Die Perfect Group plant, den Bereich der Renditeimmobilien in Kiew auszubauen und einen Teil der Wohnungen in ihren Wohnanlagen an Hotelbetreiber zur professionellen Verwaltung zu übergeben.
Wie der CEO des Unternehmens, Alexej Koval, in einem Interview mit „Interfax-Ukraine“ vom 1. September 2026 mitteilte, wird das erste Projekt dieser Art im Wohnkomplex LA MANCHE in der Schekawizka-Straße 46 im Stadtteil Podil entwickelt. Für das Projekt mit Renditeimmobilien wurden 40 Wohnungen vorgesehen.
Der Betreiber wird sich vorwiegend auf Langzeitvermietungen konzentrieren.
Ein weiteres Projekt entsteht im Rahmen des Wohnkomplexes „Stanford“ in der Predslavinskaja-Straße 35. Hier soll ein separater Bereich für Kurzzeitvermietungen genutzt werden, und die Perfect Group führt derzeit Verhandlungen mit einem großen professionellen Betreiber.
Der Bauträger rechnet zudem damit, einen Teil der Hoteldienstleistungen auf die übrigen Bewohner der Wohnkomplexe auszuweiten. Dabei handelt es sich um einen Concierge-Service, Babysitter-Dienste, Kinderzimmer, Hundespaziergänge und weitere Zusatzleistungen.
Nach Einschätzung von Koval wird nach einer Phase, in der die Bauträger über Preis, architektonisches Konzept und Infrastruktur konkurrierten, die Servicequalität zum nächsten wichtigen Wettbewerbsfaktor auf dem Markt werden.
Für Wohnungen der Komfortklasse beabsichtigt das Unternehmen, einen ähnlichen Ansatz durch Digitalisierung zu verfolgen. Die Perfect Group entwickelt eine App für die Kommunikation der Bewohner mit der Verwaltungsgesellschaft, die Bearbeitung von Anfragen und die Abstimmung über Zusatzleistungen. Die Einführung ist bis Ende 2026 geplant.
Neben Projekten im Bereich der Renditeimmobilien in Kiew baut die Perfect Group das Aparthotel VELMY in Poljanica in der Nähe von Bukowel.
Am 10. September 2026 fand in Basel das Forum zur kommunalen Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der Ukraine statt, das der Entwicklung von Partnerschaften zwischen ukrainischen und schweizerischen Städten sowie der Umsetzung gemeinsamer Projekte zum Wiederaufbau und zur Stärkung der Resilienz von Gemeinden gewidmet war, wie die Botschaft der Ukraine in der Schweizerischen Eidgenossenschaft und im Fürstentum Liechtenstein mitteilte.
Das Forum brachte Vertreter der zentralen und lokalen Behörden der Ukraine und der Schweiz sowie von Fachorganisationen beider Länder zusammen. Es wurde gemeinsam von der Schweizer Regierung, den Städten Basel, Bern und Zürich, der Werchowna Rada der Ukraine, der ukrainischen Botschaft in der Schweiz, der Ukrainischen Vereinigung der Schweiz und der Support and Recovery Platform organisiert.
Konradin Kramer, Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt, die ukrainische Botschafterin in der Schweiz, Iryna Venediktova, der Minister für kommunale und territoriale Entwicklung der Ukraine, Vitaliy Bezgin, sowie Jacques Herber, Delegierter des Schweizer Bundesrats für die Ukraine, hielten Begrüßungsreden vor den Teilnehmern.
Unter dem Motto „Partnerschaften gestalten. Ergebnisse erzielen“ diskutierten die Teilnehmer den Übergang von interkommunalen Kontakten zu konkreten Investitions- und Infrastrukturprojekten. Als Hauptschwerpunkte der Zusammenarbeit wurden Energieversorgung und Energieeffizienz, Wasserinfrastruktur, lokale Verwaltung sowie der Ausbau öffentlicher Dienstleistungen festgelegt.
Das Programm des Forums umfasste zwei Podiumsdiskussionen – zu den politischen Grundlagen kommunaler Partnerschaften beim Wiederaufbau sowie zu praktischen Modellen für die Umsetzung solcher Projekte. Separat fanden City-Labs-Arbeitssitzungen statt, in denen Vertreter ukrainischer und schweizerischer Städte gemeinsam konkrete Vorschläge für die weitere Zusammenarbeit erarbeiteten.
Die kommunale Partnerschaft ist einer der Schwerpunkte der langfristigen Unterstützung der Ukraine durch die Schweiz. Im Schweizer Kooperationsprogramm mit der Ukraine für die Jahre 2025–2028 ist die Unterstützung lokaler und regionaler Behörden beim Wiederaufbau, bei der Modernisierung der städtischen Infrastruktur und bei der Sicherstellung grundlegender Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Verkehr, Energie, Wasserversorgung, Gesundheitswesen und Bildung, gesondert vorgesehen.
Schweizer Städte beteiligen sich bereits an konkreten Projekten in der Ukraine. So übergibt Basel im Rahmen eines Programms, das die Schweiz im Zeitraum 2024–2028 mit 2,5 Millionen Schweizer Franken finanziert, bis zu 25 Straßenbahnen an Lemberg. Zuvor hatte auch Bern Straßenbahnen an die Ukraine übergeben.
Die Schweiz betrachtet den Aufbau direkter Beziehungen zwischen den Städten als einen der Mechanismen für den Wiederaufbau der Ukraine. In dem staatlichen Programm des Landes wird darauf hingewiesen, dass insbesondere Winnyzja, Odessa, Sumy und Charkiw bereits Interesse an Partnerschaften mit Schweizer Städten bekundet haben.
Die Durchführung des Forums in Basel soll den Übergang von allgemeinen Vereinbarungen zwischen den Kommunen zu konkreten gemeinsamen Projekten fördern, bei denen Schweizer Technologien, kommunale Erfahrungen und Finanzmittel für den Wiederaufbau der ukrainischen Infrastruktur genutzt werden können.
Ukrainische Bauträger benötigen Zugang zu Projektfinanzierungen, wobei die Aufnahme von Bank- oder internationalen Krediten in Höhe von 20–30 % der Projektkosten ausreichen kann, um mit dem Bau zu beginnen, meint Alexej Koval, CEO der Unternehmensgruppe Perfect Group.
Wie Koval in einem am 1. September 2026 veröffentlichten Interview mit der Agentur „Interfax-Ukraine“ erklärte, hat sich das Finanzierungsmodell für den Wohnungsbau in der Ukraine seit Beginn des umfassenden Krieges erheblich verändert. Während ein Bauträger bis 2022 etwa 10 % Eigenmittel investieren und bis zu 90 % der Mittel von den Käufern erhalten konnte, kann der Eigenfinanzierungsanteil in der Anfangsphase mittlerweile bis zu 60 % betragen.
Seinen Angaben zufolge führt die Perfect Group über ihre Vertreter Verhandlungen mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Europäische Finanzinstitute sind bereit, Kredite für den ukrainischen Privatsektor zu Zinssätzen von 6–8 % in Euro zu prüfen; für Projekte im Bereich des erschwinglichen Wohnraums könnten jedoch 3–4 % ein akzeptablerer Zinssatz sein.
Das Unternehmen ist der Ansicht, dass eine Kreditfinanzierung in Höhe von 20–30 % des Kostenvoranschlags den Start des Baus ermöglichen könnte, woraufhin Hypothekenprogramme, darunter „єОселя“, zur Projektfinanzierung hinzukommen könnten.
Kowal wies zudem darauf hin, dass die Einführung von Treuhandkonten für Immobilienkäufer ohne die gleichzeitige Schaffung eines Projektfinanzierungssystems für Bauträger zu einem Mangel an Ressourcen für den Start neuer Projekte führen könnte.
Seiner Einschätzung nach ist die Rentabilität von Bauträgerprojekten in der Ukraine unter normalen Bedingungen mit der in Europa vergleichbar und liegt bei etwa 18–20 %.
Die Perfect Group wurde 1991 gegründet. Nach Angaben des Unternehmens hat die Gruppe im Laufe ihrer Tätigkeit mehr als 110 Gebäude mit über 20.000 Wohnungen und einer Gesamtfläche von mehr als 1,5 Millionen Quadratmetern fertiggestellt.
Wie Fixygen berichtet, hat das deutsche Finanzministerium einen Entwurf für eine Reform der Besteuerung von Krypto-Vermögenswerten ausgearbeitet, der ab 2027 einen Steuersatz von 25 % auf Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin, Ethereum und anderer Kryptowährungen vorsieht, unabhängig von der Haltedauer des Vermögenswerts.
Der entsprechende Referenzentwurf befindet sich derzeit in einer frühen Abstimmungsphase innerhalb der Bundesregierung, berichtete das Handelsblatt am 9. September unter Berufung auf ein der Zeitung vorliegendes Dokument. Derzeit ist Deutschland nach wie vor einer der attraktivsten großen europäischen Standorte für langfristige Privatanleger in Kryptowährungen. Nach den geltenden Vorschriften unterliegen Gewinne aus dem Verkauf von Krypto-Vermögenswerten, die länger als ein Jahr im Besitz waren, in der Regel nicht der Einkommensteuer. Wird ein Vermögenswert innerhalb von 12 Monaten nach dem Kauf veräußert, gelten die Gewinne als private Veräußerung von Vermögen und werden mit dem individuellen Steuersatz des Steuerpflichtigen besteuert. Diese Regelung wurde durch offizielle Erläuterungen des Bundesfinanzministeriums vom 6. März 2025 bestätigt.
Das neue Modell soll diesen Ansatz grundlegend ändern. Es wird vorgeschlagen, Krypto-Vermögenswerte aus der Kategorie der privaten Vermögensverkäufe in die Kategorie der Kapitalerträge zu überführen und analog zu Gewinnen aus Aktiengeschäften zu besteuern. Der Basissatz der Abgeltungssteuer soll 25 % betragen. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags kann die tatsächliche Belastung bis zu 26,375 % erreichen, wobei eine eventuelle Kirchensteuer noch nicht berücksichtigt ist.
Die vorgeschlagenen Regelungen sollen nur für Kryptowährungen gelten, die nach dem 31. Dezember 2026 erworben wurden. Für Bitcoin, Ethereum und andere zuvor erworbene Vermögenswerte soll die derzeitige steuerliche Behandlung beibehalten werden.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die neuen Regelungen am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Dabei ist die Einführung des automatischen Steuerabzugs durch deutsche Kryptowährungsdienstleister erst ab dem 1. Januar 2028 geplant, um den Plattformen Zeit für die Umstellung ihrer Abrechnungssysteme zu geben.
Das Finanzministerium rechnet damit, dass die Änderung der Vorschriften dem Haushalt im Jahr 2028 zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von rund 160 Mio. Euro einbringen wird. In den folgenden Jahren soll dieser Betrag steigen und nach Berechnungen des Ministeriums im Jahr 2030 rund 350 Mio. Euro erreichen.
Die Reform beseitigt faktisch den wichtigsten Steuervorteil des langfristigen Besitzes von Kryptowährungen in Deutschland. Für Anleger wird es nicht mehr ausreichen, Bitcoin oder Ethereum länger als ein Jahr zu halten, um die beim Verkauf erzielten Gewinne vollständig von der Steuer zu befreien.
Eine endgültige Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen. Der Entwurf des Finanzministeriums befindet sich in einer frühen Phase der interministeriellen Abstimmung; anschließend muss das Dokument noch von der Bundesregierung, dem Bundestag und dem Bundesrat geprüft werden.
Unabhängig davon verstärkt Deutschland bereits die steuerliche Transparenz bei Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten. Im November 2025 billigte der Bundestag die Umsetzung der europäischen DAC8-Richtlinie, die Krypto-Dienstleister verpflichtet, den Steuerbehörden Informationen über bestimmte Transaktionen ihrer Kunden zu übermitteln.
DTEK hat von 2022 bis 2025 101,7 Mrd. UAH in den ukrainischen Energiesektor investiert, teilte der Energiekonzern am Donnerstag mit.
„Wir sanieren die vom Feind zerstörten Anlagen, bauen neue Kapazitäten auf und binden globale Technologie- und Finanzpartner in ukrainische Projekte ein“, hieß es in der Mitteilung.
Insgesamt haben die Unternehmen der SCM von Rinat Achmetow, zu denen auch DTEK gehört, seit Beginn des großen Krieges bereits über 4,3 Mrd. US-Dollar in die Ukraine investiert, davon etwa 1 Mrd. US-Dollar in den Wiederaufbau der von der Russischen Föderation zerstörten Anlagen.
Derzeit startet SCM die globale Initiative „Invest in Ukraine“ mit dem Aufruf an die internationale Wirtschaft, bereits heute in die Ukraine zu investieren, ohne das Ende des Krieges abzuwarten.
„Millionen von Menschen werden diese Botschaft sehen: ‚Schachtar‘ wird die Hauptrunde der Champions League 2026/27 in Trikots mit dem Aufruf ‚Invest in Ukraine‘ bestreiten“, teilte DTEK mit.
Die Ukraine brauche schon jetzt Investitionen, neue Projekte und internationale Partner, betonte der Energiekonzern.
Das Zentralbergbau- und Erzaufbereitungskombinat (ZGZK, Krywyj Rih, Oblast Dnipropetrowsk), das zur „Metinvest“-Gruppe gehört, kommt weiterhin seinen Umweltschutzverpflichtungen nach und hat im Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres 23,8 Mio. UAH für die Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen sowie weitere 12,9 Mio. UAH für Maßnahmen zum Schutz der Luftqualität bereitgestellt.
Nach Angaben des Unternehmens wurden diese Zahlen im Rahmen der Bilanz zur Umsetzung der Bestimmungen des Tarifvertrags für das erste Halbjahr 2026 bekannt gegeben.
Dabei wird betont, dass das Unternehmen trotz der Herausforderungen in Kriegszeiten weiterhin seinen Verpflichtungen in den Bereichen Entlohnung, Sicherheit, Weiterbildung, Sozialschutz und Jugendförderung nachkommt. Im ersten Halbjahr betrug das durchschnittliche Gehalt der Mitarbeiter des Unternehmens 27.957 Tausend Griwna und stieg im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 um 10,2 %.
Für Arbeitsschutzmaßnahmen wurden im ersten Halbjahr über 28 Millionen Griwna bereitgestellt.
Das ZGZK gehört zu den fünf größten Produzenten von Bergbaurohstoffen in der Ukraine. Es ist auf die Förderung und Produktion von Eisenerzrohstoffen – Konzentrat und Pellets – spezialisiert.
Das ZGZK gehört zur „Metinvest“-Gruppe, deren Hauptaktionäre die PrJSC „System Capital Management“ (SCM, Donezk) (71,24 %) und die Unternehmensgruppe „Smart-Holding“ (23,76 %) sind. Die Verwaltungsgesellschaft der „Metinvest“-Gruppe ist die „Metinvest Holding“ GmbH.