Business news from Ukraine

Business news from Ukraine

Serbischer Geschäftsmann Karić erklärte seine Bereitschaft, das russische Aktienpaket des Energieunternehmens NIS für 2 Mrd. Euro zu kaufen

Der serbische Unternehmer Bogoljub Karić erklärte seine Bereitschaft, sich an den Verhandlungen über den Kauf des russischen Anteils an Naftna Industrija Srbije (NIS) zu beteiligen und dafür rund 2 Mrd. EUR anzubieten, berichtet der Telegram-Kanal „Serbischer Ökonom“. Sein Auftreten unter den potenziellen Käufern könnte die Konfiguration des Kampfes um das größte Öl- und Gasunternehmen Serbiens verändern.

Nach Angaben serbischer Medien teilte Karić mit, dass eine Gruppe lokaler Industrieller bereit sei, ein Angebot vorzulegen, „das man nicht ablehnt“. Über die Absicht, die Aktien von NIS aufzukaufen, seien seinen Worten zufolge der Präsident Serbiens, Aleksandar Vučić, der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, sowie die Unternehmensleitung selbst informiert worden. Karić behauptet außerdem, dass die russische Seite ein entsprechendes Absichtsschreiben erhalten habe.

Vučić reagierte bei der Kommentierung dieser Initiative ironisch und erklärte, dass sich in Serbien „bereits zwei mit zwei Milliarden Euro gefunden haben“, und äußerte die Hoffnung, dass diese Mittel in die Wirtschaft des Landes investiert würden. Reuters hatte zuvor berichtet, dass die wenig bekannte serbische Gruppe Senator bei OFAC einen Antrag auf den Kauf des russischen Pakets an NIS für 2,35 Mrd. USD gestellt habe.

Die Frage der Zukunft von NIS hat sich vor dem Hintergrund des Sanktionsdrucks der USA auf russische Energieaktiva zugespitzt. Washington fordert den Ausstieg der russischen Aktionäre aus dem serbischen Ölunternehmen, und die Frist für den Abschluss des Geschäfts wurde auf den 22. Mai festgelegt. Dabei wird jedes Geschäft nicht nur die Zustimmung der derzeitigen Aktionäre und der Behörden Serbiens erfordern, sondern auch die Genehmigung des Office of Foreign Assets Control des US-Finanzministeriums — OFAC.

Parallel dazu führt Belgrad Verhandlungen mit der ungarischen MOL. Zuvor hatte MOL eine Vereinbarung über den Kauf des russischen Pakets an NIS unterzeichnet, während die serbischen Behörden ihrerseits zusätzliche Garantien für den Betrieb der Ölraffinerie in Pančevo — der einzigen Raffinerie des Landes — anstreben. Gerade die Stabilität ihres Betriebs und die Versorgung des Binnenmarktes mit Kraftstoff bleiben die zentralen Bedingungen für Belgrad.

Derzeit bleibt Gazprom Neft mit einem Anteil von etwa 44,85% der größte Aktionär von NIS, weitere 11,30% gehören einer Struktur, die mit der russischen Seite verbunden ist. Die Republik Serbien besitzt ungefähr 29,87% der Aktien, die übrigen Wertpapiere befinden sich im Besitz von Minderheitsaktionären.

Karićs öffentlicher Eintritt in den Prozess stärkt das innerserbische Szenario rund um NIS. Wenn früher die ungarische MOL als Hauptbewerber genannt wurde, wird nun die Möglichkeit diskutiert, dass das russische Paket an serbisches Kapital übergehen könnte. Eine solche Variante bleibt jedoch kompliziert: Sie hängt von der Position der russischen Aktionäre, der Regierung Serbiens, den US-Sanktionsverfahren und der Bereitschaft neuer Investoren ab, nicht nur den Preis des Geschäfts, sondern auch den stabilen Betrieb der gesamten Ölinfrastruktur des Landes sicherzustellen.

NIS ist das größte Öl- und Gasunternehmen Serbiens. Es beschäftigt sich mit der Exploration und Förderung von Öl und Gas, der Ölverarbeitung in der Raffinerie in Pančevo, dem Groß- und Einzelhandel mit Erdölprodukten und betreibt außerdem ein Netz von Tankstellen in Serbien und der Region.

Bogoljub Karić ist ein serbischer Unternehmer und einer der bekanntesten Geschäftsleute des Landes der 1990er- und 2000er-Jahre. Seine Geschäftsinteressen waren historisch mit dem Bankensektor, dem Bauwesen, der Telekommunikation und Industrieprojekten verbunden.

, ,

Die Verhandlungen Serbiens mit MOL über den Kauf von NIS stehen kurz vor einer Einigung

Wie Serbian Economist berichtet, erklärte die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Jedović-Handanović, dass die Parteien nach Treffen der operativen und juristischen Teams der serbischen Regierung und der ungarischen MOL über die Zukunft von NIS davon ausgehen, bis Ende der Woche etwa 90 % der Positionen abzustimmen. Ihren Worten zufolge sind einige Fragen bereits geklärt, während die übrigen wahrscheinlich auf eine höhere Verhandlungsebene verlagert werden.

Die Verhandlungen verlaufen in zwei parallelen Richtungen: MOL führt einen Dialog mit dem russischen Mehrheitsaktionär über den Kauf seines Anteils an NIS und erörtert separat mit der serbischen Regierung die Rechte und Pflichten der Aktionäre nach einer möglichen Änderung der Eigentümerstruktur.

Belgrad ist bestrebt, die Verhandlungen zu nutzen, um seine Position im Vergleich zur Situation nach den Vereinbarungen von 2008 zu verbessern. Zu den serbischen Prioritäten zählte die Ministerin die Erhöhung des staatlichen Anteils am Kapital von NIS um 5 %, die Beibehaltung der dominierenden Rolle des Unternehmens auf dem Binnenmarkt sowie die Verpflichtung zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Verarbeitungskapazität in der Raffinerie in Pančevo.

Für Serbien hat diese Frage nicht nur unternehmerische, sondern auch strategische Bedeutung. Die Ministerin stellte einen direkten Zusammenhang zwischen dem stabilen Betrieb von NIS und der Raffinerie in Pančevo sowie dem BIP, der Beschäftigung und der Versorgungssicherheit her und betonte, dass es vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise besonders wichtig sei, über eine eigene Ölraffineriebasis zu verfügen, auf die sich das Land stützen könne.

Ein separater Verhandlungspunkt sind die in der Vergangenheit eingegangenen finanziellen Verpflichtungen von NIS und die Frage, wie der potenzielle neue Eigentümer deren weitere Erfüllung oder einen möglichen Ersatz durch andere Investitionen sieht.

Die Ministerin brachte die Verhandlungen über NIS auch mit einer umfassenderen serbisch-ungarischen Energiekooperation in Verbindung. Sie erklärte, dass Belgrad auf die Fortsetzung des Baus der gemeinsamen Ölpipeline Serbien–Ungarn setze, die eine wichtige alternative Lieferroute insbesondere für die Raffinerie in Pančevo darstellen solle. Darüber hinaus erinnerte Jedović-Handanović daran, dass Ungarn Gas über Serbien bezieht und ein Teil der serbischen Gasvorräte auf ungarischem Gebiet gelagert wird.

Sollte die Vereinbarung mit MOL in den nächsten Tagen tatsächlich zu 90 % unter Dach und Fach sein, erhält Belgrad klarere Rahmenbedingungen für die Wahrung seiner Interessen in der größten Ölgesellschaft des Landes.

https://t.me/relocationrs/2688

 

, ,

Die USA haben die Sanktionsausnahme für die serbische NIS bis Mitte Juni verlängert

Wie der Serbische Ökonom berichtet, haben die USA dem serbischen Ölkonzern NIS eine neue 60-tägige Ausnahme von den Sanktionen gewährt, wodurch das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit mindestens bis Mitte Juni fortsetzen kann. Über die Verlängerung der Lizenz informierte die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Jedović-Handanović. Es handelt sich um eine Genehmigung der OFAC, die NIS weiterhin den Import von Rohöl ermöglicht und das Risiko von Betriebsunterbrechungen in der Ölraffinerie-Infrastruktur des Landes verringert.

Für Serbien hat diese Entscheidung nicht nur energiepolitische, sondern auch makroökonomische Bedeutung. NIS betreibt die einzige Ölraffinerie des Landes in Pančevo, weshalb die erneute Verlängerung der Lizenz die Risiken für den heimischen Kraftstoffmarkt, die Logistik und die Preisstabilität verringert.

Parallel dazu laufen die Verhandlungen über den Verkauf des russischen Anteils an NIS an die ungarische MOL weiter. Laut Reuters hat Washington den 22. Mai als Frist für den Abschluss der Transaktion gesetzt. Belgrad rechnet damit, dass der Regierungswechsel in Ungarn den Prozess nicht zum Scheitern bringen wird, doch eine endgültige Vereinbarung liegt bislang noch nicht vor.

Die Eigentümerstruktur von NIS bleibt der Hauptgrund für den Sanktionsdruck. Dem Bericht zufolge gehören 45 % der Unternehmensanteile Gazprom Neft, weitere 11,3 % stehen in Verbindung mit Gazprom, während Serbien fast 30 % hält und der Rest auf Minderheitsaktionäre entfällt. Gerade den Ausstieg russischer Strukturen aus dem Kapital von NIS betrachten die USA als Voraussetzung für eine nachhaltige Lösung der Situation.

Für die serbische Wirtschaft bedeutet die derzeitige Verzögerung einen Zeitgewinn, aber keine endgültige Lösung des Problems. Solange der Deal mit MOL nicht abgeschlossen ist, bleiben NIS und der gesamte Ölsektor des Landes von den befristeten Lizenzen Washingtons abhängig. Dies sorgt für anhaltende Unsicherheit auf dem Energiemarkt, im Haushalt und im Investitionsklima, insbesondere hinsichtlich der langfristigen Planung von Lieferungen und der Modernisierung der Raffinerien.

https://t.me/relocationrs/2658

 

, , ,

Der Verkauf des serbischen Unternehmens NIS könnte sich aufgrund des Regierungswechsels in Ungarn verzögern

Wie Serbischer Ökonom berichtet, haben der Sieg der ungarischen Opposition bei den Parlamentswahlen und der bevorstehende Regierungswechsel in Budapest zu Unsicherheiten hinsichtlich des Abkommens über den Ausstieg russischer Anteilseigner aus NIS (Naftna industrija Srbije) geführt – einem Unternehmen, das Serbiens einzige Raffinerie in Pančevo betreibt und Schätzungen zufolge rund 80 % des Kraftstoffbedarfs des Landes deckt.

Es geht um Verhandlungen über den Erwerb eines Anteils von 56,15 % an NIS durch die ungarische MOL, der sich im Besitz von Gazprom-Strukturen befindet (44,9 % bei Gazprom Neft und 11,3 % bei Gazprom). Im Januar gab MOL die Unterzeichnung einer verbindlichen Rahmenvereinbarung (Heads of Agreement) zu diesem Geschäft bekannt und teilte mit, dass sie die Beteiligung von ADNOC (VAE) als Minderheitspartner in Erwägung ziehe.

Ein entscheidender Faktor sind die von der US-Behörde OFAC festgelegten Fristen. Im März teilte MOL mit, dass sie von der OFAC eine Verlängerung der Verhandlungslizenz bis zum 22. Mai 2026 erhalten habe. Parallel dazu bemüht sich MOL um die Verlängerung einzelner Genehmigungen, die es ermöglichen, die operative Tätigkeit und den Import von Rohstoffen während der Verhandlungen fortzusetzen.

Die Frage des Preises bleibt heikel: Offiziell wurden die Parameter der Vereinbarung nicht offengelegt. Der serbische Präsident Aleksandar Vučić sprach zuvor von einer Spanne von bis zu 1 Milliarde Euro für das 56,15-prozentige Paket, während eine Reihe von Medien und analytischen Veröffentlichungen höhere Schätzungen nannten.

Warum die ungarischen Wahlen zu einem Risikofaktor wurden

Der Vertrag selbst ist unternehmensrechtlicher Natur und erfordert behördliche Genehmigungen, insbesondere seitens des OFAC und Serbiens. Der Machtwechsel in Ungarn wirkt sich jedoch auf das politische Umfeld und die Geschwindigkeit der Abwicklung aus. Der neue Regierungschef Péter Magyar hat öffentlich seine Absicht bekundet, die Regierung in kurzer Zeit zu bilden (er nannte insbesondere den 5. Mai als Datum für den Amtsantritt), also einige Wochen vor der Frist am 22. Mai. In dieser Konstellation können zusätzliche Prüfungen auf staatlicher Ebene, Streitigkeiten über die Transparenz der Bedingungen oder einfach nur die Neuausrichtung der Zusammenarbeit zwischen den Behörden zu Verzögerungen führen.

Das wahrscheinlichste Basisszenario ist, dass die Parteien versuchen werden, die Frist einzuhalten oder bei der OFAC eine weitere Verlängerung der Lizenz zu beantragen, falls sie kurz vor dem endgültigen Abschluss stehen. Die Marktteilnehmer haben in dieser Angelegenheit bereits Erfahrungen mit Verlängerungen gemacht.

Ein negatives Szenario wäre eine Verzögerung der Verhandlungen ohne erkennbare Lösung. Dann werden die Risiken für NIS nicht mehr zu einer juristischen Abstraktion, sondern zu einer Frage der Versorgungssicherheit: Das US-Sanktionsregime zielt genau auf den Ausstieg der russischen Mehrheitsaktionäre ab, und jegliche Probleme mit den Lizenzen erschweren die Logistik und die Finanzierung des Rohstoffeinkaufs sowie der Betriebsabläufe.

Für Belgrad wird das Thema damit zu einer Frage der Energiesicherheit. Die serbische Regierung hatte zuvor signalisiert, dass sie daran interessiert ist, den staatlichen Anteil an NIS zu erhöhen, und sollte sich das Szenario verschlechtern, könnten strengere Entscheidungen hinsichtlich der Eigentumsstruktur erforderlich werden, um das Unternehmen aus dem Sanktionsdruck herauszuholen und einen Schock für den Brennstoffmarkt zu verhindern.

https://t.me/relocationrs/2628

 

, , ,

Das ungarische Unternehmen MOL hat von den US-Behörden die Genehmigung erhalten, die Verhandlungen über den Kauf der serbischen NIS fortzusetzen

Wie Serbian Economist berichtet, hat das ungarische Öl- und Gasunternehmen MOL von den US-Behörden die Genehmigung erhalten, die Verhandlungen über den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der serbischen NIS bis zum 22. Mai 2026 fortzusetzen. Dies berichtete die Agentur Reuters unter Berufung auf eine Erklärung von MOL.

Es handelt sich um Verhandlungen über den Kauf der Anteile der russischen Aktionäre – Gazprom Neft und Gazprom –, denen jeweils 44,9 % und 11,3 % an NIS gehören. Zunächst hatte das Amt für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte (OFAC) des US-Finanzministeriums eine Frist bis zum 24. März für die Abstimmung über den Ausstieg der russischen Unternehmen aus dem Kapital von NIS gesetzt, doch nun wurde diese Frist bis zum 22. Mai verlängert.

Im Januar unterzeichnete MOL eine verbindliche Vereinbarung mit den russischen Aktionären über den Kauf ihrer Anteile an NIS, wobei die emiratische ADNOC im Rahmen dieser Vereinbarung eine Minderheitsbeteiligung erhalten soll. Die serbische Regierung behält 29,9 % an dem Unternehmen.

Für Serbien ist die Frage des Eigentümerwechsels bei NIS von strategischer Bedeutung, da das Unternehmen der größte Kraftstofflieferant des Landes und Betreiber der einzigen Ölraffinerie in Pančevo bleibt. Letzte Woche verlängerten die USA zudem die Sanktionsaussetzung für NIS selbst bis zum 17. April, damit das Unternehmen weiterhin Rohöl importieren kann.

https://t.me/relocationrs/2499

 

, , ,

NIS kehrt zum Import von Öl über die Adria-Pipeline zurück, um die Raffinerie wieder in Betrieb zu nehmen

Wie Serbian Economist berichtet, hat das serbische Öl- und Gasunternehmen NIS den Abschluss eines Vertrags über den Import der ersten Ölpartien über die Adria-Pipeline (JANAF) für die Raffinerie in Pančevo und die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme der Verarbeitung nach der Stilllegung Anfang Dezember 2025 aufgrund von Rohstoffmangel vor dem Hintergrund der Sanktionsbeschränkungen bekannt gegeben.

Nach Angaben von Reuters umfasst die erste Lieferung etwa 85.000 Tonnen Öl aus dem irakischen Kirkuk, danach wird eine kleinere Lieferung aus dem libyschen Es Sider erwartet. Diese Mengen sichern den Betrieb der Anlage für mindestens einige Tage, und der serbische Präsident Aleksandar Vučić prognostizierte, dass die Raffinerie am 17. oder 18. Januar den Betrieb wieder aufnehmen und die Produktion von Erdölprodukten am 25. oder 26. Januar beginnen könnte.

Die Wiederaufnahme der Importe wurde möglich, nachdem die Abteilung für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte des US-Finanzministeriums (OFAC) eine befristete Lizenz erteilt hatte, die es NIS erlaubt, seine Tätigkeit bis zum 23. Januar 2026 fortzusetzen. Reuters berichtete auch, dass dem Betreiber JANAF eine separate Lizenz für den Transport von Öl für NIS für denselben Zeitraum erteilt wurde.

Die Situation um NIS bleibt mit den Verhandlungen über eine Änderung der Eigentumsverhältnisse verbunden. Die USA erwarten Verhandlungen über den Rückzug des russischen Anteils, wobei die Frist für den Verhandlungsprozess bis zum 24. März 2026 verlängert wurde und als einer der Verhandlungspartner die ungarische MOL genannt wird.

NIS ist ein wichtiger Akteur auf dem serbischen Kraftstoffmarkt: Das Unternehmen besitzt die einzige Raffinerie des Landes (Pančevo) und das größte Tankstellennetz, sodass jede Unterbrechung der Rohstofflieferungen direkte Auswirkungen auf das Gleichgewicht des Marktes für Erdölprodukte und den Importbedarf Serbiens hat.

, , , ,