Business news from Ukraine

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Montenegro und Albanien in Forbes-Liste der besten Länder für den Ruhestand aufgenommen

Montenegro und Albanien wurden in die von Forbes erstellte Liste der besten Auslandsdestinationen für den Ruhestand im Jahr 2026 aufgenommen, wie das Informations- und Analysezentrum Experts Club berichtet.

Forbes veröffentlichte seinen jährlichen Überblick The Best Places To Retire Abroad In 2026 am 31. Juli und aktualisierte ihn später am 5. August. Das Magazin wählte 96 empfohlene Orte in 24 Ländern auf fünf Kontinenten aus, wobei sich die Hälfte der vertretenen Staaten in Europa befindet.

Bei der Zusammenstellung der Liste berücksichtigte Forbes die Lebenshaltungskosten, die Qualität und die Kosten der medizinischen Versorgung, Steuern, das Kriminalitätsniveau und die politische Stabilität, die Verkehrsanbindung, die Möglichkeit, einen langfristigen Aufenthaltsstatus zu erhalten, die Verbreitung der englischen Sprache sowie Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel und Naturkatastrophen.

Dabei wurde keine Rangliste von Platz eins bis Platz 24 erstellt – die Länder werden in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Daher bedeutet beispielsweise die Platzierung Albaniens am Anfang der Liste nicht, dass Forbes das Land als das beste Land für Rentner anerkannt hat.

In die Liste aufgenommen wurden Albanien, Argentinien, Österreich, Belize, Kanada, Kolumbien, Costa Rica, Zypern, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Malaysia, Malta, Mauritius, Mexiko, Montenegro, Panama, Portugal, Slowenien, Spanien, Thailand, Uruguay und Vietnam. Mauritius und Vietnam wurden erstmals in die jährliche Liste aufgenommen.

In Montenegro hob Forbes Podgorica, Bar, Perast und Tivat hervor. Die Lebenshaltungskosten im Land bewertet das Magazin als weniger als die Hälfte des amerikanischen Durchschnitts, das Niveau schwerer Kriminalität als niedrig und die politische Lage als stabil.

Die Qualität des Gesundheitswesens bewertet Forbes als ausreichend, weist jedoch darauf hin, dass sich Ausländer mit komplexen medizinischen Problemen häufig an Spezialisten in Italien oder Deutschland wenden.

Als besonderer Vorteil Montenegros wird die Möglichkeit genannt, durch den Erwerb von Immobilien eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten. Nach den von Forbes genannten Bedingungen für amerikanische Rentner beginnt der Weg zum dauerhaften Aufenthalt mit einer verlängerbaren einjährigen Aufenthaltserlaubnis, für die ein Renteneinkommen von mehr als 19.000 US-Dollar pro Jahr nachgewiesen werden muss.

Gleichzeitig weist Forbes auf die Risiken von Waldbränden, Überschwemmungen und Erdbeben hin – ein besonders aktueller Faktor vor dem Hintergrund der großen Brände an der Adriaküste im Sommer 2026.

Im benachbarten Albanien empfiehlt Forbes, Tirana, Durrës, Sarandë und Vlorë in Betracht zu ziehen.

Nach Einschätzung des Magazins betragen die Lebenshaltungskosten dort etwa die Hälfte des amerikanischen Niveaus. Zu den Vorteilen werden das mediterrane Klima, die Meeresküste, ein vergleichsweise niedriges Kriminalitätsniveau und ein relativ einfaches Verfahren zur Legalisierung des Aufenthalts gezählt.

Für Amerikaner ist besonders praktisch, dass sie sich bis zu einem Jahr als Touristen in Albanien aufhalten können, was ausreichend Zeit für die Beantragung eines längerfristigen Status bietet. Forbes weist darauf hin, dass ein Paar für eine Einwanderung im Ruhestand anschließend ein jährliches Einkommen aus dem Ausland von etwa 20.000 US-Dollar nachweisen muss.

Unter den traditionellen europäischen Reisezielen behielt Forbes Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und Griechenland bei.

Portugal wird als ein Land bewertet, dessen Lebenshaltungskosten etwa ein Drittel unter dem amerikanischen Niveau liegen, mit relativ erschwinglicher medizinischer Versorgung und einem vergleichsweise einfachen D7-Programm für den Aufenthalt finanziell unabhängiger Ausländer.

In Spanien liegen die Ausgaben nach Einschätzung von Forbes etwa 30 % unter dem amerikanischen Niveau, während die medizinische Versorgung als hochwertig und kostengünstig beschrieben wird. Gleichzeitig richtet das Magazin besonderes Augenmerk auf Waldbrände, extreme Hitze und Überschwemmungen. Infolgedessen wurden in diesem Jahr einige Gebiete von der Liste der konkret empfohlenen Orte gestrichen, darunter die Costa del Sol, und in Frankreich Bordeaux.

Vietnam wurde zu einem der erschwinglichsten Reiseziele: Forbes schätzt die Lebenshaltungskosten auf etwa ein Viertel des amerikanischen Niveaus. Ein erheblicher Nachteil ist jedoch das Fehlen eines speziellen Rentnervisums, weshalb Ausländer auf aufeinanderfolgende elektronische 90-Tage-Visa zurückgreifen müssen.

Mauritius wurde erstmals in die Liste aufgenommen, dank relativ niedriger Lebenshaltungskosten, erschwinglicher medizinischer Versorgung und einer speziellen Genehmigung für ausländische Rentner. Forbes schätzt die Lebenshaltungskosten auf mehr als 50 % unter dem amerikanischen Niveau und nennt für ein Paar die Anforderung, ein Renteneinkommen von etwa 18.000 US-Dollar pro Jahr nachzuweisen.

Somit war eines der auffälligen Ergebnisse der Liste für den Balkan die gleichzeitige Aufnahme Albaniens und Montenegros, während Serbien nicht in die Forbes-Liste für 2026 aufgenommen wurde. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das Magazin Serbien als weniger geeignet für Rentner eingestuft hat: Forbes erstellt eine redaktionelle Auswahl und keine vollständige vergleichende Rangliste aller Länder der Welt.

Die Studie richtet sich in erster Linie an US-Bürger – Forbes vergleicht die Ausgaben mit dem amerikanischen Niveau, berücksichtigt Steuerabkommen mit den USA, die Bestimmungen der Sozialversicherung (Social Security) sowie die Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von Medicare. Für Bürger anderer Länder können die finanziellen, steuerlichen und einwanderungsrechtlichen Bedingungen erheblich abweichen.

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Die Ukrainer gehören zu den größten Gruppen ausländischer Einwohner in Montenegro

Nach Angaben des „Serbischen Ökonomen“ lebten in Montenegro zum Stand vom 31. Juli 2026 fast 100.000 ausländische Staatsbürger legal im Land, wobei die Ukrainer nach Angaben des montenegrinischen Innenministeriums und zuvor veröffentlichten detaillierten Statistiken der Behörde weiterhin eine der größten ausländischen Gemeinschaften des Landes bilden.

Nach Angaben des montenegrinischen Innenministeriums verfügen 67.344 Ausländer über eine befristete Aufenthaltsgenehmigung, weitere 29.783 über eine unbefristete. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Ausländer mit geregeltem Aufenthaltsstatus auf über 97.000 Personen. Von den Personen mit befristeter Aufenthaltsgenehmigung verfügen 40.907 über eine befristete Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung.

Als die drei größten Gruppen ausländischer Einwohner nennt das Innenministerium Staatsangehörige Serbiens, der Russischen Föderation und der Türkei. Eine vollständige Aufschlüsselung nach Staatsangehörigkeit zum Stand vom 31. Juli 2026 hat die Behörde in ihrer veröffentlichten Antwort nicht angegeben, weshalb es derzeit nicht möglich ist, den genauen aktuellen Platz der Ukraine in der Rangliste auf der Grundlage dieser Daten zu bestimmen.

Die letzte verfügbare vollständige Tabelle des Innenministeriums, die einen Vergleich der wichtigsten nationalen Gruppen ermöglicht, zeigt jedoch, dass ukrainische Staatsangehörige zum 31. Oktober 2023 den fünften Platz unter den Ausländern mit befristetem oder dauerhaftem Aufenthalt in Montenegro einnahmen.

Damals waren in den Registern des Innenministeriums verzeichnet:

Russland – 27.032 Personen;

Serbien – 22.661;

Türkei – 9.467;

Bosnien und Herzegowina – 7.733;

Ukraine – 5.208;

Kosovo – 3.821;

Albanien – 3.027;

Weißrussland – 1.288.

Dabei stieg die Zahl der ukrainischen Gemeinschaft nach 2023 weiter an. In einem Artikel der montenegrinischen Zeitung „Dan“, der im März 2026 vom Radio und Fernsehen von Niksic zitiert wurde, hieß es, dass sich im Dezember über 9.000 ukrainische Staatsbürger mit Aufenthaltsgenehmigungen im Land aufhielten. Zum Vergleich: Die Zahl der türkischen Staatsbürger betrug etwa 13.000.

Gesondert zu berücksichtigen sind die Ukrainer, die sich aufgrund vorübergehenden Schutzes in Montenegro aufhalten. Dieser Status unterscheidet sich rechtlich von einer gewöhnlichen befristeten Aufenthaltsgenehmigung, weshalb die Daten zu Personen, denen vorübergehender Schutz gewährt wurde, und zu regulären Aufenthaltsgenehmigungen bei der Erstellung einer Rangliste ausländischer Einwohner nicht einfach addiert werden können.

Im März 2026 verlängerte die montenegrinische Regierung die Gültigkeit des vorübergehenden Schutzes für Personen aus der Ukraine bis zum 4. März 2027.

Das Ausmaß der ukrainischen Präsenz lässt sich auch anhand der Migrationsstatistik gut erkennen. Allein von Januar bis Anfang August 2025 reisten 69.826 ukrainische Staatsbürger nach Montenegro ein, während 67.561 Personen das Land wieder verließen.

Auf der Grundlage der verfügbaren Daten lässt sich somit mit Sicherheit feststellen, dass die Ukrainer zu den größten ausländischen Gemeinschaften in Montenegro gehören.

Der Anstieg der Zahl ausländischer Einwohner gewinnt für Montenegro erhebliche wirtschaftliche Bedeutung.

Bei einer Bevölkerung von rund 624.000 Menschen machen fast 97.100 Ausländer mit legalem Aufenthaltsstatus etwa 15–16 % der Gesamtbevölkerung des Landes aus. Ausländische Einwohner sind vor allem an der Küste und in Podgorica präsent und beeinflussen den Immobilienmarkt, den Mietmarkt, den Dienstleistungssektor, die Beschäftigung sowie die Verbrauchernachfrage.

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Die Ukrainer gehören zu den Top 5 der Yachtbesitzer in Montenegro

Wie „Serbischer Ökonom“ berichtet, gehören den Eigentümern aus der Ukraine 21 Yachten, die unter montenegrinischer Flagge registriert sind. Damit liegt die Ukraine hinsichtlich der Anzahl der Schiffe im montenegrinischen Register auf Platz fünf aller Länder und auf Platz vier unter den ausländischen Eigentümern.

Insgesamt waren zum Stand vom 12. August 2026 im montenegrinischen Yachtregister 576 Schiffe eingetragen, wie aus der aktualisierten Liste der montenegrinischen Behörde für Seeverkehrssicherheit hervorgeht. Nur 79 Yachten sind auf natürliche oder juristische Personen aus Montenegro selbst registriert, während Eigner aus anderen Ländern 497 Yachten besitzen, was 86,3 % der gesamten Flotte entspricht.

Serbien bleibt der unangefochtene Spitzenreiter. Auf natürliche und juristische Personen aus Serbien sind 193 Yachten registriert, was 33,5 % des gesamten Registers entspricht. Russland belegt mit 112 Yachten und einem Anteil von 19,4 % den zweiten Platz. Insgesamt gehören den Eigentümern aus diesen beiden Ländern 305 Schiffe – fast 53 % aller Yachten unter montenegrinischer Flagge.

Die Rangliste der größten Eigentümerländer sieht wie folgt aus:

Platz Herkunftsland der Eigentümer Yachten Anteil am Register

1 Serbien 193 33,5 %

2 Russland 112 19,4 %

3 Montenegro 79 13,7 %

4 USA 27 4,7 %

5 Ukraine 213,6 %

6 Bosnien und Herzegowina 18 3,1 %

7 Israel 11 1,9 %

8 Deutschland 10 1,7 %

9–10 Schweiz 9 1,6 %

9–10 Estland 9 1,6 %

11 Großbritannien 8 1,4 %

Die Gruppe der ukrainischen Eigner im montenegrinischen Register ist erst in den letzten drei Monaten deutlich gewachsen.

Stand 12. Mai 2026 waren im Register 536 Yachten eingetragen, von denen 17 Schiffe Eignern aus der Ukraine gehörten. Die Ukraine lag damals hinter Bosnien und Herzegowina, dessen Eigner 18 Yachten besaßen.

Bis zum 12. August stieg die Zahl der Yachten ukrainischer Eigner von 17 auf 21, wodurch die Ukraine Bosnien überholte und auf den fünften Platz der Gesamtwertung vorrückte.

Insgesamt hat sich das montenegrinische Register seit Ende 2025 um 51 Yachten vergrößert, allein seit Mai um 40. Dabei zeigt die aktuelle Zusammensetzung des Registers, dass das Wachstum vorwiegend von Ausländern getragen wird.

Im Mai stammten die Eigner der registrierten Yachten aus 49 Staaten. Darunter befanden sich neben den größten Gruppen aus Serbien, Russland, den USA, der Ukraine und anderen europäischen Ländern auch Eigner aus Kanada, der Türkei, Norwegen sowie aus Jurisdiktionen wie den Britischen Jungferninseln, den Seychellen, Vanuatu, den Marshallinseln und Belize.

Dabei machen die Eigner aus EU-Ländern einen vergleichsweise geringen Anteil des Registers aus. Im Mai entfielen auf sie lediglich etwa 7,8 % der Yachten. Die auffälligsten EU-Länder waren Deutschland und Estland.

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Für neue EU-Mitglieder könnten vorübergehende Stimmrechtsbeschränkungen gelten

Wie Experts.news berichtet, bereitet die Europäische Kommission Vorschläge zur Reform des EU-Erweiterungsprozesses vor, die als Grundlage für die strategische Debatte der EU-Staats- und Regierungschefs im Oktober 2026 dienen sollen. Einer der Schwerpunkte der Diskussion ist die Einführung zusätzlicher Garantien, die es ermöglichen sollen, bestimmte Rechte neuer Mitgliedstaaten einzuschränken, falls diese ihre Verpflichtungen gegenüber der EU verletzen.

Die Informationen über die Vorbereitung der Reform werden von der Europäischen Kommission bestätigt. Bereits am 6. Juli teilte ein Vertreter der EK Euronews mit, dass Brüssel im Vorfeld des Gipfeltreffens im Oktober an eigenen Vorschlägen arbeite, da die Diskussion über neue Regeln direkt zwischen den Mitgliedstaaten immer intensiver geführt werde.

Der Europäische Rat hat offiziell bestätigt, dass die Staats- und Regierungschefs der EU auf ihrer Tagung am 15. und 16. Oktober 2026 eine strategische Diskussion über die Erweiterung und die internen Reformen der Union führen werden. Eine offizielle Bestätigung, dass die Europäische Kommission das endgültige Paket genau am 15. Oktober vorlegen wird, gibt es bislang jedoch nicht.

Eine der am meisten diskutierten Optionen ist die vorübergehende Einschränkung bestimmter Stimmrechte der neuen Mitgliedstaaten.

Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Belgien und Luxemburg hatten bereits im Juni vorgeschlagen, die Möglichkeit einer Übergangsphase zu erörtern, in der neue EU-Mitglieder keine Entscheidungen in den sensibelsten Bereichen blockieren können, in denen derzeit Einstimmigkeit aller Länder erforderlich ist.

Dabei geht es vor allem um die Außenpolitik, den EU-Haushalt und die weitere Erweiterung der Union.

Darüber hinaus schlagen die fünf Staaten vor, spezielle Schutzmechanismen in künftige Beitrittsverträge aufzunehmen. Diese würden es ermöglichen, Maßnahmen gegen einen neuen Mitgliedstaat zu ergreifen, falls dieser ernsthaft gegen die Grundsätze der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit oder der Medienfreiheit verstößt.

Diese Vorschläge stehen in hohem Maße im Zusammenhang mit den Erfahrungen Ungarns unter Viktor Orbán, als Budapest die Einstimmigkeitsregel wiederholt nutzte, um wichtige EU-Beschlüsse zu blockieren.

Dabei geht es bislang ausschließlich um Reformoptionen und nicht um bereits vereinbarte neue Regeln.

Diese Diskussion ist vor allem für Montenegro von Bedeutung, das derzeit der am weitesten fortgeschrittene Beitrittskandidat ist.

Nach Angaben der Europäischen Kommission hat das Land alle 33 Verhandlungskapitel eröffnet, von denen 16 bereits vorläufig abgeschlossen sind. Podgorica beabsichtigt, die Verhandlungen abzuschließen und im Jahr 2028 das 28. Mitglied der Europäischen Union zu werden.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erklärte im Juni, dass der Beitritt Montenegros bis 2028 „erreichbar“ sei. Die EU hat bereits mit der Ausarbeitung des Entwurfs für den künftigen Beitrittsvertrag begonnen.

Daher könnte gerade der montenegrinische Beitrittsvertrag potenziell das erste Dokument einer neuen Generation werden, das zusätzliche Garantien für die EU nach der Aufnahme des Landes vorsieht.

In der Europäischen Kommission befürchtet man jedoch eine Situation, in der neue Bedingungen ausschließlich für Montenegro ausgearbeitet würden. Genau aus diesem Grund möchte Brüssel einen universellen Ansatz entwickeln, der auch auf künftige Beitrittskandidaten angewandt werden kann.

Die Reform wird sowohl für die Ukraine als auch für Moldawien von unmittelbarer Bedeutung sein.

Die Verhandlungen mit beiden Ländern haben sich im Sommer 2026 deutlich beschleunigt. Im Juni eröffnete die EU mit der Ukraine und Moldawien den ersten Verhandlungscluster, der sich mit grundlegenden Fragen befasst – Rechtsstaatlichkeit, demokratische Institutionen und öffentliche Verwaltung. Im Juli kamen die Verhandlungen auch in außenpolitischen Bereichen voran.

Dabei sind die Ukraine und Moldawien deutlich weiter vom Abschluss der Verhandlungen entfernt als Montenegro.

Für Kiew ist das künftige Modell von besonderer Bedeutung: Sollte die EU tatsächlich Übergangsbeschränkungen hinsichtlich des Vetorechts einführen, könnte die Ukraine potenziell die Vollmitgliedschaft erlangen, hätte jedoch in der ersten Phase nur begrenzte Möglichkeiten, Entscheidungen in bestimmten Bereichen zu blockieren.

Gleichzeitig könnte ein solches System die politische Einigung über die ukrainische Mitgliedschaft innerhalb der derzeitigen EU erleichtern, da ein Teil der Mitgliedstaaten befürchtet, dass eine Erweiterung von 27 auf über 30 Mitglieder die Entscheidungsfindung erheblich erschweren würde.

Die Behauptung, dass Frankreich, Deutschland und die Niederlande generell gegen eine rasche EU-Erweiterung sind, bedarf einer Präzisierung. Diese Länder unterstützen zwar eine weitere Erweiterung, gehören jedoch zu einer Gruppe von Staaten, die eine vorherige Stärkung der institutionellen Garantien und eine strengere Kontrolle der Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit durch künftige Mitglieder fordern. Zusammen mit Belgien und Luxemburg haben sie vorgeschlagen, ein neues Muster für Beitrittsverträge zu entwickeln.

Eine besonders vorsichtige Haltung nimmt Frankreich hinsichtlich eines beschleunigten Beitritts der Ukraine ein. In Paris befürchtet man budgetäre Auswirkungen, den Einfluss des großen ukrainischen Agrarsektors auf den Binnenmarkt sowie eine mögliche Komplizierung des Entscheidungsprozesses in einer erweiterten EU.

Deutschland hingegen unterstützt die Erweiterung aktiv, drängt aber gleichzeitig auf eine Reform der Europäischen Union selbst und erwägt Optionen für eine schrittweise Integration neuer Staaten.

Im Wesentlichen läuft die Diskussion auf den Versuch hinaus, den Widerspruch zwischen zwei Zielen aufzulösen.

Einerseits veranlasst die geopolitische Lage die EU dazu, die Aufnahme von Montenegro, Albanien, der Ukraine und Moldawien zu beschleunigen. Brüssel betrachtet die Erweiterung als Instrument zur Stärkung der europäischen Sicherheit und zur Eindämmung des Einflusses Russlands und Chinas auf dem Westbalkan und in Osteuropa.

Andererseits wollen die bestehenden Mitgliedstaaten keine neuen Mitglieder aufnehmen, die nach dem Beitritt ihr Vetorecht nutzen könnten, um Druck auf andere EU-Länder auszuüben.

Daher könnte das künftige Modell auf folgendem Prinzip beruhen: Die Vollmitgliedschaft wird schneller gewährt, doch ein Teil der politischen Instrumente des neuen Staates bleibt während einer Übergangsphase eingeschränkt, und die Erfüllung der Verpflichtungen wird auch nach dem Beitritt weiterhin überwacht.

Die endgültigen Parameter eines solchen Systems sind bislang noch nicht vereinbart. Die zentrale politische Debatte soll auf der Tagung des Europäischen Rates am 15. und 16. Oktober 2026 stattfinden; danach wird klarer sein, welche der vorgeschlagenen Mechanismen in die künftigen Beitrittsverträge mit Montenegro, der Ukraine, Moldawien und anderen Beitrittskandidaten aufgenommen werden können.

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Serben, Russen und Ukrainer gehören zu den zahlreichsten Besuchern des montenegrinischen Badeorts Budva

Wie der Serbische Ökonom berichtet, besuchten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 rund 245.000 Touristen Budva und verbrachten dort fast 800.000 Übernachtungen. Dies geht aus vorläufigen Daten von MONSTAT hervor, die von der Tourismusorganisation von Budva veröffentlicht wurden. Die Zahl der Übernachtungen lag damit etwas über dem Vorjahreswert.

Stand 7. August hielten sich an der Budva-Riviera 44.534 registrierte Touristen auf, davon 44.143 Ausländer und nur 391 Einwohner Montenegros. Somit entfallen derzeit über 99 % des registrierten Touristenstroms auf ausländische Gäste. Im privaten Sektor sind 24.888 Personen untergebracht, in Hotels 18.525.

Nach den Ergebnissen des ersten Halbjahres bleibt Serbien mit rund 13 % des Touristenstroms der größte ausländische Markt für Budva. Die Tourismusorganisation verzeichnet zudem einen Anstieg bei den west-europäischen Reisenden.

Eine genaue aktuelle Aufschlüsselung der derzeitigen Urlauber nach Nationalitäten wird nicht veröffentlicht, doch die offiziellen Daten von TO Budva geben Aufschluss über die führenden Märkte.

In Gemeinschaftsunterkünften – vor allem in Hotels – kommen derzeit die meisten Touristen aus Serbien, Russland, Israel, Großbritannien, Deutschland, Bosnien, Polen, der Ukraine und der Türkei.

Bei privaten Ferienwohnungen und Apartments sieht die Verteilung etwas anders aus: Hier führen Serbien, Russland, Bosnien, die Ukraine, Polen, Deutschland, die Türkei, Großbritannien, Nordmazedonien und Rumänien. Somit belegen die Ukrainer derzeit den vierten Platz unter den wichtigsten Märkten für Privatunterkünfte in Budva und gehören zu den Top Ten im Hotelsegment.

Trotz der veränderten Struktur des internationalen Tourismus nach 2022 bleibt auch die Zahl der russischen Touristen auf einem hohen Niveau. Derzeit belegen die Russen sowohl bei der Gruppen- als auch bei der Privatunterbringung den zweiten Platz hinter den Touristen aus Serbien.

Gleichzeitig wird die Struktur immer vielfältiger. In den Hotels hat die Bedeutung von Israel, Großbritannien, Deutschland und Polen deutlich zugenommen, und Vertreter der größten Hotelgruppe „Budvanska rivijera“ verzeichnen in der laufenden Saison zudem Gäste aus den baltischen Staaten, der Ukraine, Kasachstan, Ägypten und China.

Somit wird der Haupttouristenstrom nach Budva heute von Serbien und den Nachbarländern, Russland und der Ukraine sowie den schnell wachsenden Märkten Westeuropas und Israels geprägt.

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Montenegro und Island könnten 2028 gleichzeitig der EU beitreten

Wie Experts.news berichtet, könnten Montenegro und Island in Zukunft gleichzeitig Mitglieder der Europäischen Union werden – die Möglichkeit, den Beitritt der beiden Länder in einem Paket zu bündeln, wird laut Politico in Brüssel von Vertretern der Europäischen Kommission und europäischen Diplomaten diskutiert.

Diese Option wird vor dem Hintergrund der raschen Fortschritte Montenegros bei den Beitrittsverhandlungen und der möglichen Rückkehr Islands in den Prozess der europäischen Integration geprüft, der vor über zehn Jahren auf Eis gelegt worden war. Eine endgültige Entscheidung der EU über den gemeinsamen Beitritt der Länder liegt bislang noch nicht vor.

Ein entscheidendes Ereignis wird das Referendum in Island am 29. August 2026 sein, bei dem die Bürger entscheiden müssen, ob das Land die Verhandlungen über den EU-Beitritt wieder aufnehmen soll. Das isländische Parlament hat die Durchführung der Abstimmung im Mai beschlossen. Sollte sich eine Mehrheit für die Wiederaufnahme der Verhandlungen aussprechen, müsste deren Ergebnis später in einem zweiten Referendum zur Abstimmung gestellt werden – diesmal direkt über die Mitgliedschaft des Landes in der Europäischen Union.

Die EU-Kommissarin für Erweiterung, Marta Kos, bezeichnete Island als „Sonderfall“, da das Land durch den Europäischen Wirtschaftsraum und den Schengen-Raum bereits tief in die Europäische Union integriert sei.

Ihrer Einschätzung nach könnten die Verhandlungen mit Reykjavík im Falle eines positiven Referendumsergebnisses möglicherweise nur ein bis zwei Jahre dauern. Kos erklärte außerdem, dass die EU bereit sei, nach speziellen Lösungen für die für Island besonders sensiblen Themen zu suchen, vor allem in den Bereichen Fischerei und Landwirtschaft.

Dies ermöglicht es Island theoretisch, Montenegro einzuholen und etwa zeitgleich mit Podgorica in die Zielgerade der Verhandlungen einzutreten.

Montenegro ist derzeit der Kandidat, der im EU-Beitrittsprozess am weitesten fortgeschritten ist.

Alle 33 Verhandlungskapitel sind bereits eröffnet, und nach der Regierungskonferenz EU–Montenegro am 14. Juli wurden 18 Kapitel vorläufig abgeschlossen. Zuletzt wurden die Kapitel zur Wettbewerbspolitik und zur Zollunion abgeschlossen.

Damit hat Podgorica mehr als die Hälfte des Prozesses zum Abschluss der Verhandlungskapitel hinter sich gebracht und rechnet damit, die Verhandlungen bis Ende 2026 abzuschließen.

Die Regierung unter Premierminister Milojko Spajić hat sich offiziell zum Ziel gesetzt, im Jahr 2028 der 28. EU-Mitgliedstaat zu werden. Die Europäische Union hat bereits mit den Vorbereitungsarbeiten für den Beitrittsvertrag Montenegros begonnen, und die Europäische Kommission hat am 30. Juni ein Finanzpaket vorgelegt, das die haushaltspolitischen Auswirkungen der künftigen Mitgliedschaft des Landes festlegt.

Einer der Gesprächspartner von Politico in der Europäischen Kommission erklärte, dass die Wahrscheinlichkeit groß sei, dass ein gemeinsames Paket für beide Staaten geschnürt werde.

Die wirtschaftliche Logik dieser Option liegt in den erheblichen Unterschieden zwischen den beiden Ländern.

Island ist eine wohlhabende Volkswirtschaft und würde im Falle eines Beitritts wahrscheinlich zu einem Nettozahler des EU-Haushalts werden. Montenegro hingegen wird aufgrund des vergleichsweise niedrigen Einkommensniveaus der Bevölkerung zu den Empfängern europäischer Finanzhilfen gehören.

Nach Ansicht europäischer Diplomaten könnte die Zusammenfassung beider Staaten in einem Paket daher die politische Abstimmung über die Erweiterung für die derzeitigen EU-Mitglieder vereinfachen.

Die montenegrinische Ministerin für europäische Angelegenheiten, Maida Gorčević, erklärte gegenüber Politico, dass Podgorica der Möglichkeit, seinen Beitritt mit dem Islands zu verknüpfen, positiv gegenüberstehe.

Die isländische Außenministerin Torgurdur Katrín Gunnarsdóttir bezeichnete einen gemeinsamen Beitritt ebenfalls als „absolut“ möglich.

Dabei muss jedes Land die Beitrittsbedingungen eigenständig erfüllen. Allein die Zusammenfassung in einem Vertrag oder einem politischen Paket hebt nicht die Notwendigkeit auf, die Verhandlungen abzuschließen und die Zustimmung aller derzeitigen EU-Mitgliedstaaten einzuholen.

Trotz des hohen Grades an wirtschaftlicher Integration garantiert eine mögliche Rückkehr Islands an den Verhandlungstisch noch keinen reibungslosen Abschluss der Verhandlungen.

Für Island hat die Kontrolle über die Fischereiressourcen eine wesentlich größere wirtschaftliche und politische Bedeutung als für die meisten EU-Staaten. Die Außenministerin des Landes erklärte, dass die Beibehaltung der Kontrolle über die Fischerei eine der Grundvoraussetzungen für jegliche künftigen Vereinbarungen mit Brüssel sein werde.

Einen Großteil des EU-Rechts wendet Island jedoch bereits aufgrund seiner Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum an. Genau aus diesem Grund könnte der Prozess potenziell wesentlich schneller verlaufen als bei den meisten derzeitigen Beitrittskandidaten.

Montenegro hat 2008 einen Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union gestellt, erhielt 2010 den Kandidatenstatus, und die Beitrittsverhandlungen begannen offiziell am 29. Juni 2012. Derzeit sind alle 33 Verhandlungskapitel eröffnet, von denen 18 vorläufig abgeschlossen sind. Nach der Beschleunigung der Reformen in den Jahren 2024–2026 wurde das Land zum Hauptkandidaten für die nächste EU-Erweiterung.

Island schlug einen ganz anderen Weg ein. Nach der weltweiten Finanzkrise reichte es im Juli 2009 einen Antrag auf EU-Beitritt ein, und die Verhandlungen begannen im Jahr 2010. Bis zu deren Einstellung wurden 27 Verhandlungskapitel eröffnet, von denen 11 vorläufig abgeschlossen wurden.

Nach dem Amtsantritt der neuen Regierung im Jahr 2013 wurden die Verhandlungen auf Eis gelegt, und im März 2015 bat Reykjavík die Europäische Union, Island nicht mehr als Beitrittskandidat zu betrachten. Dabei behielt das Land durch den Europäischen Wirtschaftsraum und den Schengen-Raum eine sehr enge Integration mit der EU bei.

Im Jahr 2026 kehrte die Frage der Mitgliedschaft auf die politische Tagesordnung zurück. Das Parlament setzte für den 29. August ein Referendum darüber an, ob die Verhandlungen wieder aufgenommen werden sollen.

Das Format eines gemeinsamen Beitritts mehrerer Staaten ist für die EU an sich nichts Neues. Spanien und Portugal traten 1986 gleichzeitig der Gemeinschaft bei, zehn Staaten traten im Rahmen der Erweiterung 2004 der EU bei, Bulgarien und Rumänien hingegen gleichzeitig im Jahr 2007.

Sollte Island für die Wiederaufnahme der Verhandlungen stimmen und die strittigen Fragen rasch mit Brüssel klären können, rückt das Jahr 2028 erstmals als theoretisch möglicher Termin für einen gleichzeitigen Beitritt Montenegros und Islands in Betracht. Bislang handelt es sich jedoch um ein politisches Szenario und nicht um einen festgelegten Zeitplan für die EU-Erweiterung.

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