Im September 2026 erwarben ukrainische Staatsbürger in der Türkei 158 Wohnimmobilien, was einem Anstieg von 7,5 % gegenüber August entspricht; dennoch fielen sie unter den ausländischen Käufern vom zweiten auf den fünften Platz zurück. Die Russen behielten ihre Führungsposition bei und steigerten die Zahl der Käufe im Jahresvergleich um 45,3 % auf 388 Objekte, wie aus den am 16. Oktober veröffentlichten Daten des Türkischen Statistikamtes (TÜİK) hervorgeht.
Im September erwarben russische Staatsbürger 388 Wohnungen und Häuser, gegenüber 343 im August und 267 im September des Vorjahres. Damit stieg die Zahl der Transaktionen im Monatsvergleich um 13,1 % und im Jahresvergleich um 45,3 %. Auf russische Käufer entfielen rund 17,9 % aller Wohnimmobilienverkäufe an Ausländer.
Den zweiten Platz unter den ausländischen Käufern belegten irakische Staatsbürger mit 166 erworbenen Objekten, den dritten Platz deutsche Staatsbürger mit 162. Es folgen der Iran mit 159 Objekten und die Ukraine mit 158. Den sechsten Platz belegte China, dessen Staatsbürger 124 Objekte erwarben.
Trotz eines Rückgangs in der Rangliste verzeichnen ukrainische Käufer den dritten Monat in Folge einen Anstieg der Transaktionen. Im Juli erwarben sie 145 Objekte, im August 147 und im September 158. Der Anteil der Ukrainer an der Gesamtzahl der ausländischen Käufer von Wohnimmobilien in der Türkei betrug im September 7,3 % gegenüber 7,6 % im August.
Insgesamt wurden im September 2.167 Wohnimmobilien an ausländische Staatsbürger verkauft, was einem Anstieg von 9,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Im Vergleich zum August, als Ausländer 1.938 Objekte erwarben, betrug der Anstieg 11,8 %.
Dabei ging die Zahl der von Ausländern erworbenen Wohnungen und Häuser in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 um 4,3 % zurück – auf 15.308 Objekte. Der Anteil ausländischer Käufer am Gesamtvolumen der Transaktionen im September betrug 1,5 %.
Der türkische Immobilienmarkt verzeichnet weiterhin einen Rückgang. Im September wurden im Land 142.390 Wohnimmobilien verkauft, das sind 9,3 % weniger als im Vorjahr. Die Verkäufe von Neubauwohnungen stiegen um 3,9 % auf 51.519 Objekte, während die Zahl der Transaktionen auf dem Bestandsmarkt um 15,3 % auf 90.871 zurückging.
Von Januar bis September belief sich das Gesamtvolumen der Wohnimmobilienverkäufe in der Türkei auf 1,093 Mio. Objekte, was einem Rückgang von 7,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Ukrainer gehören weiterhin zu den größten Gruppen ausländischer Käufer türkischer Immobilien. Im Jahr 2025 erwarben ukrainische Staatsbürger 1.541 Wohnimmobilien und belegten damit den dritten Platz hinter den Russen, die 3.649 Objekte kauften, und den Iranern mit 1.878 Käufen. Im Jahr 2024 erwarben Ukrainer 1.631 Immobilien.
Wie Open4Business bereits berichtete, entfielen im August 2026 rund 78 % aller Wohnimmobilienkäufe durch ukrainische Staatsbürger in der Türkei auf die Provinz Antalya. Dort erwarben Ukrainer 114 von 147 Objekten, während Russen 226 kauften. Insgesamt blieben Istanbul, Antalya und Mersin im August die wichtigsten Zentren für ausländische Immobilienkäufe.
Nach Angaben der Auslandsimmobilienagentur Homium lag das durchschnittliche Budget eines ukrainischen Immobilienkäufers in der Türkei in den Jahren 2025–2026 bei 100.000 bis 200.000 Dollar. Das Hauptinteresse konzentriert sich auf Antalya, Alanya, Istanbul und andere Städte an der Mittelmeerküste.
Somit zeugen die Statistiken für September von einer Belebung der ausländischen Nachfrage nach türkischen Immobilien vor dem Hintergrund eines allgemeinen Rückgangs des Binnenmarktes.
Südkorea hat beschlossen, einen Teil der Mitarbeiter seiner Botschaft in der Ukraine vor dem Hintergrund eines diplomatischen Konflikts im Zusammenhang mit der Übergabe von zwei nordkoreanischen Kriegsgefangenen an Seoul abzuberufen. Gründe für diese Entscheidung waren nach Ansicht der südkoreanischen Seite das Ausbleiben einer konstruktiven Antwort Kiews auf die Forderungen Seuls sowie die Verschärfung der russischen Luftangriffe auf ukrainisches Gebiet, wie der offizielle Sprecher des Außenministeriums der Republik Korea, Park Du-sun, am 20. Oktober 2026 mitteilte.
Nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap wurde die Entscheidung einige Wochen nachdem Seoul seinen Botschafter in der Ukraine, Park Ki-chan, aus Protest gegen die öffentliche Bekanntgabe der Übergabe der beiden Soldaten der DVRK zurückgerufen hatte, getroffen.
„Wir haben der Ukraine unseren Standpunkt über verschiedene Kanäle mitgeteilt. Trotz dieser Bemühungen hat die Ukraine jedoch keine positiven Schritte unternommen“, erklärte der Sprecher des südkoreanischen Außenministeriums.
Seinen Worten zufolge zielt die Entscheidung über die Reduzierung des diplomatischen Personals darauf ab, die Beilegung der Differenzen und die Wiederherstellung des Vertrauens zwischen den beiden Staaten zu fördern.
Dabei hat Südkorea nicht die Absicht, die Botschaft in Kiew zu schließen oder die diplomatischen Beziehungen zur Ukraine abzubrechen. Im Land bleiben der Geschäftsträger ad interim sowie alle Konsularmitarbeiter, die weiterhin Kontakte zu den ukrainischen Behörden pflegen und den Schutz südkoreanischer Staatsbürger gewährleisten werden.
Die genaue Anzahl der abgezogenen Diplomaten wird offiziell nicht bekannt gegeben. Nach Informationen von Yonhap unter Berufung auf südkoreanische Beamte könnte jedoch etwa die Hälfte der Mitarbeiter der diplomatischen Vertretung die Ukraine verlassen.
Als weiterer Grund für diese Entscheidung wird die gefährliche Lage in der Ukraine genannt. Das südkoreanische Außenministerium wies darauf hin, dass die anhaltenden russischen Raketen- und Drohnenangriffe die Gewährleistung der Sicherheit der Botschaftsmitarbeiter erschweren.
Derzeit befinden sich etwa 85 Bürger der Republik Korea auf dem Territorium der Ukraine. Das diplomatische Personal soll denjenigen Hilfe leisten, die in benachbarte Staaten evakuiert werden möchten. Die südkoreanischen Behörden halten für das gesamte Gebiet der Ukraine die höchste, vierte Warnstufe für Reisegefahren aufrecht.
Der diplomatische Konflikt zwischen Kiew und Seoul entstand nach der Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor der UN-Generalversammlung am 23. September 2026, als er öffentlich die Übergabe von zwei nordkoreanischen Soldaten, die in ukrainische Gefangenschaft geraten waren, an Südkorea bekanntgab.
Beide nordkoreanischen Soldaten waren im Januar 2025 während der Kampfhandlungen gegen russische Streitkräfte in der Region Kursk vom ukrainischen Militär gefangen genommen worden. Nach Angaben der südkoreanischen Behörden trafen sie Mitte September 2026 in der Republik Korea ein.
Seoul behauptet, dass zwischen den beiden Staaten eine Vereinbarung über die Vertraulichkeit der Übergabe der Gefangenen bestanden habe, die zur Gewährleistung der Sicherheit der Soldaten selbst und ihrer in Nordkorea verbliebenen Angehörigen erforderlich gewesen sei.
Nach der öffentlichen Erklärung des ukrainischen Präsidenten forderte die südkoreanische Regierung offizielle Erklärungen, eine Entschuldigung sowie Garantien, dass sich ähnliche Situationen in Zukunft nicht wiederholen werden.
Gleichzeitig widerspricht die ukrainische Seite der Auslegung der getroffenen Vereinbarungen durch Seoul. Der ukrainische Außenminister Andrij Sibiga hatte zuvor erklärt, Kiew habe alle seine Verpflichtungen erfüllt, und die Meinungsverschiedenheiten seien auf unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Vertraulichkeitsbedingungen zurückzuführen.
Nach Angaben von Reuters teilte der ukrainische Minister letzte Woche mit, dass er diese Angelegenheit als abgeschlossen betrachte. Das südkoreanische Außenministerium erklärte jedoch, dass die von Kiew erhaltenen Erklärungen Seoul nicht zufriedenstellten.
Der Außenminister der Republik Korea, Cho Hyun, hatte zuvor bestätigt, eine persönliche Mitteilung von Sibiga erhalten zu haben, die eine Entschuldigung enthielt, merkte jedoch an, dass diese nicht den Erwartungen der südkoreanischen Seite entsprach.
Trotz der Meinungsverschiedenheiten pflegen beide Länder diplomatische Kontakte. In Seoul betont man, dass man auf eine Beilegung des Konflikts durch weitere Konsultationen hoffe.
Südkorea ist einer der asiatischen Partner der Ukraine und leistet ihr humanitäre Hilfe, beteiligt sich an internationalen Hilfsprogrammen und erörtert Projekte zum Wiederaufbau nach dem Krieg. Im Juni 2026 vereinbarten die Außenminister beider Länder, eine Lösung für die Frage der nordkoreanischen Kriegsgefangenen zu suchen, unter Berücksichtigung ihrer freien Entscheidung, des Völkerrechts und humanitärer Grundsätze.
Quellen: Yonhap, Erklärung des südkoreanischen Außenministeriums vom 20. Oktober 2026
Die Preise für beide Dieselkraftstoffarten sowie für Autogas steigen weiter. Dies geht aus einem Monitoring mehrerer Tankstellenketten hervor, das das Internetportal „Energoreforma“ seit Februar 2026 durchführt.
Den Monitoringdaten zufolge sind die Preise für Dieselkraftstoff und Dieselkraftstoff+ zum 20. Oktober im Vergleich zum 16. Oktober um 1 bis 3 UAH pro Liter gestiegen, während sich Autogas um 1,6 bis 3,5 UAH pro Liter verteuerte. Dabei erreichte der Preis für normalen Diesel bei der staatlichen Tankstellenkette UKRNAFTA die Marke von 99,9 UAH pro Liter.
Die Benzinpreise bleiben seit mehreren Wochen weitgehend stabil.
Kraftstoffpreise (Durchschnittswerte) am 20. Oktober um 10:00 Uhr im Vergleich zum 16. Oktober (Ergebnisse des Monitorings der Websites und Apps der Tankstellenketten durch „Energoreforma“)
| Tankstellenkette | 95 (UAH/l) | Premium 95 (UAH/l) | Dieselkraftstoff (UAH/l) | Premium-Dieselkraftstoff (UAH/l) | Autogas (UAH/l) |
|---|---|---|---|---|---|
| UKRNAFTA | 88,90 (88,90) | 91,90 (91,90) | 99,90 (98,90) | 101,90 (100,90) | 49,90 (47,90) |
| UPG | 88,90 (88,90) | 91,90 (91,90) | 101,90 (99,90) | 103,90 (101,90) | 51,50 (49,90) |
| OKKO | 92,90 (92,90) | 95,90 (95,90) | 104,90 (101,90) | 107,90 (104,90) | 51,90 (49,90) |
| WOG | 92,90 (92,90) | 95,90 (95,90) | 104,50 (102,50) | 107,50 (105,50) | 52,50 (50,50) |
| SOCAR | 94,90 (94,90) | 97,90 (97,90) | 105,00 (105,00) | 108,00 (106,00) | 54,40 (50,90) |
Wie bereits berichtet, war SOCAR am 21. September die erste Tankstellenkette, die den Preis für Dieselkraftstoff „freigab“ – auf 103 UAH pro Liter beziehungsweise 104 UAH pro Liter für Diesel und Diesel+.
Am 25. September erhöhten WOG und OKKO den Preis für Premium-Diesel auf über 100 UAH pro Liter, und zwar von 99,9 UAH pro Liter auf 102,9 UAH pro Liter, während der Preis für normalen Dieselkraftstoff bei 99,9 UAH pro Liter blieb.
Der Gründer und CEO der Prime Group, Dmytro Leuschkin, erklärte damals, dass die Dieselpreise bereits einige Tage zuvor die Marke von 100 UAH pro Liter hätten überschreiten müssen, es jedoch eine nicht öffentliche Bitte der Regierung gebe, die Preise zurückzuhalten.
Am 15. Oktober überschritten mehrere Tankstellenketten bei normalem Dieselkraftstoff die Marke von 100 UAH pro Liter, nachdem dessen Preis lange Zeit bei 99,9 UAH pro Liter gehalten worden war. Eine Besonderheit dieses Tages bestand darin, dass die staatliche Tankstellenkette UKRNAFTA, die als eine Art „Preisbremse“ fungiert, den Preis für Dieselkraftstoff+ auf 100,9 UAH pro Liter festlegte.
Gleichzeitig verteuerte sich Autogas erneut bei fast allen untersuchten Tankstellenketten – um 0,6 bis 2 UAH pro Liter.
Einige Tage zuvor hatte Serhij Kujun, Direktor der Beratungsgruppe A-95, aufgrund steigender Weltmarktpreise einen Anstieg der Autogaspreise um etwa 10 % innerhalb der folgenden 7 bis 10 Tage prognostiziert.
Damals machte er auch auf den Anstieg der Dieselnotierungen an der Londoner Börse ICE auf 1.483 US-Dollar pro Tonne (um mehr als 100 US-Dollar pro Tonne) aufmerksam und stellte fest, dass ein solcher Preissprung die Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Preise für diese Kraftstoffart zunichtegemacht habe.
Kujun betonte zudem, dass die Einzelhandelspreise für normalen Diesel bei den Tankstellenketten unter den Großhandelspreisen liegen, die insbesondere im zentralen Teil des Landes 101 UAH pro Liter betragen. Seinen Worten zufolge müsste der Preis an der Zapfsäule bei solchen Großhandelspreisen mindestens 105 bis 106 UAH pro Liter betragen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass es in der Ukraine keinen Kraftstoffmangel gebe.
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Am 20. Oktober blockierte Ungarn die nächste Phase des Verhandlungsprozesses über den Beitritt der Ukraine und Moldawiens zur Europäischen Union, indem es sich weigerte, die Ergebnisse der Vorabprüfung der Rechtsvorschriften in den beiden letzten noch offenen Verhandlungskluster zu billigen. Die übrigen 26 EU-Länder unterstützten die Position Budapests nicht, berichtet „Evropeiska Pravda“ unter Berufung auf europäische Diplomaten.
Die entsprechende Entscheidung wurde auf einer Sitzung der Arbeitsgruppe des EU-Rates für Erweiterungsfragen (COELA) in Brüssel erörtert. Die Teilnehmer hatten geplant, die Ergebnisse der Überprüfung der Gesetzgebung der Ukraine und Moldawiens in Bezug auf die Verhandlungskluster Nr. 4 und Nr. 5 zu vereinbaren, was ein notwendiger Verfahrensschritt vor deren offizieller Eröffnung ist.
Der Vertreter Ungarns weigerte sich jedoch, die Zustimmung zu den Dokumenten zu unterstützen, ungeachtet der Haltung der übrigen EU-Staaten.
Wie drei europäische Diplomaten gegenüber The Kyiv Independent berichteten, baten Vertreter anderer Länder die ungarische Delegation, die Gründe für die Ablehnung zu erläutern. Nach Angaben eines der Gesprächspartner der Zeitung brachte Budapest keine neuen Argumente vor, sondern erklärte lediglich, dass seine Position unverändert bleibe.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte die offizielle Vertretung Ungarns bei der EU der Zeitung noch keinen Kommentar zukommen lassen.
Der vierte Verhandlungscluster „Grüne Agenda und nachhaltige Vernetzung“ umfasst Verkehrspolitik, Energie, transeuropäische Netze, Umweltgesetzgebung und den Kampf gegen den Klimawandel.
Der fünfte Verhandlungsblock „Ressourcen, Landwirtschaft und Kohäsionspolitik“ sieht die Angleichung der Vorschriften in den Bereichen Agrarpolitik, Ernährungssicherheit, veterinär- und pflanzenschutzrechtliche Kontrollen, Fischerei, regionale Entwicklung sowie Finanz- und Haushaltsbestimmungen vor.
Beide Blöcke sind für die wirtschaftliche Integration der Ukraine in die EU von wesentlicher Bedeutung, da sie den Zugang landwirtschaftlicher Erzeugnisse zum europäischen Markt, den Verkehr, die Energieinfrastruktur sowie künftige Mechanismen zur Verteilung europäischer Haushaltsmittel betreffen.
Die erneute Blockade erfolgte eine Woche nach dem vorherigen Voranschreiten des Verhandlungsprozesses.
Am 13. Oktober eröffnete der Rat der EU offiziell zwei Verhandlungskluster für die Ukraine und Moldau: Nr. 2 „Binnenmarkt“ und Nr. 3 „Wettbewerbsfähigkeit und inklusives Wachstum“. Sie umfassen 17 Verhandlungskapitel, darunter Fragen des Wettbewerbs, des Unternehmertums und der Wirtschaftsregulierung.
Wie der Rat der EU mitteilte, waren zu diesem Zeitpunkt für beide Länder vier der sechs im Beitrittsverfahren vorgesehenen Verhandlungscluster eröffnet worden.
Der vorangegangene Beschluss wurde möglich, nachdem Ungarn seine Einwände gegen die Eröffnung des zweiten und dritten Clusters zurückgezogen hatte, nachdem die Werchowna Rada am 12. Oktober Änderungen am Bildungsgesetz verabschiedet hatte, die die Rechte nationaler Minderheiten betreffen.
Zuvor hatte Budapest den Fortgang der Verhandlungen an die Gewährleistung der Sprach- und Bildungsrechte der ungarischen Gemeinschaft in Transkarpatien geknüpft.
Nach Angaben von „The Kyiv Independent“ könnte sich die derzeitige Verzögerung als vorübergehend erweisen. Europäische Diplomaten rechnen damit, dass die verbleibenden beiden Verhandlungskluster im Dezember 2026 offiziell eröffnet werden können.
Irland, das im zweiten Halbjahr 2026 den Vorsitz im EU-Rat übernehmen wird, beabsichtigt, die Diskussion über dieses Thema bei den nächsten Sitzungen der Arbeitsgruppe für Erweiterungsfragen fortzusetzen.
Dabei hebt die Entscheidung Ungarns vom Oktober die bereits eröffneten Verhandlungskapitel nicht auf und bedeutet auch nicht das Ende der Verhandlungen über den EU-Beitritt der Ukraine und Moldawiens. Es verzögert jedoch die erforderliche Abstimmung der Dokumente, die für den weiteren Fortschritt beider Länder notwendig ist.
Die Ukraine und Moldawien erhielten im Juni 2022 den Status von EU-Beitrittskandidaten. Im Dezember 2023 beschloss der Europäische Rat die Aufnahme von Verhandlungen, und die erste Regierungskonferenz fand im Juni 2024 statt.
Das Beitrittsverfahren sieht die Angleichung der nationalen Rechtsvorschriften an das EU-Recht, die Durchführung institutioneller Reformen sowie die Abstimmung von 35 Verhandlungskapiteln vor, von denen die meisten in sechs thematische Cluster zusammengefasst sind. Die Eröffnung aller Cluster ist eine Verhandlungsphase, bedeutet jedoch an sich noch nicht den Abschluss des Beitrittsprozesses.
EUROPÄISCHE INTEGRATION, EUROPÄISCHE UNION, MOLDAWIEN, UKRAINE, UNGARN
Der Nettozufluss von Geldern nicht ansässiger Investoren für den Erwerb von Immobilien in Ägypten stieg im Geschäftsjahr 2025/2026, das am 30. Juni endete, im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um 47,4 % – von 1,9 Mrd. Dollar auf 2,8 Mrd. Dollar. Dies geht aus Daten der ägyptischen Zentralbank (CBE) hervor, die am 12. Oktober 2026 veröffentlicht wurden.
Somit stiegen die Einnahmen innerhalb eines Jahres um etwa 900 Mio. US-Dollar. Diese positive Entwicklung ist vor dem Hintergrund einer steigenden internationalen Nachfrage nach ägyptischen Immobilien, der Entwicklung großer Bauprojekte sowie staatlicher Initiativen zur Gewinnung von Kapital aus dem Ausland zu beobachten.
Dabei berücksichtigen die Statistiken der Zentralbank den Erwerb von Immobilien durch alle Nichtansässigen, einschließlich ausländischer Staatsangehöriger und Ägypter mit ständigem Wohnsitz im Ausland. Daher lässt sich der Wert von 2,8 Mrd. US-Dollar nicht vollständig ausschließlich auf ausländische Staatsangehörige zurückführen.
Der Anstieg der Immobilieninvestitionen ist Teil eines allgemeinen Anstiegs des Zuflusses ausländischen Kapitals in die ägyptische Wirtschaft. Nach Angaben der Zentralbank belief sich der Nettozufluss ausländischer Direktinvestitionen im Geschäftsjahr 2025/2026 auf rund 18 Mrd. US-Dollar gegenüber 12,2 Mrd. US-Dollar im Vorjahr.
Insbesondere stiegen die Investitionen in die Gründung neuer Unternehmen und die Kapitalerhöhung bestehender Unternehmen von 5,5 Mrd. US-Dollar auf 8,8 Mrd. US-Dollar. Die reinvestierten Gewinne stiegen von 4,2 Mrd. US-Dollar auf 6,2 Mrd. US-Dollar, und die Nettoerlöse aus dem Verkauf von Unternehmen und Produktionsanlagen an Gebietsfremde beliefen sich auf 433,2 Mio. US-Dollar gegenüber 399,8 Mio. US-Dollar im Vorjahr.
Eine wesentliche Rolle bei der Gewinnung von Investitionen spielen groß angelegte Entwicklungsprojekte an der Mittelmeerküste, in Neu-Kairo und in der neuen Verwaltungshauptstadt Ägyptens.
Im Mai 2026 hat das ägyptische Justizministerium die Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs abgeschlossen, der den Erwerb von fertiggestellten Immobilien und unbebauten Grundstücken durch ausländische Staatsbürger regelt. Ziel ist es, die Verfahren zur Eigentumsübertragung zu vereinfachen und den Markt für ausländische Investoren zugänglicher zu machen.
Die Regierung entwickelt zudem digitale Verfahren für den Immobilienerwerb durch Ausländer, die den Abschluss von Verträgen und den Geldtransfer über das ägyptische Bankensystem vorsehen.
Vor dem Hintergrund der steigenden Auslandsnachfrage legen die Behörden zunehmend Wert auf die Transparenz von Bauprojekten, die Registrierung von Objekten und den Schutz der Käuferinteressen.
Im Gegensatz zur Türkei, wo das Statistikamt monatlich die Anzahl der Transaktionen mit Ausländern, aufgeschlüsselt nach Staatsangehörigkeit, veröffentlicht, stellt Ägypten kein vergleichbares landesweites Ranking der Immobilienkäufer öffentlich zur Verfügung.
Daher muss die Struktur der ausländischen Nachfrage auf der Grundlage von Studien von Beratungsunternehmen, Meldungen ägyptischer Bauträger und regionaler Immobilienagenturen eingeschätzt werden.
Eine der größten Käufergruppen bilden Staatsangehörige der Golfstaaten, vor allem aus Saudi-Arabien, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait.
Nach einer Einschätzung von Basem Kalila, dem Vorsitzenden des Unternehmens Kalila, das die internationale Messe „Nile Property Expo“ organisiert, die am 1. Oktober 2026 in der ägyptischen Zeitung „Osoul Misr“ veröffentlicht wurde, sind die aktivsten Käufer ägyptischer Immobilien unter den ausländischen Kunden Staatsangehörige aus Saudi-Arabien und Katar.
Saudische Käufer zeigen besonderes Interesse an Immobilien in der neuen Verwaltungshauptstadt Ägyptens. Bürger aus Katar ziehen vor allem Projekte an der Nordküste des Mittelmeers in Betracht, während Investoren aus anderen Staaten am Persischen Golf aktives Interesse an den westlichen Stadtteilen Kairos zeigen.
Dabei handelt es sich um die Einschätzung eines Marktteilnehmers und nicht um eine offizielle statistische Rangliste nach der Anzahl der registrierten Transaktionen.
Die zweite große Käufergruppe bilden Europäer und Bürger der ehemaligen Sowjetstaaten, die traditionell Immobilien in den Ferienorten am Roten Meer erwerben.
Laut einem Artikel der ägyptischen Zeitung Al-Masry Al-Youm vom 19. September 2025 nannten Vertreter der lokalen Bauträgerbranche Bürger aus Russland, Deutschland, Großbritannien und Italien als die aktivsten ausländischen Käufer in Hurghada.
Auch Käufer aus Polen, den Niederlanden, Tschechien und anderen europäischen Ländern zeigen großes Interesse an Ferienimmobilien.
Im Gegensatz zu Investoren aus der Golfregion, die sich eher auf große Wohnkomplexe und teure Immobilien in der Hauptstadtregion sowie an der Mittelmeerküste konzentrieren, interessieren sich europäische Käufer vorwiegend für Wohnungen, die sie als Ferienwohnungen, für einen längeren Aufenthalt oder zur anschließenden Vermietung nutzen möchten.
Die Hauptzentren dieser Nachfrage sind nach wie vor Hurghada, El Gouna, Sahl Hasheesh und andere Urlaubsgebiete am Roten Meer. Eine Sonderstellung nimmt Sharm el-Sheikh ein, wo besondere Vorschriften für die Eintragung von Eigentumsrechten für Ausländer gelten.
Auch ukrainische Staatsbürger gehören zu den ausländischen Käufern von Immobilien in Ägypten, vor allem in den Ferienorten am Roten Meer. Laut einer am 14. September 2025 veröffentlichten Studie des Experts Club und des Projekts Relocation.com.ua zählen Ukrainer zu den auffälligen Käufergruppen von Ferienimmobilien in Ägypten, insbesondere in Hurghada.
Nach Einschätzung von Marktteilnehmern begannen ukrainische Staatsbürger bereits in den 2010er Jahren, aktiv Immobilien in ägyptischen Ferienorten zu erwerben, und nach dem Ausbruch des umfassenden Krieges im Jahr 2022 begann ein Teil der Käufer, Ägypten nicht nur als Reiseziel, sondern auch als Ort für einen dauerhaften Aufenthalt in Betracht zu ziehen.
Für Ukrainer sind vergleichsweise preisgünstige Wohnungen mit einer Fläche von 40–70 m² am interessantesten, die zum Eigenbedarf, für den saisonalen Urlaub oder zur Vermietung erworben werden.
In einer Studie des Experts Club wurde festgestellt, dass ukrainische Käufer vorwiegend im erschwinglichen Preissegment vertreten sind, während wohlhabendere Investoren Objekte im Wert von 300.000 Dollar und mehr in Betracht ziehen, insbesondere im Zusammenhang mit der Möglichkeit, an den Investitionsmigrationsprogrammen Ägyptens teilzunehmen.
Allerdings hat die Zentralbank des Landes keine offiziellen Daten zur Anzahl der Immobilien veröffentlicht, die von ukrainischen Staatsbürgern im Finanzjahr 2025/2026 in Ägypten erworben wurden. Dementsprechend ist es bislang nicht möglich, den genauen Anteil der Ukrainer am Gesamtvolumen der Investitionen von Nichtansässigen oder ihre aktuelle Stellung unter den ausländischen Käufern zu bestimmen.
Das Programm zum Erwerb der ägyptischen Staatsbürgerschaft durch Investitionen sieht insbesondere die Möglichkeit vor, Immobilien im Wert von mindestens 300.000 Dollar zu erwerben, sofern die vom Staat festgelegten Bedingungen erfüllt sind. Dieses Programm richtet sich an eine bestimmte Kategorie von Investoren und spiegelt nicht das typische Budget von Käufern von Ferienwohnungen wider.
Die ägyptischen Behörden betrachten den internationalen Verkauf von Immobilien als eines der Instrumente zur Gewinnung von Devisen, zur Steigerung von Investitionen und zur Entwicklung des Bausektors. Einer der wichtigsten Standorte bleibt die Nordküste des Mittelmeers, wo groß angelegte Projekte unter Beteiligung arabischen Kapitals realisiert werden.
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Dänemark gehört weiterhin zu den Ländern, die bei den Ukrainern am positivsten wahrgenommen werden: Im August 2026 stehen 66,9 % der Befragten dem Land positiv gegenüber, während nur 1,8 % eine negative Einstellung haben. Im Vergleich zum März ist der Anteil der positiven Bewertungen leicht zurückgegangen, doch die allgemeine Einstellungsstruktur bleibt deutlich positiv, berichtet das Informations- und Analysezentrum Experts Clubs

Den Ergebnissen der Umfrage vom August zufolge stehen 31,3 % der Ukrainer Dänemark vollkommen positiv gegenüber, 35,6 % überwiegend positiv. Eine neutrale Haltung nehmen 28,8 % der Befragten ein. Eine überwiegend negative Einstellung äußerten nur 1,4 %, eine vollständig negative – 0,4 %, weitere 2,5 % konnten sich nicht entscheiden.
Die Differenz zwischen positiven und negativen Bewertungen beträgt plus 65,1 Prozentpunkte. Somit überwiegen die positiven Antworten die negativen um mehr als das 37-Fache. Dänemark gehört weiterhin zu den nordeuropäischen Staaten, denen die Ukrainer eine sehr hohe Sympathie entgegenbringen.
Im März 2026 standen 69,9 % der Befragten Dänemark positiv gegenüber: 33,3 % – völlig positiv und 36,6 % – überwiegend positiv. Eine neutrale Einstellung äußerten 26,8 % der Befragten, eine negative – nur 1,2 %, weitere 2,1 % konnten sich nicht entscheiden.
Somit ist der Anteil der positiven Bewertungen innerhalb von fünf Monaten um 3 Prozentpunkte gesunken – von 69,9 % auf 66,9 %. Der Anteil der neutralen Antworten stieg um 2 Prozentpunkte auf 28,8 %, während die negative Einstellung nur um 0,6 Prozentpunkte zunahm. Die Differenz zwischen positiven und negativen Bewertungen verringerte sich dementsprechend von plus 68,7 auf plus 65,1 Prozentpunkte.
Auffällig ist auch ein deutlicher Rückgang der Intensität der positiven Einstellung: Der Anteil der vollständig positiven Antworten sank von 33,3 % auf 31,3 %, der der überwiegend positiven Antworten von 36,6 % auf 35,6 %. Gleichzeitig bleibt der Anstieg im negativen Segment minimal, weshalb die aktuelle Entwicklung eher darauf hindeutet, dass ein Teil der Befragten eine neutrale Haltung eingenommen hat, als dass sich eine kritische Einstellung gegenüber Dänemark herausgebildet hat.
Oleksandr Pozniy, Direktor des Marktforschungsunternehmens Active Group, kommentierte die hohen Werte Dänemarks in früheren Erhebungsrunden wie folgt: „Dänemark wird von den Ukrainern unter den gegenwärtigen Umständen als aufrichtiger Partner und verlässlicher Verbündeter wahrgenommen. Das hohe Maß an Vertrauen spiegelt sowohl die humanitäre Hilfe als auch die konsequente politische Unterstützung der Ukraine durch Kopenhagen wider.“ Im weiteren Kontext der Studie betonte er zudem: „Die Ukrainer verbinden die Unterstützung, die sie vor allem von den Ländern der Europäischen Union und Großbritannien erhalten haben, eindeutig mit einer positiven Einstellung gegenüber diesen Ländern.“
Die neue Erhebungswelle zeigt, dass dieses positive Bild weiterhin besteht. Trotz eines Rückgangs im Vergleich zum März stehen etwa zwei Drittel der Ukrainer Dänemark weiterhin positiv gegenüber, während der Anteil der negativen Antworten nicht einmal 2 % erreicht.
Die vorherige Erhebungsrunde wurde im März 2026 unter 800 ukrainischen Staatsbürgern im Alter von mindestens 18 Jahren mittels selbst auszufüllender Online-Fragebögen im SunFlowerSociology-Panel durchgeführt. Die Stichprobe war hinsichtlich Alter, Geschlecht und Region repräsentativ; der maximale theoretische Fehler für Werte auf einem Niveau von 50 % betrug ±3,5 Prozentpunkte.
ACTIVE GROUP, EUROPÄISCHE UNION, EXPERTS CLUB, internationale Beziehungen, NORDEUROPA, ÖFFENTLICHE MEINUNG, SOZIOLOGIE, UKRAINE