Business news from Ukraine

Business news from Ukraine

Der Export von Traktoren aus der Ukraine stieg in den ersten sieben Monaten um 71 % – auf 6 Millionen Dollar

Von Januar bis Juli 2026 exportierte die Ukraine Traktoren im Wert von 5,97 Millionen Dollar, was etwa 71 % mehr ist als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, als sich der Export auf 3,49 Millionen Dollar belief, wie aus Daten des Staatlichen Zolldienstes hervorgeht.
Somit wächst der Traktorexport deutlich schneller als der Import, obwohl das Volumen der ukrainischen Ausfuhren in absoluten Zahlen vergleichsweise gering bleibt.
Belgien war von Januar bis Juli der wichtigste Absatzmarkt für ukrainische Traktoren und machte 24,8 % der gesamten Exporte aus. Ausgehend vom Gesamtliefervolumen belief sich der Wert der Exporte in dieses Land auf etwa 1,48 Mio. $.
Im Laufe des Jahres hat sich die Exportgeografie deutlich verändert. Von Januar bis Juli 2025 war Rumänien das wichtigste Ziel, auf das 38 % der Auslandslieferungen ukrainischer Traktoren entfielen.
Im Gesamtjahr 2025 exportierte die Ukraine Traktoren im Wert von 6,6 Mio. US-Dollar gegenüber 5,4 Mio. US-Dollar im Jahr 2024. Die wichtigsten Exportmärkte waren damals Rumänien, Belgien und Deutschland.
Bezeichnenderweise hat der Export bereits in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 fast das Ergebnis des gesamten Vorjahres erreicht: 5,97 Mio. US-Dollar gegenüber 6,6 Mio. US-Dollar für das gesamte Jahr 2025.
Sofern sich die derzeitige Dynamik fortsetzt, könnte der Gesamtwert für 2026 das Vorjahresniveau übertreffen; die vorliegenden Daten des Staatlichen Zolldienstes lassen jedoch keine Vorhersage über die weitere monatliche Entwicklung und das Jahresergebnis zu.
Dabei bleibt die Ukraine ein großer Nettoimporteur von Traktoren. Von Januar bis Juli beliefen sich die Importe auf 507,5 Mio. $, was etwa dem 85-Fachen der Exporte entspricht.

, , , ,

Der Import von Traktoren in die Ukraine stieg in den ersten sieben Monaten auf 507,5 Mio. US-Dollar

Die Ukraine importierte von Januar bis Juli 2026 Traktoren im Wert von 507,5 Mio. US-Dollar, was einem Anstieg von 2 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht, als das Liefervolumen 497,8 Mio. US-Dollar betrug, wie aus Daten des Staatlichen Zolldienstes hervorgeht.
Dabei ging der Traktorenimport im Juli selbst im Vergleich zum Juli 2025 um 5 % und im Vergleich zum Juni dieses Jahres um 3 % zurück – auf 70,6 Mio. US-Dollar.
Größter Lieferant von Traktoren in die Ukraine war nach den Ergebnissen der ersten sieben Monate Deutschland, auf das 19,4 % der Importe entfielen, was 98,3 Mio. US-Dollar entspricht.
China lieferte ein nahezu gleich großes Volumen – 98 Mio. US-Dollar oder 19,3 % der Gesamtimporte. Die USA belegten mit Lieferungen im Wert von 89,6 Mio. US-Dollar den dritten Platz, was einem Anteil von fast 17,7 % entspricht.
Somit entfielen auf die drei größten Länder rund 56,4 % der gesamten Traktorimporte in die Ukraine im Zeitraum Januar bis Juli.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Struktur der Lieferanten verändert. Im Zeitraum Januar bis Juli 2025 waren die USA mit einem Volumen von 94,1 Mio. US-Dollar der größte Lieferant, gefolgt von China mit 87,3 Mio. US-Dollar und Deutschland mit 83,9 Mio. US-Dollar.
Im Jahresverlauf stiegen die Lieferungen aus Deutschland um etwa 17 %, aus China um mehr als 12 %, während die Importe aus den USA um etwa 5 % zurückgingen.
Im Gesamtjahr 2025 importierte die Ukraine Traktoren im Wert von 845,7 Mio. $, was um 7,9 % über dem Wert von 2024 lag. Die wichtigsten Lieferanten waren damals ebenfalls die USA mit 179,7 Mio. $, Deutschland mit 145 Mio. $ und China mit 142,8 Mio. $.
Somit hält das Wachstum der Traktorimporte im Jahr 2026 zwar an, doch hat sich das Tempo deutlich verlangsamt: Nach den Ergebnissen der ersten sieben Monate stieg der Wert nur um 2 %, und im Juli wurde bereits eine negative Jahresdynamik verzeichnet.

, , , ,

Kraftstoff in der Ukraine verteuerte sich innerhalb eines Jahres um 28 % gegenüber 16,9 % in der EU — Experts Club

Die Kosten für Kraft- und Schmierstoffe in der Ukraine lagen im Juli 2026 um 28 % höher als ein Jahr zuvor, während der Anstieg im Durchschnitt der Europäischen Union 16,9 % betrug. Dies geht aus einer Analyse des Informations- und Analysezentrums Experts Club auf Grundlage von Daten von Eurostat und des Staatlichen Statistikdienstes der Ukraine hervor.

Damit lag die jährliche Teuerungsrate bei Kraftstoffen in der Ukraine um 11,1 Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt und übertraf das europäische Niveau um etwa das 1,66-Fache.

Eurostat veröffentlichte die Daten zur Entwicklung der Kraftstoffpreise am 21. August 2026. Die Statistik umfasst die HICP-Kategorie CP0722 — „Kraft- und Schmierstoffe für private Verkehrsmittel“, zu der insbesondere Benzin und Dieselkraftstoff gehören.

Rumänien führte die EU beim Anstieg der Kraftstoffpreise an

Im Juli 2026 verteuerten sich Kraft- und Schmierstoffe im Jahresvergleich in 25 der 27 EU-Mitgliedstaaten.

Den stärksten Anstieg verzeichnete Eurostat in:

Rumänien — um 24,2 %;

Deutschland — um 22,9 %;

Litauen — um 22,9 %;

Bulgarien — um 22,2 %;

den Niederlanden — um 22 %;

Finnland — um 20,5 %.

Alle diese Werte liegen deutlich über dem EU-Durchschnitt von 16,9 %.

Zum Vergleich: In Portugal stiegen die Kraftstoffkosten um 16,7 %, in Italien um 12,5 %, auf Zypern um 9,9 %, in Irland um 3,2 % und in Schweden um 1,2 %.

Malta war das einzige Land, in dem sich die Preise nicht veränderten. Eurostat erklärt dies damit, dass die Einzelhandelspreise für Kraftstoff im Land seit 2020 unverändert festgelegt sind.

In Ungarn sanken die Kosten für Kraft- und Schmierstoffe um 0,1 % — damit war es der einzige EU-Mitgliedstaat mit einer negativen Jahresdynamik.

Nach Angaben des Staatlichen Statistikdienstes der Ukraine waren Kraft- und Schmierstoffe im Juli 2026 um 28 % teurer als im Juli 2025.

Würde man die Ukraine ausschließlich nach der prozentualen Veränderung der Kraftstoffkosten hypothetisch in eine Reihe mit den EU-Ländern stellen, läge sie damit vor Rumänien mit dessen Wert von 24,2 %.

Gleichzeitig weist Experts Club darauf hin, dass ein solcher Vergleich nur als Orientierung dient.

Eurostat berechnet die Indikatoren für die EU-Mitgliedstaaten auf Grundlage des harmonisierten Verbraucherpreisindex HICP nach einer einheitlichen europäischen Methodik. Der ukrainische Wert von 28 % wurde vom Staatlichen Statistikdienst im Rahmen des nationalen Verbraucherpreisindex berechnet. Daher wäre es nicht korrekt, die Ukraine offiziell in das Eurostat-Ranking aufzunehmen.

Dennoch ermöglicht der Vergleich, das Ausmaß des Anstiegs der Kraftstoffausgaben für ukrainische Haushalte und Unternehmen einzuschätzen.

Besonders deutlich ist die Differenz zwischen der Entwicklung der Kraftstoffkosten und der allgemeinen Inflation in der Ukraine.

Die jährliche Verbraucherinflation im Land betrug im Juli 2026 7,7 %, während sich Kraft- und Schmierstoffe um 28 % verteuerten.

Mit anderen Worten: Die Kraftstoffpreise stiegen etwa 3,6-mal schneller als der allgemeine Verbraucherpreisindex.

Seit Beginn des Jahres 2026 verteuerte sich Kraftstoff in der Ukraine um 26,5 %. Gleichzeitig wurde im Juli gegenüber Juni ein leichter Preisrückgang um 0,1 % verzeichnet.

Der Anstieg der Kraftstoffkosten wirkt sich bereits auf die Transportausgaben aus. Die Personenbeförderung im Straßenverkehr war in der Ukraine im Juli um 30,8 % teurer als ein Jahr zuvor, während sich Transportdienstleistungen insgesamt um 28,9 % verteuerten.

Nach dem Preisrückgang im Juni kehrte der europäische Kraftstoffmarkt im Juli wieder zum Wachstum zurück.

Im EU-Durchschnitt verteuerte sich Dieselkraftstoff innerhalb eines Monats um 4,3 %, Benzin um 4,7 %.

Am stärksten stiegen die Dieselpreise in Polen — um 13,4 % innerhalb eines Monats, in Deutschland um 12,7 % und in Griechenland um 12,1 %.

Bei Benzin führte Polen, wo die Preise auf einen Schlag um 17,2 % stiegen. In Deutschland verteuerte sich Benzin um 11 %, in Spanien um 7,1 %.

Gleichzeitig wurde Kraftstoff in einigen Ländern billiger. Der Dieselpreis sank auf Zypern um 7,9 %, in Schweden um 7,4 % und in Irland um 6,4 %. Benzin verbilligte sich in Schweden um 11,1 %, auf Zypern um 5,4 % und in Irland um 4,1 %.

Die Entwicklung des europäischen Marktes bleibt instabil. Im Mai 2026 waren Kraft- und Schmierstoffe in der EU um 20,7 % teurer als ein Jahr zuvor. Im Juni verlangsamte sich das Wachstum auf 13,7 %, bevor es sich im Juli wieder auf 16,9 % beschleunigte.

Die Analysten von Experts Club betonen, dass das Ranking ausschließlich die Geschwindigkeit der Preisveränderung und nicht die absoluten Kosten für einen Liter Benzin oder Dieselkraftstoff widerspiegelt. Daher kann ein Land mit einem geringen prozentualen Anstieg weiterhin deutlich höhere Einzelhandelspreise an den Tankstellen aufweisen als ein Staat, der bei der Preisdynamik zu den Spitzenreitern des Rankings gehört.

Die Unterschiede zwischen den Ländern werden durch die Höhe der Verbrauchsteuern und anderer Abgaben, die Mechanismen der Einzelhandelspreisbildung, die Wechselkurse in Staaten außerhalb der Eurozone, die Struktur der Erdölverarbeitung und des Imports von Erdölprodukten sowie die Vergleichsbasis des Vorjahres beeinflusst.

Die Studie wurde vom Informations- und Analysezentrum Experts Club auf Grundlage von Statistiken von Eurostat und des Staatlichen Statistikdienstes der Ukraine erstellt.

Der Staatliche Vermögensfonds (FDM) stellt das Salzwerk Drohobych zum zweiten Mal zur Privatisierung ein

Der Staatliche Vermögensfonds (FDM) der Ukraine hat zum zweiten Mal die Privatisierung des staatlichen Unternehmens „Salzwerk Drohobych“ angekündigt, wie der Leiter des Unternehmens, Oleg Petrenko, auf Facebook mitteilte.
„Der Staatliche Vermögensfonds kündigt zum zweiten Mal die Privatisierung unseres Unternehmens an. Als Geschäftsführer unterstütze ich die Privatisierung – sie kann dem Unternehmen neue Investitionen und Wachstum bringen. Wichtig ist, dass dieser Prozess konsequent und transparent abläuft, ohne Hinterzimmerentscheidungen und ohne Eile, die auf bestimmte Interessen zugeschnitten werden könnten“, erklärte er.
Der Unternehmensleiter wies darauf hin, dass die Drohobytscher Saline ein profitables Unternehmen ist, das seit über 600 Jahren besteht, dabei die traditionelle Technologie der Salzeinbrennung bewahrt und zu den wenigen derartigen Produktionsstätten in Europa zählt.
„Das Salz aus Drohobych hat eine Zukunft. Und wir glauben, dass wir diese gestalten können, ohne das bereits Erreichte zu verlieren“, fasste Petrenko zusammen.
Das staatliche Unternehmen „Salzwerk Drohobych“ ist seit dem 14. Jahrhundert in Betrieb und gehört zu den ältesten ununterbrochen tätigen Salzgewinnungsbetrieben Europas. Das Unternehmen fördert natürliche Sole und stellt Kochsalz nach traditioneller Technologie her. Im Jahr 2024 produzierte und verkaufte das Werk 678,3 Tonnen Salz.
Nach Angaben von Opendatabot stieg der Umsatz des staatlichen Unternehmens „Salzwerk Drohobych“ im Jahr 2025 um 40,3 % auf 34,4 Mio. UAH und der Nettogewinn um 33,8 % auf 849,2 Tausend UAH.

, , , ,

Im Juli hat die Ukraine ihre Stahlproduktion um 21% reduziert und ist damit auf Platz 26 weltweit zurückgefallen

Die ukrainischen Stahlunternehmen produzierten im Juli 2026 457.000 Tonnen Stahl, was einem Rückgang von 21,3 % gegenüber dem Juli des Vorjahres und von 33,9 % gegenüber dem Juni entspricht, als 691.000 Tonnen produziert wurden.
Am Monatsende belegte die Ukraine den 26. Platz unter den 70 Ländern, deren Daten von der Weltstahlvereinigung World Steel Association (Worldsteel) erfasst werden.
Insgesamt ging die weltweite Stahlproduktion im Juli deutlich weniger zurück – um 0,3 % im Jahresvergleich auf 149,2 Mio. Tonnen. Damit lag das Tempo des Produktionsrückgangs in der Ukraine deutlich über dem weltweiten Durchschnitt. Die offiziellen Daten von Worldsteel wurden am 24. August 2026 veröffentlicht.
Von Januar bis Juli schmolzen die ukrainischen Metallunternehmen 4,023 Mio. Tonnen Stahl, was einem Rückgang von 5,6 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2025 entspricht. Nach den Ergebnissen der ersten sieben Monate belegt die Ukraine Platz 24 im weltweiten Ranking.
Der Rückgang im Juli fiel im Vergleich zum Vormonat besonders stark aus. Während die ukrainischen Unternehmen im Juni noch rund 691.000 Tonnen Stahl produzierten, ging das Volumen im Juli bereits um fast 234.000 Tonnen zurück.
Dies führte auch zu einer Verschlechterung der Position des Landes in der Weltrangliste: Nach den Ergebnissen der ersten sieben Monate belegt die Ukraine den 24. Platz, während sie im Juli selbst auf den 26. Platz zurückfiel.
Zum Vergleich: Die meisten der größten Hersteller haben ihre Produktionsmengen im Juli gesteigert. Indien steigerte die Produktion um 1,9 %, die USA um 4,4 %, Südkorea um 6,4 %, die Türkei um 7 %, Deutschland um 3 % und Vietnam sogar um 34,7 %. China hingegen reduzierte die Produktion um 3,6 %. Russland steigerte laut offiziellen Angaben von Worldsteel sein Produktionsvolumen im Juli um 3,3 % auf geschätzte 5,7 Millionen Tonnen.
In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 belief sich die weltweite Stahlproduktion auf 1,081 Mrd. Tonnen, was einem Rückgang von 0,6 % im Jahresvergleich entspricht. Die Ukraine verzeichnet mit einem Rückgang um 5,6 % ebenfalls eine deutlich schwächere Entwicklung als der Weltmarkt insgesamt.
Im Jahr 2025 produzierte die Ukraine insgesamt rund 7,4 Mio. Tonnen Stahl. Laut der aktuellen Jahrestabelle von Worldsteel belegte das Land weltweit den 23. Platz, gegenüber dem 22. Platz im Jahr 2024.
Die World Steel Association vereint führende Stahlhersteller, nationale und regionale Branchenverbände sowie Forschungsorganisationen. Auf die Mitglieder des Verbandes entfallen rund 85 % der weltweiten Stahlproduktion.

, , , ,

Der Export von Eisenmetallen aus der Ukraine ist im Juli im Vergleich zum Juni um fast ein Drittel zurückgegangen

Die Deviseneinnahmen der Ukraine aus dem Export von Eisenmetallen beliefen sich im Juli 2026 auf 199,9 Millionen Dollar, was fast 32 % weniger ist als im Juni, als der Export 293,6 Millionen Dollar einbrachte, wie Daten des Staatlichen Zolldienstes zeigen.
Somit fiel der Juli für den ukrainischen Metallexport deutlich schwächer aus als der Vormonat.
Insgesamt erzielten die Unternehmen der Branche von Januar bis Juli Einnahmen aus dem Export von Eisenmetallen in Höhe von 1,678 Mrd. Dollar, was einem Rückgang von 7,6 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.
Gleichzeitig beliefen sich die Importe von Eisenmetallen im Juli auf 176,4 Mio. Dollar. Die Differenz zwischen Exporten und Importen verringerte sich somit auf etwa 23,5 Mio. Dollar pro Monat.
In den ersten sieben Monaten stiegen die Metallimporte um 7,2 % auf 1,023 Mrd. Dollar.
Der Rückgang der Exporterlöse im Juli erfolgt nach zwei Jahren der Erholung der Metallerzeugnis-Exporte. Im Jahr 2024 stieg deren Wert um 16,9 % und im Jahr 2025 um weitere 7,85 %.

, , , ,