Die Rentabilität des Bitcoin-Minings hat sich im August 2026 dank des starken Kursanstiegs der größten Kryptowährung deutlich erholt, doch die Wirtschaftlichkeit der Branche bleibt deutlich hinter den Werten des Vorjahres zurück – wie Fixygen berichtet.
Laut dem am 8. September veröffentlichten Monatsbericht des Luxor Hashrate Index begann der Hashpreis in US-Dollar – der berechnete Ertrag eines Miners pro Einheit Rechenleistung – den August bei 31,63 US-Dollar pro PH/s pro Tag und schloss den Monat bei 39,33 US-Dollar ab, was einem Anstieg von 24,4 % entspricht.
Dies war der stärkste monatliche Anstieg des Indikators seit November 2024. Am 27. August stieg der Hashpreis vorübergehend erstmals seit 220 Tagen über 40 US-Dollar.
Der Hauptgrund für die Verbesserung der Mining-Wirtschaft war Bitcoin. Im August stieg sein Kurs von 62.889 US-Dollar auf 78.312 US-Dollar, was einem Anstieg von 24,5 % entspricht. Der durchschnittliche BTC-Preis stieg im Monatsverlauf um 8,7 % auf 69.263 $.
Der durchschnittliche Hashpreis lag im August bei 34,63 $ gegenüber 31,21 $ im Juli, was einem Anstieg von 10,9 % entspricht.
Doch selbst nach dieser Erholung bleibt die Rentabilität deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der durchschnittliche Hashpreis im August lag etwa 32 % unter dem Durchschnittswert des Jahres 2025, der bei 50,68 $ pro PH/s pro Tag lag.
Zusätzliche Unterstützung erhielten die Miner durch die relativ stabile Netzwerkschwierigkeit. Im August glichen sich zwei Neuberechnungen fast gegenseitig aus, sodass die endgültige Veränderung bei etwa minus 0,34 % lag. Die durchschnittliche Komplexität lag um 2 % unter dem Juli-Wert.
Dennoch stieg die Netzwerkkomplexität bereits am 5. September um 1,31 %, da ein Teil der zuvor abgeschalteten Rechenkapazitäten wieder ins Netzwerk zurückkehrte. Luxor stellt fest, dass sich die Mining-Aktivität nach dem Rückgang der Hashrate im Juni und Juli wieder erholt.
Der Anstieg der Rechenleistung könnte erneut Druck auf die Rentabilität ausüben. Je mehr Geräte um die unveränderte Blockprämie konkurrieren, desto geringer ist der Anteil des Ertrags pro Hashrate-Einheit.
Auch für weniger effiziente Geräte bleibt die Situation schwierig. Nach Schätzungen von Luxor erzielten Geräte mit einer Energieeffizienz von 25–38 J/TH im August im Durchschnitt eine Energie-Rentabilität von etwa 45 US-Dollar pro MWh bei durchschnittlichen Netzstrompreisen von etwa 48 US-Dollar pro MWh. Das bedeutet, dass ein Teil der älteren Geräte weiterhin nahe oder unterhalb der Gewinnschwelle operiert.
Infolgedessen verschaffte der August den Minern eine spürbare Atempause, doch die Nachhaltigkeit der Erholung wird von gleich drei Faktoren abhängen – dem Bitcoin-Preis, der Netzwerkkomplexität und den Stromkosten.
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Wie Fixygen berichtet, hat das deutsche Finanzministerium einen Entwurf für eine Reform der Besteuerung von Krypto-Vermögenswerten ausgearbeitet, der ab 2027 einen Steuersatz von 25 % auf Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin, Ethereum und anderer Kryptowährungen vorsieht, unabhängig von der Haltedauer des Vermögenswerts.
Der entsprechende Referenzentwurf befindet sich derzeit in einer frühen Abstimmungsphase innerhalb der Bundesregierung, berichtete das Handelsblatt am 9. September unter Berufung auf ein der Zeitung vorliegendes Dokument. Derzeit ist Deutschland nach wie vor einer der attraktivsten großen europäischen Standorte für langfristige Privatanleger in Kryptowährungen. Nach den geltenden Vorschriften unterliegen Gewinne aus dem Verkauf von Krypto-Vermögenswerten, die länger als ein Jahr im Besitz waren, in der Regel nicht der Einkommensteuer. Wird ein Vermögenswert innerhalb von 12 Monaten nach dem Kauf veräußert, gelten die Gewinne als private Veräußerung von Vermögen und werden mit dem individuellen Steuersatz des Steuerpflichtigen besteuert. Diese Regelung wurde durch offizielle Erläuterungen des Bundesfinanzministeriums vom 6. März 2025 bestätigt.
Das neue Modell soll diesen Ansatz grundlegend ändern. Es wird vorgeschlagen, Krypto-Vermögenswerte aus der Kategorie der privaten Vermögensverkäufe in die Kategorie der Kapitalerträge zu überführen und analog zu Gewinnen aus Aktiengeschäften zu besteuern. Der Basissatz der Abgeltungssteuer soll 25 % betragen. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags kann die tatsächliche Belastung bis zu 26,375 % erreichen, wobei eine eventuelle Kirchensteuer noch nicht berücksichtigt ist.
Die vorgeschlagenen Regelungen sollen nur für Kryptowährungen gelten, die nach dem 31. Dezember 2026 erworben wurden. Für Bitcoin, Ethereum und andere zuvor erworbene Vermögenswerte soll die derzeitige steuerliche Behandlung beibehalten werden.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die neuen Regelungen am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Dabei ist die Einführung des automatischen Steuerabzugs durch deutsche Kryptowährungsdienstleister erst ab dem 1. Januar 2028 geplant, um den Plattformen Zeit für die Umstellung ihrer Abrechnungssysteme zu geben.
Das Finanzministerium rechnet damit, dass die Änderung der Vorschriften dem Haushalt im Jahr 2028 zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von rund 160 Mio. Euro einbringen wird. In den folgenden Jahren soll dieser Betrag steigen und nach Berechnungen des Ministeriums im Jahr 2030 rund 350 Mio. Euro erreichen.
Die Reform beseitigt faktisch den wichtigsten Steuervorteil des langfristigen Besitzes von Kryptowährungen in Deutschland. Für Anleger wird es nicht mehr ausreichen, Bitcoin oder Ethereum länger als ein Jahr zu halten, um die beim Verkauf erzielten Gewinne vollständig von der Steuer zu befreien.
Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen. Der Entwurf des Finanzministeriums befindet sich in einer frühen Phase der interministeriellen Abstimmung; anschließend muss das Dokument noch von der Bundesregierung, dem Bundestag und dem Bundesrat geprüft werden.
Unabhängig davon verstärkt Deutschland bereits die steuerliche Transparenz bei Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten. Im November 2025 billigte der Bundestag die Umsetzung der europäischen DAC8-Richtlinie, die Krypto-Dienstleister verpflichtet, den Steuerbehörden Informationen über bestimmte Transaktionen ihrer Kunden zu übermitteln.
Wie Fixygen berichtet, wird der Kryptowährungsmarkt in der zweiten Septemberhälfte vor allem von den Entscheidungen der größten Zentralbanken, den US-Statistiken zur Verbrauchernachfrage und zur Inflation sowie dem umfangreichen vierteljährlichen Verfall von Optionen auf Bitcoin und Ethereum beeinflusst werden.
Das wichtigste Ereignis wird die Sitzung der US-Notenbank (Federal Reserve) am 15. und 16. September sein. Die Entscheidung über den Leitzins wird am 16. September bekannt gegeben. Diese Sitzung ist besonders wichtig, da die Fed zusammen mit ihrer Entscheidung aktualisierte Wirtschaftsprognosen und den sogenannten „Dot Plot“ veröffentlichen wird – die Erwartungen der Mitglieder der Notenbank hinsichtlich des künftigen Zinsverlaufs.
Die Spannung rund um die Sitzung hat sich nach der Veröffentlichung der Inflationsdaten für August deutlich verstärkt. Die Verbraucherpreise in den USA stiegen um 0,4 % im Monatsvergleich und um 3,4 % im Jahresvergleich, die Kerninflation lag bei 0,3 % im Monatsvergleich und 2,4 % im Jahresvergleich. Am Tag zuvor hatte der Erzeugerpreisindex (PPI) einen Anstieg um 0,4 % im Monatsvergleich und gleich um 5,4 % im Jahresvergleich verzeichnet.
Vor diesem Hintergrund schraubte der Markt seine Erwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte deutlich nach oben. Im Laufe des 11. September schätzten die Terminkontrakte die Wahrscheinlichkeit einer solchen Entscheidung auf etwa 82–87 %, während die Konsensprognose der Reuters-Ökonomen noch wenige Tage vor der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindexes davon ausging, dass der Leitzins auf dem Niveau von 3,50–3,75 % beibehalten würde.
Für Kryptowährungen ist eine Zinserhöhung traditionell ein ungünstiger Faktor: Sie erhöht die Rendite von Dollar-Anlagen, verteuert das Fremdkapital und verringert die Risikobereitschaft der Anleger. Die Reaktion von Bitcoin wird jedoch nicht nur von der Entscheidung selbst abhängen, sondern auch von den Kommentaren der Fed. Sollte die Zentralbank zu verstehen geben, dass die Anhebung im September eine einmalige Maßnahme ist, könnte der Markt dies deutlich gelassener aufnehmen als das Signal für den Beginn eines neuen Zyklus der Geldverknappung.
Besondere Bedeutung vor der Sitzung werden die Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen im August erhalten, die ebenfalls am 16. September veröffentlicht werden. Im Juli war dieser Indikator zum ersten Mal seit neun Monaten gesunken. Eine starke Erholung des Konsums könnte die Argumente für hohe Zinsen untermauern, während schwache Umsätze die Befürchtungen der Anleger hinsichtlich einer weiteren Straffung der Geldpolitik etwas dämpfen könnten. Das Veröffentlichungsdatum wird vom US-Volkszählungsamt bestätigt. (
Am selben Tag wird das BLS die Import- und Exportpreisindizes für August veröffentlichen. Normalerweise hat dieser Indikator einen deutlich geringeren Einfluss auf den Markt als der Verbraucherpreisindex (CPI), doch in der aktuellen Situation werden die Anleger aufmerksam auf Anzeichen dafür achten, ob sich die hohen Preise für Energieträger und Importgüter auf die US-Inflation auswirken.
Ein weiterer wichtiger Faktor wird die Bank of Japan sein. Ihre Sitzung findet am 17. und 18. September statt. Laut einer Reuters-Umfrage wird die Zentralbank den Leitzins voraussichtlich um 25 Basispunkte auf 1,25 % anheben – den höchsten Stand seit 31 Jahren.
Für Bitcoin ist die Entscheidung der japanischen Zentralbank aufgrund des Carry-Trade-Mechanismus von Bedeutung. Seit vielen Jahren nehmen Investoren günstige Yen auf und investieren diese in renditestärkere und risikoreichere Anlagen. Steigende Zinsen in Japan und eine Festigung des Yen machen solche Strategien weniger attraktiv und könnten zu einer Reduzierung der mit Fremdkapital finanzierten Positionen auf den globalen Märkten führen, einschließlich der Kryptowährungen. Befürchtungen hinsichtlich einer Abwicklung des Yen-Carry-Trade waren bereits mehrfach Ursache für erhöhte Volatilität bei risikoreichen Anlagen.
Eine weitere potenzielle Quelle für starke Schwankungen wird der 25. September sein, an dem auf Deribit ein großer vierteljährlicher Verfallstag für Kryptowährungsoptionen stattfindet. Nach Berechnungen auf Basis des offenen Interesses an der Börse zum Stand vom 9. September entfielen auf dieses Datum etwa 14,4 Mrd. US-Dollar an Bitcoin-Optionen und weitere rund 1,8 Mrd. US-Dollar an Ethereum-Optionen. Etwa 41,5 % des gesamten Open Interest an Bitcoin-Optionen konzentrierten sich speziell auf den Verfall im September.
Der Verfallstag an sich bestimmt zwar nicht die Richtung des Marktes, doch ein derart großes Volumen an Kontrakten kann die kurzfristige Volatilität erhöhen. Eine in der Septemberausgabe von „Finance Research Letters“ veröffentlichte Studie weist zudem auf statistisch signifikante intraday-Trendwenden bei Bitcoin während der Optionsverfallstage hin, insbesondere bei Vorhandensein großer Positionen von Market-Makern.
Am 29. September wird der JOLTS-Bericht für August zur Zahl der offenen Stellen in den USA veröffentlicht. Nach dem starken Beschäftigungsbericht vom August, wonach die US-Wirtschaft 162.000 Arbeitsplätze geschaffen hat und die Arbeitslosenquote bei 4,1 % lag, wurde die Lage auf dem Arbeitsmarkt zu einem weiteren Argument für Befürworter einer strafferen Politik der Fed. Ein unerwartet hohes Angebot an offenen Stellen könnte durch steigende Renditen amerikanischer Anleihen erneut Druck auf Bitcoin ausüben.
Die wichtigste Statistik nach der Sitzung der Fed wird jedoch am 30. September veröffentlicht. Das US-Amt für Wirtschaftsanalyse wird gleichzeitig die dritte Schätzung des BIP für das zweite Quartal sowie Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben der Amerikaner im August veröffentlichen. Genau dieser Bericht enthält den PCE-Preisindex – den wichtigsten Inflationsindikator, an dem sich die Fed orientiert.
Sollte der PCE nach dem CPI und dem PPI einen Anstieg des Inflationsdrucks anzeigen, könnten sich die Erwartungen hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen bis zum Jahresende verstärken. Für Bitcoin würde ein solches Szenario bedeuten, dass der Druck durch hohe Anleiherenditen und einen starken Dollar anhält. Ein schwächerer PCE hingegen könnte die Erwartungen hinsichtlich eines Endes der straffen Geldpolitik wieder auf den Markt bringen.
Erschwert wird die Situation durch den Anstieg des Ölpreises. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen näherte sich am 11. September der 5-Prozent-Marke – dem höchsten Stand seit 2023 –, da der teure Ölpreis die Befürchtungen vor einer neuen Inflationswelle verstärkte.
Zudem hat die Europäische Zentralbank am 10. September bereits die Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben: Der Einlagensatz wird ab dem 16. September bei 2,50 % liegen. Die EZB hat diese Entscheidung ausdrücklich mit dem anhaltenden Inflationsdruck in Verbindung gebracht, insbesondere aufgrund des Konflikts im Nahen Osten und der steigenden Energiepreise.
Somit stellt die zweite Septemberhälfte für den Kryptomarkt eine Phase erhöhten makroökonomischen Risikos dar. Innerhalb von zwei Wochen werden die Anleger nacheinander die Entscheidung der Fed, eine mögliche Zinserhöhung durch die Bank of Japan, eine große vierteljährliche Fälligkeit von Krypto-Optionen, Daten zum US-Arbeitsmarkt sowie den wichtigen PCE-Inflationsindex zu verdauen haben.
Im Basisszenario bleibt der Preis der globalen Liquidität der wichtigste Faktor für Bitcoin. Sollten die Fed und die Bank of Japan gleichzeitig ihre Geldpolitik straffen und die Inflation in den USA hoch bleiben, könnte der Druck auf risikoreiche Anlagen anhalten. Sollte die Fed hingegen signalisieren, dass sich der Zinserhöhungszyklus dem Ende nähert, und der PCE eine Verlangsamung des Preisanstiegs zeigen, könnte der Markt Ende September Anlass zu einer Erholung erhalten.
Ein entscheidender Anhaltspunkt nach jeder Datenveröffentlichung wird nicht nur der Indikator selbst sein, sondern auch die Reaktion der Renditen amerikanischer Staatsanleihen und des Dollars: Sollten diese weiter steigen, wird es für Kryptowährungen schwieriger, ihre Positionen wieder zu festigen, während sinkende Renditen und ein schwächerer Dollar Kapital zurück in Bitcoin, Ethereum und andere risikoreiche Anlagen lenken könnten.
Die Gesamtmarktkapitalisierung des weltweiten Stablecoin-Marktes hat etwa 305,4 Mrd. US-Dollar erreicht und wächst weiter, da digitale Dollar zunehmend für Kryptowährungszahlungen, den Handel und dezentrale Finanzdienstleistungen genutzt werden – so berichtet Fixygen.
Nach Angaben von DefiLlama stieg das Stablecoin-Angebot in den letzten sieben Tagen bis zum 10. September 2026 um etwa 1,69 Mrd. US-Dollar bzw. 0,56 % und in den letzten 30 Tagen um 1,6 %.
Der größte Stablecoin bleibt Tether USDT mit einer Marktkapitalisierung von rund 183,4 Mrd. $. Sein Anteil am gesamten Segment beträgt etwa 60 %.
An zweiter Stelle steht der von Circle herausgegebene USDC mit einer Marktkapitalisierung von rund 74,5 Mrd. US-Dollar. Im letzten Monat stieg sein Angebot um etwa 3 %.
Somit kontrollieren allein die beiden größten Dollar-Stablecoins rund 84,4 % des gesamten Marktes.
Auf dem dritten Platz liegt der Sky Dollar (USDS) mit einer Marktkapitalisierung von rund 6,64 Mrd. US-Dollar, gefolgt von DAI mit 4,79 Mrd. US-Dollar und Ethena USDe mit etwa 4,44 Mrd. US-Dollar.
Die deutlichste Dynamik unter den großen Stablecoins zeigt in letzter Zeit der USDe: Seine Marktkapitalisierung stieg innerhalb eines Monats um etwa 13 %.
Das Wachstum der Marktkapitalisierung von Stablecoins ist ein wichtiger Indikator für die Lage auf dem Kryptowährungsmarkt. Im Gegensatz zum Kursanstieg von Bitcoin oder Ethereum bedeutet der Anstieg der Marktkapitalisierung von Dollar-Token in hohem Maße das Entstehen eines zusätzlichen nominalen Volumens an digitalen Dollar, die für den Handel, Überweisungen, Kreditvergabe und andere Transaktionen in der Kryptoökonomie genutzt werden können.
Daher wird das Wachstum des Stablecoin-Angebots oft als Indikator für eine Zunahme der verfügbaren Liquidität angesehen. Dabei garantiert es an sich noch kein weiteres Wachstum von Bitcoin oder anderen Krypto-Assets – ein Teil der Mittel kann für Zahlungen, internationale Überweisungen oder zur Aufbewahrung außerhalb risikobehafteter Anlagen verwendet werden.
Die Marktstruktur bleibt äußerst konzentriert: Auf USDT entfallen sechs von zehn Dollar der Marktkapitalisierung des Segments, und der Abstand zwischen Tether und seinem nächsten Konkurrenten USDC beträgt mehr als 108 Mrd. US-Dollar.
Stablecoins sind digitale Token, deren Wert in der Regel an traditionelle Währungen, vor allem an den US-Dollar, gekoppelt ist. Sie sind eines der wichtigsten Zahlungsmittel auf dem Kryptowährungsmarkt und werden gleichzeitig zunehmend auch außerhalb dieses Marktes für internationale Zahlungen und Geldüberweisungen genutzt.
Datenquelle: DefiLlama Stablecoins
Wie Fixygen berichtet, entwickelt sich Ethereum nach Bitcoin zum zweitgrößten digitalen Vermögenswert, den börsennotierte Unternehmen zum Aufbau ihrer Kryptowährungsreserven nutzen.
Nach Angaben des Ethereum Treasury Trackers von The Block wiesen neun der beobachteten börsennotierten Unternehmen zum Stand vom 9. bis 10. September 2026 insgesamt rund 7,63 Millionen ETH in ihren Bilanzen aus. Der Wert dieser Reserven wird auf etwa 19 Mrd. US-Dollar geschätzt.
Absoluter Spitzenreiter ist BitMine Immersion Technologies. Das Unternehmen gab am 8. September bekannt, dass es sein Portfolio auf 5,929 Mio. ETH aufgestockt hat. Darüber hinaus verfügt BitMine über 211 BTC, Barmittel und im Umlauf befindliche Wertpapiere im Wert von 593 Mio. US-Dollar sowie eine Reihe weiterer Investitionen.
Das Gesamtvolumen an Kryptowährungen, Barmitteln und marktgängigen Wertpapieren schätzt das Unternehmen auf 15,7 Mrd. US-Dollar.
Nach Schätzungen von BitMine selbst entsprechen die 5,93 Mio. ETH in seinem Besitz etwa 4,9 % des gesamten Ethereum-Umlaufs.
Dabei hat das Unternehmen bereits rund 5,067 Mio. ETH im Staking platziert. Ihr Wert wurde von BitMine zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Informationen auf etwa 12,6 Mrd. US-Dollar geschätzt.
Den zweiten Platz unter den börsennotierten Unternehmensinhabern von Ethereum belegt SharpLink mit 868.700 ETH im Wert von etwa 2,15 Mrd. US-Dollar, den dritten Platz die Dynamix Corporation mit 496.700 ETH im Wert von etwa 1,24 Mrd. US-Dollar.
Es folgen Bit Digital mit 158.500 ETH, BTCS mit 70.100 ETH und Forum Markets mit 69.800 ETH.
Somit kontrolliert allein BitMine etwa 78 % aller ETH, die sich in den von The Block erfassten spezialisierten Ethereum-Reserven von Unternehmen befinden.
Das sich abzeichnende Modell ähnelt der Strategie, die Strategy vor einigen Jahren mit Bitcoin umgesetzt hat, doch bei Ethereum gibt es einen wesentlichen Unterschied. Ein Unternehmen kann einen digitalen Vermögenswert nicht nur halten, um von einem Wertanstieg zu profitieren, sondern ihn auch im Staking anlegen und so zusätzliche Erträge erzielen.
Gleichzeitig birgt dieses Modell jedoch auch zusätzliche Risiken – von der Volatilität des ETH über Schwankungen der Staking-Renditen bis hin zu einem potenziellen Abschlag der Unternehmensaktien gegenüber dem Wert des im Besitz des Unternehmens befindlichen Ethereum.
Stand 10. September notiert ETH bei 2.470 US-Dollar.
Datenquelle: Ethereum Treasury Tracker
Der Anteil von Ethereum, der im Staking gebunden ist, hat 35 % des Gesamtangebots der Kryptowährung überschritten, und die Warteschlange derjenigen, die neue Mittel in das Validator-System einbringen möchten, erstreckt sich über fast 33 Tage – wie Fixygen berichtet.
Nach Angaben der Ethereum Validator Queue vom 10. September befinden sich etwa 42,9 Mio. ETH im Staking, was 35,19 % des Ethereum-Angebots entspricht. Im Netzwerk gibt es etwa 909.700 aktive Validatoren.
Dabei befanden sich etwa 1,895 Mio. ETH in der Warteschlange für die Aufnahme. Die geschätzte Wartezeit für die Aufnahme eines neuen Validators betrug 32 Tage und 22 Stunden.
Bei den Auszahlungen war die Situation umgekehrt: In der Warteschlange für Auszahlungen befanden sich lediglich etwa 25.300 ETH, und die Wartezeit betrug etwa 10,5 Stunden. Nach dem Austritt eines Validators wurde die zusätzliche Verzögerung bis zum tatsächlichen Erhalt der Gelder auf etwa 7,9 Tage geschätzt.
Dieses Verhältnis der Warteschlangen deutet darauf hin, dass die aktuelle Nachfrage nach dem Einstieg ins Staking deutlich höher ist als die nach dem Ausstieg daraus.
Die Rendite des Ethereum-Stakings beträgt etwa 2,59 % p. a. Sie variiert je nach der Menge an ETH, die zur Sicherstellung des Netzwerkbetriebs eingesetzt wird, sowie nach anderen Parametern des Protokolls.
Der Anstieg der in Ethereum-Validatoren gesperrten Menge verringert potenziell das Volumen der direkt auf dem Markt verfügbaren Coins. Es wäre jedoch falsch, alle 42,9 Millionen ETH als vollständig aus dem Umlauf genommen zu betrachten: Ein Teil des Stakings erfolgt über liquide Protokolle, die Derivat-Token ausgeben, die auf dem Markt im Umlauf sind.
Ein weiterer Faktor ist das wachsende Interesse börsennotierter Unternehmen an Ethereum. Der größte institutionelle ETH-Inhaber, BitMine Immersion Technologies, gab am 8. September bekannt, dass von den ihm gehörenden 5,93 Millionen ETH bereits 5,067 Millionen im Staking gebunden sind.
Vor dem Hintergrund des wachsenden Stakings wird Ethereum bei etwa 2.470 US-Dollar gehandelt. Nach Stand vom 10. September liegt der ETH-Preis bei etwa 2.468 US-Dollar gegenüber 2.485 US-Dollar am Vortag.
Ethereum ist im September 2022 auf den Proof-of-Stake-Konsensmechanismus umgestiegen. Validatoren sperren ETH, um Transaktionen zu bestätigen und das Netzwerk zu schützen, und erhalten dafür eine Belohnung.
Datenquelle: Ethereum Validator Queue