Die rumänische Nationale Antikorruptionsbehörde (DNA) führte am 5. Oktober eine groß angelegte Operation im Rahmen der Ermittlungen wegen möglicher Korruption unter Mitarbeitern der Grenzpolizei und des Zolls an der rumänisch-ukrainischen Grenze durch.
Wie „Golos Karpat“ berichtet, führten die Strafverfolgungsbehörden 96 Durchsuchungen in gleich sechs rumänischen Kreisen durch – Satu Mare, Bihor, Sălaj, Maramureș, Cluj und Mureș.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen Mitarbeiter der Grenzpolizei und des Zolls, die unter anderem am Grenzübergang Halmeu tätig waren, der den Straßenverkehr zwischen Rumänien und der Ukraine gewährleistet. Auf ukrainischer Seite entspricht ihm der Grenzübergang „Djakovo“ in der Oblast Transkarpatien.
Nach Angaben der DNA betrifft die Ermittlung mögliche Korruptionsdelikte, die in den Jahren 2025–2026 begangen wurden. Die Ermittler prüfen Hinweise darauf, dass einzelne Grenzschutzbeamte und Zollbeamte im Zusammenhang mit der Ausübung ihrer dienstlichen Pflichten Geldbeträge erhalten haben könnten.
Die Durchsuchungen fanden sowohl in Privathäusern als auch in den Räumlichkeiten zweier staatlicher Einrichtungen statt. An der Operation waren Mitarbeiter der Antikorruptionsbehörde, der Polizei und der Gendarmerie beteiligt. Die Ermittlungsmaßnahmen fanden insbesondere direkt auf dem Gelände des Grenzübergangs Halmeu sowie in einer Dienststelle der Grenzpolizei statt.
Rumänische Medien berichteten unter Berufung auf Quellen, die mit dem Stand der Ermittlungen vertraut sind, dass der mutmaßliche Korruptionsfall möglicherweise mit der Entgegennahme von Geldern im Zusammenhang mit der unterlassenen ordnungsgemäßen Kontrolle von Fahrzeugen und Frachtgütern stand, die die Grenze überquerten. Dabei könnte es sich sowohl um Gütertransporte als auch um den Personenverkehr gehandelt haben.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der offiziellen Mitteilung der DNA waren diese Details jedoch noch nicht vollständig bestätigt. Die Antikorruptionsbehörde nannte auch keine genaue Anzahl der Verdächtigen und keine möglichen Beträge der unrechtmäßigen Vorteile.
Die Ermittlungen sind für die Region Transkarpatien von besonderer Bedeutung, da die Ermittlungsmaßnahmen auch im Kreis Maramureș durchgeführt wurden, der direkt an die Ukraine grenzt.
Die Leitung der Territorialinspektion der Grenzpolizei in Sighetu Marmatiei erklärte sich bereit, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten, und betonte, dass im Falle einer Bestätigung der Verstöße die gesetzlich vorgesehenen Maßnahmen gegen die Mitarbeiter ergriffen würden.
Der Grenzübergang Halmeu ist einer der Straßenübergänge an der rumänisch-ukrainischen Grenze und wird für den Personen- und Güterverkehr zwischen den beiden Ländern genutzt.
Der Export ukrainischer IT-Dienstleistungen stieg von Januar bis August 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 % auf 4,46 Mrd. US-Dollar, wie aus den von Experts Club analysierten Daten der Nationalbank der Ukraine hervorgeht.
Gemessen an den Deviseneinnahmen kehrte der Sektor faktisch auf das Niveau des entsprechenden Zeitraums im Jahr 2023 zurück, hat jedoch noch nicht die Höchstwerte von 2022 erreicht.
Im Zeitraum Januar bis August 2022 lag das Volumen der IT-Exporte um etwa 9 % über dem aktuellen Wert.
Somit lässt sich die Entwicklung der letzten Jahre in zwei Phasen unterteilen: Nach dem Rekordjahr 2022 gingen die ukrainischen IT-Exporte zunächst zurück, zeigen aber im Jahr 2026 wieder ein Wachstum.
Die Bedeutung der IT für den gesamten ukrainischen Dienstleistungssektor bleibt weiterhin besonders groß. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 exportierte die Ukraine Dienstleistungen im Wert von 10,9 Mrd. US-Dollar, was etwa 6 % über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums liegt.
Auf den IT-Sektor entfielen 41 % dieses Betrags, d. h. mehr als 4 US-Dollar von jedem 10 US-Dollar, den die Ukraine durch den Export von Dienstleistungen eingenommen hat.
Auch im Verhältnis zum gesamten Außenhandel bleibt der Anteil des Sektors beträchtlich. Die Gesamtexporte von Waren und Dienstleistungen beliefen sich von Januar bis August auf 35,8 Mrd. US-Dollar, wovon 4,46 Mrd. US-Dollar auf IT-Unternehmen und Fachkräfte entfielen.
Damit macht der IT-Anteil etwa 12 % der gesamten Exporte des Landes aus – ungefähr jeder achte Dollar der Exporteinnahmen.
Sofern das derzeitige Tempo anhält, könnte der Sektor das Jahr 2026 mit dem besten Ergebnis der letzten Jahre abschließen; um jedoch wieder die Rekordwerte von 2022 zu erreichen, muss sich das Wachstumstempo beschleunigen.
Datenquelle: Nationalbank der Ukraine.
In der Ukraine wird ab dem 16. Oktober 2026 die Annahme von Anträgen auf staatliche Fördermittel für die Anlage und den Ausbau von Obstgärten, Beerenplantagen, Weinbergen und Gewächshausbetrieben vorübergehend ausgesetzt.
Wie EastFruit berichtet, können landwirtschaftliche Erzeuger, die in diesem Jahr staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen möchten, ihre Anträge bis einschließlich 15. Oktober einreichen.
Die Wiederaufnahme der Antragstellung ist für das erste Quartal 2027 geplant. Für die Fortsetzung des Programms sind im Staatshaushalt für das nächste Jahr entsprechende Mittel vorgesehen.
Nach Angaben von EastFruit wurden im Jahr 2026 bereits 61 Beschlüsse über die Gewährung solcher Zuschüsse in Höhe von insgesamt 300 Mio. UAH gefasst.
Insbesondere betreffen 40 Beschlüsse in Höhe von 170 Mio. UAH die Anlage und den Ausbau von Obstgärten, Beerenplantagen und Weinbergen. Weitere 21 Beschlüsse in Höhe von 130 Mio. UAH wurden für den Ausbau des Gewächshausanbaus gefasst.
Bislang wurden 34 Fördermittel für Projekte im Bereich Obst-, Beeren- und Weinbau in Höhe von insgesamt 137 Mio. UAH vollständig finanziert. Weitere 19 Fördermittel in Höhe von 123 Mio. UAH wurden für den Ausbau von Gewächshausbetrieben bereitgestellt.
Die staatlich geförderten Projekte sehen die Anlage von 428,4 ha neuen mehrjährigen Anpflanzungen und 31,5 ha modularen Gewächshäusern vor.
Ihre Umsetzung soll zudem die Schaffung von 282 festen und 5.518 saisonalen Arbeitsplätzen gewährleisten.
Landwirte, die es nicht schaffen, ihre Unterlagen bis einschließlich 15. Oktober einzureichen, können sich nach der Wiederaufnahme der Antragsannahme im Jahr 2027 um einen Zuschuss bewerben.
Das staatliche Förderprogramm für Obstbau und Gewächshauswirtschaft im Jahr 2026 sieht Zuschüsse in Höhe von bis zu 7 Mio. UAH pro Objekt vor, jedoch nicht mehr als 70 % der Projektkosten. Für Unternehmen in befreiten und frontnahen Gebieten kann der Anteil der staatlichen Finanzierung bis zu 80 % betragen. Die Anträge werden über das Portal „Dija“ eingereicht.
Die Ukraine erzielte im Zeitraum Januar bis August 2026 4,46 Mrd. US-Dollar aus dem Export von IT-Dienstleistungen, womit der Technologiesektor rund 12 % der gesamten Waren- und Dienstleistungsexporte des Landes ausmachte, wie aus Daten der Nationalbank der Ukraine hervorgeht, die vom Experten- und Analysezentrum Experts Club ausgewertet wurden.
Somit entfällt etwa jeder achte Dollar der Exporteinnahmen der Ukraine auf IT-Dienstleistungen.
Die Gesamtexporte der Ukraine an Waren und Dienstleistungen beliefen sich in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 auf 35,8 Mrd. US-Dollar und blieben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu unverändert.
Den größten Teil der Deviseneinnahmen macht nach wie vor der Warenexport aus – 24,9 Mrd. US-Dollar oder etwa 70 % des Gesamtvolumens. Der Export von Dienstleistungen belief sich auf 10,9 Mrd. US-Dollar, wovon 4,46 Mrd. US-Dollar auf den IT-Bereich entfielen.
Somit macht der IT-Sektor bei einem Anteil der Dienstleistungen am Gesamtexport des Landes von etwa 30 % allein etwa 12 % der gesamten Exporteinnahmen der Ukraine aus.
Wie Analysten des Experts Club feststellen, verdeutlichen diese Zahlen die besondere Rolle der IT für den ukrainischen Außenhandel. Im Gegensatz zum Warenexport sind technologische Dienstleistungen praktisch unabhängig von der Seelogistik, der Durchlasskapazität der Grenzen und dem physischen Transport der Produkte.
Zudem bleibt die IT-Branche der größte Bestandteil des ukrainischen Dienstleistungsexports. Auf Computerdienstleistungen entfallen etwa 41 % der gesamten Exporteinnahmen des Dienstleistungssektors.
Im Zeitraum Januar bis August belief sich der Dienstleistungsexport der Ukraine auf 10,9 Mrd. US-Dollar und stieg damit im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 um etwa 6 %. Der IT-Export stieg um 4 % auf 4,46 Mrd. US-Dollar.
Trotz der Erholung hat der IT-Sektor sein historisches Hoch aus dem Jahr 2022 noch nicht wieder erreicht. Der Export von IT-Dienstleistungen lag in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 weiterhin um etwa 9 % unter dem Wert des entsprechenden Zeitraums im Jahr 2022.
Somit zeigt der ukrainische IT-Export einerseits eine Erholung nach den Rückgängen der vergangenen Jahre und behält andererseits eine außerordentlich wichtige Rolle bei der Generierung von Deviseneinnahmen des Landes bei.
Datenquelle: Nationalbank der Ukraine. Die Berechnungen zur Exportstruktur basieren auf Daten der NBU, die von Opendatabot veröffentlicht wurden.
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Mehr als zwei Drittel der Ukrainer, die den Kauf einer Wohnung planen, legen Wert auf eine Notstromversorgung und eine autonome Heizung, wie die Ergebnisse einer Umfrage von „OLX Immobilien“ zeigen.
Der Studie zufolge halten 68 % der potenziellen Käufer eine Notstromversorgung für den Fall von Stromausfällen für wichtig, gegenüber 49 % im Jahr 2025. Somit ist der Anteil der Käufer, die auf die Energieunabhängigkeit einer Immobilie achten, innerhalb eines Jahres um gleich 19 Prozentpunkte gestiegen. Auch eine autonome Heizung ist für 68 % der Befragten wichtig.
„Die Energieversorgungssicherheit hat faktisch denselben Stellenwert wie viele ‚traditionelle‘ Merkmale einer Wohnung oder eines Hauses erreicht“, heißt es in der Mitteilung von OLX.
Das Hauptkriterium beim Kauf einer Wohnung bleibt dabei jedoch der Preis – 82 % der Befragten nannten den Preis als wichtig. An zweiter Stelle steht die Gesamtfläche der Wohnung – 79 %.
Die Anzahl der Zimmer und die Stadtlage werden von jeweils 77 % der potenziellen Käufer berücksichtigt. Ein guter Grundriss oder eine gute Renovierung sowie der Fertigstellungsgrad der Immobilie sind für 76 % der Befragten wichtig, die Infrastruktur und das äußere Erscheinungsbild des Hauses für 73 % und die Etage für 72 %.
Gleichzeitig hat der Krieg die Anforderungen der Ukrainer an die Sicherheit von Immobilien erheblich verändert. Die Entfernung zu strategischen Objekten berücksichtigen 67 % der potenziellen Käufer, und das Vorhandensein eines Schutzraums direkt im Haus ist für 60 % wichtig.
Dabei spielen die traditionellen Vorteile der Wohnlage eine geringere Rolle. Die Nähe zur U-Bahn nannten 46 % der Befragten als wichtig, die Lage in der Nähe des Stadtzentrums 45 %.
Der Hauptgrund für den Kauf von Immobilien bleibt der Wunsch, die bestehenden Wohnverhältnisse zu ändern – dieses Motiv nannten 47 % der Befragten. Weitere 42 % möchten sich einen eigenen, separaten Lebensraum schaffen, 23 % planen den Umzug in eine geräumigere Wohnung, 20 % betrachten den Kauf als Möglichkeit, ihren Lebensstandard zu verbessern, und 11 % möchten in ein anderes Stadtviertel ziehen.
Die Investitionskomponente bleibt zwar bedeutend, tritt jedoch hinter den Kauf von Wohnraum für den Eigenbedarf zurück. 28 % der potenziellen Käufer betrachten Immobilien als Kapitalanlage. Insbesondere rechnen 19 % damit, in Zukunft Einnahmen aus der Vermietung oder dem Weiterverkauf der Immobilie zu erzielen.
Somit belegen die Ergebnisse der Studie eine Verschiebung der Prioritäten der ukrainischen Käufer: Neben Preis, Fläche und Lage der Immobilie gewinnen deren Funktionsfähigkeit bei Stromausfällen sowie das Sicherheitsniveau zunehmend an Bedeutung.
Nach Angaben von OLX hat sich die Einstellung zur Notstromversorgung besonders deutlich verändert: Während im Jahr 2025 noch etwa jeder zweite potenzielle Käufer diesen Aspekt berücksichtigte, waren es im Jahr 2026 bereits mehr als zwei Drittel.
Quelle: Studie „OLX Immobilien“.
Wie Experts.news berichtet, beliefen sich die Benzinimporte in die Ukraine im September 2026 auf 145.000 Tonnen, was einem Rückgang von 5 % gegenüber August entspricht, jedoch um 3 % über dem Wert vom September des Vorjahres liegt, wie die Beratungsgruppe „A-95“ auf Grundlage einer speziellen Studie mitteilte.
Von Januar bis September importierte die Ukraine 1,26 Mio. Tonnen Benzin – das sind 15 % mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.
„Der Rückgang der Benzinlieferungen im September erfolgte vor dem Hintergrund eines saisonalen Rückgangs des Verbrauchs. Die Nachfrage wurde zudem durch die in diesem Jahr rekordhohen Einzelhandelspreise gedrückt, die Autobesitzer zum Sparen veranlassten“, teilte die Beratungsgruppe „A-95“ mit.
Litauen blieb im September die größte Bezugsquelle für Benzin; von dort wurden 46,4 Tausend Tonnen importiert, was 32 % des Gesamtvolumens entspricht. Im Vergleich zum August gingen die Lieferungen um 10,4 % zurück.
Den zweiten Platz belegte Polen mit 36,8 Tausend Tonnen, was 25 % der ukrainischen Importe entspricht. Im Vormonat wurden aus diesem Land 40,1 Tausend Tonnen geliefert.
Somit sank der Gesamtanteil von Litauen und Polen im September von 60 % auf 57 %. Die Lieferungen des größten Lieferanten – der ORLEN-Gruppe – aus diesen beiden Ländern gingen von 78,8 Tausend auf 67,8 Tausend Tonnen zurück. Trotz dieses Rückgangs entfielen auf ORLEN rund 47 % der gesamten ukrainischen Benzineinfuhren.
Gleichzeitig hat sich die geografische Verteilung der Lieferungen verändert. Die Importe aus Deutschland gingen im Vergleich zum August um 25 % auf 13,6 Tausend Tonnen zurück. Von dieser Menge wurden 8,3 Tausend Tonnen, also 61 %, vom UPG-Netzwerk importiert.
Gleichzeitig gewann die südliche Lieferrichtung an Bedeutung. Die Benzinlieferungen aus Rumänien stiegen um 29 % – von 23,4 Tausend auf 30,1 Tausend Tonnen. Damit belegte Rumänien den dritten Platz unter den Lieferländern und deckte mehr als 20 % der Importe im September ab.
Die Lieferungen aus Griechenland gingen hingegen um 28 % zurück – von 15.000 auf 10.800 Tonnen. Die Importe aus Moldawien haben sich mehr als verdoppelt – von 1.900 auf 4.100 Tonnen.
Somit liegen die Liefermengen trotz des Rückgangs der Gesamtimporte im September weiterhin über dem Vorjahresniveau, und in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 importierte die Ukraine 15 % mehr Benzin als im Vorjahr.
Quelle: Beratungsgruppe „A-95“.