Business news from Ukraine

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Die Perfect Group wird ein Programm zur Wohnungsrenovierung starten und plant, einen Teil der Materialien aus China zu importieren

Die Unternehmensgruppe Perfect Group plant, im Oktober 2026 ein eigenes Programm zur Wohnungsrenovierung für Immobilienkäufer zu starten, und beabsichtigt, einen Teil der dafür benötigten Ausbaumaterialien direkt aus China zu importieren.

Als Pilotprojekt dient die Wohnanlage „7 KVARTAL“, wie der Geschäftsführer der Perfect Group, Oleksij Koval, in einem Interview mit „Interfax-Ukraine“ mitteilte. Das Unternehmen diskutiert zudem mit Banken die Möglichkeit der Finanzierung von Wohnungsrenovierungen.

Einer der Gründe für die Einführung des Programms war der starke Anstieg der Kosten für Bauarbeiten sowie der Mangel an Renovierungsteams. Nach Einschätzung des Bauträgers können die Kosten für die Arbeiten heute die Hälfte der Renovierungskosten ausmachen oder sogar die Materialkosten übersteigen.

Um die Selbstkosten zu senken, hat die Perfect Group Angebote von Baustoffherstellern in China geprüft und bereitet bereits die ersten Lieferungen vor.

Insbesondere beabsichtigt das Unternehmen, HPL-ähnliche Platten einzusetzen, die es ermöglichen, auf einen Teil der herkömmlichen Arbeiten wie Verputzen, Vorbereiten der Wände, Streichen oder Tapezieren zu verzichten. Nach Berechnungen des Bauträgers soll diese Lösung die Renovierungsdauer verkürzen und die Kosten senken.

Das Unternehmen erwägt, auch andere Bauprodukte aus China zu importieren, darunter bestimmte Arten von Bewehrungsstahl und Fassadenlösungen. Gleichzeitig hält es die Perfect Group für sinnvoll, Fliesen, Laminat und Innentüren von ukrainischen Herstellern zu beziehen.

Die eigene Produktion der Gruppe konzentriert sich derzeit vorwiegend auf Aluminium- und Metall-Kunststoff-Fenster. Für die Zukunft schließt das Unternehmen auch die Aufnahme der Produktion von Korpusmöbeln nicht aus.

Die Perfect Group ist seit 1991 auf dem ukrainischen Immobilienmarkt tätig.

 

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Die Baukosten in der Ukraine sind seit Anfang 2026 um 30% gestiegen

Die Kosten für Bauarbeiten und Baumaterialien in der Ukraine sind seit Anfang 2026 um etwa 30 % gestiegen, wobei der Arbeitskräftemangel weiterhin der Hauptgrund für den Preisanstieg ist, wie Oleksij Koval, Geschäftsführer der Perfect Group, mitteilte.

Seinen Angaben zufolge steigen die Arbeitskosten am schnellsten, an zweiter Stelle der Preissteigerungsrate stehen Baustoffe. Dabei berücksichtigt die Schätzung eines Anstiegs um etwa 30 % nicht die zusätzlichen Auswirkungen von Währungsschwankungen und Indexierungen.

Auch die Kostenstruktur bei Wohnungsrenovierungen hat sich verändert. Vor Ausbruch des Krieges entfielen etwa 70 % der Renovierungskosten auf Materialien und 30 % auf Arbeitsleistungen. Mittlerweile liegt das Verhältnis bei etwa 50/50, und in einigen Fällen übersteigen die Kosten für die Arbeitsleistungen bereits die Materialkosten.

Der Fachkräftemangel betrifft nicht nur die Ausbauarbeiten. Bauträger haben Schwierigkeiten, Betonbauer, Kranführer und andere qualifizierte Fachkräfte zu finden.

Ein weiterer Faktor für den Anstieg der Selbstkosten im Herbst und Winter könnten die Kosten für die autonome Energieversorgung der Baustellen sein. Bei Stromausfällen erfordern die internen Bauarbeiten den Einsatz von Dieselgeneratoren, sodass die Kosten entsprechend von den Kraftstoffpreisen abhängen.

Die Perfect Group berücksichtigt bereits Generatoren und unterbrechungsfreie Stromversorgungssysteme in den Budgets neuer Projekte. Langfristig erwägt das Unternehmen auch den Einsatz von Solarmodulen und Gasgeneratoren.

Nach Einschätzung von Koval gibt es bislang keine Anzeichen für eine Verlangsamung des Anstiegs der Baukosten.

Die Perfect Group ist seit 1991 im Bereich Wohn- und Gewerbeimmobilien in der Ukraine tätig.

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Für ukrainische Bauträger reichen Kreditfinanzierungen in Höhe von 20–30% der Projektkosten aus, um Projekte auf den Weg zu bringen

Ukrainische Bauträger benötigen Zugang zu Projektfinanzierungen, wobei die Aufnahme von Bank- oder internationalen Krediten in Höhe von 20–30 % der Projektkosten ausreichen kann, um mit dem Bau zu beginnen, meint Alexej Koval, CEO der Unternehmensgruppe Perfect Group.

Wie Koval in einem am 1. September 2026 veröffentlichten Interview mit der Agentur „Interfax-Ukraine“ erklärte, hat sich das Finanzierungsmodell für den Wohnungsbau in der Ukraine seit Beginn des umfassenden Krieges erheblich verändert. Während ein Bauträger bis 2022 etwa 10 % Eigenmittel investieren und bis zu 90 % der Mittel von den Käufern erhalten konnte, kann der Eigenfinanzierungsanteil in der Anfangsphase mittlerweile bis zu 60 % betragen.

Seinen Angaben zufolge führt die Perfect Group über ihre Vertreter Verhandlungen mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Europäische Finanzinstitute sind bereit, Kredite für den ukrainischen Privatsektor zu Zinssätzen von 6–8 % in Euro zu prüfen; für Projekte im Bereich des erschwinglichen Wohnraums könnten jedoch 3–4 % ein akzeptablerer Zinssatz sein.

Das Unternehmen ist der Ansicht, dass eine Kreditfinanzierung in Höhe von 20–30 % des Kostenvoranschlags den Start des Baus ermöglichen könnte, woraufhin Hypothekenprogramme, darunter „єОселя“, zur Projektfinanzierung hinzukommen könnten.
Kowal wies zudem darauf hin, dass die Einführung von Treuhandkonten für Immobilienkäufer ohne die gleichzeitige Schaffung eines Projektfinanzierungssystems für Bauträger zu einem Mangel an Ressourcen für den Start neuer Projekte führen könnte.

Seiner Einschätzung nach ist die Rentabilität von Bauträgerprojekten in der Ukraine unter normalen Bedingungen mit der in Europa vergleichbar und liegt bei etwa 18–20 %.
Die Perfect Group wurde 1991 gegründet. Nach Angaben des Unternehmens hat die Gruppe im Laufe ihrer Tätigkeit mehr als 110 Gebäude mit über 20.000 Wohnungen und einer Gesamtfläche von mehr als 1,5 Millionen Quadratmetern fertiggestellt.

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Deutschland plant, Gewinne aus Kryptowährungen ab 2027 mit 25% zu besteuern

Wie Fixygen berichtet, hat das deutsche Finanzministerium einen Entwurf für eine Reform der Besteuerung von Krypto-Vermögenswerten ausgearbeitet, der ab 2027 einen Steuersatz von 25 % auf Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin, Ethereum und anderer Kryptowährungen vorsieht, unabhängig von der Haltedauer des Vermögenswerts.

Der entsprechende Referenzentwurf befindet sich derzeit in einer frühen Abstimmungsphase innerhalb der Bundesregierung, berichtete das Handelsblatt am 9. September unter Berufung auf ein der Zeitung vorliegendes Dokument. Derzeit ist Deutschland nach wie vor einer der attraktivsten großen europäischen Standorte für langfristige Privatanleger in Kryptowährungen. Nach den geltenden Vorschriften unterliegen Gewinne aus dem Verkauf von Krypto-Vermögenswerten, die länger als ein Jahr im Besitz waren, in der Regel nicht der Einkommensteuer. Wird ein Vermögenswert innerhalb von 12 Monaten nach dem Kauf veräußert, gelten die Gewinne als private Veräußerung von Vermögen und werden mit dem individuellen Steuersatz des Steuerpflichtigen besteuert. Diese Regelung wurde durch offizielle Erläuterungen des Bundesfinanzministeriums vom 6. März 2025 bestätigt.

Das neue Modell soll diesen Ansatz grundlegend ändern. Es wird vorgeschlagen, Krypto-Vermögenswerte aus der Kategorie der privaten Vermögensverkäufe in die Kategorie der Kapitalerträge zu überführen und analog zu Gewinnen aus Aktiengeschäften zu besteuern. Der Basissatz der Abgeltungssteuer soll 25 % betragen. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags kann die tatsächliche Belastung bis zu 26,375 % erreichen, wobei eine eventuelle Kirchensteuer noch nicht berücksichtigt ist.

Die vorgeschlagenen Regelungen sollen nur für Kryptowährungen gelten, die nach dem 31. Dezember 2026 erworben wurden. Für Bitcoin, Ethereum und andere zuvor erworbene Vermögenswerte soll die derzeitige steuerliche Behandlung beibehalten werden.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die neuen Regelungen am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Dabei ist die Einführung des automatischen Steuerabzugs durch deutsche Kryptowährungsdienstleister erst ab dem 1. Januar 2028 geplant, um den Plattformen Zeit für die Umstellung ihrer Abrechnungssysteme zu geben.

Das Finanzministerium rechnet damit, dass die Änderung der Vorschriften dem Haushalt im Jahr 2028 zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von rund 160 Mio. Euro einbringen wird. In den folgenden Jahren soll dieser Betrag steigen und nach Berechnungen des Ministeriums im Jahr 2030 rund 350 Mio. Euro erreichen.
Die Reform beseitigt faktisch den wichtigsten Steuervorteil des langfristigen Besitzes von Kryptowährungen in Deutschland. Für Anleger wird es nicht mehr ausreichen, Bitcoin oder Ethereum länger als ein Jahr zu halten, um die beim Verkauf erzielten Gewinne vollständig von der Steuer zu befreien.

Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen. Der Entwurf des Finanzministeriums befindet sich in einer frühen Phase der interministeriellen Abstimmung; anschließend muss das Dokument noch von der Bundesregierung, dem Bundestag und dem Bundesrat geprüft werden.
Unabhängig davon verstärkt Deutschland bereits die steuerliche Transparenz bei Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten. Im November 2025 billigte der Bundestag die Umsetzung der europäischen DAC8-Richtlinie, die Krypto-Dienstleister verpflichtet, den Steuerbehörden Informationen über bestimmte Transaktionen ihrer Kunden zu übermitteln.

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Italienische, österreichische und deutsche Bauträger sind bereit, in die Ukraine einzusteigen, sobald klare Regeln vorliegen – Perfect Group

Ausländische Bauträger und Investoren zeigen bereits während des Krieges Interesse am ukrainischen Wohnungsmarkt, doch für den Start groß angelegter Projekte benötigen sie klare staatliche Regelungen und ein funktionierendes Finanzierungsmodell für bezahlbaren und sozialen Wohnraum, meint Alexej Koval, CEO der Perfect Group.
„Schon jetzt beobachten uns Italiener, Österreicher und Deutsche“, erklärte er in einem Interview mit „Interfax-Ukraine“, das am 1. September 2026 veröffentlicht wurde.
Seiner Einschätzung nach könnten ausländische Unternehmen zusammen mit günstigerem europäischem Kreditkapital in die Ukraine kommen und an konkreten Wiederaufbauprojekten arbeiten.
Eine der größten Einschränkungen bleibt das Fehlen eines detailliert ausgearbeiteten staatlichen Modells für sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau, einschließlich des Umfangs des Bauvolumens, der Anforderungen an die Objekte, der Finanzierungsmechanismen und der Kategorien zukünftiger Bewohner.
Dabei könnte sich eine mechanische Übertragung europäischer Baumodelle auf die Ukraine als wirtschaftlich ineffizient erweisen. Koval wies darauf hin, dass die von westlichen Unternehmen angebotenen modernen Modul- und Plattenbauweisen in einigen Fällen Selbstkosten von mehr als 1.000 Euro pro Quadratmeter haben, ohne Berücksichtigung von Grundstückskosten, Fundamenten und dem Anschluss an die Versorgungsnetze.
Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Kosten können die Gesamtkosten für solche Wohnungen bis zu etwa 1.400 Euro pro Quadratmeter betragen, was auf dem ukrainischen Markt bereits dem Verkaufspreis einiger Objekte entspricht und nicht den Baukosten.
Nach Ansicht des Leiters der Perfect Group müssen ausländische Technologien für die Ukraine unter Berücksichtigung der Sicherheitsanforderungen, der Kaufkraft der Bevölkerung und der lokalen Kostenstruktur angepasst werden.
Das Unternehmen untersucht auch selbst ausländische Immobilienmärkte, insbesondere Spanien, Polen und Tschechien, plant jedoch vorerst keine Investitionen außerhalb der Ukraine. Die Möglichkeit einer Diversifizierung ins Ausland erwägt die Perfect Group für die Zeit nach dem Ende des umfassenden Krieges.
Die Perfect Group wurde 1991 gegründet und ist auf Wohn-, Gewerbe- und Ferienimmobilien spezialisiert.

KSG Agro hat fast ein Drittel der geplanten Anbauflächen mit Sonnenblumen abgeerntet

Die Betriebe der Agrarholding KSG Agro haben mit der Sonnenblumenernte begonnen, die in diesem Jahr eine Fläche von über 5,8 Tausend Hektar umfasst. Bislang wurden bereits etwa 29 % der Anbauflächen abgeerntet, wie die Pressestelle der Agrarholding mitteilte.
„Derzeit besteht unsere Hauptaufgabe darin, jedes Wetterfenster für die Ernte so effizient wie möglich zu nutzen. Niederschläge haben das Arbeitstempo etwas gebremst, daher beobachten wir aufmerksam den Zustand der Bestände und die Reife jedes Feldes für die Ernte“, erklärte Vitaliy Nechai, Leiter der Pflanzenbauabteilung.
Seinen Angaben zufolge war die Reifezeit der Sonnenblumen von Niederschlägen begleitet, deren Gesamtmenge auf einzelnen Feldern 5–7 mm betrug. Dadurch verläuft das natürliche Austrocknen der Pflanzen langsamer, was sich auf die Möglichkeit auswirkt, die Maschinen zeitnah auf die Felder zu bringen.
Um die Reifung der Sonnenblumen auf einer Fläche von rund 400 ha zu beschleunigen und zu vereinheitlichen, führten die Betriebe von KSG Agro eine voreilige Trocknung durch – eine Maßnahme, die das Trocknen der Pflanzen vor der Ernte beschleunigt und vereinheitlicht.
Nach vorläufigen Einschätzungen der Agronomen liegt der Ölgehalt der Sonnenblumenkerne derzeit etwas unter den Erwartungen und beträgt 44–48 %. Die endgültigen Qualitätswerte der Ernte werden nach Abschluss der Ernte und Durchführung von Laboranalysen ermittelt.
Die geernteten Sonnenblumen werden zu den Getreidespeichern, der Verarbeitungsanlage und den Lagerkapazitäten des Agrarkonzerns transportiert.

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