassen und auf Flugausfälle, zeitweise Sperrungen des Luftraums und andere Verkehrsbeschränkungen vorbereitet zu sein.

„US-Bürger in der Region sollten die Möglichkeit einer Ausreise in Betracht ziehen oder bereit sein, im Falle einer Eskalation abzureisen“, heißt es in der Mitteilung. US-Bürgern, die sich außerhalb des Nahen Ostens aufhalten, wird empfohlen, ihre Reisepläne in die Region oder für eine Durchreise durch diese ernsthaft zu überdenken.

Ähnliche Warnungen haben die US-Botschaften und diplomatischen Vertretungen in Israel, Ägypten, Jordanien, dem Libanon, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Oman und im Irak veröffentlicht. Die diplomatischen Vertretungen bieten dabei weiterhin ihre üblichen konsularischen und visumrechtlichen Dienstleistungen an.

Die US-Botschaft in Jordanien empfahl den US-Bürgern zusätzlich, sich nicht in die Nähe von Militärstützpunkten im Land zu begeben. In der Warnung heißt es außerdem, dass der Iran und von ihm unterstützte Gruppen US-Interessen und Einrichtungen im Ausland angreifen könnten.

Das US-Außenministerium hatte bereits am 22. Juli eine weltweite Warnung herausgegeben und die US-Bürger aufgefordert, aufgrund der Spannungen im Nahen Osten erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Das Ministerium warnte damals auch vor möglichen Flugausfällen, Luftraumsperrungen und Betriebsstörungen an Flughäfen.

Das heißt, die US-Behörden haben keine obligatorische Evakuierung aller Bürger aus Israel und anderen Ländern der Region angeordnet. Es handelt sich um die Empfehlung, verfügbare kommerzielle Flugverbindungen zu nutzen oder im Voraus einen Ausreiseplan für den Fall einer weiteren Verschlechterung der Lage zu erstellen.

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Der Zentral-Erzverarbeitungskomplex hat seinen Halbjahresverlust um 17,8% reduziert

Die PrJSC „Zentral-Erzverarbeitungskomplex“ (ZEK, Oblast Dnipropetrowsk), die zur „Metinvest“-Gruppe gehört, hat nach den Geschäftsergebnissen für Januar bis Juni dieses Jahres seinen Nettoverlust um 17,8 % gesenkt – auf 940,865 Mio. UAH gegenüber 1 Mrd. 144,522 Mio. UAH im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Laut dem Zwischenbericht des Unternehmens, der der Agentur „Interfax-Ukraine“ vorliegt, stieg der Ertrag aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in diesem Zeitraum um 11,8 % auf 9 Mrd. 4,528 Mio. UAH.

Der nicht ausgeschüttete Gewinn belief sich Ende Juni auf 2 Mrd. 161,850 Mio. UAH.

Wie berichtet, verzeichnete das ZGZK in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 einen Anstieg des Nettoverlusts um 20,9 % – auf 468,466 Mio. UAH gegenüber 387,594 Mio. UAH im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Ertrag aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank in diesem Zeitraum um 3 % – auf 4 Mrd. 406,260 Mio. UAH.

Das ZGSK verzeichnete im Jahr 2025 einen um das 5,3-Fache gestiegenen Nettoverlust, und zwar auf 3.428,076 Mio. UAH gegenüber 648,004 Mio. UAH im Jahr 2024. Dabei stiegen die Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im vergangenen Jahr um 1 % auf 15.988,004 Mio. UAH.

Das Werk schloss das Jahr 2024 mit einem Nettoverlust von 648,004 Mio. UAH ab, während dieser im Jahr 2023 noch bei 1 Mrd. 326,661 Mio. UAH lag. Das Unternehmen reduzierte seinen Nettogewinn im Jahr 2022 um mehr als das Vierfache, auf 2 Mrd. 117,831 Mio. UAH gegenüber 8 Mrd. 919,978 Mio. UAH im Jahr 2021. Im Jahr 2020 steigerte das ZGZK seinen Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr um 8,7 % auf 1,601 Mrd. UAH.

Das ZGZK gehört zu den fünf größten Produzenten von Bergbaurohstoffen in der Ukraine und ist auf die Gewinnung und Produktion von Eisenerz (Konzentrat und Pellets) spezialisiert. Die durchschnittliche Zahl der festangestellten Mitarbeiter beträgt 3.360 Personen.

Metinvest B.V. hält 100 % der Anteile an TsGZK.

Das Stammkapital der PrAT „TsGZK“ beträgt 296,635 Mio. UAH, der Nennwert einer Aktie liegt bei 0,25 UAH.

Das ZGZK gehört zur „Metinvest“-Gruppe, deren Hauptaktionäre die PrJSC „System Capital Management“ (SCM, Donezk) (71,24 %) und die Unternehmensgruppe „Smart-Holding“ (23,76 %) sind. Die Verwaltungsgesellschaft der „Metinvest“-Gruppe ist die „Metinvest Holding“ LLC.

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„Ukrtelecom“ steigerte das EBITDA im ersten Halbjahr um 50%

Der landesweit größte Festnetzbetreiber „Ukrtelecom“ steigerte im ersten Halbjahr 2026 seinen Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,6 % auf 2,78 Mrd. UAH, wobei das EBITDA um 50 % stieg und 810 Mio. UAH überstieg, wie aus einer Pressemitteilung des Unternehmens vom Freitag hervorgeht.
„Wie schon während des gesamten Krieges in vollem Umfang setzt ‚Ukrtelecom‘ seine strategische Ausrichtung fort: nicht nur beschädigte Netze wiederherzustellen, sondern die veraltete Infrastruktur durch moderne Telekommunikations- und IT-Ausrüstung zu ersetzen, um eine neue optische Telekommunikationsarchitektur und eine moderne IT-Landschaft des Unternehmens einzuführen“, betonte Jurij Kurmaz, Generaldirektor von „Ukrtelecom“, in der Pressemitteilung.
Ihren Angaben zufolge verfügt das Unternehmen derzeit über ein Glasfasernetz von mehr als 95.000 km und setzt die umfassende Modernisierung der Infrastruktur im ganzen Land fort.
Es wird darauf hingewiesen, dass die EBITDA-Marge auf über 29 % gestiegen ist.
Die Zahl der Neuanschlüsse im Privatkundensegment stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 81 %, während der Zuwachs bei kleinen und mittleren Unternehmen bei 17 % lag.
„Ukrtelecom“ gab bekannt, dass zum Ende des ersten Halbjahres 2026 1.400 medizinische und 2.000 Bildungseinrichtungen an das Glasfasernetz angeschlossen waren. Dabei stiegen die Einnahmen aus Glasfaser-Internetdiensten im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,5 %.
Unter anderem teilte der Festnetzbetreiber mit, dass die Einnahmen aus gewerblichen Vermietungen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 320 Mio. UAH überstiegen und damit ein Wachstum von mehr als 20 % im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 verzeichneten.
Das Unternehmen fügte hinzu, dass laut Umfrageergebnissen die Loyalität der neuen Glasfaserkunden des Festnetzbetreibers (NPS – Net Promoter Score) im ersten Halbjahr 2026 bei über 70 % lag.
Der Generaldirektor von „Ukrtelecom“ fügte separat hinzu, dass das Unternehmen gleichzeitig Glasfasernetze aufbaut und die Infrastruktur wiederherstellt und modernisiert, die infolge der Kampfhandlungen in den frontnahen Regionen der Oblasten Charkiw, Sumy, Cherson, Mykolajiw, Dnipropetrowsk und anderen Regionen der Ukraine beschädigt wurde.
Es wird darauf hingewiesen, dass das Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 fast 800 Mio. UAH an Steuern und Abgaben an die Haushalte aller Ebenen abgeführt hat.
Es wird erwartet, dass der Festnetzbetreiber auch weiterhin in den Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur investieren wird.
„Ukrtelecom“ erzielte im Zeitraum Januar bis März 2026 einen konsolidierten Nettogewinn von 15,46 Mio. UAH gegenüber einem Nettoverlust von 652,95 Mio. UAH im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.
Wie berichtet, erhöhte „Ukrtelecom“ im Jahr 2025 seinen konsolidierten Nettoverlust im Vergleich zu 2025 um 24,6 % auf 294,87 Mio. UAH, während der Nettoumsatz um 3,2 % auf 4,27 Mrd. UAH stieg.

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Der Bergbau- und Aufbereitungskomplex Pokrowsk hat seinen Halbjahresverlust um 30,3% erhöht

Die PrJSC „Bergbau- und Aufbereitungskomplex Pokrowsk“ (PGZK, ehemals Bergbau- und Aufbereitungskomplex Ordzhonikidze, Region Dnipropetrowsk) hat im Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres seinen Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30,3 % auf 194,190 Mio. UAH erhöht.
Laut dem Zwischenbericht des PGZK für die ersten sechs Monate des Jahres 2026, der der Agentur „Interfax-Ukraine“ vorliegt, sank der Ertrag aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in diesem Zeitraum um 29,5 % auf 374,943 Mio. UAH. Der nicht gedeckte Verlust belief sich Ende Juni 2026 auf 556,538 Mio. UAH.
In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass die Hauptabnehmer der Produkte des Unternehmens derzeit weiterhin das Ferrolegierungswerk Nikopol und ZZF sind. Gleichzeitig baut die PGZK ihre Absatzmärkte weiter aus und führt Verhandlungen mit potenziellen ausländischen Abnehmern. Im Berichtszeitraum wurden Außenhandelsverträge mit Partnern aus Georgien und der Slowakei abgeschlossen. Derzeit erfolgen tatsächliche Lieferungen in diese beiden Länder.
Im zweiten Quartal 2026 legte die Geschäftsführung folgende Schwerpunkte fest: Reduzierung und Optimierung der Steuerrückstände; Steigerung der Effizienz bei der Nutzung von Energieressourcen durch Senkung des spezifischen Verbrauchs; Optimierung des Verbrauchs von Kraftstoffen und Schmierstoffen; Verbesserung der Organisationsstruktur und Optimierung des Personalbestands; Steigerung der Einnahmen aus Nebentätigkeiten, insbesondere aus dem Verkauf von Schwarz- und Buntmetallschrott sowie aus der Erbringung von Transport- und Baudienstleistungen; Fortsetzung der Unterstützung der Streitkräfte der Ukraine.
Wie berichtet, hat PGZK im Zeitraum Januar bis März 2026 den Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,56 % erhöht – von 91,322 Mio. UAH auf 114,678 Mio. UAH; der Ertrag aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank in diesem Zeitraum um 52,2 % auf 133,646 Mio. UAH.
Im Jahr 2025 senkte PGZK den Nettoverlust im Vergleich zu 2024 um 47 % – von 712,380 Mio. UAH auf 377,357 Mio. UAH; der Ertrag aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg in diesem Zeitraum um 26 % – auf 1 Mrd. 281,772 Mio. UAH.
Je vier zyprische Unternehmen – Profetis Enterprises Limited, Exseed Investments Limited, Clemente Enterprises Limited und Alexton Holdings Limited (alle mit Sitz in Zypern) – halten jeweils 24,3024 % der Anteile an der PrAT.
Das Stammkapital der PrAT beträgt 736,134 Mio. UAH, der Nennwert einer Aktie liegt bei 0,25 UAH.

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Die Forderungen nach einer Einschränkung der Schengen-Regeln für Spanien nach dem Masseneinbruch von Migranten in Ceuta haben einen diplomatischen Konflikt ausgelöst

Die Forderung der italienischen Regierung, die Anwendung der Schengen-Regeln gegenüber Spanien nach dem massiven Einbruch von Migranten aus Marokko in die spanische Stadt Ceuta einzuschränken, fand zwar Unterstützung bei einigen europäischen Politikern, stieß jedoch auf scharfe Kritik aus Madrid und warf Fragen hinsichtlich der rechtlichen Zulässigkeit eines solchen Schrittes auf.
Nach Angaben des spanischen Innenministeriums könnten seit dem Morgen des 30. Juli etwa 50.000 Menschen nach Ceuta gelangt sein. Der Präsident der lokalen Regierung, Juan Jesús Vivas, schätzte die Zahl der Angekommenen auf 60.000 Personen. Etwa die Hälfte von ihnen kehrte später freiwillig nach Marokko zurück. Verschiedenen Schätzungen zufolge kamen bei den Versuchen, die Grenze zu überqueren, zwischen 34 und 41 Menschen ums Leben.
Spanien entsandte Militär und zusätzliche Polizeikräfte nach Ceuta. Ministerpräsident Pedro Sánchez bezeichnete das massenhafte Überschreiten der Grenze als Verletzung der territorialen Souveränität des Landes und kündigte an, die Rückführung der Personen, die illegal auf spanisches Territorium gelangt sind, zu beschleunigen. Madrid teilte mit, dass es in Abstimmung mit den marokkanischen Behörden handle.
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte, Rom sei bereit, außerordentliche Maßnahmen zum Schutz der Grenzen zu ergreifen, insbesondere die „Aussetzung des Schengen-Raums mit Spanien“ in Betracht zu ziehen.
Der italienische Außenminister Antonio Tajani und Verkehrsminister Matteo Salvini sprachen sich ebenfalls für die Wiedereinführung von Grenzkontrollen gegenüber Spanien aus. Tajani brachte die Ereignisse in Ceuta mit der Entscheidung Madrids in Verbindung, Hunderttausende Migranten zu legalisieren, die sich zuvor ohne ordnungsgemäßen Aufenthaltsstatus im Land aufgehalten hatten.
Die finnische Innenministerin Mari Rantanen unterstützte die italienische Initiative und erklärte, Spanien habe angeblich seine Pflicht zum Schutz der Außengrenze des Schengen-Raums nicht erfüllt. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen forderte, mögliche Beschränkungen zu prüfen, kündigte jedoch keine konkrete Entscheidung ihrer Regierung an.
Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson erklärte lediglich, dass Stockholm bereit sei, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, falls die Ereignisse in Ceuta die Sicherheit oder die Migrationslage in Schweden beeinträchtigen sollten. Dies ist nicht gleichbedeutend mit einer Unterstützung für den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum.
Eine verlässliche offizielle Bestätigung dafür, dass Österreich gerade den Ausschluss oder die Aussetzung der Mitgliedschaft Spaniens im Schengen-Raum unterstützt hat, liegt bis zum Abend des 31. Juli nicht vor. Daher lässt sich die Meldung über eine abgestimmte Position gleich vier Länder nicht vollständig bestätigen.
Frankreich hat unterdessen angeordnet, die Kontrollen an der Grenze zu Spanien zu verstärken. Solche Maßnahmen sind rechtlich als vorübergehende Wiedereinführung von Binnengrenzkontrollen zulässig, bedeuten jedoch nicht den Austritt oder Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum.
Der spanische Außenminister José Manuel Albares hat den italienischen Botschafter in Madrid einbestellt und die Äußerungen von Tajani als inakzeptabel bezeichnet.
„Diese Äußerung ist unangebracht für den Außenminister eines Partnerlandes und Freundes, von dem wir europäische Solidarität erwarten und keine parteipolitische Demagogie“, erklärte Albares.
Die spanischen Behörden bringen die Krise mit einer von Schleusern verbreiteten falschen Auslegung eines Urteils des Obersten Gerichtshofs in Verbindung, das die sofortige Rückführung von Migranten, die auf See in der Nähe von Ceuta und Melilla aufgegriffen wurden, eingeschränkt hat.
Kritiker der italienischen Initiative weisen zudem darauf hin, dass die Instrumentalisierung der Migrationskrise für innenpolitische Zwecke fremdenfeindliche Stimmungen schüren und die notwendige Debatte über den Schutz der Außengrenze durch politische Erklärungen ersetzen könnte, die in der vorgeschlagenen Form nicht umsetzbar sind.
Kann Spanien aus dem Schengen-Raum ausgeschlossen werden?
Das geltende EU-Recht enthält kein gesondertes Verfahren, das es einem Staat oder einer Gruppe von Staaten erlauben würde, ein anderes Land einfach aus dem Schengen-Raum „auszuschließen“.
Der Schengener Grenzkodex erlaubt es den Staaten, im Falle einer ernsthaften Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder der inneren Sicherheit vorübergehend wieder Kontrollen an ihren Binnengrenzen einzuführen. Der betreffende Staat muss dies der Europäischen Kommission und den anderen Schengen-Teilnehmern mitteilen. Solche Kontrollen müssen eine äußerste, vorübergehende und verhältnismäßige Maßnahme darstellen.
Wenn schwerwiegende und anhaltende Mängel beim Schutz der Außengrenze das Funktionieren des gesamten Schengen-Raums gefährden, kann der Rat der EU auf Vorschlag der Europäischen Kommission einem oder mehreren Ländern empfehlen, die Kontrollen an den Binnengrenzen wieder einzuführen. Die anfängliche Geltungsdauer einer solchen Entscheidung beträgt bis zu sechs Monate, und die Gesamtdauer darf in der Regel zwei Jahre nicht überschreiten. Dies bedeutet auch keinen Ausschluss des Staates aus dem Schengen-Raum.
Besonders zu berücksichtigen ist die Sonderregelung für Ceuta und Melilla. Spanien ist bereits verpflichtet, die Ausweispapiere von Reisenden zu kontrollieren, die auf dem See- oder Luftweg von diesen Städten aus auf das spanische Festland oder in andere Staaten des Schengen-Raums reisen. Daher ermöglicht die illegale Einreise nach Ceuta an sich keine unkontrollierte Bewegungsfreiheit innerhalb Europas.
Somit können Italien, Frankreich oder andere Länder die Kontrollen von Reisenden, die aus Spanien einreisen, vorübergehend verschärfen. Ein rechtliches Verfahren für einen einseitigen Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Raum gibt es jedoch nicht.
Forderungen nach einem solchen Schritt sind derzeit überwiegend politischer Natur und nicht als offizieller Vorschlag der Europäischen Kommission oder als Beschluss des EU-Rates formuliert.

 

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