Die staatliche russische Kernenergiegesellschaft Rosatom hat den Transport verbrauchter Brennelemente aus Bulgarien unter Umgehung der Ukraine erprobt. Das geht aus dem am 9. Juli veröffentlichten Jahresbericht des Unternehmens hervor.
Dabei habe Rosatom mit dem Grenzschutz des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB und der russischen Marine eng kooperiert. Spaltmaterial sei vom bulgarischen Atomkraftwerk Kosloduj über dem Schwarzen Meer zum Hafen Kawkas in der russischen Region Krasnodar transportiert worden, hieß es.
Die auf die Produktion von Kernbrennstoff spezialisierte Rosatom-Tochter TVEL hatte Ende 2019 mit dem AKW Kosloduj einen bis 2025 laufenden Vertrag über die Versorgung des Kraftwerks mit Brennstäben geschlossen.
Das Atomkraftwerk Kosloduj liegt am bulgarischen Donau-Ufer. 1966 hatten Bulgarien und die damalige Sowjetunion einen Vertrag über die Kooperation beim Bau des Kraftwerks unterzeichnet. Erster Strom wurde 1974 erzeugt. 1991-2002 waren sechs Reaktorblöcke mit einer gesamten installierten Leistung von 3 760 MW im Einsatz. 2002 und 2006 legte Bulgarien die vier ersten Meiler still. Die verbliebenen Reaktoren Nr. 5 und 6 wurden grundlegend modernisiert. Im April 2012 beschloss die Regierung in Sofia den Bau des 7. Reaktors in Kosloduj.
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