Der Gesamtbedarf für den Wiederaufbau und die Sanierung der Ukraine in den nächsten 10 Jahren wird auf 588 Mrd. US-Dollar geschätzt, was 64 Mrd. US-Dollar mehr als im Vorjahr und fast das Dreifache des nominalen BIP für 2025 ist, teilte das Ministerium für Gemeinde- und Territorialentwicklung der Ukraine mit.
Laut der vom Ministerium und der Weltbank vorgelegten fünften Schätzung der Schäden und Bedürfnisse (RDNA5) benötigt der Verkehrssektor die größten Investitionen – über 96 Mrd. US-Dollar für ein Jahrzehnt zur Modernisierung von Straßen, Eisenbahnen und Häfen. Der Bedarf im Wohnungssektor wird auf 90 Mrd. USD geschätzt (14 % des Wohnungsbestands sind zerstört oder beschädigt), im Energie- und Wassersektor auf 17,5 Mrd. USD.
„Für die Umsetzung der vorrangigen Projekte im Jahr 2026 benötigen wir 15,25 Mrd. USD. Wir haben eine Finanzierung in Höhe von 5,8 Mrd. USD sichergestellt, aber das Defizit bleibt kritisch – 9,5 Mrd. USD“, zitierte das Ministerium die Rede des stellvertretenden Ministerpräsidenten für Wiederaufbau – Minister für Gemeinde- und Territorialentwicklung Oleksiy Kuleba.
Nach Angaben des Ministeriums bleibt der Bereich der Wärmeversorgung kritisch unterfinanziert: Bei einem Bedarf von 1,6 Milliarden Dollar für 2026 sind weniger als 1 % der Finanzierung gesichert. Ein erheblicher Finanzierungsdefizit ist auch in den Bereichen Energie, Wohnungsbau und Verkehr zu beobachten, wo bisher nur ein Drittel des Bedarfs gedeckt ist.
Das Ministerium für Entwicklung erinnerte daran, dass unter den Bedingungen des Krieges drei Schlüsselprioritäten festgelegt wurden: Energieversorgungssicherheit der Gemeinden (Schutz von Objekten und dezentrale Energieerzeugung), Wiederaufbau von Wohnraum und Unterstützung der Logistik.
Ein symbolisches Element der Präsentation des Berichts war eine Installation mit einem Anti-Drohnen-Netz. Das Ministerium betonte, dass derzeit bereits Hunderte von Kilometern Straßen in den Frontregionen mit solchen Schutzkonstruktionen ausgestattet sind.
Der RDNA5-Bericht wurde gemeinsam mit der Weltbank, der Europäischen Kommission und den Vereinten Nationen erstellt. Er umfasst den Zeitraum vom 24. Februar 2022 bis zum 31. Dezember 2025.
Das staatliche Unternehmen „Lisy Ukrainy“ plant für 2026 die Umsetzung von über 60 Projekten zum Bau und zur Sanierung von Waldwegen mit einer Gesamtlänge von über 200 km, wie der Pressedienst des Unternehmens mitteilte.
„Eine stabile Produktion zu jeder Jahreszeit kann nur durch befestigte Straßen gewährleistet werden. Unser Investitionsplan zielt darauf ab, die Energieunabhängigkeit und eine unterbrechungsfreie Holzversorgung sicherzustellen, insbesondere in den Frühjahrsmonaten, in denen die unbefestigten Straßen aufgrund der Schneeschmelze oft unpassierbar sind“, schrieb das staatliche Unternehmen auf seiner Facebook-Seite.
Gemäß dem Plan ist die größte Anzahl von Objekten in den Forstämtern Karpaten (19), Polissya (15) und Hauptstadt (11) vorgesehen. Neue Bauvorhaben sind auch in den Regionen Nord, Podolsk und Zentral geplant. Die Projekte sehen den Bau von Straßen sowie die Einrichtung von Zwischenlagern für die Lagerung, Sortierung und den Versand von Forstprodukten vor.
Als Beispiel für den wirtschaftlichen Effekt nannte das Unternehmen die Forstverwaltung Ozernyanske (Region Ivano-Frankivsk), wo dank der neuen Straße das jährliche Einschlagvolumen von 15.000 Kubikmetern auf 17.000 Kubikmeter steigen wird. Im Forstamt Zhubrovytske (Region Schytomyr) wird der Bau die Nutzung von 1000 Hektar Waldfläche ermöglichen, die zuvor nur während Frost- oder Dürreperioden zugänglich waren.
Neben den Produktionskennzahlen haben die Projekte auch eine soziale Bedeutung. Insbesondere im Bezirk Luboml in Wolhynien wird die neue Straße zwischen den Dörfern Borove und Sokol den Weg für die Anwohner um 15 km verkürzen, was die Logistik und den Zugang zu Brennholz erheblich erleichtern wird.
Das Ministerium für Infrastruktur der Ukraine hat in 2020 vor, mit der Rekonstruktion der Flughäfen in Mukachevo (Zakarpatye Gebiet) und Izmail (Odessa Gebiet) zu beginnen, berichtete der Minister für Infrastruktur Vladislav Krikliy.
„Ab dem nächsten Jahr beginnen wir mit der Rekonstruktion der Flughäfen in Dnepr, Mukachevo und Izmail“, – sagte er in Kharkov während der Präsentation der Pläne für die nächsten fünf Jahre.
Außerdem fügte der Minister hinzu, dass in den Plänen des Amtes die Übergabe in die Konzession der Flughäfen „Kherson“, „Chernovzy“ und „Zaporozhye“ ist.
„Wir erforschen die Situation in Lvov“, – fügte er hinzu.
Das Abkommen, laut welchem die Internationale Bank für Wiederaufbau und Rekonstruktion der Ukraine $200 Mio. für das Programm der Förderung der privaten Investitionen in die Landwirtschaft gewährt, unterzeichneten am Dienstag die Ministerin für Finanzen Oksana Markarova und Direktor der Weltbank in Angelegenheiten Weißrusslands, Moldawiens und der Ukraine Satu Kähkönen.
Wie das Finanzministerium auf der Seite verzeichnet, ermöglicht die Heranziehung der Anleihe das Staatliche Agrarregister zu schaffen und es allgemein zugänglich zu machen, die Inventur der Böden des Staatseigentums durchzuführen und die Angaben darüber in den Staatlichen Bodenkataster einzutragen, die Methodologie der Entwicklung der Pläne der Bodennutzung für die vereinigten territorialen Gemeinden zu bilden, die Satellitenkartierung des Territoriums der Ukraine durchzuführen.
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Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij versprach, die Frage werde über die Rekonstruktion vom internationalen Flughafen in Dnepr gelöst.
Wie der Pressedienst vom Präsidenten mitteilte, lernte Herr Selenskij während der Arbeitsreise nach Gebiet von Dnepropetrowsk den Plan zur Rekonstruktion vom internationalen Flughafen „Dnepr“ kennen, dessen Haupkomponente der Bau von neuer Start- und Landebahn ist.
Es wurde drei Varianten zur Rekonstruktion vom Flughafen vorgeschlagen. Das Projekt, das den Bau von der Start- und Landebahn an der Stelle von alter voraussetzt, ist am meisten angemessen. Andere Varianten schlagen den Bau von der Start- und Landebahn auf dem neuen Gelände vor, was zusätzliche Arbeiten braucht, demzufolge den Wert vom Projekt und die Abwicklungsdauer vergrößert.
„Wir machen und helfen ihnen. Wir werden die Geldmittelvergeben, denn wir verstehen, was das Flughafen für die Stadt mit de 1 Mio. Bevölkerung bedeutet“, betonte Selenskij.
Nach der Rekonstruktion wird die neue Start- und Landebahn auf dem Flughafen „Dnepr“ den modernen Richtlinien entsprechen, und von 2900 Meter mit der Verlängerungsmöglichkeit auf 3200 Meter sein.
Zum Bau von neuer Start- und Landebahn an der Stelle von der alten braucht man 1,5-2 Jahre. Die Ausschreibung zur Entwicklung vom Projekt zur Rekonstruktion vom Flughafen ist für nächste Woche geplant. Der vorläufige Gesamtwert der Rekonstruktion beträgt 2,9 Mrd. Hryvna.
Die Nationale Energiegesellschaft „Ukrenergo“ schloss den Vertrag mit dem Konsortium „General Electric Grid Solutions“ (Deutschland) und der „Tschernomorenergospecmontazh GmbH“ für die Rekonstroktion von 330 kV-Unterstationen „Charkowskaja“und „Saljutino“ ab, teilte der Pressedienst der Gesellschaft mit. Nach diesen Angaben setzt der Vertrag die Erneuerung von Energieerzeugungsanlagen, Kabelleitungen, Relaisschutzeinrichtungen, Einstellung von neuen SF6-isolierten 330 kV-Hochspannungschaltanlagen und hybriden 110 kV-Schaltvorrichtungen voraus.
Die Unterstationen „Charkowskaja“und „Saljutino“spielen wichtige Rolle in der Stromversorgung der Ostukraine. Im Rahmen von weiterer Integration in ENTSO-E wird die Bedeutung von diesen Stationen noch höher. Deswegen sind diese Objekte auf dem höchsten technologischen Niveau unter Einhaltung von allen durch die ENTSO-E bestimmten Sicherheitsforderungen zu modernisieren“, betonte der stellvertretende Direktor für Investitionen bei der NEG Wladimir Kudrizkij.
Neben der Modernisierung von 330 kV-Unterstation „Charkowskaja“ und 330 kV-Unterstation „Saljutino“setzt das durch die Deutsche Regierung finanzierte Projekt „Rekonstruktion von Unterstationen in der östlichen Regionen der Ukraine“ 2019-2022 die Rekonstruktion von 750 kV-Unterstation „Saporoschskaja“ und 750 kV-Unterstation „Dneprowskaja“ voraus.
Es wird geplant, die Unterstationen im Rahmen des deutsch-ukrainischen Projektes für Bau und Entwicklung der Infrastruktur in der Ostukraine im Gesamtwert von 500 Mio. EUR zu renovieren.
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