Business news from Ukraine

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NovaPay hat den Verkauf der 16. Anleiheemission im Wert von 200 Mio. UAH aufgenommen

Der internationale Finanzdienstleister „NovaPay“ (Marke NovaPay, Emittent ist die NovaPay Credit GmbH) hat die 16. Emission von Unternehmensanleihen der Serie „P“ mit einem Nennwert von 200 Mio. UAH registriert und den Verkauf gestartet.
Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens besteht die 16. Emission aus 200.000 auf den Namen lautenden verzinslichen Unternehmensanleihen mit einem Nennwert von jeweils 1.000 UAH.
Der Zinssatz für die Anleihen der Serie „P“ beträgt 18 % p. a., während die Rückzahlung für den 10. September 2029 vorgesehen ist.
Das Unternehmen betonte, dass die aufgenommenen Mittel für den weiteren Ausbau der Kreditvergabe an Privatpersonen und Unternehmen verwendet werden sollen.
„Für uns ist dies ein effektives Instrument zur Kapitalbeschaffung für die Geschäftsentwicklung, und für Investoren eine Möglichkeit, ihre Ersparnisse zu diversifizieren und zusätzliche Erträge zu erzielen“, erklärte László Udut, Leiter der Finanzabteilung von NovaPay, in der Pressemitteilung.
Nach Angaben des Finanzdienstleisters sind mehr als 8.500 Kunden Inhaber ihrer Anleihen geworden, während das Gesamtverkaufsvolumen 5,1 Mrd. UAH überstieg.
NovaPay wies darauf hin, dass drei Anleiheemissionen mit einem Gesamtnennwert von 300 Mio. UAH zurückgezahlt wurden. Dabei handelt es sich um die Serie „C“ – September 2025, die Serie „A“ – April 2026 und die Serie „B“ – Juli 2026.
NovaPay wurde 2001 als internationaler Finanzdienstleister gegründet, gehört zur Nova-Gruppe („Nova Poshta“) und bietet Finanzdienstleistungen online sowie offline in den Filialen von „Nova Poshta“ an. Im Jahr 2023 erhielt das Unternehmen als erstes Nichtbank-Finanzinstitut in der Ukraine eine erweiterte Lizenz der NBU, die es ihm ermöglichte, Konten zu eröffnen und Karten auszugeben.
Im Juli registrierte die Nationale Kommission für Wertpapiere und den Kapitalmarkt die 15. Emission von NovaPay-Anleihen der Serie „O“ mit einem Nennwert von 200 Mio. UAH. Anfang Juni gab das Unternehmen die vollständige Platzierung der 14. Emission der Serie „N“ im gleichen Umfang bekannt.
Nach den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2026 steigerte „NovaPay Credit“ den Nettogewinn im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 um das 3,2-Fache auf 172,01 Mio. UAH und den Umsatz um das 2,2-Fache auf 586,42 Mio. UAH.
Das Eigenkapital des Unternehmens belief sich Ende Juni auf 688,5 Mio. UAH gegenüber 516,5 Mio. UAH zu Jahresbeginn, die Verbindlichkeiten auf 1,69 Mrd. UAH gegenüber 1,37 Mrd. UAH.
Die Einnahmen des Unternehmens aus dem Verkauf von Anleihen stiegen in diesem Zeitraum auf 693 Mio. UAH gegenüber 355,63 Mio. UAH im Vorjahr, während die Kosten für deren Rückkauf auf 578,80 Mio. UAH gegenüber 244,92 Mio. UAH stiegen.

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Die Bilanz der Einstellung der Ukrainer gegenüber Saudi-Arabien lag im August bei plus 20 Prozentpunkten – Experts Club

Die Mehrheit der Ukrainer steht Saudi-Arabien im August 2026 weiterhin neutral gegenüber – diese Antwort gaben 57,5 % der Befragten. 29 % der Befragten bewerten das Land positiv, 9 % negativ. Im Vergleich zur vorherigen Erhebungswelle hat sich die Verteilung der Bewertungen nur geringfügig verändert, berichtet das Informations- und Analysezentrum Experts Club.

Den Ergebnissen der Umfrage vom August zufolge stehen 5,5 % der Ukrainer Saudi-Arabien vollständig positiv gegenüber, 23,5 % überwiegend positiv. Eine neutrale Haltung nehmen 57,5 % der Befragten ein. 7 % bewerten das Land überwiegend negativ, 2 % vollständig negativ; weitere 4,5 % konnten sich nicht entscheiden.

Die Differenz zwischen positiven und negativen Bewertungen beträgt plus 20 Prozentpunkte. Somit überwiegt die positive Einstellung mehr als dreimal so stark wie die negative, doch das Hauptmerkmal der Wahrnehmung Saudi-Arabiens bleibt gerade die große neutrale Gruppe. Im Gesamtbild der Einstellung der Ukrainer gegenüber den Staaten des Nahen Ostens gehört Saudi-Arabien ebenfalls zu den Ländern, bei denen neutrale Einschätzungen überwiegen.

Im Vergleich zum März 2026 blieben die Werte nahezu stabil. In der vorherigen Erhebungswelle standen 8,4 % der Befragten Saudi-Arabien vollständig positiv gegenüber, 19,6 % überwiegend positiv – der Gesamtanteil der positiven Antworten betrug somit 28 %. Eine neutrale Haltung nahmen 58,7 % der Befragten ein, 8,2 % bewerteten das Land negativ, und weitere 5,1 % konnten sich nicht entscheiden.

Somit stieg der Anteil der positiven Bewertungen innerhalb von fünf Monaten um 1 Prozentpunkt – von 28 % auf 29 %, der der negativen um 0,8 Prozentpunkte auf 9 %. Das neutrale Segment schrumpfte um 1,2 Prozentpunkte. Das Verhältnis zwischen positiver und negativer Einstellung blieb praktisch unverändert: etwa plus 19,8 Prozentpunkte im März und plus 20 Prozentpunkte im August.

Gleichzeitig gab es Veränderungen innerhalb des positiven Segments. Der Anteil der vollständig positiven Bewertungen sank von 8,4 % auf 5,5 %, während der Anteil der überwiegend positiven Bewertungen von 19,6 % auf 23,5 % stieg. Das heißt, der Gesamtanteil der positiven Antworten blieb stabil, wurde jedoch weniger eindeutig.

Der Gründer des Informations- und Analysezentrums „Experts Club“ und Doktor der Wirtschaftswissenschaften, Maksym Urakin, betonte in seinem Kommentar zu den Ergebnissen der Studie und dem erheblichen Anteil neutraler Einstellungen gegenüber einer Reihe von Partnern der Ukraine die Notwendigkeit einer aktiveren öffentlichen Kommunikation.

„Die erste Empfehlung lautet, regelmäßig konkrete Erfolge und Maßnahmen zu präsentieren sowie die Präsenz von Stiftungen, Botschaften, Teams und Diplomaten im humanitären Bereich und in der Wissenschaft vor Ort zu verdeutlichen. Zweitens: offen sein für Fragen und Anfragen seitens der Medien und der Öffentlichkeit. Außerdem müssen wir unsere Meinungsumfragen nutzen, um Schlussfolgerungen zu ziehen und unsere Beziehungen, vor allem die Handelsbeziehungen, zu festigen“, erklärte Urakin.

Im Falle Saudi-Arabiens zeigen die Ergebnisse der beiden Erhebungswellen eine hohe Stabilität der öffentlichen Einschätzungen. Fast drei Fünftel der Ukrainer nehmen weiterhin eine neutrale Haltung ein, während die positive Einstellung die negative stabil um etwa 20 Prozentpunkte übertrifft.

Die Umfrage wurde im August 2026 mittels selbstausgefüllter Online-Fragebögen im SunFlowerSociology-Panel unter 800 ukrainischen Bürgern im Alter ab 18 Jahren durchgeführt. Die vorherige Umfrage im März umfasste ebenfalls 800 Befragte; die Stichprobe war hinsichtlich Alter, Geschlecht und Region repräsentativ, die maximale theoretische Fehlerquote bei Indikatoren von 50 % betrug ±3,5 Prozentpunkte.

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Gerichte haben 75 % der von Buchhaltern angefochtenen Bußgelder der TZK aufgehoben – Opendatabot

Ukrainische Gerichte haben sechs von acht Klagen von Unternehmensbuchhaltern gegen Bußgelder der Territorialzentren für Einberufung und soziale Unterstützung (TZEK und SP) wegen Verstößen gegen die Vorschriften zur Wehrpflicht vollständig stattgegeben, wie aus einer am 16. Oktober 2026 veröffentlichten Untersuchung von Opendatabot hervorgeht.

Nach Angaben von Analysten, die die Suchmaschine des Gerichtsregisters „Babusia“ nutzten, wurden im Zeitraum 2024–2026 mindestens acht entsprechende Gerichtsurteile ermittelt. In sechs Fällen, also in 75 %, gaben die Gerichte den Buchhaltern vollständig Recht. Eine weitere Klage wurde teilweise stattgegeben, während das Gericht in einem Fall die Aufhebung der Geldstrafe ablehnte.

Somit wurden die Forderungen der Kläger in sieben von acht untersuchten Fällen ganz oder teilweise erfüllt, was 87,5 % der ermittelten Urteile entspricht.
In sieben Fällen verhängten die Steuerkontrollkommissionen gegen die Buchhalter Geldbußen in Höhe von 34.000 UAH, in einem weiteren Fall belief sich die Höhe der Verwaltungsstrafe auf 59.500 UAH. Der Gesamtbetrag der angefochtenen Geldbußen in den acht Fällen belief sich auf 297.500 UAH.

Die ersten beiden Gerichtsentscheidungen stammen aus dem Jahr 2024. Im Jahr 2025 wurden drei ähnliche Fälle festgestellt, drei weitere Entscheidungen entfallen auf das Jahr 2026.
Die geografische Verteilung der Rechtsstreitigkeiten erstreckt sich auf sieben Oblasten der Ukraine. Die meisten Fälle wurden in der Oblast Chmelnyzkyj verzeichnet – zwei. Je ein Urteil wurde von den Gerichten der Oblasten Dnipropetrowsk, Tschernihiw, Ternopil, Iwano-Frankiwsk, Charkiw und Kiew gefällt.

Den Analyseergebnissen zufolge waren die Hauptgründe für die Aufhebung der Geldbußen eine unzureichende Beweislage seitens der Steuer- und Zollbehörde, die fehlende Konkretisierung der Verstöße sowie die unsachgemäße Bestimmung der verantwortlichen Amtsträger.
Insbesondere wurde in den Bescheiden über Ordnungswidrigkeiten nicht immer angegeben, welche Handlungen oder Unterlassungen der Buchhalter begangen hatte, wann der Verstoß stattfand und welche konkreten Pflichten nicht erfüllt wurden.

Die Analysten weisen zudem auf Fälle hin, in denen die Verantwortung für organisatorische Fragen der Wehrpflichtregistrierung dem Buchhalter auferlegt wurde, obwohl diese Befugnisse der Unternehmensleitung obliegen.
Dabei entsteht die Pflicht zur Führung der Wehrpflichtregistrierung nicht automatisch für einen Mitarbeiter der Buchhaltung. In der Regel werden die entsprechenden Aufgaben von Mitarbeitern der Personalabteilung oder speziell dafür bestimmten Mitarbeitern des Unternehmens wahrgenommen.

Die acht identifizierten Gerichtsurteile decken nicht alle Fälle ab, in denen Buchhalter zur verwaltungsrechtlichen Verantwortung herangezogen wurden, und lassen keine Aussage über den Gesamtanteil der aufgehobenen Geldbußen der TZK in der Ukraine zu.

Opendatabot – ein ukrainischer Dienst zur Überwachung offener staatlicher Daten, der Informationen über Unternehmen, Gerichtsurteile, Vollstreckungsverfahren und andere staatliche Register bereitstellt. Das Unternehmen veröffentlicht regelmäßig analytische Studien zur wirtschaftlichen Aktivität, zur Rechtsprechung und zu Verwaltungsverfahren.

Quelle: OpenDataBot, Studie vom 16. Oktober 2026.

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Die Bilanz der Einstellung der Ukrainer gegenüber Österreich lag im August bei etwa 50 Prozentpunkten – Experts Club

Österreich genießt unter den Ukrainern weiterhin eine überwiegend positive Wahrnehmung: Im August 2026 äußerten etwa 52,7 % der Befragten eine positive Einstellung gegenüber dem Land, während nur 2,7 % eine negative Einstellung hatten. Gleichzeitig nehmen 41,7 % der Befragten eine neutrale Haltung ein, was nach wie vor ein charakteristisches Merkmal der Wahrnehmung Österreichs ist, berichtet das Informations- und Analysezentrum Experts Club.

Den Ergebnissen der Umfrage vom August zufolge stehen 15,3 % der Ukrainer Österreich völlig positiv gegenüber, 37,4 % überwiegend positiv. 41,7 % der Befragten wählten eine neutrale Antwort. 2,3 % bewerten das Land überwiegend negativ, nur 0,4 % vollständig negativ; weitere 2,9 % konnten sich nicht entscheiden.

Somit beträgt die Differenz zwischen positiven und negativen Bewertungen, gerundet, etwa plus 50 Prozentpunkte. Es gibt fast 20-mal mehr positive als negative Antworten, doch Österreich unterscheidet sich von einer Reihe anderer westeuropäischer Staaten durch einen deutlich höheren Anteil an neutralen Einstellungen.

Im Vergleich zum März 2026 ist der Anteil der positiven Bewertungen leicht zurückgegangen. In der vorherigen Erhebungswelle standen 17,5 % der Befragten Österreich völlig positiv gegenüber, 38,5 % überwiegend positiv, sodass der Gesamtanteil der positiven Bewertungen bei etwa 55,9 % lag. Eine neutrale Haltung nahmen 40,3 % der Befragten ein, während etwa 2,6 % eine negative Einstellung äußerten.

Somit ist der Anteil der positiven Einschätzungen innerhalb von fünf Monaten um etwa 3,2 Prozentpunkte auf 52,7 % zurückgegangen. Der Anteil der negativen Einschätzungen blieb praktisch unverändert – etwa 2,6 % im März gegenüber 2,7 % im August –, während der Anteil der neutralen Einschätzungen um 1,4 Prozentpunkte zunahm. Am deutlichsten ging der Anteil der vollständig positiven Antworten zurück – von 17,5 % auf 15,3 %.

Diese Struktur zeigt, dass eine gewisse Abschwächung des positiven Wertes nicht mit einem Wechsel eines bedeutenden Teils der Befragten zu einer negativen Einstellung einhergeht. Die neutrale Haltung bleibt die wichtigste Alternative zur positiven Bewertung Österreichs.

Oleksandr Pozniy, Direktor des Marktforschungsunternehmens Active Group, hatte zuvor in seinem Kommentar zur Einstellung der Ukrainer gegenüber Österreich gerade auf die Kombination aus einem positiven Länderbild und einer großen neutralen Gruppe hingewiesen.

„Österreich wird von den Ukrainern traditionell als europäischer Staat mit hohen sozialen Standards, kulturellem Erbe und einem stabilen politischen System wahrgenommen. Obwohl Österreich kein Hauptpartner der Ukraine in der Außenpolitik ist, bleibt die allgemeine Sympathie positiv“, so Pozniy.

Die aktuelle Erhebungsrunde bestätigt diese Einschätzung insgesamt: Der negative Anteil bleibt sehr gering, und Veränderungen finden vor allem zwischen den positiven und neutralen Antworten statt. Mehr als neun von zehn Befragten stehen Österreich positiv oder neutral gegenüber.

Die Umfrage wurde im August 2026 mittels selbst auszufüllender Online-Fragebögen im SunFlowerSociology-Panel unter 800 ukrainischen Staatsbürgern im Alter von mindestens 18 Jahren durchgeführt. Die vorherige Erhebungswelle im März umfasste ebenfalls 800 Befragte; die Stichprobe war hinsichtlich Alter, Geschlecht und Region repräsentativ, die maximale theoretische Fehlerquote bei Indikatoren auf einem Niveau von 50 % betrug ±3,5 Prozentpunkte.

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Ferrexpo hat die Produktion von Pellet in den ersten neun Monaten um 27 % reduziert

Das Bergbauunternehmen Ferrexpo plc, dessen Hauptvermögenswerte sich in der Ukraine befinden, produzierte von Januar bis September dieses Jahres 2.041.789 Tonnen Pellet, was einem Rückgang von 27 % gegenüber dem Zeitraum Januar bis September des Vorjahres (2.808.594 Tonnen) entspricht, und im dritten Quartal die Produktion dieses Produkts im Vergleich zum zweiten Quartal um 24 % gesenkt – auf 656.650 Tausend Tonnen von 860.213 Tausend Tonnen.
Laut einer Pressemitteilung des Unternehmens vom Mittwoch sank die Gesamtproduktion von Handelsprodukten (Pellets und Eisenerzkonzentrat) in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2025 um 54 % auf 2.336.135 Tausend Tonnen. Insbesondere belief sich die Produktion des Premium-Eisenerzkonzentrats Fe67 % auf 294.346 Tausend Tonnen gegenüber 2.259.294 Tausend Tonnen (ein Rückgang um 87 %). Zudem produzierte das Unternehmen 1.737.398 Tausend Tonnen Premium-Eisenerz (Rückgang um 36 %) sowie 304.391 Tausend Tonnen DR-Eisenerz (in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 wurden 81.787 Tausend Tonnen produziert).
In der Pressemitteilung wird betont, dass Ferrexpo sich weiterhin der Sicherheit und dem Wohlergehen seiner Mitarbeiter verschrieben hat und weiterhin umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter, ihrer Familien und der lokalen Gemeinden ergreift.
Ende August 2026 verzeichnete die Gruppe einen Anstieg der Arbeitsunfallhäufigkeit mit Arbeitsausfall (LTIFR) – berechnet als gleitender 12-Monats-Durchschnitt – auf 0,28 (im Vergleich zu 0,18 Ende Juni); gleichzeitig liegt dieser Wert weiterhin unter dem Durchschnittswert der letzten fünf Jahre (0,44). Der August 2026 war das sechste Jahr in Folge ohne einen einzigen Todesfall an den Produktionsstandorten der Gruppe; allerdings kam es, wie im Juli 2026 berichtet, zu einem Zwischenfall mit einem gecharterten Schiff, das Fracht von Ferrexpo transportierte: Es wurde von russischen Drohnen getroffen und beschädigt, wodurch leider ein Besatzungsmitglied ums Leben kam.
Liquiditätsengpässe, eingeschränkte logistische Möglichkeiten und eine vorübergehende Einstellung der Produktion führten im Berichtsquartal zu einem Rückgang der Produktionsmengen: Das Gesamtproduktionsvolumen belief sich im dritten Quartal auf 780.000 Tonnen, was einem Rückgang gegenüber den 963.000 Tonnen im zweiten Quartal entspricht.
Der Anteil der Produktion hochwertiger DR-Pellets (für die Direktreduktion von Eisen) am Gesamtproduktionssortiment blieb im Laufe des Quartals stabil, während ihr Produktionsvolumen im Zeitraum von Jahresbeginn bis Ende September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mengenmäßig um 272 % stieg.
Am 4. September 2026 gab der Konzern die erfolgreiche Kapitalbeschaffung in Höhe von rund 100 Mio. US-Dollar bekannt; dieser Beschluss wurde am 21. September 2026 von den Aktionären mit überwältigender Mehrheit unterstützt. Die beschafften Mittel stärkten die Bilanz des Unternehmens und ermöglichten die Wiederaufnahme der Produktion.
Der Konzern arbeitet weiterhin aktiv an der Steuerung seiner Cash-Ausgaben. Zu diesen Maßnahmen gehören die Verkürzung der Arbeitszeiten der Mitarbeiter, die kontinuierliche Reduzierung des Einkaufsvolumens von Waren und Dienstleistungen sowie die Aussetzung aller nicht kritischen Investitionsausgaben (CapEx), Gemeinkosten und Ausgaben für Programme zur sozialen Unternehmensverantwortung. Die Gruppe befindet sich weiterhin in der Endphase der Verhandlungen mit einem renommierten Anbieter von Handelsfinanzierungsdienstleistungen über die Gewährung einer besicherten Kreditlinie (wie bereits berichtet); allerdings wurden die Fristen für den Abschluss der endgültigen Dokumente insbesondere durch anhaltende logistische Störungen auf der Schwarzmeer-Exportroute der Gruppe und infolgedessen durch die Fähigkeit der Gruppe beeinträchtigt, im Rahmen des entsprechenden Kaufvertrags Lieferungen an den Finanzdienstleister zu tätigen. Da die Vereinbarung über eine potenzielle Finanzierung noch nicht abgeschlossen ist, besteht keine Gewissheit, dass sie zu den beschriebenen Bedingungen unterzeichnet oder überhaupt abgeschlossen wird.
In seinem Kommentar zu den Geschäftsergebnissen der Gruppe erklärte der amtierende Vorsitzende des Verwaltungsrats, Lucio Genovese: „Im September konnten wir mit Freude feststellen, dass die Aktionäre von Ferrexpo mit überwältigender Mehrheit die Kapitalaufnahme in Höhe von 100 Mio. US-Dollar genehmigt haben. Dieser Prozess fand unter schwierigen Bedingungen statt. Im Laufe der Sommermonate hat sich die wirtschaftliche Lage in der Ukraine verschlechtert, was in Verbindung mit verschiedenen Gerichtsverfahren gegen den Konzern eine ernsthafte Bewährungsprobe für die Bereitschaft der Investoren darstellte, in die Ukraine zu investieren. Dennoch ist es uns gelungen, die Kapitalbeschaffung erfolgreich abzuschließen und Zeichnungsanträge zu erhalten, die das geplante Volumen überstiegen.“
Seinen Worten zufolge war die Kapitalbeschaffung notwendig, da die Entscheidung der ukrainischen Steuerbehörden, die Mehrwertsteuerrückerstattung zu verzögern, unsere Liquiditätslage erheblich geschwächt hat. Die eingeschränkte Liquidität zwang uns dazu, das Produktionsvolumen zu reduzieren und noch strengere Kosteneinsparungen vorzunehmen. „Wir haben umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um diese Situation zu bewältigen, und insbesondere schwierige Entscheidungen getroffen, Mitarbeiter in Zwangsurlaub zu schicken oder sie auf Kurzarbeit umzustellen. Wir sind uns bewusst, dass dies für unsere Mitarbeiter unter den ohnehin schon schwierigen Bedingungen eine enorme Belastung darstellte und dass die Folgen in Form von sinkenden Löhnen, geringeren Einkaufsvolumina und geringeren Steuerabgaben weitreichende sozioökonomische Auswirkungen auf die Gemeinschaft hatten“, heißt es in der Pressemitteilung.
Außerdem wird darauf hingewiesen, dass trotz unserer erheblichen Anstrengungen im Laufe der Zeit deutlich wurde, dass zusätzliche Mittel erforderlich sind, um die Produktion aufrechtzuerhalten sowie Arbeitsplätze und Existenzgrundlagen zu sichern.
„Die Beschaffung von Finanzmitteln ermöglichte es uns, die Produktion wieder aufzunehmen, wenn auch in deutlich geringerem Umfang als vor Beginn der großangelegten Invasion. Aufgrund erheblicher Einschränkungen beim Zugang zu ukrainischen Häfen sind die Möglichkeiten zur Steigerung der Exporte und damit auch der Produktionskapazitäten derzeit begrenzt. Aufgrund der vorübergehenden Einstellung der Produktion im August und der Inbetriebnahme einer einzigen Produktionslinie für Pellet im September belief sich das Gesamtproduktionsvolumen für das Quartal auf knapp 800.000 Tonnen“, heißt es in der Pressemitteilung.
Wie berichtet, produzierte Ferrexpo im Jahr 2025 3.221.461 Tausend Tonnen Pellets, was einem Rückgang von 47 % gegenüber dem Vorjahr (6.070.541 Tausend Tonnen) entspricht. Dabei sank die Gesamtproduktion an marktfähigen Produkten (Pellets und Eisenerzkonzentrat) im Jahr 2025 um 9 % auf 6.141.759 Tausend Tonnen. Insbesondere belief sich die Produktion von marktfähigem Konzentrat auf 2.920.298 Tausend Tonnen gegenüber 709.803 Tausend Tonnen im Vorjahr. Zudem produzierte das Unternehmen unter anderem 81.787 Tausend Tonnen DR-Pellets (im Jahr 2024: 489.720 Tausend Tonnen) sowie 3.139.674 Tausend Tonnen Premium-Pellets (Rückgang um 44 %).
Ferrexpo steigerte im Jahr 2024 die Produktion von Pellets um 58 % gegenüber 2023 – auf 6.070.541 Tausend Tonnen gegenüber 3.845.325 Tausend Tonnen. Im Jahr 2023 produzierte das Unternehmen 3,845 Mio. Tonnen Pellet, was einem Rückgang von 36,5 % gegenüber 2022 entspricht.
Ferrexpo hält 100 % der Anteile an der „Jeristivskyi GZK“ LLC, 99,9 % an der „Bilanivskyi GZK“ LLC und 100 % der Anteile an der „Poltavskyi GZK“ PrJSC.

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Das Kreditportfolio der ukrainischen Banken stieg im September um 1,9 % – NBU

Die ukrainischen Banken haben im September 2026 im Vergleich zum August ihr Netto-Kreditportfolio um 1,9 % bzw. um 25,1 Mrd. UAH auf 1.329,4 Mrd. UAH erhöht, während die Einlagenbasis um 0,7 % bzw. 23,1 Mrd. UAH auf 3.254,7 Mrd. UAH stieg, wie aus den aktuellen Daten der Nationalbank der Ukraine (NBU) hervorgeht.
Der größte Zuwachs entfiel auf das Unternehmenssegment: Das Kreditportfolio für Unternehmen stieg im Monatsvergleich um 15,3 Mrd. UAH bzw. um 1,6 % auf 946,3 Mrd. UAH.
Das Volumen der Kredite an Privatkunden belief sich zum Monatsende auf 383,1 Mrd. UAH, was einem Anstieg um 9,8 Mrd. UAH bzw. 2,6 % gegenüber dem Vormonat entspricht.
Im Firmenkundenportfolio stiegen die Kredite in Hrywnja um fast 0,7 % bzw. 4,3 Mrd. UAH auf 654,9 Mrd. UAH, während die Fremdwährungskredite (umgerechnet in Hrywnja) um 3,9 % bzw. 11,1 Mrd. UAH auf 291,4 Mrd. UAH zunahmen.
Im Jahresvergleich stiegen die Hrywnja-Kredite an juristische Personen um 32,3 %, die Fremdwährungskredite (umgerechnet in Hrywnja) um 29,7 % und das Kreditportfolio der Privatpersonen um 38,4 %.
Auf dem Einlagenmarkt verlief die Entwicklung entgegengesetzt zum Kreditmarkt: Der größte Zuwachs entfiel auf die Einlagen der Privatkunden, die um 21,4 Mrd. UAH bzw. 1,4 % auf 1.556,0 Mrd. UAH stiegen, während die Einlagen von Unternehmen um 1,8 Mrd. UAH bzw. 0,1 % auf 1.698,7 Mrd. UAH zunahmen.
Im Jahresvergleich stiegen die Einlagen der Privatkunden um fast 17,0 % und die der Unternehmen um 14,9 %.

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