Business news from Ukraine

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Indien steigert die Stahlproduktion und verringert den Rückstand auf China

Indien festigt weiterhin seine Position als zweitgrößter Stahlproduzent der Welt und verringert schrittweise den Rückstand auf China, wie aus den am 24. September 2026 veröffentlichten Daten des Weltstahlverbands Worldsteel hervorgeht.
Von Januar bis August 2026 produzierten indische Stahlwerke 115,9 Millionen Tonnen Stahl, was einem Anstieg von 6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. China verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Rückgang der Produktion um 3,1 % auf 651,9 Millionen Tonnen.
Nach Berechnungen von Open4Business auf der Grundlage von Worldsteel-Daten produzierte Indien in den ersten acht Monaten des Jahres 2025 rund 109,3 Mio. Tonnen Stahl, China hingegen etwa 672,8 Mio. Tonnen. Somit verringerte sich der absolute Abstand zwischen den beiden größten Produzenten im Jahresvergleich von etwa 563 Mio. auf 536 Mio. Tonnen, was einem Rückgang von fast 5 % entspricht.
Auch das Verhältnis der Produktionsmengen verschiebt sich zugunsten Indiens. Während China im Zeitraum Januar bis August des Vorjahres noch etwa 6,2-mal mehr Stahl produzierte als Indien, sank dieser Wert im Jahr 2026 auf etwa das 5,6-Fache.
Im August setzte sich dieser Trend fort. Indien steigerte seine Stahlproduktion im Jahresvergleich um 4,6 % auf 14,8 Mio. Tonnen, während die Produktion in China um 3,7 % auf 74,6 Mio. Tonnen zurückging. (World Steel Association)
Indien liegt zudem mehr als doppelt so weit vor den USA, die unter den weltweit größten Produzenten den dritten Platz einnehmen. US-amerikanische Unternehmen schmolzen von Januar bis August 57,5 Mio. Tonnen Stahl und steigerten damit ihre Produktion um 5,5 %. Japan produzierte 54 Mio. Tonnen, Russland 43,8 Mio. Tonnen und Südkorea 42,8 Mio. Tonnen.
Damit ist die indische Produktionsmenge in den ersten acht Monaten bereits etwa doppelt so hoch wie die der USA und mehr als doppelt so hoch wie die Japans.
Auf Indien entfielen etwa 9,5 % der gesamten Stahlproduktion der 70 Länder, die Daten an Worldsteel übermitteln, während der Anteil Chinas bei etwa 53 % und der der USA bei etwa 4,7 % lag. Diese 70 Länder deckten im Jahr 2025 etwa 98 % der weltweiten Stahlproduktion ab.
Der Unterschied ist vor dem Hintergrund der allgemeinen Stagnation der Branche besonders auffällig. Von Januar bis August ging die weltweite Stahlproduktion um 0,7 % auf 1,225 Mrd. Tonnen zurück, während Indien weiterhin ein stetiges Wachstum verzeichnete. Im August sank die weltweite Produktion im Jahresvergleich um 1,2 % auf 144,2 Mio. Tonnen.
Ein weiterer schnell wachsender asiatischer Produzent ist Vietnam. In den ersten acht Monaten steigerte das Land seine Stahlproduktion um 29,1 % auf 20,6 Mio. Tonnen, wobei allein im August ein Wachstum von 36,4 % zu verzeichnen war. Insgesamt ist die Stahlproduktion in Asien und Ozeanien seit Jahresbeginn jedoch um 0,9 % auf 906,4 Mio. Tonnen zurückgegangen, was in erster Linie auf die Entwicklung des chinesischen Marktes zurückzuführen ist.
China behält dabei seinen enormen Vorsprung und bleibt der unangefochtene Marktführer der weltweiten Stahlindustrie. Die gegensätzliche Entwicklung der beiden größten Produzenten deutet jedoch auf eine allmähliche Zunahme der Bedeutung Indiens in der weltweiten Stahlindustrie hin.
Quellangabe: World Steel Association – Rohstahlproduktion im August 2026

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Die Ukraine ist unter den weltweiten Stahlproduzenten vom 21. auf den 33. Platz zurückgefallen

Die ukrainischen Stahlwerke produzierten im August 2026 277.000 Tonnen Stahl, was 2,3-mal weniger ist als im August des Vorjahres, als das Produktionsvolumen bei 649.000 Tonnen lag.

Im Vergleich zum Juli dieses Jahres, als 457.000 Tonnen Stahl produziert wurden, ging der Wert im August um weitere 39,4 % zurück.

Vor dem Hintergrund des drastischen Produktionsrückgangs ist die Ukraine auf den 33. Platz unter den 70 Stahl produzierenden Ländern zurückgefallen, deren Daten von der Weltstahlvereinigung Worldsteel erhoben werden.

Noch im Juli 2026 lag die Ukraine auf Platz 26, im August 2025 belegte sie Platz 21.

Somit hat das Land innerhalb nur eines Jahres 12 Plätze in der monatlichen Weltrangliste verloren.

Dabei sehen die Ergebnisse für die ersten acht Monate besser aus als die Zahlen vom August. Von Januar bis August 2026 produzierte die Ukraine 4,30 Millionen Tonnen Stahl, was einem Rückgang von 12,5 % gegenüber den 4,91 Millionen Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.

Gemessen an der kumulierten Produktion der letzten acht Monate belegt die Ukraine weltweit den 24. Platz.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 schmolz die Ukraine 7,41 Millionen Tonnen Stahl, was einem Rückgang von 2,2 % gegenüber 2024 entspricht, und belegte damit den 21. Platz unter den weltweiten Produzenten.

Somit war der August einer der schwächsten Monate für die ukrainische Metallindustrie im Jahr 2026: Die Produktion lag um 40 % unter dem Niveau vom Juli und war mehr als halb so hoch wie im Vorjahr.

Der Rückgang in der Ukraine verläuft deutlich schneller als weltweit: Im August sank die weltweite Stahlproduktion nur um 1,2 % auf 144,2 Mio. Tonnen, im Zeitraum Januar bis August um 0,7 % auf 1,225 Mrd. Tonnen.

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Der Verlust von „Metinvest“ stieg im ersten Halbjahr auf 202 Mio. US-Dollar

Metinvest B.V. (Niederlande), die Muttergesellschaft des Bergbau- und Metallkonzerns „Metinvest“, schloss den Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres mit einem Nettoverlust von 202 Mio. US-Dollar ab, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Nettoverlust von 58 Mio. US-Dollar verzeichnet wurde.

Laut einer Pressemitteilung von Metinvest B.V. vom Montag zum ersten Halbjahr des laufenden Jahres stieg der Umsatz im genannten Zeitraum um 3 % auf 3,657 Mrd. US-Dollar, ausgehend von 3,555 Mrd. US-Dollar.

Das Unternehmen verzeichnete im Berichtszeitraum einen Rückgang des Betriebsergebnisses um 64 % auf 73 Mio. US-Dollar.

Im ersten Halbjahr 2026 sank das bereinigte EBITDA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,3 % – von 339 Mio. US-Dollar auf 311 Mio. US-Dollar. Dabei sank das EBITDA des Bergbausegments um 30 % auf 119 Mio. US-Dollar (von 169 Mio. US-Dollar), während das EBITDA des Metallurgiesegments um 17 % auf 249 Mio. US-Dollar (von 213 Mio. US-Dollar) stieg.

Die Finanzkennzahlen spiegeln die Geschäftsergebnisse des Konzerns vor der Stilllegung der Häfen und der damit verbundenen Stilllegung des Süd-Erzbergwerks sowie vor den Beschussaktionen gegen „Zaporizhstal“ und „Kametstal“ wider, aufgrund derer auch diese den Betrieb einstellten.
Dabei wird angemerkt, dass die Unternehmen von „Metinvest“ in der Ukraine ihren Betrieb mit unterschiedlicher Auslastung fortsetzten, was auf Einschränkungen im Zusammenhang mit Sicherheit, Energieversorgung, Logistik und wirtschaftlichen Faktoren zurückzuführen ist. Trotz aller Herausforderungen erzielte der

Konzern solide Finanzergebnisse, was es ermöglichte, Anleihen in Höhe von 428 Mio. US-Dollar im April vollständig und fristgerecht zu tilgen. Seit Beginn des Krieges hat „Metinvest“ zusammen mit seinen Joint Ventures und assoziierten Unternehmen 328 Mio. US-Dollar zur Unterstützung der Ukraine bereitgestellt.
Juri Ryshenkov, Vorstandsvorsitzender von „Metinvest“, hob in seinem Kommentar hervor, dass das erste Halbjahr 2026 insgesamt von einer stabilen operativen und finanziellen Entwicklung geprägt war. Ein wichtiger Meilenstein war die erfolgreiche Rückzahlung der Anleihen mit Fälligkeit im Jahr 2026 im April. Dieses

Ereignis zeugt von der finanziellen Disziplin und Ausdauer, die „Metinvest“ auszeichnen. Seit 2022 hat der Konzern drei separate Anleiheemissionen vollständig getilgt, wobei sich das Gesamtvolumen der Rückzahlungen auf über 1 Mrd. US-Dollar belief. Wichtig ist, dass all diese Verpflichtungen ohne Umschuldung erfüllt wurden – trotz des Kontrollverlusts über bestimmte Vermögenswerte und der beispiellosen Herausforderungen, mit denen die ukrainische Wirtschaft konfrontiert ist.

Nach Ablauf des Berichtszeitraums wurden die Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit in der Ukraine zunehmend schwieriger: Die Zunahme von Raketenangriffen und Drohnenangriffen erhöhte die Sicherheitsrisiken, beeinträchtigte die Handelsschifffahrt durch die Schwarzmeerhäfen und erschwerte die Export- und

Importlogistik zusätzlich. Vor diesem Hintergrund hat das Gemeinschaftsunternehmen „Pivdenny GZK“ die Produktion vorübergehend eingestellt. Im August und September 2026 führten Raketenangriffe auf die Unternehmen der Gruppe – „Zaporizhstal“ und „Kametstal“ – zum Tod und zur Verwundung von Mitarbeitern sowie zu erheblichen Schäden an der Produktions- und Hilfsinfrastruktur, was eine vorübergehende Stilllegung der betroffenen Anlagen zur Folge hatte.

„Wir planen, den Betrieb dieser Anlagen schrittweise wieder aufzunehmen und die Hochöfen nach und nach wieder in Betrieb zu nehmen. Dies unterstreicht unser Engagement für den Erhalt einer wettbewerbsfähigen ukrainischen Metallindustrie, die weiterhin die Wirtschaft des Landes stützt“, betonte der CEO.
Gleichzeitig verschärfen sich auch die äußeren Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit. „Wir befinden uns in einer grundlegend neuen regulatorischen Realität, die durch die Einführung des grenzüberschreitenden CO₂-Ausgleichsmechanismus (CBAM) durch die EU und Änderungen der Handelsquoten bedingt ist.

Obwohl die Gruppe weiterhin dem Kurs der Dekarbonisierung und der Integration in den Wirtschaftsraum der EU treu bleibt, üben diese Maßnahmen zusätzlichen Druck auf die ukrainische Industrie aus, während sich das Land weiterhin gegen militärische Aggression verteidigt und sein industrielles Potenzial bewahrt“, betonte Ryshenkov.

„Metinvest“ ist ein vertikal integrierter Konzern aus Bergbau- und Metallurgieunternehmen. Seine Betriebe befinden sich in der Ukraine – in den Oblasten Donezk, Luhansk, Saporischschja und Dnipropetrowsk – sowie in Ländern der Europäischen Union, im Vereinigten Königreich und in den USA. Die Hauptaktionäre der

Holding sind die SCM-Gruppe (71,24 %) und „Smart-Holding“ (23,76 %). Die „Metinvest Holding“ GmbH ist die Verwaltungsgesellschaft der „Metinvest“-Gruppe.

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Der Export von Eisenmetallen aus der Ukraine ist im Juli im Vergleich zum Juni um fast ein Drittel zurückgegangen

Die Deviseneinnahmen der Ukraine aus dem Export von Eisenmetallen beliefen sich im Juli 2026 auf 199,9 Millionen Dollar, was fast 32 % weniger ist als im Juni, als der Export 293,6 Millionen Dollar einbrachte, wie Daten des Staatlichen Zolldienstes zeigen.
Somit fiel der Juli für den ukrainischen Metallexport deutlich schwächer aus als der Vormonat.
Insgesamt erzielten die Unternehmen der Branche von Januar bis Juli Einnahmen aus dem Export von Eisenmetallen in Höhe von 1,678 Mrd. Dollar, was einem Rückgang von 7,6 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.
Gleichzeitig beliefen sich die Importe von Eisenmetallen im Juli auf 176,4 Mio. Dollar. Die Differenz zwischen Exporten und Importen verringerte sich somit auf etwa 23,5 Mio. Dollar pro Monat.
In den ersten sieben Monaten stiegen die Metallimporte um 7,2 % auf 1,023 Mrd. Dollar.
Der Rückgang der Exporterlöse im Juli erfolgt nach zwei Jahren der Erholung der Metallerzeugnis-Exporte. Im Jahr 2024 stieg deren Wert um 16,9 % und im Jahr 2025 um weitere 7,85 %.

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Der Anteil der Eisenmetalle am ukrainischen Export ist in den ersten sieben Monaten unter 7% gesunken

Die ukrainischen Metallunternehmen verzeichneten von Januar bis Juli 2026 einen Rückgang der Deviseneinnahmen aus dem Export von Eisenmetallen um 7,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – von 1,816 Mrd. USD auf 1,678 Mrd. USD.
Dies geht aus Daten des Staatlichen Zolldienstes der Ukraine hervor.
Der Anteil der Eisenmetalle an den gesamten Warenexporterlösen der Ukraine sank in den ersten sieben Monaten von 7,79 % im Zeitraum Januar bis Juli 2025 auf 6,95 %, was einem Rückgang um 0,84 Prozentpunkte entspricht.
Somit machen Metallprodukte weiterhin einen erheblichen Teil der ukrainischen Warenexporte aus, doch ihr Anteil geht vor dem Hintergrund sinkender Deviseneinnahmen der Branche zurück.
Gleichzeitig stiegen die Importe von Eisenmetallen in die Ukraine weiter an. Von Januar bis Juli stiegen sie um 7,2 % auf 1,023 Mrd. US-Dollar.
Trotz der gegensätzlichen Entwicklung bei Exporten und Importen konnte die Ukraine nach den Ergebnissen der ersten sieben Monate einen positiven Außenhandelssaldo bei Eisenmetallen in Höhe von etwa 655 Mio. US-Dollar verzeichnen.
Besonders verschlechterte sich die Lage bei den Metallwaren. Deren Export ging um 10,8 % auf 507,5 Mio. US-Dollar zurück, während die Importe um 6 % auf 697,6 Mio. US-Dollar stiegen. Infolgedessen belief sich das Außenhandelsdefizit bei Metallwaren auf rund 190 Mio. US-Dollar.
Zum Vergleich: Nach den Ergebnissen des Jahres 2025 stiegen die Exporterlöse aus Schwarzmetallen um 7,85 % auf 3,339 Mrd. US-Dollar, und ihr Anteil am gesamten Warenexport belief sich auf 8,25 %. Im Jahr 2024 stiegen die Exporte von Eisenmetallen um weitere 16,9 % auf 3,096 Mrd. Dollar.
Nach zwei Jahren des Wachstums bei den Exporteinnahmen der Metallindustrie kehrte sich der Trend im Jahr 2026 somit um: Die Einnahmen gehen zurück, während die Importe von Eisenmetallen und Metallprodukten weiter zunehmen.

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