Business news from Ukraine

Business news from Ukraine

Swarmer hat seinen Quartalsnettverlust auf 7,3 Mio. US-Dollar erhöht

Das ukrainische Verteidigungs-Start-up Swarmer, das im März dieses Jahres an der Nasdaq an die Börse ging (Ticker: SWMR), hat im zweiten Quartal 2026 seinen Nettoverlust im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 von 1,6 Mio. US-Dollar auf 7,3 Mio. US-Dollar erhöht, während der Umsatz von 138.200 US-Dollar auf 216.000 US-Dollar stieg, wie aus dem Finanzbericht des Unternehmens hervorgeht.
„Das zweite Quartal 2026 war für uns das erste vollständige Quartal als börsennotiertes Unternehmen und eine Zeit bedeutender Fortschritte in allen Geschäftsbereichen. Wir haben erfolgreich neue Kunden gewonnen und Fortschritte bei der Umsetzung von Projekten zur Einführung unserer Lösungen auf verschiedenen unbemannten Plattformen erzielt, während wir gleichzeitig weiterhin in das Team und die Technologien investiert haben, die für unser zukünftiges Wachstum erforderlich sind“, wird der Mitbegründer des Unternehmens, Alex Fink, in der Pressemitteilung zitiert.
Dem Bericht zufolge belief sich der Bruttogewinn des Unternehmens im zweiten Quartal 2026 auf 183.600 US-Dollar, verglichen mit 82.000 US-Dollar im Zeitraum April bis Juni 2025. Das entsprechende Wachstum war in erster Linie auf Lizenzerlöse zurückzuführen, die im Rahmen des SkyKnight-Programms verbucht wurden.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Betriebskosten von Swarmer in diesem Berichtszeitraum 7,5 Mio. US-Dollar betrugen, verglichen mit 854.800 US-Dollar im Vorjahr.
„Dieser Anstieg ist in erster Linie auf Investitionen in Personal, technische Entwicklungen, die Produktentwicklung und die Integrationsmöglichkeiten der Plattform sowie auf gestiegene Ausgaben für Beratungs-, Rechts- und Fachdienstleistungen im Zusammenhang mit der Tätigkeit des Unternehmens als börsennotiertes Unternehmen zurückzuführen“, erklärte das Unternehmen.
Die Betriebskosten für das zweite Quartal 2026 umfassten unter anderem auch rund 1,2 Mio. US-Dollar an nicht zahlungswirksamen Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen sowie bestimmte einmalige Aufwendungen für den Erwerb von Ausrüstung, die sich voraussichtlich nicht regelmäßig wiederholen werden.
In dem Bericht wurde hinzugefügt, dass das Unternehmen im Laufe des zweiten Quartals dieses Jahres Rechnungen in Höhe von 1,5 Mio. US-Dollar an den Drohnenhersteller SkyKnight gestellt hat. Dabei wurden 0,2 Mio. US-Dollar als Umsatz erfasst, 0,1 Mio. US-Dollar als abgegrenzter Umsatz ausgewiesen und der Restbetrag in der Bilanz als Vorauszahlung verbucht.
Das Unternehmen wies darauf hin, dass sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten per Ende Juni 2026 auf 25,3 Mio. US-Dollar erhöht habe, gegenüber 9,3 Mio. US-Dollar zum 31. Dezember 2025.
Swarmer erklärt, dass dieser Anstieg auf den Erlös von rund 16 Mio. $ aus dem Börsengang, die Aufnahme von 8,8 Mio. $ im Rahmen einer Finanzierungslinie gegen Ausgabe von Aktien sowie den Erlös von 3,5 Mio. $ aus dem Verkauf von wandelbaren Vorzugsaktien der Serie A-1 zurückzuführen ist.
Im April bis Juni dieses Jahres unterzeichnete Swarmer zudem eine Absichtserklärung (MOU) mit dem Technologieunternehmen Autonomous Power Corporation (Powerus), um die mögliche Integration der kampferprobten Software von Swarmer in die autonomen Luft- und Seeplattformen von Powerus zu untersuchen.
Zu den Hauptgeschäftsbereichen des Unternehmens gehören die autonome Schwarmkoordination, die Integration von multidomänenfähigen unbemannten Systemen, KI-basierte kollaborative Autonomie sowie Software für die Führung und Steuerung verteilter robotergestützter Operationen, heißt es in der Pressemitteilung. Darüber hinaus zählen Drohnenhersteller zu den Kunden des Unternehmens, die die Swarmer-Software für die Integration in ihre Hardware-Plattformen lizenzieren.
Wie berichtet, verzeichnete Swarmer im Zeitraum Januar bis März 2026 einen Nettoverlust von 4,5 Mio. US-Dollar, verglichen mit 0,7 Mio. US-Dollar im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Damals sank der Umsatz von 110.700 US-Dollar auf 20.300 US-Dollar, während die Betriebskosten von 0,8 Mio. US-Dollar auf 4,5 Mio. US-Dollar stiegen.
Das Unternehmen wurde im Mai 2023 von Serhiy Kuprienko und Alex Fink gegründet. Der angegebene Hauptsitz sowie die Marketing- und Vertriebsniederlassung befinden sich in Austin (Texas, USA), während die Entwicklungsabteilungen auf Standorte in Kiew (Ukraine) und Warschau (Polen) verteilt sind. Zur Holdingstruktur des Unternehmens gehören „Tochtergesellschaften“ in der Ukraine, in Polen und in Estland.
Vor dem Börsengang hielt Kuprienko 27,4 % und Fink 15,1 % der Anteile, während sich die Anteile der übrigen Eigentümer wie folgt verteilten: Theseus Capital Partners, dessen geschäftsführender Gesellschafter das Vorstandsmitglied Philip Wagenheim ist, hielt 22 %, der D3 Fund von Evelyn Buchatski 10,1 %, RG.AI Technologies von Charles Eberli von Sexi – 14 %, Green Flag Fund I – 5,3 % und Radius Fund I – 6,9 %
Der Umsatz von Swarmer sank im Jahr 2025 auf 0,31 Mio. US-Dollar gegenüber 0,33 Mio. US-Dollar im Vorjahr, während sich der Nettoverlust von 2,07 Mio. US-Dollar auf 8,53 Mio. US-Dollar erhöhte.

, , , ,

Ukrainische Exporteure in die EU unterliegen neuen Verpackungsvorschriften

Ukrainische Unternehmen, die verpackte Waren in Länder der Europäischen Union exportieren, müssen ab dem 12. August 2026 die neuen einheitlichen europäischen Verpackungsvorschriften berücksichtigen, die in der EU-Verordnung 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle – Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) – festgelegt sind.
Die neuen Vorschriften gelten nicht nur für Hersteller aus EU-Ländern. Die Europäische Kommission weist ausdrücklich darauf hin, dass die Verordnung für alle Verpackungen gilt, die auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden, unabhängig von Material und Herkunft. Somit gelten die Anforderungen auch für Waren aus der Ukraine, Serbien, der Türkei, China und anderen Drittländern.
Die Verordnung trat bereits am 11. Februar 2025 in Kraft, ihre wesentlichen Bestimmungen gelten jedoch erst seit dem 12. August 2026. Sie ersetzt die europäische Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle, die über 30 Jahre lang in Kraft war.
Für ukrainische Unternehmen betrifft dies in erster Linie Hersteller von Lebensmitteln und Getränken, Kosmetika, Haushaltschemikalien, Konsum- und Industriegütern sowie E-Commerce-Unternehmen, die verpackte Produkte an Käufer in der EU versenden.
Die neuen Vorschriften legen Anforderungen an die Zusammensetzung und Sicherheit von Verpackungsmaterialien, die Reduzierung von überflüssigen Verpackungen sowie die Möglichkeiten zur Wiederverwendung und zum Recycling fest. Die Hersteller müssen eine Konformitätsbewertung der Verpackungen gemäß den festgelegten Anforderungen durchführen und eine EU-Konformitätserklärung (EU Declaration of Conformity) ausstellen.
Bei Lieferungen aus der Ukraine trägt in vielen Fällen der in der EU registrierte Importeur die unmittelbare rechtliche Verantwortung für das Inverkehrbringen der importierten Waren auf dem europäischen Markt. Gemäß der Verordnung gilt als Importeur ein Unternehmen oder eine Person mit Sitz in der Europäischen Union, das bzw. die Verpackungen oder verpackte Waren aus einem Drittland auf dem EU-Markt in Verkehr bringt. Für importierte Produkte obliegen ihm die Pflichten zur Überprüfung der Konformität mit den festgelegten Anforderungen.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass der ukrainische Hersteller nichts ändern muss. In der Praxis muss der europäische Importeur vom Lieferanten Angaben zur Zusammensetzung der Verpackung, eine Bestätigung ihrer Konformität mit den Anforderungen sowie technische Unterlagen einholen. Wenn das ukrainische Unternehmen diese Unterlagen nicht vorlegen kann oder die Verpackung nicht der PPWR entspricht, kann der europäische Partner diese Waren nicht ordnungsgemäß auf den EU-Markt bringen.
Eine der Anforderungen, die bereits ab dem 12. August 2026 unmittelbar von Bedeutung ist, betrifft Verpackungen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Diese dürfen keine PFAS – sogenannte „ewige Chemikalien“ – in Konzentrationen enthalten, die die in der Verordnung festgelegten Grenzwerte überschreiten.
Dabei werden einige der viel diskutierten Anforderungen der PPWR schrittweise eingeführt.
So ist beispielsweise die Verpflichtung, die Recyclingfähigkeit aller Verpackungen sicherzustellen, für das Jahr 2030 vorgesehen, und auch die neuen einheitlichen Kennzeichnungsvorschriften treten erst später in Kraft. Daher wäre es falsch zu behaupten, dass Unternehmen ab dem 12. August 2026 bereits verpflichtet sind, absolut alle künftigen PPWR-Vorschriften einzuhalten.
Für ukrainische Exporteure liegt die praktische Bedeutung der Reform darin, dass die Konformität der Verpackungen schrittweise zu einem ebenso wichtigen Faktor für den Zugang zum EU-Markt wird wie die Anforderungen an die Sicherheit und Qualität der Ware selbst. Besonders sorgfältig sollten Unternehmen der Lebensmittel-, Leichtindustrie-, Chemie- und FMCG-Branche sowie Hersteller, die unter der Eigenmarke europäischer Handelsketten tätig sind, ihre Verpackungen prüfen.
Die Europäische Kommission hat am 3. August 2026 zusätzlich aktualisierte Leitlinien für Unternehmen zur Anwendung der PPWR veröffentlicht, während das allgemeine Datum des Inkrafttretens der wesentlichen Bestimmungen der Verordnung auf den 12. August festgelegt wurde.
Primärquelle – EU-Verordnung 2025/40 und Leitlinien der Europäischen Kommission zur Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung.

 

, ,

Das Staatliche Statistikamt hat nach zweijähriger Pause die Bußgelder für die statistische Berichterstattung wieder eingeführt

Das Staatliche Statistikamt der Ukraine hat im Jahr 2025 die Verhängung von Bußgeldern für Verstöße bei der Einreichung statistischer Berichte wieder aufgenommen, nachdem in den Jahren 2023 und 2024 kein entsprechender Beschluss ergangen war.

Nach Angaben von Opendatabot erließ das Staatliche Statistikamt im Jahr 2025 30 Bescheide in Höhe von insgesamt 5,1 Tausend UAH. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 waren es 21, in den Jahren 2023–2024 hingegen kein einziger.

Die Rückerstattung der Bußgelder steht im Zusammenhang mit der Wiedereinführung der obligatorischen statistischen und finanziellen Berichterstattung. Das Staatliche Statistikamt teilte offiziell mit, dass die Abgabe von Berichten ab dem 5. Juli 2025 für Unternehmen, Einrichtungen, Organisationen und Unternehmer, die in die staatlichen statistischen Erhebungen einbezogen sind, wieder verpflichtend ist.

Unternehmen, die Kriegsvergünstigungen in Anspruch genommen und in den Jahren 2022–2025 die erforderlichen Angaben nicht vorgelegt hatten, mussten die aufgelaufenen Berichte innerhalb von drei Monaten – bis zum 5. Oktober 2025 – nachreichen. Gleichzeitig wurden die üblichen Fristen für die Einreichung der laufenden Berichte wieder in Kraft gesetzt.

Dabei erwies sich die Praxis der Verhängung von Bußgeldern im Jahr 2025 als äußerst ungleichmäßig verteilt. Alle 30 Bußgeldbescheide entfielen auf nur fünf Regionen: Je acht erhielten die Befragten in den Oblasten Winnyzja, Transkarpatien und Iwano-Frankiwsk, fünf in der Oblast Mykolajiw und einen in der Oblast Luhansk.

Für die Nichtvorlage statistischer Daten, die Nichteinhaltung von Fristen sowie die Übermittlung unrichtiger oder unvollständiger Informationen ist eine verwaltungsrechtliche Haftung vorgesehen. Nach Angaben von Opendatabot beträgt die Geldbuße für Amtsträger und Einzelunternehmer 170–255 UAH und kann bei wiederholten Verstößen höher ausfallen.

Im Jahr 2026 bleibt die Berichtspflicht weiterhin bestehen. Das Staatliche Statistikamt hat einen separaten Berichtszeitplan für das Jahr 2026 veröffentlicht und bietet Unternehmen die Möglichkeit, die erforderlichen Formulare über den Dienst „Meine Berichterstattung“ zu überprüfen.

Quelle: Opendatabot, Veröffentlichung vom 14. August 2026; Staatlicher Statistikdienst der Ukraine.

, , , ,

Der Öl- und Fettkombinat in Tscherniwzi hat seinen Nettoverlust fast um die Hälfte reduziert

Die PrJSC „Öl- und Fettkombinat Tscherniwzi“ (CHOZK) aus der Vioil-Gruppe hat im Zeitraum Januar bis Juni 2026 ihren Nettoverlust im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 um 47,9 % auf 48,8 Mio. UAH reduziert.
Wie das Unternehmen im Informationssystem der Nationalen Kommission für Wertpapiere und den Kapitalmarkt (NKZPF) mitteilte, stieg sein Nettoumsatz aus dem Produktverkauf im ersten Halbjahr um 33,9 % auf 319,6 Mio. UAH.
Den Berichten zufolge erzielte das Unternehmen im Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres einen Bruttogewinn von 0,5 Mio. UAH gegenüber einem Bruttoverlust von 40,9 Mio. UAH im entsprechenden Vorjahreszeitraum, während sich der operative Verlust um 46,8 % auf 49,1 Mio. UAH verringerte.
In dem Dokument wird darauf hingewiesen, dass der Kombinat für Öl- und Extraktionskomplexe im zweiten Quartal eine Ausschreibung zur Auswahl einer Organisation für die Durchführung von Projektarbeiten im Zusammenhang mit dem Bau auf dem Gelände des Kombinats mit einer Steigerung der Produktionskapazität auf 1.800 Tonnen pro Tag bei Sonnenblumenkernen, während die derzeitige Kapazität bei 500 Tonnen pro Tag liegt. Die Arbeiten zur Erstellung einer technisch-wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie mit Visualisierung für dieses Bauvorhaben wurden bereits abgeschlossen.
Darüber hinaus wurde ein Projekt zur Modernisierung des Kessels DKVR -20-13 mit dem Ziel, die Verbrennung von Schalen zu reduzieren, und es wurden Anlagen zur Umsetzung eines Verfahrens zur Granulierung des Ölkuchens vor der Extraktion beschafft, um die Produktivität der Ölgewinnungsanlage zu steigern und die Kosten durch eine Verringerung des Ölgehalts im Schrot zu senken.
Wie im Bericht angegeben, wurden im zweiten Quartal 2026 insgesamt 12,29 Tausend Tonnen Sonnenblumenkerne und 5,93 Tausend Tonnen Sojabohnen verarbeitet; die Produktionsmengen an unraffiniertem Sonnenblumenöl beliefen sich auf 5,47 Tausend Tonnen; unraffiniertes Sojaöl – 1,38 Tausend Tonnen, Sonnenblumenschrot – 4,82 Tausend Tonnen und Sojaschrot – 4,49 Tausend Tonnen. Es wurden 0,05 Tausend Tonnen raffiniertes, desodoriertes Sonnenblumenöl produziert.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Kapazitätsauslastung der Öl- und Extraktionsanlage im zweiten Quartal 2026 bei 52,15 % lag, die der Ölaufbereitungsanlage bei 0,92 %, und dass 0,86 Tausend Tonnen granulierte Sonnenblumenschalen produziert wurden. Ein Teil der Schalen wird im Heizwerk des Kombinats verbrannt; der dabei entstehende Dampf wird zur Versorgung der technologischen Prozesse in den Produktionsanlagen des Kombinats sowie zur Beheizung der Räumlichkeiten genutzt. Im Berichtszeitraum wurden 6,01 Tausend Gkal an Wärmeenergie erzeugt.
Zum 30. Juni 2026 beliefen sich die Guthaben des Kombinats auf 1,2 Mio. UAH gegenüber 8,3 Mio. UAH zu Jahresbeginn. Gleichzeitig hatte das Unternehmen keine Bankkredite – weder langfristige noch kurzfristige.
Zum CHZK gehören: eine Öl- und Extraktionsanlage mit einer Kapazität von 500 Tonnen Sonnenblumenkernen pro Tag (tatsächlich werden 470–490 Tonnen pro Tag verarbeitet), Lager für Sonnenblumenkerne mit einer Kapazität von 7,5 Tausend Tonnen sowie Metallsilos mit einer Kapazität von 2,4 Tausend Tonnen, ein Schrot-Silo mit einer Kapazität von 2.000 Tonnen; eine Granulieranlage für Sonnenblumenschalen mit einer Kapazität von bis zu 45 Tonnen pro Tag sowie Öllagerbehälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu 5.000 Kubikmetern.
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl des Kombinats belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf 313 Personen.
Das Unternehmen gehört zur Industriegruppe „Vioil“ – einem der führenden Hersteller von Sonnenblumenöl in der Ukraine.
Im Jahr 2025 erzielte das CHOZK einen Umsatz von 768,4 Mio. UAH, was einem Rückgang von 51,2 % gegenüber 2024 entspricht, sowie einen Nettoverlust von 144,1 Mio. UAH gegenüber einem Nettogewinn von 14,3 Mio. UAH im Vorjahr.

, , , ,

USA werden Maisausfuhren angesichts der Lieferbeschränkungen aus der Ukraine erhöhen – USDA

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat seine Prognose für die Ausfuhren von US-Mais in der Saison 2026/27 angesichts der anhaltenden Lieferbeschränkungen aus der Ukraine nach oben korrigiert.
Im August-Bericht „World Agricultural Supply and Demand Estimates“ (WASDE), der am 12. August veröffentlicht wurde, wurde die Prognose für die Maisausfuhren aus den USA um 75 Millionen Scheffel auf 3,3 Milliarden Scheffel bzw. rund 83,8 Millionen Tonnen angehoben. Im Vergleich zur Schätzung vom Juli beträgt der Anstieg etwa 1,9 Millionen Tonnen oder 2,3 %.
Das USDA begründet die Anhebung der US-Exportprognose ausdrücklich mit der steigenden weltweiten Nachfrage und den eingeschränkten Exportmöglichkeiten aus der Ukraine.
Gleichzeitig senkte das Ministerium die Prognose für die ukrainischen Maisausfuhren im Wirtschaftsjahr 2026/27 um 1 Mio. Tonnen – von 23 Mio. auf 22 Mio. Tonnen. Die Schätzung der Ernte in der Ukraine selbst wurde hingegen um 1,8 Mio. Tonnen angehoben – von 30 Mio. auf 31,8 Mio. Tonnen.
Somit könnte die Ukraine mehr Mais ernten, als das USDA noch vor einem Monat erwartet hatte, allerdings wird nur ein geringerer Teil der Ernte auf die Außenmärkte gelangen können.
Infolgedessen wurde die Prognose für die Mais-Überhangbestände in der Ukraine sofort von 2,06 Mio. auf 4,86 Mio. Tonnen angehoben, also um mehr als das 2,3-Fache. Den Inlandsverbrauch hat das USDA dabei praktisch unverändert gelassen.
Auf dem Weltmarkt sieht die Lage anders aus. Das USDA hat die Prognose für den weltweiten Maishandel in der Saison 2026/27 um 0,6 Mio. Tonnen angehoben – von 209,88 Mio. auf 210,48 Mio. Tonnen.
Die USA werden zur Hauptquelle des zusätzlichen Angebots. Gleichzeitig senkte das USDA die Exportprognose nicht nur für die Ukraine, sondern auch für die Europäische Union.
Die US-Behörde hob zudem die Prognose für die Maisimporte der EU an, während die Schätzungen für die Einkäufe Chinas und der Türkei nach unten korrigiert wurden.
Der Anstieg der US-Exporte erfolgt vor dem Hintergrund einer nahezu unveränderten Prognose für die Maisproduktion in den USA. Die Ernte wird auf rund 16 Mrd. Scheffel geschätzt und könnte die zweitgrößte in der Geschichte des Landes werden. Die steigende Exportnachfrage wird jedoch zu einem Rückgang der US-Überhangbestände um 137 Mio. Scheffel auf 1,7 Mrd. Scheffel führen.
Das USDA hat zudem die Prognose für den durchschnittlichen Maispreis für US-Landwirte um 0,10 US-Dollar auf 4,50 US-Dollar pro Scheffel angehoben.
Somit führen die Schwierigkeiten beim Export von ukrainischem Mais bereits zu einer Neuverteilung des Weltmarktes zugunsten konkurrierender Lieferanten. Die USA erhalten die Möglichkeit, ihre Ausfuhren im Vergleich zur vorherigen Prognose um fast 2 Millionen Tonnen zu steigern, während die Ukraine Gefahr läuft, im Inland erhebliche zusätzliche Lagerbestände anzuhäufen.

, , , ,

Der Anteil der Importe am ukrainischen Markt für Walzprodukte ist auf 46 % gestiegen

Die ukrainischen Unternehmen haben im Zeitraum Januar bis Juli dieses Jahres ihren Verbrauch an Walzprodukten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,27 % auf 2,309 Mio. Tonnen gesteigert.
Laut einer Pressemitteilung des Verbandes „Ukrmetallurgprom“ vom Freitag wurden in diesem Zeitraum 1,063 Mio. Tonnen importiert, was 46,06 % des inländischen Verbrauchs an Walzstahl entspricht.
Nach Angaben von „Ukrmetallurgprom“ produzierten die ukrainischen Metallunternehmen von Januar bis Juli 2026 3,322 Mio. Tonnen Walzstahl (91,7 % im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025), von denen nach Angaben des Staatlichen Zolldienstes der Ukraine rund 2,076 Mio. Tonnen, d. h. 62,5 %, exportiert wurden. Im Zeitraum Januar bis Juli 2025 betrug der Exportanteil 60,2 % (2,182 Mio. Tonnen bei einer Gesamtproduktion von 3,622 Mio. Tonnen Walzstahl).
Der Anteil der Halbzeuge an den Exportlieferungen im Zeitraum Januar bis Juli 2026 beträgt 42,58 % und liegt damit deutlich über dem Wert der ersten sieben Monate des Jahres 2025 (32,58 %). Der Anteil von Flachwalzprodukten an den Exportlieferungen im Zeitraum Januar bis Juli 2026 liegt etwas unter dem Wert von Januar bis Juli 2025 (43,74 % bzw. 44,55 %). Der Anteil von Formstahl liegt hingegen deutlich unter dem Wert von Januar bis Juli 2025 (13,68 % im Jahr 2026 gegenüber 22,87 % im Jahr 2025).
Die Importstruktur im Zeitraum Januar bis Juli 2026 ist durch eine deutliche Dominanz von Flachwalzprodukten gegenüber Formstahl gekennzeichnet (66,59 % bzw. 26,94 %), während im Zeitraum Januar bis Juli 2025 die Dominanz von Flachwalzprodukten gegenüber Formstahl deutlich größer war (74,77 % bzw. 20,19 %).
„Im Zeitraum Januar bis Juli 2026 betrug die Kapazität des Binnenmarktes 2,309 Mio. Tonnen Walzstahl, wovon 1,063 Mio. Tonnen bzw. 46,06 % auf Importe entfielen. Im Zeitraum Januar bis Juli 2025 betrug das Volumen des Inlandsmarktes 2.302,7 Tausend Tonnen, wovon 862,7 Tausend Tonnen bzw. 37,46 % importiert wurden. „Somit ist im Zeitraum Januar bis Juli 2026 ein Anstieg der Kapazität des Binnenmarktes gegenüber dem Zeitraum Januar bis Juli 2025 um 0,27 % zu verzeichnen, bei einem gleichzeitigen Anstieg des Anteils der Importe um 8,58 %“, heißt es in der Pressemitteilung.
Die wichtigsten Exportmärkte für ukrainische Walzprodukte waren im Zeitraum Januar bis Juli dieses Jahres nach Angaben des Staatlichen Zolldienstes die Länder der Europäischen Union (81,9 %), das übrige Europa (9,6 %) und die GUS (6,5 %).
Unter den Importeuren von Metallprodukten belegen in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 andere europäische Länder den ersten Platz (49,8 %), gefolgt von asiatischen Ländern (25,5 %) und den Ländern der EU-27 (16,0 %).
Wie bereits berichtet, wuchs der ukrainische Markt für Walzstahl im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 21,73 % auf 4 Mio. 1,6 Tausend Tonnen. Es wurden 1 Mio. 603,6 Tausend Tonnen importiert, was 40,07 % des inländischen Verbrauchs an Walzstahl entspricht.
Der ukrainische Markt für Walzstahl schrumpfte im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 6,26 % auf 3 Mio. 288,4 Tausend Tonnen, während er sich im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um das 2,19-Fache auf 3 Mio. 505,6 Tausend Tonnen vergrößerte.

, , , ,